Fragen zu Jaeger-LeCoultre

Diskutiere Fragen zu Jaeger-LeCoultre im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Liebe Uhrenfreunde, ich wende mich an das geballte Wissen des UF mit einigen Fragen zum Underdog des Forums: Jaeger-LeCoultre! Schon seit...
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #1
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saigonbababa

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Liebe Uhrenfreunde,

ich wende mich an das geballte Wissen des UF mit einigen Fragen zum Underdog des Forums: Jaeger-LeCoultre!

Schon seit einiger Zeit zieht es mich an den Konzi-Schaufenstern immer wieder in Richtung JLC. An hochwertigen Uhren trage ich bislang Rolex und Cartier, jeweils zu adäquater Zufriedenheit. Die von JLC aufgerufenen Preise finde ich (für das objektiv gebotene, wie etwa Dreizeigern an Lederarmbändern mit Dornschließe) ambitioniert, aber dafür verspreche ich mir mindestens ebenso hohe Verarbeitungsqualität bzw. eigentlich sogar ein subjektives Plus gegenüber meinen bisherigen Uhren. Jaeger als der horologisch nächste Schritt nach Rolex, um es mal zuzuspitzen.

Anprobiert habe ich bisher Modelle aus der "Ultra Thin"-Reihe. Hier im Forum habe ich mich durch den 16-seitigen Warum haben Uhren von JLC so mässige Wiederverkaufswerte? Thread gelesen. Leider gab der an Substanz nicht so viel her, eher Erwägungen dazu, ob JLC Opa-Designs baut und/oder das falsche Marketing macht, beides Aspekte, die für mich keine entscheidende Rolle spielen.

Bei der Anprobe der Master Ultra Thin Date vor einiger Zeit - im Prinzip sehr angetan - kam in die Contra-Waagschale vor allem die ultra-rigide Bänderpolitik. Die Uhr kommt ausschließlich am Lederarmband, und nach Rückfrage durch den Konzi gab es seitens des Herstellers Auskunft, dass weder das Stahlband des Schwestermodells noch das der Vorgänger-Referenz an die Uhr passen. Offenbar möchte man in Le Sentier um wirklich jeden Preis verhindern, dass irgendjemand irgendwo auf der Welt die Uhr an einem Stahlband trägt, und sei es eins aus der gleichen Maison.

Vor allem interessieren mich nun Erfahrungen mit dem 899/1. Mit welcher Gangreserve und Genauigkeit kann ich rechnen? Zur Gangreserve dieses Kalibers finde ich der Webseite leider gar keine Info; zum 1000-Stunden-Test hieß es vergangenes Jahr In einem Handelsblatt-Artikel von Gisbert Brunner:

"[...]setzen diese Zeitmesser völlig neue Maßstäbe in Sachen Zuverlässigkeit und Ausdauer. Der seit 2004 auf alle Uhren ausgedehnte „Master“-Test gilt als eine der strengsten Prüfungen für Armbanduhren überhaupt. Anders als bei der offiziellen Chronometerprüfung werden samt und sonders fertig eingeschalte, selbstverständlich mit Zifferblatt und Zeigern versehene Exemplare auf die knallharte Teststrecke geschickt. [...] Zulässig sind minimale Gangabweichungen von täglich einigen Sekunden. [...] Auf diese Weise muss jede Uhr von Jaeger-LeCoultre in den ersten 1000 Stunden ihres Lebens vermutlich härtere Anforderungen über sich ergehen lassen als während ihrer eigentlichen Bestimmung am Handgelenk ihres späteren Besitzers."

Hört sich top an. Nicht so top liest sich hingegen dieser Passus im quasi Kleingedruckten im FAQ-Bereich der JLC-Webseite:

"Im Rahmen des „1.000 Hours Control“-Tests wird die Zuverlässigkeit Ihrer Uhr geprüft, nicht aber Ihre Genauigkeit."

