Kaufberatung Fragen zu Fliegeruhren von Stowa, Laco, Steinhart

Diskutiere Fragen zu Fliegeruhren von Stowa, Laco, Steinhart im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Forumsteilnehmer, ich hoffe es ist für euch in Ordnung wenn ich als Neuling hier gleich recht spezifische Fragen schreibe. Ich beschäftige...
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wassabi01

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Liebe Forumsteilnehmer,

ich hoffe es ist für euch in Ordnung wenn ich als Neuling hier gleich recht spezifische Fragen schreibe.

Ich beschäftige mich seit einigen Tagen mit der Anschaffung einer klassischen Fliegeruhr. Was ich schon weiß, es soll ein Typ A Modell mit Handaufzug sein.
Der Preis sollte 2000 € möglichst nicht überschreiten. Durchmesser zwischen 40 und 45 würde passen.

Ich war schon fast am Abschicken der Bestellung für Stowa Flieger Klassik 40, da habe ich den Unterschied zu der mit dem Werk Unitas 6498 bemerkt.
Das sieht auf den Bildern Klasse aus, das es die Unterseite fast komplett füllt. Bei der Glasausführung der Unterseite der Klassik 40 ist ein deutlich breiterer
Metallrahmen, vermutlich weil das Werk kleiner ist.
Nur ist bei dieser von Stowa kein zentraler Sekundenzeiger verfügbar. Ich habe bei Stowa angerufen und gesagt bekommen, das läge an dem Unitas Werk,
hier wäre die Option Zentralsekunde nicht verfügbar.

Bei weiteren Suchen ist mir das Modell Nav B-Uhr 44 Titan A Muster Zentralsekunde von Steinhart aufgefallen. Das hat die tolle Optik mit dem Glasboden
und dem großen Unitas Werk und bietet einen zentralen Sekundenzeiger.

Jetzt würde ich mich über eure Meinung freuen.
Kann man das Modell von Steinhart kaufen oder hat das Nachteile?
Die gleichen Eckdaten bei günstigerem Budget bietet auch das Modell Memmingen von Laco, nur ist die Optik hier m. E. weniger ansprechend.
Auf den Bildern sieht die Rückseite der Stowa Uhr wertiger aus. Ist das nur ein optischer Effekt oder gibt es hier qualitative Unterschiede.

Falls Ihr weitere Alternativen kennt, würde mich freuen.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
 
volkerjoschi

volkerjoschi

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Klassische Fliegeruhren wurden von vier Fabrikanten gebaut, darunter Stowa.
Somit hat er Historie.
Qualitativ ohne Tadel, jedoch nicht billig.
Da kommt Steinhart mit dem Zentralsekundenwerk Plus Sekundenstopp fast wie ein Schnapper her. Auch hier hohes Niveau, jedoch keine Historie.
Du kannst nun entscheiden, was für dich wichtiger ist.
 
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wassabi01

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vielen Dank für den Hinweis, das Steinhart ein recht junges Unternehmen ist habe ich bisher nicht beachtet, gutes Argument. Das lässt mich nun wieder zur Stowa tendieren.
 
ETA2824

ETA2824

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Wenn Du eine möglichst nahe am Origina liegende deutsche Fliegeruhr kaufen willst,
dann solltest Du Dir die Lacos näher ansehen. "Richtige" Fliegeruhren haben keinen
Glasboden und keine polierte Lunette.
 
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gawith

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Erfunden hat keiner der genannten die Beobachtungsuhr. Das waren Regierungsaufträge nach bestimmten Vorgaben zu bauen bzw. zu liefern.

Was heute in der Regel gekauft wird ist (auch wenn der "wichtige" richtige Einschalbetrieb sie einem verkauft) nur eine Uhr nach dem alten Design.
Und mehr auch nicht.
Die Uhren waren größer als sie heute (in der Regel) getragen werden - und Glasboden gabs schon mal gar nicht.

