Fragen wg. zukünftigen Pendlerdaseins...

Diskutiere Fragen wg. zukünftigen Pendlerdaseins... im Small Talk Forum im Bereich Community; Hallo liebe Forianer, ich habe seit einer Woche die Gewissheit, dass ich nach 28 Jahren hingebungsvollster Arbeit, die nächsten Wochen meine...
Gutenberg

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Hallo liebe Forianer,

ich habe seit einer Woche die Gewissheit, dass ich nach 28 Jahren hingebungsvollster Arbeit, die nächsten Wochen meine Kündigung
erhalten werde! Nach der Insolvenz und den gescheiterten Übernahmeversuchen mehrerer Investoren wird nun ausproduziert.

Jetzt ist ein Mitbewerber an mich herangetreten und es hat schon erste Gespräche gegeben. Sieht im Großen und Ganzen nicht schlecht aus...
Nur befindet sich deren Firmenstandort schlappe 120 km von meiner Wohnung entfernt. Ich benötige also rund 1 Stunde für die Hinfahrt.
Bei dem ersten Treffen war ich viel zu früh, ich plane immer irgendwelche Störungen mit ein, es ist hauptsächlich eine der ruhigeren Autobahnen.

Es handelt sich um Schichtdienst...bin Offsetdrucker.

Jetzt habe ich einen BMW X3 2.0d, der ja nicht gerade DAS Auto für so etwas ist, denke ich. Komme auf einen Verbrauch im Schnitt von 8 Litern.
Also müsste da etwas anderes her. Und jetzt kommt das erste Problem:
Der Wagen ist finanziert, die Raten sind vernachlässigbar, jedoch kommt ne Schlussrate auf mich zu....in 6 Monaten.
Diesen Betrag hatte ich auf meinem Sparbuch unantastbar gelagert....bis mein Arbeitgeber ins Straucheln geriet.
Da ging der dann drauf....nähere Details möchte ich da nicht geben...ist also nichts mehr da!
Ich habe zwar jetzt eine Gläubigerforderung gegenüber meiner Firma...kann man aber eigentlich vergessen.

Was kann ich denn momentan machen?
Wenn ich den Wagen wechseln möchte, um mir einen wirtschaftlicheren Wagen zuzulegen, könnte ich zu einem Händler und den Wagen in
Zahlung geben...bzw. den Kredit abzulösen und mit der Differenz einen "neuen" anzuzahlen und dann wieder ne Finanzierung zu machen.
Jedoch werde ich ja arbeitslos, bzw. habe bei der neuen Firma eine Probezeit (6 Monate)....in diesem Zeitraum bekomme ich doch keine Finanzierung.
Zumindest könnte ich mir das denken. Wobei der Verkauf an Privat sicherlich ein Vielfaches mehr einbringen würde, aber ich besitze den X3 ja nicht!

Oder aber ich nehme mir am Firmensitz ein kleines Zimmer....nähere Recherchen kommen da auf 300 € im Monat, plus Lebenshaltungskosten....

Was hat denn so ein Pendler für Möglichkeiten? Werde morgen mal meinen Steuerberater anrufen...möchte mich nur schon mal vorbereiten.
Klar habe ich steuerliche Möglichkeiten, aber die kann ich doch nur mit dem jährlichen Ausgleich geltend machen...da habe ich doch keinerlei
Milderung auf die monatlichen Ausgaben gesehen, oder? Oder Freibetrag runterrechnen...eintragen lassen?

Nach der Probezeit würde ich natürlich einen Wohnortwechsel bevorzugen, zumindest wenn ich wüsste es ist was Längerfristiges.
Die neue Firma hat auf jedenfalls einen absolut sichern Stand und ein stetiges Wachstum ist auch gegeben.
Leider hat meine Frau hier ne Teilzeitstelle, die ihr gut gefällt...aber damit kannste ja auch keine Familie ernähren.
Die Befristung endet im Mai, würde wahrscheinlich aber in etwas unbefristetes geändert werden.

Mir schwirrt der Kopf. ich habe noch nicht einmal verkraftet, wie man von einer Seite so dermaßen verarscht werden kann, da kommt jetzt so ein
Hammer. Und da es hier sicherlich Pendler gibt, können die hier etwas Aufklärungsarbeit geben?

Sorry für den langen Text. Aber man muss ja vielleicht auch verstehen, was ich meine...hoffentlich!