Hm, ok. Offenbar möchte man sich bei JLC lieber nicht auf eine konkrete Genauigkeitsangabe einlassen. Von mir aus. Ich bin bei günstigen Uhren wirklich kein Erbsenzähler und habe überhaupt kein Problem damit, dass ein 6R15 pro Tag 15-20s abweicht. Aber selbst das "Manufakturkaliber" 1847 MC in meiner Santos de Cartier (das ja wohl ein Reverse Engineering irgendeines ETA ist) kommt auf +/- 1s pro Tag. Kann ich nach Euren Erfahrungen mit einer ähnlichen Genauigkeit rechnen? Denn bei den Preisen in JLC-Regionen fände ich, sagen wir: +/-8s/d schon etwas enttäuschend.

Ansonsten interessiert mich auch jegliche Einschätzung zum subjektiv empfundenen Qualtitätsniveau, v.a. von Besitzern, die sonst Rolex tragen und den Vergleich zu diesem Hersteller ziehen können...
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #2
CFG

CFG

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Ich habe die Ultra Thin Moon, die Polaris und zwei Subs im Besitz und zahlreiche andere RLX anprobiert. Ich sehe bei den Dressern keinen Verarbeitungsvorteil bei RLX. Die JLC sind m. E. in dem Bereich eleganter. Wenn ich einen reinen Dresser will, würde ich nicht bei RLX landen, Max. Bei der Datejust 36mm, aber wohl eher in der JLC Ultra Reihe.
Zwischen Sub und Polaris sehe ich auch keinen Verarbeitungsvorteil für Rolex. JLC ist halt tendenziell immer eleganter, flacher, Rolex sportlicher.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #3
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saigonbababa

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Danke! Hast du vielleicht bei deinen JLC Genauigkeit und Gangreserve ein wenig beobachtet?
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #4
CFG

CFG

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Die war jeweils unauffällig in der Chronometernorm.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #6
BSBV

BSBV

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Moin,
ich versuche das mal abzuarbeiten...

Die von JLC aufgerufenen Preise finde ich (für das objektiv gebotene, wie etwa Dreizeigern an Lederarmbändern mit Dornschließe) ambitioniert, aber dafür verspreche ich mir mindestens ebenso hohe Verarbeitungsqualität bzw. eigentlich sogar ein subjektives Plus gegenüber meinen bisherigen Uhren.

Kann man so sehen, muss aber nicht, wenn man ins Detail geht. Bei keiner meiner Uhren von JLC habe ich irgendwelche Mängel feststellen können. Die Verarbeitung ist Top.
JLC hat ein 98% Tiefenfertigung. D.h. es wird fast Alles selbst hergestellt. Zugekauft werden die Lederbänder, aber mitunter, im Bereich Reverso, gibt es auch Inhouse-Lederbänder.

Jaeger‑LeCoultre war eine der ersten und ist eine der letzten Manufakturen, die ihre eigenen Anker herstellen und montieren. Diese Arbeit verlangt großes Können und maximale Präzision. Um einen Anker zu fertigen, zu dekorieren und zu montieren, fallen 22 unterschiedliche Arbeitsschritte an.

Jaeger‑LeCoultre legt gesteigerten Wert auf die Verzierung seiner Uhrwerke. Abschrägen, Ziehen, Auffrischen, Glätten, Polieren: Jeder einzelne der komplexen Arbeitsschritte wird von Hand ausgeführt, um diese kunstvollen Mechanismen zu erschaffen.
Das akkurate Entgraten erfordert höchste Fingerfertigkeit.

Die Regulierung der Hemmung: Es handelt sich bei diesem Vorgang um akribische Feinarbeit, denn es erfordert höchstes Fingerspitzengefühl, den Anker auf das Hemmungsrad und die Unruh einzustellen. Dazu gehören das Aufsetzen des Unruhreifs und des Unruhklobens auf das Uhrwerk, das Anpassen und Zentrieren der Spiralfeder auf der Unruh. Sind diese Schritte erfolgreich absolviert, so läuft die Uhr über Generationen genau.

Bild 2167.jpg

Die Uhr ist aus Juni 2016, und hatte Jahre 2018 eine Revi bekommen, weil es wohl Probleme mit dem Leuchtdreieck in der Lünette gab, aber das vor meiner Zeit.
Das Foto (meine Zeitwaage) ist vom 4.3.2021. Also, auch 3 Jahre nach einer Revi läuft das Werk 1a.