Ich würde mir Dekla auch noch anschauen. Der "Makel" - für manche hier im Forum - des nicht historischen Herstellers lastet auf ihr. Aber Handaufzug und das originale Design kriegst da auch. Und mehr bieten die anderen auch nicht.
Musst Du selber entscheiden ob Dir der Gruppenzwang wichtig ist.
 
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Ritch13

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Bei den Laco original Gehäusen unbedingt die Hörner beachten. Sind zwar historisch richtig, allerdings nicht für jedes Handgelenk tragbar.
 
ETA2824

ETA2824

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Erfunden hat keiner der genannten die Beobachtungsuhr. Das waren Regierungsaufträge nach bestimmten Vorgaben zu bauen bzw. zu liefern.
Genau das meine ich. Das Reichsluftfahrt-Ministerium hat das genauestens definiert.
FL 23883

Die historischen Hersteller sind:
Laco
Stowa
IWC
Wempe
Lange & Söhne
 
ETA2824

ETA2824

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Und die historischen Originale hatten einen Handaufzug.

2729749
 
Spitfire73

Spitfire73

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Auf den Bildern sieht die Rückseite der Stowa Uhr wertiger aus. Ist das nur ein optischer Effekt oder gibt es hier qualitative Unterschiede.
Das ist letztlich Geschmackssache. Die Laco ist historisch am nächsten dem Original nachempfunden und sieht deshalb und vom gewollten Finish her von hinten nicht so aus wie die Stowa. Sie ist deshalb aber nicht weniger "wertig". Gegen die Steinhart spricht wenig. Bei den Zeigern der Kandidaten gibt's manchmal Unterschiede. Mal blau lackiert, mal thermisch/chemisch gebläut. Letztlich Geschmackssache würde ich meinen. Dekla kaufen in letzter Zeit hier viele weil die mit günstigen Preisen auf den Markt drängen. Ist Dir ein Originalhersteller und/oder authentische Umsetzung wichtig, würde ich zu einer Laco mit den originalen Hörnern greifen. Ist Dir ein guter Preis wichtig, nimm Steinhart oder Dekla. Falsch macht man in diesem Vergleichsfeld recht wenig.

Gruß
Helmut
 
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Ritch13

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Archimede (Ickler) möchte ich noch kurz in die Runde werfen. Produzieren die Gehäuse selbst, und die Modelle können nach Wunsch konfiguriert werden (z.B. Stahlboden, gebläute Zeiger, etc.)
 
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gawith

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Und die historischen Originale hatten einen Handaufzug.
Richtig. Das ist aber einfach dem Stand der Technik der damaligen Zeit geschuldet.
Heute einen anderen "Antrieb" zu nutzen würde ich nicht als schlimm empfinden. Außer man will wirklich in allen Punkten eine möglichst ähnliche Kopie erhalten. Dann muss man aber auch mit der Größe leben wollen und dem Gewicht das sich draus ergibt.

Je länger ich mich mit den mechanischen Uhren beschäftige umso mehr bedauere ich es dass es oft nur Automatik-Werke sind die in gewissen Modellen angeboten werden. Aber wer sich selber in eine andere Richtung mit seinen Wünschen entwickelt oder wem es gar einfach egal ist - der kann auch bei einer Design-Kopie der alten B-Uhren Automatik wählen.

Nur meine Meinung: Wichtig ist was an Grundgedanke auch damals die Vorgaben hat entstehen lassen.
Robust, zuverlässig und vor allen Dingen eine hervorragende Ablesbarkeit.
Die heutigen Design-Kopien sind fast alle verkleinert. Das ist nach meinem Empfinden bei Baumuster A weniger schlimm als beim B-Muster für die Ablesbarkeit.
Und eine Uhr mit Lume die die ganze Nacht durch wie der Teufel leuchtet dass man beinahe keine Taschenlampe mehr bräuchte. DAS ist im Sinne der Erfinder (wer genau war das eigentlich damals, ist das bekannt?).
Eine Lume-Vergleich ist mir aber noch nicht untergekommen, auch keine Diskussion dazu. Dafür kann man sich aber drauf verlassen dass die rhetorische Killerphrase der "Original-Hersteller" wie der Springteufel aus der Schachtel in jedem Thread kommt.
Irgendwie ermündend. Vielleicht les ich auch nur zu viel mit und es ist schon längst alles gesagt, nur noch nicht von jedem. :hmm:
 