Danke Euch
Michael
 
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jensimaniac

jensimaniac

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Hallo Michael,
deine berufliche Situation ist ja wirklich sehr übel, aber wenigstens hast du ja Aussicht auf einen neuen Job, was heutzutage ja auch nicht selbstverständlich ist.

An öffentliche Verkehrsmittel hast du nicht gedacht? Finanziell ist das auf jeden Fall eine Alternative. Zeitlich hast du dann wahrscheinlich Nachteile, aber zumindest die Probezeit könnte man vorerst überbrücken...
 
T. Freelancer

T. Freelancer

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Hallo Michael,

Natürlich kannst du am Arbeitsplatz, da ja dein Lebensmittelpunkt deine Familie bleibt, eine doppelte Haushaltsführung geltend machen.
Du sparst ja darüberhinaus auch nicht unerheblich an Fahrkosten.
Was das Auto angeht so ist es dann relativ unwichtig welches du fährst.
Du hast mit deinem Fahrzeug doch allerbeste Vorraussetzungen, z.B. auch im Winter sicher anzukommen.
In der Woche wären ja auch einzelne Heimfahrten möglich.
Also um ein (neues, wirtschaftlicheres) Auto würde ich mich in deiner Situation als letztes kümmern.

Ausserdem, ich habe Pendlerkollegen, für die ist aus nahestehenden Gründen (Kontakt zur Familie) die Ökobilanz ihrer PKW sekundär.
Für die zählt nur , möglichst schnell nach Hause zu kommen. Das schlägt sich dann auch in der Wagenwahl (350 SL, 911-er) nieder.

Du musst natürlich deinen ganz persönlichen Weg finden.


Viele Grüsse
T. Freelancer
 
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Gutenberg

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Hallo Jens,

danke für Deine Antwort, zeigen mir doch, das ich was vergessen habe...

Öffentliche Verkehrsmittel kann ich leider ausklammern. Decken sich nicht mit meiner Schichtarbeit.
Auch der Hinnehmung von echt großen Zeiteinbusen ist da nichts zu machen....leider!

T.Freelancer:
Das mit der 2. Wohnungsführung ist auch mein Favorit. Es ist halt alles ein reines Rechenexempel.
Die 2. Bude wird mir unter dem Strich genauso viel kosten, als wenn ich pendle.
Der Kontakt nur am Wochenende behagt mir für die Familie auch nicht sonderlich.
Natürlich muss der Verdienst das auch hergeben, denke da haben Deine Beispiele ganz andere Möglichkeiten...
Man muss da wirklich irgendwie nen Nenner finden....

Gruß
Michael
 
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S

Sunny_1965

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An öffentliche Verkehrsmittel hast du nicht gedacht? Finanziell ist das auf jeden Fall eine Alternative. Zeitlich hast du dann wahrscheinlich Nachteile, aber zumindest die Probezeit könnte man vorerst überbrücken...
1.)!Die zeitlichen "Nachteile" kann man eventuell kompensieren durch sinnvolle Beschäftigung während der Fahrt (Schriftverkehr, Weiterbildung, Lesen, Podcasts....)

2.) Freibetrag: Steuerberater rechnen lasssen, was Du monatlich jetzt schon mehr hättest

3.) BMW: Käufer suchen, der den Wagen übernimmt oder in den Vertrag eintritt
 
Gutenberg

Gutenberg

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Hallo Sunny,

also ich sehe morgen zwei Baustellen auf mich zukommen.
1. mal die BMW-Bank kontaktieren und alles erfragen
2. Steuerberater-Termin machen

Die zeitlichen Einbußen zähle ich garnicht, wüsste mich schon zu beschäftigen.
Schlichtweg die Möglichkeiten sind nicht vorhanden!

Gruß
Michael
 
duesprizz

duesprizz

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Klär doch mal mit der BMW Bank ab, ob Du auch schon früher den ausstehenden Betrag begleichen kannst. Wenn ja, biete ihn zum Verkauf an. Von dem Geld bezahlst Du den Wagen bei der Bank und die sollen dann den Brief an den neuen Besitzer schicken.

Hat bei mir so funktioniert. So lange die ihr Geld haben ...
 
