Fragen zu (Plexi)Glas

Diskutiere Fragen zu (Plexi)Glas im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Guten Abend aus Wien. Der Lockdown hat auch seine guten Aspekte - man hat mehr Zeit für Uhren ;-) Zum Uhrenglas: Die meisten der Uhren, die ich...
gsl

gsl

Themenstarter
Dabei seit
15.04.2019
Beiträge
76
Ort
Wien-Zagreb
Guten Abend aus Wien.
Der Lockdown hat auch seine guten Aspekte - man hat mehr Zeit für Uhren ;-)

Zum Uhrenglas:
Die meisten der Uhren, die ich so am Flohmarkt zum Lernen, Üben und hoffentlich auch Reparieren gekauft habe, sind BJ vor 1930. Trotzdem haben sie Plexiglas Scheiben. Ich gehe davon aus, dass diese irgendwann getauscht wurden. Ich frage mich, ob das aus rein ökonomischen Gründen Plexi und nicht Glas war, oder das einen tieferen Grund hat.
Gibt es überhaupt noch Glas zu kaufen für alte Taschenuhren zum Beispiel?

Und wenn wir schon beim Thema sind. Ich habe eine nicht soo alte Taschenuhr erstanden, die hat mir so eine Altersbestimmungsseite auf 1925-1950 datiert. Die könnte sogar original Plexi gehabt haben? Auf jeden Fall ist das Glas rausgefallen und es hat sich herausgestellt, dass es auf den Rändern weggebrochen ist und nicht mehr hält. Da habe ich mir ein neues (Plexi) besorgt und frage mcih jetzt, ob ich so ein Greifer (mit den vielen Fingern) brauche, mit dem ich es zusammenquetschen und einsetzen kann, oder ob ich das Glass auch einfach in die Lünette drücken könnte. Und wenn ja, ob ich es dann irgendwie (vor)behandeln soll. Zum eispiel Erwärmen (in warmem Wasser), oder einseifen?

IMG_5802.JPG

Kann mir bitte wer einen Rat geben? Ich bin schon nach der Reinigung beim zusammenbauen.

Liebe Grüße
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Badener

Badener

Dabei seit
27.07.2010
Beiträge
5.933
Ort
Eurasburg
Hallo Michael,

natürlich kann man noch Mineralgläser für Taschenuhren kaufen. Der Uhrmacher im Großhandel, andere über ebay oder CousinsUK.
Bei Plexigläsern für Taschenuhren kommst du mit der Kralle oft nicht weiter, da
a) die Gläser am Rand meist so flach sind, dass die Kralle nicht greift und
b) die Kralle meist gar nicht weit genug aufgeht.

Die Profis nutzen dafür eine Glaseinsetzzange mit gewölbten Einsätzen:
3374249
Diese sind meines Wissens aber nur noch antiquarisch zu erhalten.
Du kannst es aber auch zuerst mal mit den Fingern versuchen...

Gruß
Badener
 
C

clipeata

Dabei seit
29.09.2008
Beiträge
496
Ort
bei Marburg
Ganz vorsichtige Idee zur ersten Frage: Acrylglas/Plexiglas war in den 40er-60er Jahren etwas ganz besonderes, und selbst in den 80ern waren entsprechende Möbel noch sehr beliebt und teuer.
Gut möglich, dass es bei diesen Uhren ab Werk verbaut, oder bei späterem Ersatz erste Wahl der jeweiligen Besitzer war.

...Und noch heute scheinen neue Entwicklungen im Bereich Polycarbonat und Spritzguß zu mitunter abenteuerlichen Auswüchsen bei der Gestaltung von Auto-Scheinwerfen/Rückleuchten zu führen....
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: gsl
gsl

gsl

Themenstarter
Dabei seit
15.04.2019
Beiträge
76
Ort
Wien-Zagreb
Servus Badener und danke für den Rat.

Ich habe es nach einigem Probieren mit den Fingern geschafft. Einfach war es nicht, aber es ging!
Jetzt habe ich eine frisch revidierte 15 Steine 18''' (40.35cm) ankergehemmte Taschenuhr mit kompensierter Unruhe und blauer Breguetspirale ;-)

[ V I D E O ]

R0011634.JPGR0011635.JPGR0011636.JPG

Um 13 Euro am Flohmarkt erstanden + 7 Euro für ein neues Plexi. Die gebrochene Feder habe ich durch eine gute aus einer sonst Schrott-Cylinderhemmung getauscht. Sie scheint 1A zu gehen und i gfrai mi wia a Scheekönig.