Vor allem interessieren mich nun Erfahrungen mit dem 899/1. Mit welcher Gangreserve und Genauigkeit kann ich rechnen? Zur Gangreserve dieses Kalibers finde ich der Webseite leider gar keine Info

Dieses Werk ist auf der Basis des 889/1 aufgebaut. Da JLC feststellte, das Werke besser nur in einer Richtung aufziehen, so zieht dieses Werk (899/1) gegen den Zeigersinn auf. Besitzt 23 Lagersteine, hat 28.800 A/h, und eine Gangreserve von ca. 45 Stunden.

Geschichtliches:
Wir schreiben das Jahr 1967. Das 889 geht in die Produktion.
21.600 A/h, kugelgelagerter Zentralrotor, Aufzug in beide Richtungen, Gangreserve von ca. 50 Stunden. In 4 Lagen reguliert, 33 Juwels. Durchmesser 26mm, Höhe 3,25 mm, Rückerzeiger und Schraubenfeinregulierung.

Bild 2654.jpg

Im Jahre 1990 wurde aus dem 889 das 889/1.
Beim Werk wurde die Schlagzahl auf 28.800 A/h erhöht.
Sauber verarbeitet und die Deko fürs Werk ist geblieben.
Damals schon eine hohe Tiefenfertigung bei JLC.
Bild 198.jpg

Bei JLC wurde das 889, b.z.w. das 889/1 oft verwendet, und diente u.a. dem JLC Cal. 929/3 als Basis.
Nicht nur bei JLC wurde dieses Werk verwendet.
Das 889/1 diente auch dem AP Kal. 2125 & 2225 als Basis.
Auch in Uhren von IWC, Breguet & VC ist das Werk zu finden.

Das 899 sah im Jahre 2004 das Licht der Welt. und hatte eine Schrauben-Unruh.
1629132858652.jpeg

Verbessert / geändert wurden dann zum Beispiel im Bereich des Aufzugs, denn der Rotor ruht auf Keramiklagern, die Justierung erfolgt, wie beim 899 über vier Schrauben am Unruhrand, da die Spirale lasergeschweißt ist und keine Brücke mehr vorhanden ist. Auch wurde das Federhaus wurde vergrößert, und die neu profiliert Räderwerkzähne reduzieren die Reibung.

Das 899/1 hat eine Gangreserve von ca. 45 Stunden. Das Rad für die zentrale Sekunde wurde überarbeitet, um Schwankungen zu vermeiden, die Fixschrauben des Schwungrads sind aus hoch resistentem Titan anstatt aus Edelstahl, und für die Schmierung wurden neue Öle eigens für die neuen Materialien entwickelt.

Bild 2655.jpg

"Im Rahmen des „1.000 Hours Control“-Tests wird die Zuverlässigkeit Ihrer Uhr geprüft, nicht aber Ihre Genauigkeit."

Hm, ok. Offenbar möchte man sich bei JLC lieber nicht auf eine konkrete Genauigkeitsangabe einlassen.

Das heißt nichts anderes als, Du bekommst keinen Gangschein oder Zertifikat.
Aber, geteste wird da schon, und das "schlimmer" (genauer) als die "offiziellen Chronometerprüfung".

Bild 2656.jpg

Bild 2657.jpg

Wäre ich von JLC nicht überzeugt, und das mit Recht, dann hätte ich keine Uhren von JLC.

Rolex ... alles schön und gut, die Verarbeitung, die Werke, die Bänder ..... aber JLC ist anders. Nicht wirklich 1:1 vergleichbar, weil JLC mehr auf die inneren Werte wert legt. Die Käuferschicht ist eine Andere. Man möchte NICHT auffallen, und braucht das, "ich möchte dazu gehören", nicht.
Ohne abwertend klingen zu wollen, aber eine Rolex sieht man zu Hauf an den Handgelenken. Eine Uhr von Jaeger-LeCoultre muss Du suchen.
Uhren von JLC waren und sind Uhren für Insider und Kenner. Man braucht das besagte Image nicht. Eine Uhr von JLC hat man und man trägt sie, ohne Wenn und Aber.