Spitfire73

Spitfire73

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Die heutigen Design-Kopien sind fast alle verkleinert. Das ist nach meinem Empfinden bei Baumuster A weniger schlimm als beim B-Muster für die Ablesbarkeit.
Schlimm wäre doch eher, die originalen 55mm im Alltag tragen zu müssen. Das kann schlicht und ergreifend niemand ohne sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Ich hatte selbst mal eine 55mm Laco. Schön aber nahezu immer deplatziert. Und ich habe 20cm HGU. An kleineren Gelenken wird's schnell noch übler. Wer will schon so aussehen, als würde eine Uhr mit einem Gassi gehen?

Was die Lume betrifft sind die Unterschiede zwischen Laco, Stowa, Steinhart und wie sie alle heißen eher unbedeutend. Ich hatte und kenne genügend davon. Da leuchtet keine wirklich deutlich besser als die andere. Da wird auch Dekla oder Archimede keine Wunder vorweisen können. Würde ich mir heute wieder mal eine B-Uhr in die Box legen, würde es ein Laco Erbstück oder im lower Budget Bereich wieder eine Steinhart.

Gruß
Helmut
 
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ETA2824

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Richtig. Das ist aber einfach dem Stand der Technik der damaligen Zeit geschuldet.
Heute einen anderen "Antrieb" zu nutzen würde ich nicht als schlimm empfinden. Außer man will wirklich in allen Punkten eine möglichst ähnliche Kopie erhalten. Dann muss man aber auch mit der Größe leben wollen und dem Gewicht das sich draus ergibt.

Je länger ich mich mit den mechanischen Uhren beschäftige umso mehr bedauere ich es dass es oft nur Automatik-Werke sind die in gewissen Modellen angeboten werden. Aber wer sich selber in eine andere Richtung mit seinen Wünschen entwickelt oder wem es gar einfach egal ist - der kann auch bei einer Design-Kopie der alten B-Uhren Automatik wählen.
Mir ging es primär darum, dieses historische Detail erwähnt zu haben. 🧐
Es hat ja auch Gründe, warum die Anbieter von deutschen Fliegeruhren wenn immer möglich
auch Handaufzugsvarianten anbieten. Die Käufer mögen und wollen das.

Ohne besonders darauf geachtet zu haben, hat rund ein Drittel meiner mechanischen
Uhren einen Handaufzug. Und ich habe Handaufzüge je länger je lieber.
 
ETA2824

ETA2824

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Und eine Uhr mit Lume die die ganze Nacht durch wie der Teufel leuchtet dass man beinahe keine Taschenlampe mehr bräuchte. DAS ist im Sinne der Erfinder (wer genau war das eigentlich damals, ist das bekannt?).
So sieht das bei der gezeigten Laco die ganze Nacht aus:

2729978
 
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gawith

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"Die ganze Nacht" ist eine Ansage. :super:

Leute, ihr werdet mich noch viel Geld kosten. :hmm::D
Naja, bin ja selber schuld mich hier immer rum zu treiben. :roll:

Edit: Das ist aber jetzt kein "Erbstück" oder sowas von der Lume her? Ganz "normale" Version nehme ich an?
 
Devilfish

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Bei 2.000 Euro Budget würde ich zu einer Laco Erbstück greifen. Die sind einfach heiß.
 
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Ritch13

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Zum Thema Leuchtmasse: Am hellsten strahlt zu Beginn die Lume C3. C1 und dieses Vintage Lume sind dagegen eher schwach und BGW3 leuchtet blau, aber von der Helligkeit ist es auch deutlich hinter C3.
Aber alle haben was Gemeinsam:
Die Leuchtkraft lässt schnell nach, und auf den "Lumeshots" wirkt das ganze viel intensiver alles es wirklich ist...
 
Thema:

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