Ich habe so doof wegen Gläsern geftagt, weil mein Dealer, bei dem ich das Plexi gekauft habe auf diese Frage von einer Firma bei Linz zu schwafeln begonnen hat, die nach Maß schleift und das übersteigt sowohl mein Budget als auch den Wert dieser Uhr würde ich meinen.

@clypeata: Ja, da wirst Du schon Recht haben. Ende der 30er war's the new hot shit. Perspex, Plexi, in Kampfflugzeugen eingebaut. @monozelle hat in einer PN gemeint, dass Plexi für Taschenuhren eher ungeeignet sei, weil es durch die Reibung in der Tasche schnell milchig wird (was meine Flohmarktuhren mit Plexi erhärten), daher habe ich nicht gedacht, dass es die erste Wahl sein würde.

Auf jeden Fall danke euch und jetzt gehe ich mit meiner Uhr in's Bett.

Liebe Grüße
Michael
 
Schraubendreher

Schraubendreher

Dabei seit
20.11.2019
Beiträge
1.407
Ort
Zwischen den Meeren
Moin,

für eine Lepine ein NOS-Kristallglas zu besorgen ist meist kein Problem. Das sind recht kräftige, normalbewölbte Gläser, die man mit Glaskitt oder UV-Kleber einkleben kann. Die bekommt man bei allen Händlern, die alte Bestände am Lager haben. Westphal hatte früher viele Kristallgläser, es könnte sich lohnen da mal nachzufragen.
Anspruchsvoll wird es bei Savonettes. Nicht nur dass es drei verschiedene Höhen gibt und die Bestände mittlerweile äußerst lückenhaft sind. Die Gläser sind auch empfindlich wie Sau und brechen bei falscher Belastung beim Einsetzen sofort aus oder durch. Ich habe gerade erst bei einer Lange TU ein neues Glas gekillt und warte jetzt auf ein weiteres von Flume. :wand:

Bis dann:
der Schraubendreher
 
sirtaifun

sirtaifun

Dabei seit
21.07.2017
Beiträge
2.985
Die alten TU hatten original Glas danach kam Zelluloid dann Plexi.
Jedes hat seine vor- und nachteile die Gläser brechen schnell mal, sehen aber am besten aus, Zelluloid verfärbt sich mit der Zeit gelb weswegen es viele austauschen weil sie nicht wissen wie man es wieder klar bekommt (ist etwas aufwändig geht aber), Plexi geht halt immer, ist günstig und lässt sich schnell wieder polieren.
 
monozelle

monozelle

Dabei seit
05.05.2019
Beiträge
396
Die Uhr gefällt mir! Ich mag sowas. Ist auch technisch durchaus was feines. Läuft die in allen Lagen? Wie ist die Gangreserve?
Der Kopf der Kronwellenschraube sieht schon sehr runtergerockt aus. So lange die sich noch rausdrehen lässt, könnte man mal nach Ersatz Ausschau halten. Zugfeder auch schon getauscht? Gleich eine passende gefunden? Respekt! 👍

Ich klebe lockere Uhrengläser mit Holzleim. Wenn man den mit Wasser verdünnt und sparsam mit einem Zahnstocher in der Lünette aufträgt, sieht man das kein bisschen. Die Klebeverbindung hält gut, hat eine gewisse Elastizität und man kann überschüssige Leimreste easy entfernen. Und man kann es, falls man sich für die "wahre Lehre" entscheidet und das Glas klassisch einspannen (lassen) will, auch rückgängig machen und es bleiben keine Rückstände.

Obwohl ich Glas besser finde, würde ich bei Savonetten sogar eher Plexi erwägen, wegen der Empfindlichkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
gsl

gsl

Themenstarter
Dabei seit
15.04.2019
Beiträge
76
Ort
Wien-Zagreb
Servus Ingo!

Ja, jetzt sagst Du das mit dem Kleben? 7 Euro rausgeschmissen! ;-)
Nein, Spass. Natürlich wäre Kleben angebracht gewesen, aber ich hatte ja keine Ahnung. Nichtdestotrotz sind 7 Euro dafür was ich jetzt über Gläser gelernt habe nicht viel Lehrgeld!

Nachdem sie kräftig und "rund" läuft, und seit ich die Unruhe eingesetzt habe nicht stehen geblieben ist (auch beim Tragen in allen Lagen) meine ich, dass sie robust läuft. Die Gangreserve kenne ich noch nicht, da ich sie erst gestern Abend zusammengebaut habe, nicht ganz aufgezogen, und sie läuft noch. Das muss ich mal ausmessen, aber gefühlsmäßig weit über 24 Stunden.

Aber!