Belluna

Belluna

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1.)!Die zeitlichen "Nachteile" kann man eventuell kompensieren durch sinnvolle Beschäftigung während der Fahrt (Schriftverkehr, Weiterbildung, Lesen, Podcasts....)
Na ja, schmunzel, doch hoffentlich nicht während der Autofahrt.

Es ist leider in der jetzigen Zeit das große Problem vieler. Und der größte Faktor in der Sache wird der zu erwartende neue Verdienst sein. Zumindest würde ich die Probezeit abwarten, in der wohl die beste Lösung der tägliche Weg mit dem Auto ist. Wenn dann alles gut wird, dann kann man ja - vielleicht mit Rat der neuen Kollegen - eine bessere Lösung suchen.

Man muss sich ja nicht gleich einen 350 SL oder 911-er zulegen, lächel :-P. Vor allem weil dod Verkehrsverhältnisse heute meist gar keine sehr hohen Geschwindigkeiten zulassen.

Belluna, die Dir die Daumen drückt
 
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yacanto66

yacanto66

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Ich denke auch, dass du um eine fundierte steuerliche Beratung nicht umhin kommst. Bedenken solltest in anbetracht der hohen Kosten die auf dich zukommen aber, dass du maximal die Steuer zurückbekommst, die dir auch abgezogen wurde. Ich kenn die Gehaltsstrukur in deinem Gewerbe nicht, aber möglicherweise hast die in der Steuerklasse 3 keine allzu hohe Steuerbelastung.
 
Friedrich

Friedrich

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Hallo,

ich war ca. 1 Jahr in der gleichen Situation: Dienststelle 240 km von zu Hause weg. Ich habe mir notgedrungener Maßen ein Zimmer nehmen müssen. Bin aber trotzdem 2 mal die Woche nach Hause gefahren. Finanzielle Mehrbelastung im Monat: ca. 600 Euro an Miete und Benzin. Aber eine Erfahrung habe ich gemacht: Wenn Deine Familie weit weg ist, wirst Du nicht glücklich ! Nichts auf dieser beschissenen Welt kann Dir Deine Lebensqualität ersetzen !!! Deine Frau, Deine Kinder !

Mein Rat: Lasse alles so, wie es derzeit ist. Pendele erst mal in der Probezeit täglich und justiere neu, wenn Du einen festen Arbeitsvertrag hast. Was nützt Dir beispielsweise ein Umzug, wenn Deine Frau ihren Arbeitsplatz verliert und dort keinen neuen findet ? Was nützt Dir das, wenn Du die ganze Woche nicht da bist ? So manche Ehe ist aus diesen Gründen bei uns schon über den Jordan gegangen. Da kann man sich vorher noch so viel versichern, wie groß doch die Liebe ist.

Mittlerweile fahre ich eine Strecke 65 km und bin auch eine Stunde unterwegs. Aber ich bin jeden Tag zu Hause und habe wieder mehr Lebensqualität gewonnen. Und scheiß auf irgendwelche steuerlichen Vorteile oder Finanzierungen fürs Auto !! Deine Familie ist wichtig, sonst nichts.

Gruß Andreas
 
Gutenberg

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Wie siehts mit Insolvenzgeld aus, gibt es da Ansprüche?

Gruß
Mike
Hallo Mike,

die Insolvenzgeldzahlungen gingen bis 31.01.2013.
Jetzt führt der Insolvenzverwalter die Firma weiter, solange bis alles abgewickelt ist.
Die Auftragslage war ja immer sehr gut, also müssen die alten Aufträge noch fertigproduziert werden.
Neue werden natürlich nicht mehr angenommen.
Ich habe natürlich, wie alle anderen Mitarbeiter, eine Forderungsliste.....verlorene Urlaubstage, Überstunden, etc...
Aber ich denke nicht, dass man da wieder etwas von sieht.

Friedrich:
Familie kommt bei mir natürlich an erster Stelle...also wird während der Probezeit nicht sonderlich viel passieren.
Entweder pendeln oder Zimmer. Muss man halt durchrechnen.

Das grafische Gewerbe ist kaputt, das wird sich auch nicht mehr ändern.
Insofern wäre diese Firma ja schon ein Hauptgewinn, denen geht es wirklich gut.
Die haben in der Führung dort vor Jahren schon die Zeichen der Zeit richtig erkannt und die Standbeine
perfekt verteilt....da funktioniert alles wie es sein soll.
Der Stundenlohn wäre etwas höher als mein jetztiger, dafür sind die Zuschläge etwas beschnitten worden.

