Frage zur Street-Fotografie und zu Aufnahmen im Nahbereich

Diskutiere Frage zur Street-Fotografie und zu Aufnahmen im Nahbereich im Fotografie Forum im Bereich Small Talk; Hallo, ich bin eher Knippser denn Fotograf. Ich fände es für mich interessant, Menschen auf der Straße im Cafe etc. zu fotografieren. Wenn ich...
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wilke

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Hallo,

ich bin eher Knippser denn Fotograf. Ich fände es für mich interessant, Menschen auf der Straße im Cafe etc. zu fotografieren.
Wenn ich zum Beispiel Menschen vor der Haltestelle oder eine Gruppe von Kindern bei Fußballspiel knippse, benötige ich wohl keine Einwilligung, oder?
Ab welcher Personenanzahl muss ich die Menschen fragen, ob sie einverstanden sind? Die Fotos werden übrigens n i c h t veröffentlicht.

Ich bin auch noch auf der Suche nach einer Kamera, mit der ich im Bekannten- und Freundeskreis Personen ablichten kann, ohne dass sie es - beim Fotografieren merken (ich mag keine gestellten Bilder). Was für eine Kamera wäre sinnvoll?
Z.B. eine Sony rx 0? Die ist ja sehr klein.

gruß Wilke
 
Mueller27

Mueller27

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... oder eine Gruppe von Kindern bei Fußballspiel knippse, benötige ich wohl keine Einwilligung, oder?

Vereinfacht gesagt: Leider doch.
Rechtlich gibt es aber Grauzonen und Auslegungssachen.
Oder - wie ich - man ignoriert das Thema einfach und knipst an öffentlichen und belebten Orten trotzdem.

ABER:
Bitte, bitte, komm nicht mal auf die Idee heute heimlich Kinder zu fotografieren, oder Gruppen in denen auch nur ein Kind ist. Du hast schneller Ärger und einen Streifenwagen am Hals als Du Dir vorstellen kannst - ganz egal, ob Du nun legal unterwegs bist oder nicht. Das ist den Eltern oder anderen Erwachsenen in der Nähe nämlich völlig egal.

Ich knipse immer noch Street, aber mit den Grundsätzen.
  • Keine Kinder, auch nicht ganz hinten links klein im Bild.
  • Keine Einzelpersonen.
  • Und vor allem nicht das Eigentum der Leute: Also aufpassen, dass niemals Autos oder Eigentums-Häuser mit drauf sind.
 
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Mueller27

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Wenn Du - DSGVO mal kurz außen vor gelassen - unbemerkt fotografieren willst, ist das heute auch aus der Nähe sehr einfach. Nimm einfach dein Smartphone, da die halbe Bevölkerung dies heute immer vor der Nase hat, fällt es nicht auf.

Ansonsten ein fettes Tele - damit bist Du aber heute, wo so Kameras selten geworden sind, immer gleich auffällig wie ein bunter Hund.
 
W

wilke

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Danke für Eure Beiträge! Da habe ich ja erst mal viel zu lesen. Vielleicht kaufe ich mir am besten eine Bridge von Nikon? Ich glaube die hat ein Tele mit 1000 mm? gruß Wilke
 
OHV_44

OHV_44

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Vielleicht kaufe ich mir am besten eine Bridge von Nikon? Ich glaube die hat ein Tele mit 1000 mm?
Es gibt auch welche mit 2000 mm. Nur ist der Sensor meist zu klein und gute Bilder gibt es max. bei schönem Wetter. Sprich: gutem Licht.
 
Golden Gate

Golden Gate

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Ricoh GR3.
Die nimmt niemand wahr oder ernst.
Und was mit einer Festbrennweite geht, kann man hier gut sehen. Aber bloß den Ton ausmachen, die Musik ist jetzt nicht so mein Fall.