Ach so, ohne mich aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber damit Du weißt das ich keinen Scheiß erzähle ..... von alt bis neu ...

Bild 2455.jpg

Habe ich was vergessen, oder möchtest Du mehr wissen ? , dann frag einfach.
 
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  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #7
BSBV

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Die Uhr kommt ausschließlich am Lederarmband, und nach Rückfrage durch den Konzi gab es seitens des Herstellers Auskunft, dass weder das Stahlband des Schwestermodells noch das der Vorgänger-Referenz an die Uhr passen.

Das sagt Dein Konzi....

Schon mehrfach wurde heraus gefunden, das manches Band doch passt, obwohl die Konzis oft NEIN sagen. Warum ? Die wissen es nicht besser, weil die Konzis nicht immer gut informiert sind.

Bei meiner JLC Deep Sea Chronograph hieß es immer; da passt nur das Lederband dran, womit die Uhr auch ausgeliefert wurde.

Mittlerweile ist da JLC offener, weil man auch die Bänder der Polaris zu m Beispiel (Bandbreite und Hörnerabstand sind identisch) auch den Chronographen passen.
So ist es auch mit manchen Edelstahlbändern.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #8
Devilfish

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Ansonsten interessiert mich auch jegliche Einschätzung zum subjektiv empfundenen Qualtitätsniveau, v.a. von Besitzern, die sonst Rolex tragen und den Vergleich zu diesem Hersteller ziehen können...

Meine beiden JLC sind fast 15 Jahre alt, haben noch nie eine Revision gesehen und laufen wie eine Eins. Und das, obwohl die Werke technisch anspruchsvoller als die Traktoren in Sub und Co. sind. Ich empfinde die Uhren als nicht weniger wertig als aktuelle Kronen.

Den Vergleich zur Ulta Thin halte ich für wenig sinnig, da dazu ein gängiges Gegenstück bei Rolex fehlt.

Eine JLC kauft man, weil man eine JLC will. Weil man die Uhren toll findet; Marke, Technik und Geschichte vergöttert und einen Faible für die Aura der gewissen snobistischen Noblesse um JLC hat. Wenn das fehlt, sollte man keine kaufen.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #10
Der Motor

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Verarbeitung ist Top und Ganggenauigkeit nahe 0,
So wie auch bei anderen Uhren ›5k
Das wäre auch mein Fazit. Egal ob Rolex, Omega, IWC, JLC, Zenith, Panerai oder Grand Seiko oder, oder... Die Uhren um 5.000 Euro UVP unterscheiden sich nur noch in feinen Nuancen und der Prioritätensetzung der Hersteller. Ganggenaue Uhren gibt's schon viel, viel günstiger. Mido Chronometer zum Beispiel.
In der Preisklasse von JLC ist Ganggenauigkeit hingegen meistens Standard, also Grundvoraussetzung. Interessant sind die anderen Werte. Mal legt man der Hersteller das Hauptaugenmerk auf ein Manufakturwerk, mal auf die Gehäuseverarbeitung, mal auf Robustheit und Wasserdichte, mal auf das Band samt Schließe. "Besser" ist da eigentlich primär wirklich Geschmackssache.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #11
S

saigonbababa

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@BSBV Vielen Dank für den umfassenden Überblick, v.a. zur Entwicklungsgeschichte des 899/1.

[...]kann mir gar nicht vorstellen wie dazu ein Metallband aussehen soll:hmm:

Ich meinte das Metallband wie z.B. hier zu sehen. Das gab es bis zur vorigen Generation für einige der "Ultra Thin"-Modelle (und ich dachte bis zuletzt auch noch für das aktuelle Modell mit kleiner Sekunde, finde ich aber jetzt nicht mehr).
Im Prinzip gefallen mir die Uhren an Lederarmbändern besser, aber ein Stahlband als Sommer-Option wäre halt ein Plus.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #12
CFG

CFG

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Im Prinzip gefallen mir die Uhren an Lederarmbändern besser, aber ein Stahlband als Sommer-Option wäre halt ein Plus.
Ich finde sie auch am Leder besser. Meine UTM ist dabei so leicht, dass ich sie nicht zu eng trage und ich auch im Sommer kaum unter dem Leder schwitze, da es immer etwas Luft unter dem Leder gibt.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #13
Vincent_Rock

Vincent_Rock

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Spannend das hier Rolex, die nicht gerade für ihre Finesse bekannt sind, Cartier als Referenz für Verarbeitung vorgezogen wird.