Gruß
Michael
 
emdora

emdora

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Hallo Michael,

mein Mann hat mal eine knappes halbes Jahr in Bremen gearbeitet, und ich hatte hier einen guten Job.
Da es bei meinem Mann eine Neuorientierung war, hatte er damals in Bremen eine kleine 1-Zimmer-Wohnung,
die recht günstig war, und ich blieb halt weiter im Norden, bis klar geworden ist, was wir wollen.
In der Zwischenzeit sind wir abwechelsend gependelt, ein Wochenende in Bremen, eines hier.
Diese Variante war für uns persönlich die Beste, sowohl von der zeitlichen als auch von der finanziellen Seite.

Drücke dir die Daumen, dass alles gut läuft, ist eine blöde Situation.
Ich musste mich vor einem halben Jahr auch entscheiden, wo und wie weitermachen.
Nur waren meine Alternativen: Norderstedt bei Hamburg oder Nauheim bei Frankfurt am Main!
 
watch-watcher

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Hallo Michael,

auch in pendel jeden Tag 240 km ( 2 x 120 km) und habe das große Glück, dass es davon 108 km staufreie Autobahn sind. Das nun schon seit fast 10 Jahren.

Für eine Strecke benötige ich 1 1/4 Stunde. Für diese Distanz nicht schlecht meine ich, denn viele Pendler benötigen für vielleicht 50 km auch eine 3/4 Stunde.

Ich rase nicht, sondern mein Tempomat steht auf 130 km/h und das Navi sagt, es sind tatsächlich 120 km/h dann fahre.

Das ist der Faktor Zeit.

Der andere Faktor ist der Finanzielle und Verschleiss des PKW's.

Ich fahre seit 7 Jahren einen "Erdgaser" und ich komme auf Treibstoffkosten von 5,50 € per 100 km also auf ca. 275 € Treibstoffkosten im Monat für diese Pendlerfahren.

Der Verschleiss des PKW's kommt noch hinzu, aber meiner hat gerade die 430,000 km geschafft und jetzt geht es auf die 500,000 zu.

Bei einer derart langen Pendlerdistanz muss man einfach die PKW-Kosten im Auge behalten und das Image- und Statusdenken "Auto" vollkommen außer acht lassen.

So siehts es bei mir aus aber eine Entscheidung in deinem Fall kann dir keiner abnehmen.

Viel Glück für die Zukunft.
 
Gutenberg

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nAbend Leute,

Mensch...ich danke Euch allen für die ganzen Zeilen:super:

Der Steuerberater hatte heute leider keine Zeit für mich, wird aber diese Woche noch erledigt.
Der darf ja auch mal krank sein...

Das mit dem Wagen ist ja momentan die einzige Option, bei der ich noch einsparen könnte.
Nachbar von mir fährt einen C-Max, der kommt knapp auf 5 Liter. Sowas wäre was.
Aber in diese Richtung habe ich jetzt noch nicht geschaut...alles nach und nach.

Wir haben gestern im Familienrat erst einmal beschlossen, dass ich auf jeden Fall annehmen werde.
D.h. wenn die sich für mich entscheiden! Dann wird man weitersehen...
Quasi "learning by doing":D

Oder aber ich besorge mir ein Wohmobil, naja, das war jetzt ein Scherz!

Gruß
Michael
 
Kaliber 66

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Schau Dir den Laden paar Wochen an, wenn Du das Gefuehl hast, dort koenntest Du Dir vorstellen, zu bleiben, nimm Dir befristet ein Zimmer und lass ab und an Deine Frau mal ueber's WE kommen. Evtl. gefaellt ihr die Gegend und ihr findet Arbeit & Wohnung fuer beide. Auto kannste dann behalten, das wuerde eh ein Verlustgeschaeft werden.
Wir haben frueher an Leute aus der ganzen Bundesrepublik vermietet, die auf Lehrgang waren, nen Job gefunden hatten etc. Die Firmen kamen fuer die Miete auf, vielleicht gibt es das bei dem Laden auch.
Bloss nicht Kopf haengen lassen, arbeitslos ist besch........eidener ;-)
 
Gutenberg

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Tach Leute,

ein kleines Update von meiner Seite.

