Uhrenbestimmung Fragen zu Taschenuhr.....

Diskutiere Fragen zu Taschenuhr..... im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, kann mir jemand etwas zu dieser Taschenuhr sagen? Hersteller/Werk? Google hat nicht viel ergeben... Was ich entziffern konnte: Ancre...
Lindi1977

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Hallo, kann mir jemand etwas zu dieser Taschenuhr sagen? Hersteller/Werk?

Google hat nicht viel ergeben...
Was ich entziffern konnte:
Ancre 15 Rubis - Anker und 15 (Lager)steine?
Remontoir - Handaufzug
Geneve

Im Deckel konnte ich 1552 erkennen- Gehäusenummer?

Sonst keinen entzifferbaren Goldwert :-)

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Gruß, Marco
 
Ruebennase

Ruebennase

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Seehrrrrr sehrrrr nettes Teil ( da kommt ja fast kein Neid auf :-) ) und glatt übersehen. Ankerhemmung, Wolfsverzahnung im schweren güldenen Kleid. Das Werk ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Le Coultre 1 auch wenn das Sperrad ein wenig untypisch ausschaut
bidfun-db Archiv: Uhrwerke: LeCoultre 1, 14'''

Le coultre hat dieses feine Werk in verschiedensten Ausführungen was Steinzahl, Rädchen etc. angeht an Alle, dies es haben wollten, um daraus eine feine Uhr wie Deine zu bauen, verkauft. Daher ist die Auswahl möglicher Hersteller des "Gesamtwerkes" riesig. Nun zumindest haben wir den Ort: Geneve, aber ich fürchte genauer ist es nicht ein zu grenzen. Annodazumal transportierten Handelsnamen noch keine, oder äußerst selten imaginäre Werte mit denen sich der Eigner schmücken konnte. Daher wurde oft darauf verzichtet, diesen zu hinterlegen. Nur die Uhr selber hatte Gewicht und Diese ist doch einfach klasse.

Liebe Grüße
 
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Lindi1977

Lindi1977

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Danke für die Info. Leider ist zur Geschichte der Uhr wenig bekannt, mein Schwiegervater hat sie von seinem Onkel (zu dem nur sehr selten Kontakt bestand) "geerbt" und da er damit nichts anzufangen weiss hat er sie mir in Obhut gegeben.
Sie läuft an, Gangreserve habe ich nicht getestet, da ich sie nur behutsam ein paar Umdrehungen aufgezogen habe.
Ich denke sie wird irgendwann mal ein neues Glas bekommen haben und im Werkdeckel sind auch zwei Uhrmacher-Kennzeichen.
Jedenfalls weiss ich nun das sie wohl erhaltenswert ist und sie wird wohl einen besonderen Platz bekommen.

Das ungefähre Alter der Uhr würde mich noch interessieren.

Besten Dank, Marco
 
Oelfinger

Oelfinger

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Wenn der kleine Knopf auf der IIII zur Zeigerverstellung gedrückt werden muss kannst Du die Herstellungszeit schon eingrenzen. Schau mal auf Mikrolist Seite.

Grüsse

Günter
 
Lindi1977

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...dann scheint sie ja doch schon sehr alt zu sein...:-D

Gruß, Marco

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...kann es sein das da im Kronrad mittig eine Schraube fehlt und im Sperrad sogar event. zwei ?
 
Ruebennase

Ruebennase

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Das Werk in Roland Ranffts Datenbenk ist mit ca. 1890 angegeben. Ich finde das paßt auch gut zur Uhr. Auf Grund der Zifferblattgestelatung sicherlich vor 1900 denn da wurden aribische Zahlen und 24 h Angabe (äußerer Zahlenkranz) modern. Die Technik begrenzt es in etwa auf 1870 nach unten. Jetzt ist die Frage gibt es Goldpunzen. Dann ist ab 1880/82 die untere Grenze :-) sonst die Oberste.

Liebe Grüße
 
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mausiele

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...dann scheint sie ja doch schon sehr alt zu sein...:-D

Gruß, Marco

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...kann es sein das da im Kronrad mittig eine Schraube fehlt und im Sperrad sogar event. zwei ?
Im Sperrrad fehlt keine Schraube, diese Art der Verschraubung habe ich schon oft gesehen.
Da kann man u.U. mit den Spitzen einer alten Pinzette in beide Löcher stechen und dann die Schraube lösen.
Aber aufgepaßt, es kann auch Linksgewinde sein !

Gruß, Hans
 
Lindi1977

Lindi1977

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...eine identifizierbare Goldpunze kann ich nicht finden, im zweiten Bild erkennt man schemenhaft ein Rechteck in der Mitte des Deckels, was theoretisch eine Legierungsangabe gewesen sein könnte.
Das hätten die mal besser stanzen können;-)

Ich bin über das Alter schon etwas erstaunt, aufgrund des Zustandes hätte ich sie weit jünger geschätzt und die billige, blaue Kunstsamttasche in der sie aufbewahrt war hat mich auch irritiert.
Nachdem ich das Werk allerdings gesehen habe, vermutete ich doch schon was höherwertiges (für mich war die Schraubenunruh das Merkmal)

Auf jedenfall wird sie jetzt einen Ehrenplatz bekommen und eventuell reinige ich mal das Werk mit Bremsenreiniger oder so.....:D
















nee, Spass, ich lasse demnächst mal einen Uhrmacher drüberschauen.