Sie geht ziemlich stark vor (10 Minuten in 8 Stunden). Ich denke, dass mir da ein Anfängerfehler unterlaufen ist. Die Uhr klingt zwar gleichmäßig, aber obwohl ich versucht habe die Unruhe nach den Anleitungen, die ich hier gelesen habe, einzusetzen, mit Vierteldrehung von außen nach innen, ist die Spirale auf der Innenseite des Klobens/Stegs enger als vis a vis. Da kann der Abfall per definitionem nicht stimmen, oder? Ich vermute, dass ich die Unruhe falsch eingesetzt habe und dass das der Grund für das starke Avancieren ist, umsomehr der Rücker am Anschlag ist, aber bin für jeden Rat und Tadel dankbar.

[ V I D E O ]

R0011644.JPG

Was denkt Ihr, liegt es an der Position/Winkel der Feder? Die Unruh hatte ich nicht auseinandergenommen und im US gewaschen, sondern nur im Ganzen in Wundbenzin geschwenkt.

Ich bin etwas unwillig, das Werk gegebenenfalls wieder aus dem Gehäuse zu nehmen, da es sehr eng anliegt und etwas Druck braucht um hineingepresst zu werden. Den traue ich mich nicht über das Emailleziffernblatt auszuüben und müsste die Zeiger und alles wieder runternehmen. Es sieht so aus, als könnte man die Unruhe auch im Gehäuse entfernen und wieder einsetzen. Allerdings erscheint mir da die Gefahr, diese zu beschädigen, größer. Ist das in Situ ausbauen der Unruhe ein großes NoGo, oder mache ich mir zu viele Sorgen?
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
Dabei seit
28.10.2010
Beiträge
4.443
Ort
O W L
Bei der geringen Amplitude kann die Uhr nicht genauer gehen. Klebt die Spirale oder kommt sie an den Reif?
 
AHVintage

AHVintage

Dabei seit
09.02.2017
Beiträge
287
Ort
Karlsruhe
Man sieht auf dem Foto deutlich 2 klebende Windungen (unterm Kloben).
Und wenn sie nicht kleben, hat die Spirale einen Knick... :-(

Frank
 
monozelle

monozelle

Dabei seit
05.05.2019
Beiträge
396
Ich bin etwas unwillig, das Werk gegebenenfalls wieder aus dem Gehäuse zu nehmen, da es sehr eng anliegt und etwas Druck braucht um hineingepresst zu werden. Den traue ich mich nicht über das Emailleziffernblatt auszuüben und müsste die Zeiger und alles wieder runternehmen. Es sieht so aus, als könnte man die Unruhe auch im Gehäuse entfernen und wieder einsetzen. Allerdings erscheint mir da die Gefahr, diese zu beschädigen, größer. Ist das in Situ ausbauen der Unruhe ein großes NoGo, oder mache ich mir zu viele Sorgen?
Du kannst die Unruh theoretisch auch mit Werk im Gehäuse rausnehmen, aber wenn sich herausstellt, dass du die Spirale vom Kloben trennen musst, ist es bequemer und sicherer, bei montiertem Kloben die seitliche Schraube zu lösen und das Spiralklötzchen nach unten rauszuschieben. Und an die Schraube kommst du wahrscheinlich nur ran, wenn du das Werk im Freien hast.

@AHVintage hat recht, da stimmt was nicht. Diese zwei Windungen sollten nicht zusammenlaufen.

3374916

Vielleicht ist da auch Magnetismus unterwegs? Hast du einen Kompass und den mal an die Uhr rangehalten?
 
gsl

gsl

Themenstarter
Dabei seit
15.04.2019
Beiträge
76
Ort
Wien-Zagreb
Hmm, also

@Rainer: Ich kann nicht sehen, dass sie irgendwo ankommt. Wie stelle ich fest, ob sie klebt, ohne sie auszubauen?

@otto: Ja ich weiß, dass das nicht ideal ist. Ich habe mich nicht geraut, die Spirale von der Unruhe zu trennen und das Ganze im Ultraschall zu reinigen. Da erschien mir die Benzivariante am schonendsten. Geölt habe ich.
Es kann sein, dass ich beim Ölen des Klobenlagers mit dem Ölgeber trotz Acht Gebens an der Spirale angekommen bin. Würde das das Verkleben der zwei Windungen bewirken?

@Frank&Ingo: Ja, das sehe ich auch. Kompass habe ich drangehalten und er weicht nicht ab. Allerdings habe ich auch keine magnetisierte Uhr, um zu sehen, wie er auf die reagiert.

Was nun tun?
Ich werde wohl die Unruhe wieder ausbauen müssen und werde daran denken vorher die Feder abzuspannen.