Die neue Firma hat sich bei mir am Donnerstag gemeldet, sie würden sich freuen, wenn ich bei ihnen anfangen würde.
Am Freitag hatte ich bereits alle Unterlagen (Arbeitsvertrag/Personalbogen/bAV-Formulare) im Briefkasten.

Bei mir sieht es jetzt folgendermaßen aus:

Ich werde natürlich zusagen, da die Firma wirklich einen sehr kompetenten und strukturierten Eindruck macht und richtig gut dasteht!
In meinem Gewerbe ist dies ja leider nicht mehr oft zu finden, finanziell habe ich weniger wie vorher, aber immer noch viel mehr als der Durchschnitt.
Man kann grob sagen...das was ich früher netto hatte, habe ich jetzt brutto:-(
Ich denke jedoch, dass hier evtl. nach einiger Zeit noch was geht....und zumal ich woanders noch weniger bekommen würde...ist halt so.

Mit der BMW-Bank habe ich gesprochen, kann selbstverständlich privat verkaufen, muss jedoch einige Schritte beachten, die aber auch für beide
Verkaufsparteien ein enormes Sicherheitsplus darstellen....also geht auch, wenn nötig.
Werde den Wagen jetzt aber erst einmal weiternutzen, denke ich. Oktober muss er dann definitiv weg, da ja die Schlussrate nicht mehr machbar ist.

am Donnerstag habe ich einen Steuertermin, da gebe ich meine 2012er Unterlagen ab...da wird das Thema auch durchgesprochen...

wenn sich alles gut entwickelt, werden wir hier die Zelte abbrechen und uns in die entsprechende Richtung orientieren um den fahrweg zu reduzieren.

Da meine Frau auch in einer Druckerei im Marketing arbeitet, nun meinen Ex-Chef als Vorgesetzten hat, ist diese auch nicht mehr so auf ihre Stelle fixiert.
Zumal sie jeden Tag mitbekommt, wie großkotzig diese Person in dieser (ihn doch übernommenen) Firma agiert und alles umorganisieren möchte.

Ich werde mein geliebtes Motorrad verkaufen, ein wenig Erspartes ist auch noch vorhanden...also wird die nächste Zeit davon gezehrt!

Auch werde ich demnächst, nach 30 Jahren gewerkschaftlicher Tätigkeit, auch diese kündigen.
Die Unterstützung unserer BR-Tätigkeit während der ganzen Insolvenzmonate beschränkte sich auf ein 2 minütiges nichtssagendes Telefonat.
Bei einem anderen, größeren Mitbewerber...mit mehr Medienpräsenz waren die ständig anzutreffen....mussnicht mehr haben!

Gruß
Michael
 
schredder66

schredder66

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Hallo Michael,

ein weiter Arbeitsweg ist immer suboptimal - aber kein unlösbares Problem.

Mein erstes, und absolut nicht wertend gemeintes, Statement: Mein privates Fahrzeug gehört mir, nicht der Bank.

Einen weiten Arbeitsweg kenne ich seit dem 01.10.2008 auch: Es sind zwar nur 60 Kilometer pro Strecke, aber ich wohne - wie man so schön schreibt - "in der Pampa". Das ist, wenn man die Arbeitsstrecke mit dem PKW / Motorrad zurücklegt, kein Problem - die nächste Autobahnauffahrt ist nur 5 Minuten entfernt. Ausserdem kommt mir meine Gleitzeit zugute - ich kann meine Arbetszeiten so legen, dass ich die verkehrstechnisch ungünstigen Zeiten halbwegs "umfahren" kann. Zudem kann ich 1 - 2 Tage in der Woche auch im Homeoffice arbeiten. Das wird Dir als Offset-Drucker wohl nicht möglich sein.

Derzeit bin ich gezwungen, den Arbeitsweg per ÖPNV zurückzulegen. Daran konnte ich mich, als "gelernter" Individualfahrender, schnell gewöhnen. Das Problem ist aber mein Wohnort, mein Lebensmittelpunkt: Eine bescheidene Infrastruktur und Verkehrsanbindung an die weite ÖPNV-Welt. Ich habe das Glück, dass mich meine LG jeden Morgen zum Bahnhof in ihrem Arbeitsort mitnimmt. Sie muss dafür aber eine halbe Stunde früher losfahren als sonst - nur damit ich meinerseits halbwegs vertretbare Arbeits- und Wegezeiten hinbekomme. Zwei Mal pro Woche nimmt sich mich am /ab Bahnhof ihres Arbeitsortes auch wieder mit nach Hause, bis zu drei Mal pro Woche holt sie mich am Bahnhof unserer Wohnorts ab.

