Fragen zu Punzen und Werk einer Taschenuhr?

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Dirk407

Dirk407

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Moin Jungs. War ich doch heute mal wieder auf einem Flohmarkt.
Dort habe ich dieses seltsame Teil mitgenommen. War das mal eine Taschenuhr?
Wer kann mir etwas zu den Punzen sagen? Das Firmenlogo? welches auf Werk und Deckel ist kann ich beim besten willen nicht entziffern, event. Lilie .
Die Aufzugswelle ist leider draussen und will auch nicht so richtig rein da muss ich später mal in ruhe schauen. Der kleine Knopf rechts neben der Krone drückt auf irgend etwas im Werk. Zu welchem Zweck weiss ich noch nicht.
Das Ziffernblatt schaut mir viel zu neu aus und scheint wohl eher aus Plastik zu sein. Das Glas ist auf jeden fall Plastik.
Ich habe es mitgenommen weil ich es doch sehr putzig fand. Mein eigentlicher Erfolg war heute eine Bifora 115 für 5Euro.
mfg Dirk
 

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falko

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Könnte eine Damentaschenuhr oder eine Anhängeuhr gewesen sein, die zu einer Armbanduhr umgearbeitet wurde. Der Knopf neben der Krone ist zum Stellen. Setzt mal die Krone wieder ein und verschraube den Winkelhebel. Dann müsstest Du wieder Aufziehen und die Uhr unter Drücken des Knopfes auch wieder Stellen können.
 
Clockmaster

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Hallo Dirk

Deine "neue" war mal eine Damen-Umhängeuhr. Das Gehäuse ist aus Silber.
Das Zifferblatt sieht Original aus (Emaille).
Der Knopf neben der Krone ist für die Zeigerstellung. Durch Drücken und gedrückt halten, kannst du die Zeiger verstellen. Sobald du wieder loslässt, kannst du die Uhr wieder aufziehen, vorausgesetzt, die kannst die Krone und Welle wieder montieren. Mit etwas Glück hat sich nur die Winkelhebelschraube gelöst.

Original war das Glas mal aus Echtglas.

Gruß
Jürgen
 
Didi71

Didi71

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Hallo Dirk,

bekommen wir auch Bilder von der Bifora? Ein super Schnapp für 5 € :klatsch:
Ich drücke Dir die Daumen das Du die schöne Alte TU auch zum laufen bekommst!!

Gruß Dieter
 
Rocketman

Rocketman

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Hallo Dirk,
zu 'Lilie' habe ich auf Mikrolisks HP das hier gefunden:

Lilie
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Auerhahn und Krone mit Halbmond dürften ja bekannt sein.

Zum Werk als solchen habe ich leider keine Infos, da ich mich mit TU-Werken nicht auskenne.
 
Dirk407

Dirk407

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Dank Euch erst mal!!!!

Dieter: Hier das Bild von der Bifora. Das Werk läuft super aber geschmacklich ist die Uhr leider nicht mein Ding. Das Glas hatte ich schon ab Ziffernblatt ist perfekt erhalten. Infos deiner seits zur Uhr sind aber immer willkommen.

Falko und Jürgen: Wie meint Ihr das mit Umhänge bzw Anhängeuhr? Wie soll daß ausgesehen haben? An der Halskette?
Falko: hättest Du event eine Idee zum Werk ? Hersteller ect.

Volker: Habe leider keine Ahnung von den Punzen:oops: könntest Du es mir bitte erklären?
mfg Dirk
 

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Rocketman

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Kaiserkrone und Halbmond ist die Silberpunze des Deutschen Reiches, der Auerhahn die Silberpunze der Schweiz.
Die Punze 0.800 bedeutet, dass das verwendete Silber einen Reinheitsgrad von 800/1000 besitzt, also zu 80% 'Reines Silber' ist.

Höchstwahrscheinlich wurde Deine Uhr also in der Schweiz von der Fa. Lilie gefertigt und anschließend nach Deutschland importiert.

Ich bin allerdings selbst auch TU-Laie und lasse mich gerne eines Besseren belehren. ;-)
 
falko

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Die Krone mit Halbmond ist die Silberpunze des Deutschen Reiches, steht ja auch 0.800 drauf! Das Eichhörnchen steht ebenso für 800er Silber, ist aber eine Schweizer Punze. Zum Werk kann ich leider nichts sagen. Solche Uhren wurden an der Halskette getragen.
 
Didi71

Didi71

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Die Bifora sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus. Für 5 € hätte ich sie auch mitgenommen. gebaut wurde das Kaliber 115 ab 1967 und es gibt die auch mit Datum. Sehr Robustes und gutes Werk das bis zum Schluss eigentlich gebaut wurde. (1977)

Gruss Dieter
 
mike184

mike184

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Hi Dirk!

Schöner Flohmarktfund, auch die Bifora, Glückwunsch!
Das Zifferblatt dürfte emailliert sein und deshalb noch so gut aussehen.
Das Eichhörnchen steht ebenso für 800er Silber, ist aber eine Schweizer Punze.
Gerd meint natürlich den Auerhahn - das Eichhörnchen steht für Gold.
Original war das Glas mal aus Echtglas.
Das ist nicht gesagt - seit Ende des 19. Jahrh. gibt es Kunststoffgläser aus Zelluloid(seit Anfang der 1920er aus Celluloseacetat und seit den 1930ern aus Acrylglas). Ich habe eine TU von Moritz Kohn aus der gleichen Zeit mit originalem Zelluloid-Glas. Es ist dünner, flexibler und härter als Acrylglas, Kratzer herauszupolieren ist wesentlich aufwendiger. Bei zu großer Hitze vergilbt es und ist leicht entzündbar.
 
falko

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Da meint man Auerhahn und schreibt Eichhörnchen!:confused:
Gerade ich müsste doch diese beiden Tiere unterscheiden können.;-)
 
del-olmo

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Hallo,
das war ursrünglich eine DTU, die entweder um den Hals an einer Lagen Kettegetragen wurde, oder auch in kleinen Taschen der Kleider, dann an einer kurzen Kette oder mit einer Chatelaine. Es war ab 1910-15 Mode diese Uhren umzuarbeiten, d.h. das Pendent wurde entfernt und die Aufzugswelle gekürzt oder getauscht. Die Bügel wuren dann seitlich angelötet und ein Armband angebracht.

Hergestellt wurde sie in der Schweiz, ich würde sagen um 1890, für den deutschen Markt, sie hat beide Silberpunzen. Lilie ist eine Handelsmarke der UH, der späteren Alpina.

Grüße Bernhard

Nachtrag: Der innere Staubdeckel ist Metall gekennzeichnet, d.h. er ist aus Messing oder ähnlichem. Die Lünette und der äußere Staubdeckel sind mit Rotgoldauflagen, Galonne, verziert. Das Werk hat eine Zylinderhemmung.
 
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