Gang war bei JLC immer Okay. Genau gemessen habe ich es nicht.

Verarbeitung war insgesamt okay, aber auch nicht weltbewegendes. JLC muss jetzt eben auch auf den Taler achten. Daher sind deren aktuelle Sporties auch... eher für die Masse gemacht.

Wenn du sie willst machst du auf keinen Fall etwas falsch.

Mein Favorit ist noch immer die 34mm Ultra Thin mit. Noch immer absoluter Schnapper mit dem schönen 849 Kaliber.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #14
BSBV

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@BSBV Vielen Dank für den umfassenden Überblick, v.a. zur Entwicklungsgeschichte des 899/1.



Ich meinte das Metallband wie z.B. hier zu sehen. Das gab es bis zur vorigen Generation für einige der "Ultra Thin"-Modelle (und ich dachte bis zuletzt auch noch für das aktuelle Modell mit kleiner Sekunde, finde ich aber jetzt nicht mehr).
Im Prinzip gefallen mir die Uhren an Lederarmbändern besser, aber ein Stahlband als Sommer-Option wäre halt ein Plus.

Moin,
gerne doch.

Das "noch" vorhandene Problem ist, das JLC ältere Bänder nicht in der Bandübersicht führt, was aber nicht heißt das es diese Bänder nicht mehr gibt. Nur sind die offiziellen Bestellnummern dieser Bänder nicht mehr online.

In Deinem Fall müsste man heraus finden ob das Band der Master Ultra Thin Small Seconds an die Master Ultra Thin Date passt. Die Gehäusegrößen 40mm (Durchmesser) sind identisch.

Master Ultra Thin Small Second. Das Edelstahlband hat die Refnr. QMA 18831

Evtl passt auch das Edelstahlband der Uhren (40mm Durchmesser) Hometime Edelstahl & Geographic, die hatte, 2006 / 07 / 08, die Ref.Nr. M 680680, und kostet damals € 1.400,00

Für meine Memovox aus den 80er habe ich auch noch das originale Edelstahlband bekommen.
Im Normalfall helfen die persönlichen Berater, Tel:+496922221023, einem da weiter.

Der Berater braucht die Ref.Nr. und die Gehäusenummer der Uhr um zu schauen welches Edelstahlband da passt.

Es gibt aber Uhren bei JLC, bei denen ein Edelstahlband nicht gefertigt wurde. So passen zwar die Lederbänder der Polaris-Serie an meine Deep Sea, aber das Edelstahlband nicht, weil die Steglöcher, und damit die Fixierung der Endlinks nicht passig sind.
Auch das Kautschukband hat zu kurze Fixierungslaschen an den Endlinks. Schade eigentlich, ist aber so.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #15
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saigonbababa

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[...]Rolex, die nicht gerade für ihre Finesse bekannt sind[...]
Ja. Das ist mit ein Grund, weshalb ich mich für die nächste Uhr mal nach was anderem umsehen möchte. Eine Zeit lang schlich ich um Grand Seiko herum (die teils schon für niedrigere Preise mehr Finesse als Rolex bieten, s. z.B. die an sich wundervolle Skyflake), aber bei GS hemmt mich generell deren Höhe. Es müssten deswegen nicht zwingend ~7 mm sein (wie bei den JLC Ultra Thin), aber alles >10 mm empfinde ich inzwischen schon als sehr unelegant, und bei Rolex ist schon die simple OP41 dicker.

Daher sind deren aktuelle Sporties auch... eher für die Masse gemacht.