Soll ich sie wieder in Benzin schwenken, oder nur in der Reinigungsflüssigkeit schwenken, oder gar doch als Ganzes in den US?
Und wie kann ich dann das Lager ölen, ohne dass das wieder passiert? Falls das das Problem ist.
Echt, Spirale runternehmen schreckt mich. Da habe ich noch viel zu wenig Erfahrung und diese Uhr ist in einem so guten Zustand, dass es echt schade wäre sie zu ruinieren.

Danke für eure bisherige Hilfe!!
Michael
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

Uhrenhersteller, Nienaber
Dabei seit
28.10.2010
Beiträge
4.443
Ort
O W L
Du brauchst die Spirale nicht von der Welle trennen. Leg die ganze Unruh in das passende Benzin zum Reinigen. Die Lager nur mit einem ganz feinen Ölgeber und wenig Öl ölen. Der Hauch von einem Tröpfchen reicht aus. Du hast die Lager vorher natürlich auseinander genommen und gereinigt?
 
gsl

gsl

Themenstarter
Dabei seit
15.04.2019
Beiträge
76
Ort
Wien-Zagreb
Du hast die Lager vorher natürlich auseinander genommen und gereinigt?
OK, jetzt kommt die Stunde der runtergelassenen Hose.
Also auf der anderen Seite ist ein rundes Plättchen mit einer Mikroschraube über dem Unruhlager. Das habe ich abgschraubt und die Platine mit allen Lagern im US mit Elma 1:9 gereinigt. Das Plättchen auch. Die Schraube habe ich im Sortierkasten gelassen, weil so eine habe ich im US schon mal verloren.
Den Kloben mit Feder und Unruh habe ich in Ruhe gelassen und im Ganzen in Benzin geschwenkt. Den Rucker habe ich nicht abgenommen, um zum Lager zu kommen, weil mir das zu heikel war.

So wie hier. Da kommt sie wieder aus dem Benzin:

R0011651.JPGCapture.JPG

Und hier ein "vorher" Foto:

R0011560.JPGCapture2.JPG
 
Zuletzt bearbeitet:
gobbo

gobbo

Dabei seit
19.11.2013
Beiträge
150
Ort
südl. BrBg.
Ich denke Unruhkloben inklusive der Unruh sollten sich problemlos im eingebauten Zustand entnehmen lassen.
Spiralklötzchen sollte sich auch einfach vom Kloben trennen lassen.
Dann hast du die Unruh frei, kannst sie so im Ganzen reinigen und auch die Spirale überprüfen und ggf. richten.
Problematischer sind die Unruhlager (beide, also doch das Werk raus und das ZB runter), die müssen auseinandergebaut werden d.h. die Decksteine runter.
Nur so kannst du sie vernünftig reinigen und dann wieder korrekt ölen.
Wenn alles sauber ist, kommt ein Tröpfchen Öl auf den Deckstein und dann wird das Lager wieder zusammengebaut, so habe ich es zumindest gelernt.
Kein Öl an die Unruhzapfen und kein Öl an die Lagersteine, schon mal gar nicht von außen an die zusammengesetzten Unruhlager.
Und bei Stoßsicherungen alles ganz genauso. :-D

Gruß Thomas
 
gsl

gsl

Themenstarter
Dabei seit
15.04.2019
Beiträge
76
Ort
Wien-Zagreb
Danke Thomas!

Die Spiralklötzchenfobie habe ich von den Paar, wo ich es versucht hatte, und den Keildraht nie wieder reinbekommen habe, bevor er mir von der Pinzette gesprungen und in irgendeiner Parkettritze gelandet ist. Diese da ist allerdings geschraubt, aber ... bibber. Die Dinger sind so filigran, dass meine Hände beim bloßen Gedanken zu schwitzen und zittern beginnen.

Wie gesagt, das untere, ZB-seitige, Unruhlager hat keinen Deckstein, nur ein rundes Plättchen. Dieses hatte ich schon abgenommen und im US gewaschen.

Capture3.JPG

Daher müsste ich vermutlich "nur" den Kloben zerlegen, bibber ...
Stoßsicherungen sind da keine, so weit ich das sehen kann. Ich habe eine Uhr, die welche hat, aber bei DER ist ein Unruhzapfen gebrochen.

