Französische Taschenuhr

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Mostsepp

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Habe Taschenuhr erstanden.
Wer kann mir mehr Infos geben zu dieser Taschenuhr.
Innerer Deckel:
Anore
Double Plateau
Spiral Breguet
Balancier Cpupe
15 Rubis
Leeves visibles.

Äußerer Deckel:
0.800
Krone in Mondsichel
Zahl
+
6

Im voraus herzlichen Dank
Mostsepp

[/URL]
 
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Mostsepp

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Hier noch ein Bild vom Uhrwerk.




Gruß

MOSTSEPP
 
SINNlich

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Moin Mostsepp,

Willkommen im Club. Es wäre schön, wenn wir etwas mehr zur Geschichte des Kaufes erfahren könnten. Das macht die Sache lebendiger ;-)

Taschenuhrenfachmann im Forum ist Mikrolisk.

Soviel ich erkennen kann, handelt es sich um eine einfache Taschenuhr, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts gebräuchlich war. Das Gehäuse besteht aus 800er Silber, das Zifferblatt aus bemaltem Emaille. Das Werk ist recht schlicht. Eine Breguet-Spirale wurde damals gerne als Qualitätszeichen erwähnt. Das Werk ist in 15 Steinen gelagert. Rücker und Lagerungen sind recht einfach. Schau mal mit der Lupe nach, ob Du auf dem Werk eine Firmensignatur oder einen Stempel finden kannst.

Grüße

Axel
 
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Mostsepp

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Habe die Uhr auf dem Flohmarkt gekauft.
Größe der Uhr, ohne Krone 3,5 cm. Links neben der Krone befindet sich ein Knopf, den man drücken muß, will man die Uhr stellen.
Auf dem Werk konnte ich folgende Gravur feststelle:

Araree Retard oder so ähnlich.



Gruß
MOSTSEPP
 
Mikrolisk

Mikrolisk

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Hallo!

Ist ein schweizer Werk, kein französisches!
Die Stempel im Gehäuse sagen folgendes:
Auerhahn: Schweizer Silberstempel
0800: Feingehalt des Silbergehäuses, eben 0,800-Silber.
Halbmond+Krone: Deutscher Reichssilberstempel, d.h. eine schweizer Uhr, die in Deutschland verkauft wurde.

Der Deutsche Reichssilberstempel wurde ab 1888 verwendet, Deine Uhr wird aber nach 1900 gebaut worden sein, wenn ich mir das Zifferblatt so ansehe.

Das Werk ist ein Massenprodukt und wurde von eine schweizer Rohwerkefirma an unzählige Uhrmacher geliefert, welche dann die Uhren nach eigener Aufarbeitung verkauften. Den Rohwerkehersteller auszumachen, sollte möglich sein, das Werk habe ich schon häufig gesehen. Den Verkäufer wirst Du aber hier wohl nie feststellen können, die meisten damaligen Uhren sind anonym und werden es leider auch immer bleiben.

Ansonsten: So schlecht ist das Werk gar nicht mal - ok, herausragend nun auch nicht, aber mit 15 Steinen, guter Verarbeitung undso ist es schon ein durchaus brauchbares Mittelklassemodell seiner Zeit. Und wenn man dann noch bedenkt, daß es sich hier um eine Damentaschenuhr handelt (Herrenuhren waren mindestens 4cm groß, eher noch größer), dann steigt die Qualität noch mal, denn Damentaschenuhren waren damals doch stets eher minderer Qualität. Und hier 15 Steine zu finden, ist ... nun ja, ungewöhnlich trifft es nicht ganz, aber schon besserer Qualität eben.

Ansonsten:
Avance/Retard da im Werk heißt nur "schneller/langsamer". Der Rückerzeiger auf dem Unruhkloben muß in die jeweilige Richtung geschoben werden, um die Uhr eben zu beschleunigen oder zu verlangsamen.

Ansonsten gibts eine schweizer Ankerhemmung, eine Kompensationsunruh samt Breguet-Spirale, 15 Steine, auf der Unruhwelle das doppelte Plateau (darauf steckt die Ellipse, also der kleine Stein, der den Anker bewegt, bzw. vom Anker mitgenommen wird), wie es damals dann üblich wurde.

Nichts besonderes, aber auch nichts schlechtes eben! Und zudem mit originalen Zeigern und in gutem Erhaltungszustand.

Grüße, Andreas
 
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Mostsepp

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Hallo,
vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und Erklärung.


Grüße
Klaus
 
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Mostsepp

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Hallo, Mikrolisk!
Werde die Uhr behalten.
Wieviel ist die Uhr wert?

Gruß
Klaus
 
Mikrolisk

Mikrolisk

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Für seriöse Schätzungen müßte man die Uhr in den Händen haben. 2-stellig wirds aber auf jeden Fall bleiben.

Andreas
 
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