Gruß, Marco
 
Ruebennase

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Das sollte keine einfache Schraubenunruhe, sondern eine bimetallische Kompensationsunruhe mit Breguetspirale sein :-) - gaaanz sicher. Dss ist wirklich eines der aller feinsten Werke, die damals so zu sagen in Großserie produziert wurden. Gut erhaltene Taschenuhren wirken immer viel viel jünger in ihrer Perfektion. Du hast da wirklich ein sehr schönes Exemplar. Alles fein : Blatt, Werk und tolle Zeiger. Eine runde Sache :-) die einen Ehrenplatz verdient und sicherlich in weiteren ca. 150 Jahren noch genauso prächtig ausschaut bei guter Pflege. Email altert nicht :-).

LIebe Grüße
 
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Tiktakbrasil

Tiktakbrasil

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Soweit ich es sehen kann, ist das aber keine Brequet - Spirale !

Grüße, Tiktakbrasil :super:
 
Ruebennase

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Upps Stimmt sieht auf den Bildern so weit man es erkennen kann, wiie eine blaue Flachsprale aus. Ich bin überrascht. Vielleicht kann der TS ja noch mal ein Ausschnittsbild von der stehenden Unruhe ein stellen, damit ich hier nicht noch weitere Gerüchte in die Welt gesetzt habe. Ein wenig überrascht bin ich schon.

Danke für deine Augen
 
Lindi1977

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So, hat etwas gedauert mit den Fotos, Urlaub und Faulheit lagen dazwischen:

P1040515.JPGP1040513.JPGP1040514.JPGP1040508.JPGP1040525.JPGP1040528.JPGP1040530.JPG

Hier hat sich einer mit einem ganzen Roman verewigt:

P1040518.JPG

Gruß, Marco
 
U

Ulrich Wehpke

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Es stimmt schon, dieses Werk wurde mit einem gewissen Anspruch gebaut. Blaue Schraubenköpfe, Platinen, Kloben und Brücke körnig anreibeversilbert und vergoldet, ob der Unruhreif aufgeschnitten ist, kann ich nicht erkennen, mir scheint eher nicht. Somit hat die Uhr wahrscheinlich keine echte Kompensations-Unruh, wenngleich ihr Reifen aus Bimetall gefertigt wurde. Diese weiterführenden Arbeiten oblagen früher den einzelnen Uhrmachern, welche die Rohwerke vollendet und reguliert haben. Eine Breguetspirale kann ich nicht identifizieren

Was mir auffällt ist, dass der Zeigerstellstift einen ungewöhnlichen "Nietkopf" hat, der sich normalerweise innerhalb des Gehäuses befindet. Der Vorhandene scheint mir nicht original zu sein, man zerreißt sich an ihm auch leicht die Klamotten. Es könnte sein, dass die Olive entfernt wurde, oder verloren ging, was jedoch von einem Gehäusemacher behoben werden kann.
Meiner Ansicht nach ist die Uhr zwischen 1900 und 1915 gebaut worden. Die Deckel sind guillochiert. Es fällt auf, dass sich das Gehäuse in einem excellenten Zustand befindet.

So viel aus meiner Sicht.

Grüße, Ulrich
 
Lindi1977

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Hallo Ulrich,
auch dir danke für deine ausführliche Einschätzung, für einen nicht so ganz uhrentechnisch versierten wie mich, bedeutet bimetallischer, aufgeschnittener Unruhreif (...sieht man das nicht auf dem ersten Bild, so ca.bei 9 Uhr?) = Kompensationsunruh? ....kann die sich dann temperaturbedingt ausdehnen und zusammenziehen, so ähnlich wie bei Erwin Sattlers Kompensationspendeln?
Habe dich das ungefähr richtig verstanden? ;-)

Gruß, Marco
 
B

Bulovahunter

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Mit Bremsenreiniger reinigen? Seid ihr alle Wahnsinnig?

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Falsches Zitat sorry.

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Balancier compense.

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Nicht nur Temperatur,sondern auch der Luftdruck wird damit ausgeglichen.
 

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Ulrich Wehpke

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Hallo Marco,

richtig, so isses. Allerdings wurden die Reifen von den Rohwerkherstellern schon immer an den Trennstellen gekennzeichnet, eine Arbeit, die dem fertigstellenden Uhrmacher oblag. Seinem Können und seiner Sorgfalt verdankten die fertigen Uhren ihre Qualität. Die Gitterpendel entsprachen in ihrer Funktion dem gleichen Prinzip.

Mit dem Aufkommen des Werkstoffes Niva (64% Fe 36% Ni, Werkstoffnr. 1.3912) wurden die Spiralen wesentlich temperaturunempfindlicher. Durch den Zusatz von Beryllium entstand die Legierung " Nivaflex", die den Ausgangsstoff für unsere heutigen Spiralen bildete, die außer einer weitestgehenden Unempfindlichkeit gegenüber Temperatureinflüssen, auch noch antimagnetisch sind.

Gruß, Ulrich

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Balancier compense.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Nicht nur Temperatur,sondern auch der Luftdruck wird damit ausgeglichen.
Das musst Du mir erklären. Bist Du sicher, dass Du das nicht mit dem Großuhrbereich verwechselst? Sattler z.B. baut ein Kompensationspendel, welches auch den Luftdruck ausgleichen soll. Allerdings ist dieses System viel größer als jede Taschenuhr. Auch die Quecksilberpendel der Wiener Standuhren Uhren dürften nicht in eine Taschenuhr passen ;)
 
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