Ich habe als ÖPNV-Pendler einen zeitlichen Arbeitsweg von fast 4 Stunden - für beide Strecken. Als Individualpendler bin ich durchschnittlich nur zwei Stunden unterwegs. Die Kosten für eine Monatskarte belaufen sich auf ca. 160 Euro, die reinen Spritkosten = Diesel (PKW) liegen ca. beim doppelten. Müsste ich von Haustür zu Haustür ausschliesslich auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen, dann wäre ich pro Strecke zusätzlich bis zu einer Stunde länger unterwegs.

Auf meinem Konto sieht es seit meiner erzwungenen ÖPNV-Pendelei erstaunlich gut aus. Aber es führt mir auch vor Augen, dass Geld alleine nicht glücklich macht - weil mir unter der Woche die Zeit fehlt, es auszugeben. An einem normalen Arbeitstag bin ich 12 Stunden ausser Haus - davon 4 Stunden "auf Achse". Falls ich länger arbeite, bin ich eine Stunde später zuhause - weil die Anbindung an meinen Heimatbahnhof, wie beschrieben, bescheiden ist.

Was ich damit sagen will ist: Du musst für Dich den besten Kompromiss zwischen Fahrzeit, Kosten und Familie finden. Für eine Entscheidung ausschliesslich die Umweltbelastung oder ausschliesslich die Kosten heranzuziehen, halte ich für nicht zielführend.

Und (d)ein möglicher Umzug muss ja nicht bis in den Ort deines neuen Arbeitgebers führen. Vielleicht würde ein zentralerer oder verkehrstechnisch besser angeschlossener Wohnort schon eine deutliche Entspannung der Situation bedeuten - in allen Bereichen, familiär und finanziell.
 
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Gutenberg

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Hallo schredder66,

Danke Dir für Deine Meinung. Deckt sich mit meiner.

Morgen geht es ja jetzt los. In der "Eingewöhnungsphase" ist ja noch ein anderer ehemaliger Kollege dabei, also werden wir da ne Fahrgemeinschaft bilden.
Nur, wird die natürlich nicht lange anhalten...danach haben wir dann gegensätzliche Schichten, da wir ja an einer Maschine arbeiten werden.

Ich habe genau 93 Schritte zu unserem kleinen Dorf-Bahnsteig, leider ist hier die Anbindung für mich zeitlich absolut nichts.
Als Schichtarbeiter, der bestimmte Zeiten zu realisieren hat...keine Chance!
Ich muss ja jemanden ablösen...also funktioniert dies leider nicht!

Ich werde nun täglich heimfahren und halt jeden Monat draufzahlen. Diese Firma hat noch einen festen Stand, das ist in unserem Gewerbe schon fast ein Lotto-Gewinn! Und nach der Probezeit ist vielleicht auch ne kleine Erhöhung drin....
Nach der Probezeit, wenn wir uns gegenseitig noch wollen, werden wir in die Richtung marschieren...jedoch so, dass wir nicht ganz aus unserem Eck verschwinden.

Letzte Woche habe ich schon Fotos von meinem Motorrad gemacht, das muss jetzt leider weg. Ich blase ja so um die 400 - 500 € durch den Auspuff.
Das muss irgendwie aufgefangen werden. Es ist schon ein kleines Spiel mit dem Feuer, aber ich habe hier echt keine Alternative...

Den Antrag auf den Freibetrag muss ich nur noch unterschreiben und dann wird der an das Finanzamt geschickt.
Macht aber nicht soviel aus. Sind so um die 60 € mehr netto.
Meine Steuerberaterin wollte allerdings auch nicht alles voll ausreizen, da man leiber noch etwas rausbekommen sollte, als nachzuzahlen.

Es sind halt viele "wenn's" in dieser Geschichte.

- wenn ich die Probezeit bestehe
- wenn wir ein passendes Plätzchen finden
- wenn meine Frau da auch wieder was halbtags findet
- wenn die Kids den Wechsel gut packen

.... ja dann haben wir es geschafft:???:

Gruß
Michael

Sunny_1965
Danke Dir...je mehr die Daumen drücken, desto besser:super:
 
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