Ich denke, dass diese Spirale nicht verbogen ist, sondern verklebt war. Jedoch habe ich zwei (in anderen Uhren), die ganz sicher verbogen sind.
Daher meine "dringende" Nachfrage: Wie "richtet" man eine Spiralfeder, diese hier zum Beispiel:

R0011654.JPG

Danke nochmal für die Hilfe!
Grüße aus Wien
Michael
 
monozelle

monozelle

Dabei seit
05.05.2019
Beiträge
396
Wie gesagt, das untere, ZB-seitige, Unruhlager hat keinen Deckstein, nur ein rundes Plättchen. Dieses hatte ich schon abgenommen und im US gewaschen.
Doch. In der Mitte des Unruhlagerplättchens siehst du den eingesetzten Deckstein, zumindest sollte dort einer sein. Ohne diesen würde die Unruh nicht richtig funktionieren. Der Zapfen sitzt mit seiner abgerundeten Spitze auf der flachen Innenseite des Decksteins auf.

Daher meine "dringende" Nachfrage: Wie "richtet" man eine Spiralfeder, diese hier zum Beispiel:
Ich kann nur viel Spaß wünschen. 😉 Das ist eine Königsdisziplin, dafür braucht man ein Mikroskop (oder eine starke Lupe), zwei Pinzetten und eine Eselsgeduld. Ich kenne passionierte Bastler mit 10 oder 15 Jahren Erfahrung, die das Richten einer Unruhspirale immer noch lieber dem Fachmann überlassen.

Mark Lovick vom Watch Repair Channel erläutert die groben Grundprinzipien in zwei Videos:

Aber das ist nur der Anfang anhand von zwei relativ harmlosen Beispielen. Es gibt verschiedene Methoden und Problemstellungen. Also ich kann's (noch) nicht. Mehrmals versucht und krachend gescheitert. 😂
Das Endergebnis muss stimmen, da gibts leider keine Toleranzen. Die Windungen müssen exakt parallel sein, die äußere Biegung muss sauber durch die Rückerstifte laufen und die Spirale muss flach schwingen, sonst wirst du immer Probleme haben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: gsl
Thema:

Fragen zu (Plexi)Glas

Fragen zu (Plexi)Glas - Ähnliche Themen

  • Atlantic Worldmaster Vintage - Welches Plexi und weitere Fragen - Vorsicht Laie...

    Atlantic Worldmaster Vintage - Welches Plexi und weitere Fragen - Vorsicht Laie...: Hallo, ich hatte vor einiger Zeit in der Bucht eine Atlantic Worldmaster von ca. 1960 erstanden. Zustand eher mittelprächtig bis schlecht - was...
  • Frage zu einer Sepa Überweisung aus der Schweiz

    Frage zu einer Sepa Überweisung aus der Schweiz: Guten Tag zusammen, Mal ne Frage. Ich erwarte eine SEPA Überweisung aus der Schweiz. Angeblich Montag in Auftrag gegeben. Bis heute kein...
  • Frage zu Omega Seamaster Professional 2531.80 Stahlband

    Frage zu Omega Seamaster Professional 2531.80 Stahlband: Guten Morgen, kurze Frage, vielleicht kann ein Omega Experte helfen. Ich habe die Omega Seamaster Professional 2531.80 erworben, also die...
  • Frage zur Elma Super Elite

    Frage zur Elma Super Elite: Hallo zusammen, ich habe mir eine Elma Super Elite gekauft (die Version in blau / Hammerschlag-Lack). Da sie hier und da ein wenig angegriffen...
  • Ähnliche Themen
  • Atlantic Worldmaster Vintage - Welches Plexi und weitere Fragen - Vorsicht Laie...

    Atlantic Worldmaster Vintage - Welches Plexi und weitere Fragen - Vorsicht Laie...: Hallo, ich hatte vor einiger Zeit in der Bucht eine Atlantic Worldmaster von ca. 1960 erstanden. Zustand eher mittelprächtig bis schlecht - was...
  • Frage zu einer Sepa Überweisung aus der Schweiz

    Frage zu einer Sepa Überweisung aus der Schweiz: Guten Tag zusammen, Mal ne Frage. Ich erwarte eine SEPA Überweisung aus der Schweiz. Angeblich Montag in Auftrag gegeben. Bis heute kein...
  • Frage zu Omega Seamaster Professional 2531.80 Stahlband

    Frage zu Omega Seamaster Professional 2531.80 Stahlband: Guten Morgen, kurze Frage, vielleicht kann ein Omega Experte helfen. Ich habe die Omega Seamaster Professional 2531.80 erworben, also die...
  • Frage zur Elma Super Elite

    Frage zur Elma Super Elite: Hallo zusammen, ich habe mir eine Elma Super Elite gekauft (die Version in blau / Hammerschlag-Lack). Da sie hier und da ein wenig angegriffen...
  • Oben