 
Golden Gate

Golden Gate

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Man kann aber auch mit einer fetten Vollformat Aufnahmen machen, wenn man sie unten hält und nur bei Bedarf schnell hochreißt.
Hier mit meiner alten Nikon D610 und dem 12-24.
_DSC3798 als Smartobjekt-1 duplex.jpg
 
Mueller27

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Oder man verlegt sich auf Staaten außerhalb der EU:

1659725234648.png

Für "Street" braucht es weder eine spezielle Kamera noch bestimmte Linsen, das war nur Markerting als die Hersteller vor einigen Jahren das Thema für sich entdeckt hatten.
Mit einem 28-70 (KB) Standardzoom ist man gut ausgerüstet.
 
T. Freelancer

T. Freelancer

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Genau; Taiwan oder so. Aber bitte nicht veröffentlichen und nur Freunde und Bekannte (oder liest hier etwa jemand den Eröffnungspost?)
 
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Mapkyc

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Wenn ich zum Beispiel Menschen vor der Haltestelle oder eine Gruppe von Kindern bei Fußballspiel knippse, benötige ich wohl keine Einwilligung, oder?
Du brauchst die Einwilligung der Eltern. Ich würde von "heimlichen" Kinderfotos unbedingt abraten. Da macht man sich keine Freunde mit.
Ich bin auch noch auf der Suche nach einer Kamera, mit der ich im Bekannten- und Freundeskreis Personen ablichten kann, ohne dass sie es - beim Fotografieren merken (ich mag keine gestellten Bilder).
Davon würde ich auch abraten. Gelegentlich fotografiere ich auf Familienfeiern. (eigene Familie, reines Hobby, kein kommerzieller Auftrag)
Ich trage die DSLR ganz offen rum, alle wissen das. Und ich weiß, wer nicht fotografiert werden möchte. Das respektiere ich auch ohne Diskussion.

Wenn du den Leuten nicht auf die Pelle rückst (dichter Abstand), sondern ein paar Meter Distanz wahrst, dann gelingen mit Brennweiten im Telebereich Bilder, die ungestellt sind. Das ist echt so. Probiere es mal aus!

Ein Grundsatz meiner Fotografie ist, dass ich keine Leute reinlegen möchte. Da würde mich das schlechte Gewissen plagen.

Ich fotografiere gerne Menschen. Eine Veröffentlichung erfolgt nur, wenn klar ist, das die Person einverstanden ist. Mit Models, die ich im Internet buche, mache ich immer schriftliche Verträge. Die kann man downloaden und verwenden. Ich verändere den Wortlaut auch nicht, denn die Verträge wurden von richtigen Juristen erarbeitet. Sie sind also rechtssicher und für beide Seiten fair.

Ich bin jederzeit bereit, dem Model ein Mitspracherecht einzuräumen, wenn es unsicher ist, ob sie wirklich veröffentlicht werden möchte. Solche getroffenen Absprachen halte ich unbedingt ein, selbst wenn ich es juristisch nicht müßte. Denn, siehe oben, ich möchte Niemanden reinlegen.
 
Frank H

Frank H

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Am Anfang war der Uhrknall.
Kameras: Die Ricoh GR wurde schon genannt als unauffällige "Streetkamera". Damit musst Du aber auch ziemlich nah ran, man kann auch mit einem Tele auf Entfernung gehen um unauffällig zu sein. Es gibt eine vielfach ausgezeichnete Streetfotografin, die ziemlich untypisch mit einem 28-300 arbeitet, damit sie flexibel ist. Ich nehme meist meine kleine schwarze Fuji X-E3 (aktuelles Modell X-E4), da kann ich die Objektive wechseln und verschiedene Brennweiten ausprobieren.

Recht: Das ist von Land zu Land unterschiedlich und man sollte sich schlau machen (nicht nur im Uhrforum), aber sich das Fotografieren auch nicht vermiesen lassen. Es gibt in der Streetfotografie in Deutschland einen Graubereich mit den sich teilweise widersprechenden Rechtsgütern Persönlichkeitsrecht vs. Kunstfreiheit, der einem bewusst sein sollte. Ich denke, ein guter moralischer Kompass hilft auch.
 
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wilke

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Nein,
ich möchte auch keine Leute reinlegen! Das wäre absolut unfähr.
 
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