Fragen zu Gold-/ Handaufzugsuhren

Diskutiere Fragen zu Gold-/ Handaufzugsuhren im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Meine Fragen zu goldenen Handaufzugsuhren: 1. Nutzt sich eine Goldkrone mit der Zeit beim Aufziehen ab? Gold ist ja ein sehr weiches Metall...
  • Fragen zu Gold-/ Handaufzugsuhren Beitrag #1
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wtx11

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Meine Fragen zu goldenen Handaufzugsuhren:
1. Nutzt sich eine Goldkrone mit der Zeit beim Aufziehen ab? Gold ist ja ein sehr weiches Metall; Edelstahl ist sehr viel härter. (Bei meiner Edelstahl-Handaufzugsuhr verschleißt die Krone nicht.)
2. Man kann ein Goldgehäuse (genau wie ein Edelstahlgehäuse) nur begrenzt oft aufpolieren. Ein Gehäuse aus Gold sieht schneller etwas unschön aus, als eines aus Edelstahl. Also kann es sein, dass man ein Goldgehäuse in kürzeren zeitlichen Abständen aufpolieren lässt. Kann man, solange die entsprechende Uhr noch produziert/ ausgeliefert wird, diese zum Hersteller einschicken lassen und das alte, gebrauchte Gehäuse gegen ein neues tauschen lassen?

Meine Fragen zu den Uhrwerken von Glashütte Original Senator Chronometer und Glashütte Original PanoReserve:
Der GO Senator Chronometer verfügt über ein Manufaktur-Handaufzugskaliber mit einer Gangreserve von ca. 45 Stunden; in der GO PanoReserve ist ein Manufaktur-Handaufzugskaliber mit einer Gangreserve von ca. 42 Stunden verbaut. Zieht man nun, wie bei einer Handaufzugsuhr üblich, selbige jeden Morgen einmal bis zum Vollaufzug auf, verbleiben bei dem Senator Chronometer eben ca. 21 Stunden Gangreserve, während bei der PanoReserve eine Gangreserve von ca. 18 Stunden verbleibt (bis man die Uhr wieder komplett aufzieht). Lässt die Ganggenauigkeit dieser Uhren da nicht stark nach? Prozentual bleiben bei ersterer Uhr etwas weniger als 50 % der maximalen Gangreserve übrig; bei der zweiten Uhr sogar noch etwas weniger. Meine oben genannte Edelstahl-Handaufzugsuhr, ein Tissot T-Complication Chronometer (hat natürlich kein Manufaktur-Uhrwerk, sondern ein ETA 6498-2), verfügt über eine tatsächliche Gangreserve von ca. 60 Stunden. -> Also sind dann zu Beginn des morgendlichen Aufziehens noch 36 Stunden Gangreserve übrig. Selbst wenn ich die Uhr 6 Stunden später aufziehen würde als normal (also ungefähr am Mittag), bleibt eine Gangreserve von 50 %. Ich glaube, wenn ich meine Uhr noch später wieder aufziehen würde, ließe die Amplitude der Unruh deutlich nach; die Auslenkung wäre deutlich geringer. Daraus würde ein starker Nachgang resultieren. Zieht man bei den beiden Glashütte Original-Uhren von der verbleibenden Gangreserve noch jeweils diese 6 Stunden ab, ergibt sich bei der ersten Uhr ein Wert von ca. 15 Stunden (ein Drittel der maximalen Gangreserve) und bei der zweiten Uhr einer von ca. 12 Stunden (deutlich weniger als ein Drittel des Vollaufzugs). Hat ein GO-Manufaktur-Kaliber in der Hinsicht ein anderes Laufverhalten, als ein "gewöhnliches" Uhrwerk (z. B. ein ETA 6498-2)?

Meine Fragen zu dem Uhrwerk der Nomos Glashütte Lambda:
Das Manufaktur-Handaufzugskaliber der Lambda verfügt über eine Gangreserve von ca. 84 Stunden, realisiert durch ein Doppelfederhaus. Wie sieht es da beim Ablaufen der beiden Federhäuser mit dem Gangverhalten aus? Ist es ziemlich konstant; oder läuft die Uhr mal schneller, oder mal langsamer? Ich frage wegen der hohen Gangreserve und des Doppelfederhauses nach, da ich bei anderen Uhren/ Uhrwerken mit einem der beiden Attribute bereits Negatives in Sachen Gangverhalten bzw. Ganggenauigkeit erfahren habe.

Vielen Dank schon mal im Voraus.
 
  • Fragen zu Gold-/ Handaufzugsuhren Beitrag #2
SpeedCat

SpeedCat

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Ad 1: Auch deine Edelstahlkrone verschleißt, nur eben langsamer. Bei einer Goldkrone siehst Du es halt früher.
Ad 2: Ja, kannst Du - wenn Du jedes Mal ein Goldgehäuse bezahlen willst.

Unterm Strich: Du hast ja richtig realisiert dass Gold weicher ist als Edelstahl, entsprechend kalkuliere einfach mehr Verschleiß ein und geh vorsichtig mit der Uhr um. Je vorsichtiger Du bist, desto weniger oft muss das Gehäuse poliert werden. ;-)

Ob der Verschleißaspekt aber in vivo tatsächlich einen Unterschied macht...? Klar, wenn Du regelmäßig große Dinger reinhaust vermutlich ja, aber sowas kann man auch auflasern lassen. Und ob der Verschleißstatus nach 30 Jahren Gebrauch tatsächlich einen Gehäusetausch rechtfertigt... Bei normalem Gebrauch oder gar schonendem Gebrauch vermutlich in den seltensten Fällen. Wenn Du keine Alterung erträgst, darfst Du eine Golduhr wohl einfach nicht tragen.
 
  • Fragen zu Gold-/ Handaufzugsuhren Beitrag #3
Schraubendreher

Schraubendreher

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Hallo wtx,

Zu Frage 1: Ja. Kronen sind generell Verschleißteile. Wenn die Krone runter ist, kommt sie neu. Allerdings ist das Revisionsintervall meist ohnehin kürzer als die Lebensdauer der Krone, also ist das praktisch kaum ein Thema.
Zu Frage 2: ebenfalls ja, zumindest bei den mir bekannten Marken.

Zu den weiteren Fragen kann ich nichts sagen. Wenn Du eine Handaufzugsuhr mit perfekt gleichbleibender Gangenauigkeit suchst, kaufe Dir eine Pendeluhr mit Gewichtsantrieb. ;-)

Bis dann:
der Schraubendreher
 
  • Fragen zu Gold-/ Handaufzugsuhren Beitrag #4
W

wtx11

Themenstarter
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Danke euch für die Antworten.

Das alte, verschlissene Goldgehäuse könnte der Uhrenhersteller ja einschmelzen. Ich weiß aber nicht, in wie weit der Goldwert des alten Gehäuses mit dem Preis für das neue Gehäuse verrechnet werden kann. Aber ich denke, dass man selbst mit Verrechnung noch ordentlich draufzahlen müsste. Außerdem weiß ich grundsätzlich nicht, ob irgendein Uhrenhersteller alte Gehäuse von eingeschickten Golduhren einschmilzt. Das Ganze wäre wahrscheinlich nicht zielführend.
 
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