Es sind ohnehin die Dresser, die mich bei JLC interessieren (wobei ich die Polaris bisher nur auf Bildern gesehen habe).

[...]das JLC ältere Bänder nicht in der Bandübersicht führt, was aber nicht heißt das es diese Bänder nicht mehr gibt.[...]

Das ist schon mal gut zu wissen, aber:

ob das Band der Master Ultra Thin Small Seconds an die Master Ultra Thin Date passt. Die Gehäusegrößen 40mm (Durchmesser) sind identisch.

Ich glaube eben nicht. Soweit ich den Dschungel an "Master Control"-Modellen durchschaue, ist inzwischen nur noch die normale Date (ohne Zusatz "Ultra Thin") 40 mm groß. Die "Ultra Thin"-Modelle waren offenbar in der vorigen Modellgeneration ebenfalls 40 mm, und sind aktuell nur noch 39 mm. Eigentlich passt mir das gut, eine 40er hatte ich schon mal am Handgelenk, mit hellem Zifferblatt und in Verbindung mit der geringen Höhe wirkte das an meinem Handgelenk schon sehr groß. Nur ist das laut Konzi wohl der Grund, weshalb die einstigen Stahlbänder von den 40ern nicht an die aktuellen Ultra Thin passen.

Im Normalfall helfen die persönlichen Berater, Tel:+496922221023, einem da weiter.

Ja, evtl. rufe ich da einfach mal selbst an.

Ggf folgen später noch weitere Fragen... :-)
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #17
BSBV

BSBV

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@BSBV Die aktuelle Master Ultra Thin Small Seconds lässt sich auf der Webseite nämlich gar nicht mit Stahlband ausrüsten (nur Alligator), oder weißt Du da was anderes?

Master Ultra Thin Small Seconds 1218420&#32Edelstahl&#32Herren&#32Automatik, Automatikaufzug&#32Armbanduhr | Jaeger-LeCoultre

JLC bietet die Uhr ohne Edelstahlband an, aber das heißt nicht, dass es das Band nicht mehr gibt.
Wie schon gesagt, ältere Bänder werden online nicht mehr angeboten, weil die RefNr. / b.z.w. die Bestellnummer dieser Bänder nur via JLC-Berater zu bekommen sind.

Als ich das Kautschukgliederband für meine Navy Seals Alarm suchte, wurde das Band auch nicht mehr angezeigt. Das Band hatte ich dann von Privat gekauft, aber die zusätzlichen Bandglieder musste ich bei JLC bestellen.
Das ging nur via JLC-Berater.
Das Band für meine Polaris habe ich dann auch bei JLC bestellt und gekauft, und hier kann man entscheiden ob man sich das Band (zur Ansicht) zum Konzi schicken lässt, oder gleich nach Hause.
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #18
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Gast61690

Gast
JLC hat ein 98% Tiefenfertigung. D.h. es wird fast Alles selbst hergestellt.

Ist das mittlerweile so? Das 887/2 z.B. basiert ja auf einem IWC-Werk.

Ich hatte mich für den bis Anfang der 2000er hergestellten ewigen Kalender in 37mm interessiert, dann aber Abstand genommen, weil ich kein IWC-Werk wollte. Das mag sich aber zwischenzeitlich geändert haben, kenne mich mit JLC nicht wirklich aus.

Der vergleichsweise schlechte Wiederverkaufswert liegt m.E. vor allem an einem sehr traditionellen Design und dem Schwerpunkt auf Dresswatches. Die Ausflüge in die Sportwelt muss man optisch auch mögen😅
 
  • Fragen zu Jaeger-LeCoultre Beitrag #20
G

Gast61690

Gast
@BSBV

Stimmt. Hatte da was durcheinandergebracht.

Das 889/2 (Basiswerk der 140.3.80) ist von JLC und wird u.a. auch von IWC genutzt.

ABER: Das im 889/440/2 (so die komplette Werksbezeichnung) genutzte Kalendermodul wurde wiederum von IWC entwickelt, wird nunmehr aber auch von JLC selbst hergestellt.

JLC 889/2 - Watch Wiki: The Best Watches and Watch Brands
 
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