Frage zur HPP Shockproof Stoßsicherung

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Alberich

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Hallo zusammen,

ich habe gerade ein HPP 125 auf dem Tisch. Es hat die absonderliche "HPP shockproof" Stoßsicherung, laut Flume eine Eigenkonstruktion von Henzi und Pfaff Pforzheim.

Von der Oberseite habe ich keine Möglichkeit gesehen. Also Unruh ausgebaut. Hier fand ich einen Spiralschlüssel ohne Schraubenschlitz, d. h. ich kann nichteinmal den Spiralschlüssel öffnen, um die Unruh vom Kloben zu trennen.

Stoßsich.jpg
Stoßsich1.jpg

Weiß jemand von Euch, wie ich hier vorgehen muß?


Vielen Dank für Eure Hilfe!


Matthias
 
Thallius

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Sehr interessant. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Sieht für mich aber so aus, als müsste man einfach den Schlüssel nach oben absprengen.

Guss

Claus
 
Alberich

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Sehr interessant. Das habe ich auch noch nicht gesehen. Sieht für mich aber so aus, als müsste man einfach den Schlüssel nach oben absprengen.

Guss

Claus
Hallo Claus,

danke für Deine Einschätzung. So hätte ich es auch probiert, wenn man den Spiralschlüssel öffnen könnte. Wenn aber die Spirale im Schlüssel festhängt, befürchte ich, daß beim Absprengen -oder spätestens beim Aufdrücken- die Spirale verbiegt.

Viele Grüße!

Matthias
 
nobrett

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Hallo.

Ich würde mal behaupten, wenn man den absprengt, dann ist er hin. Ich glaube nicht, dass das dazu gebaut ist, zerlegt zu werden.

Sowas kommt bei mir unzerlegt ins Benzindöschen und das mit geschlossenem Deckel in den Ultraschallwackler, wobei die U-Welle nicht im Lager ist und das Lager nach unten offfen ist. So kommt der Dreck auch raus und die Gefahr, etwas zu schrotten sinkt erheblich. Ich weiß das ist nicht die reine Lehre, aber ist pragmatisch und funktioniert.

Gruß
Norbert
*der dafür auch mal ein Timex Werk zerlegt und wieder zusammenbekommen hat*
 
Thallius

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Hallo Claus,

danke für Deine Einschätzung. So hätte ich es auch probiert, wenn man den Spiralschlüssel öffnen könnte. Wenn aber die Spirale im Schlüssel festhängt, befürchte ich, daß beim Absprengen -oder spätestens beim Aufdrücken- die Spirale verbiegt.

Viele Grüße!

Matthias
Es ist auf dem Foto leider nicht zu sehen aber es gibt viele Schlüssel die man nicht "offiziell" öffne kann, sondern wo man einfach den vorderen "Daht" ein wenig nach vorne aufbiegt.

Gruß

Claus
 
Rostfrei

Rostfrei

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Versuche einfach mal das 'Abdeckblech' des Schlüssels zu verdrehen. Normalerweise sind diese nicht sonderlich fest.
 
Aeternitas

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Stift aus dem Klötzchenträger raus und Unruhe mit Spirale runter. Das wäre für mich mal klar. So kannst Du die Spirale ja einfach aus dem Spiralschlüssel raus bekommen. Die Stoßsicherung mit Rücker und Klötzchenträger kann man sicher einfach weg sprengen. Ich finde das übrigens eine sinnville Version einer Stoßsicherung ohne unnötige Teile.
 
Alberich

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Hallo zusammen,

Danke Euch allen schonmal für die Tipps und Meinungen. An einem ruhigen Abend werde ich mal versuchen, weiterzukommen.


Viele Grüße!


Matthias
 
Haider

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Würde an Deiner Stelle den inneren Schlüsselstift leicht nach innen biegen, soweit das die Spirale heraus kann.
Anschliessend den Öffner mit einem Schraubenschlitz versehen.

Gruss
Karsten
 
Thallius

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Würde an Deiner Stelle den inneren Schlüsselstift leicht nach innen biegen, soweit das die Spirale heraus kann.
Anschliessend den Öffner mit einem Schraubenschlitz versehen.

Gruss
Karsten
Das war es was ich meinte und nicht wußte wie ich es schreiben soll. Danke :)

Gruß

Claus
 
nobrett

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Interessant wie viele Lösungsvorschläge es gibt. Hier führt mal wieder mehr als ein Weg nach Rom.

Mir persönlich erscheint aber der Vorschlag von Aeternitas mit Stift ziehen und ausfädeln der einfachste und sicherste Weg zur Zerlegung.

Gruß
Norbert
 
Aeternitas

Aeternitas

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...der Zerlegung schon...aber der Zusammenbau ist etwas tricky...weiß nicht genau, was Haider meint...:hmm:
 
Haider

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...der Zerlegung schon...aber der Zusammenbau ist etwas tricky...weiß nicht genau, was Haider meint...:hmm:
Der Schlüssel ist zweiteilig,oder sagen wir er besteht aus einem Stift (innen) und einem Stift mit Winkel zum schliessen.
Den inneren Stift etwas zur Unruhwelle biegen-der bricht schon nicht wenn Du vorsichtig arbeitest, und dann- wenn nicht schon geschehen den äusseren Ansteckpunkt der Spirale öffnen ( Schraube) und die kompl. Unruh herausnehmen.

Mit feinem Schraubendreher zwischen die Stiften gehen und diesen verdrehen,damit der innere Stift leicht nach innen gebogen wird und so den Weg für die Spirale freigibt.
Oder wie Theo-Rostfrei-schon erklärt hat,Äußeren Stift verdrehen.

Gruss
Karsten
 
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nobrett

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Ich glaube wir reden gerade aneinander vorbei. Aeternitas schlug vor, die Spirale vom Klötzchen zu lösen und auszufädeln, darauf bezog ich mich.

Die anderen Vorschläge beziehen sich ja darauf, wie man den Rückerschlüssel durch Aufbiegen, verdrehen oder absprengen öffnen kann.

Gruß
Norbert
 
Thallius

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Das lösen der Spirale vom Kötzchen halte ich für nicht so schlau. Dann muss man nachher den Abfall wieder neu einstellen. Was Karsten schreibt ist wesentlich einfacher. Also den Spiralschlüssel einfach am dünnen Steg (Der innere) aufbiegen und das Kötzchen dann abschrauben. Schon ist die Unruh vom Kloben befreit (oder anders herum) Danach kann man problemlos den Rücker oben absprengen ohne die Unruh zu verletzen.

Gruß

Claus
 
Aeternitas

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...naja...der Stift am Spiralschlüssel biegt leicht und bricht dann auch. Man kann ja ein Foto der Position davor machen, dann stimmt der Abfall zumindest mit der vorigen Einstellung überein...dese Spiralschlüssel sind auch empfindlich und man kann auch leicht abrutschen.
 
nobrett

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Den Ansteckpunkt vor der Demontage zu markieren, so dass die Abfalleinstellung erhalten bleibt sollte kein Problem sein. Ich würde mit der Reißnadel hinter der Ansteckung einen kleinen Kratzer zur Markierung in die Spirale machen. Abfall einstellen ist auf jeden Fall viel einfacher als einen vermurksten Spiralschlüssel zu reparieren oder gar ein Ersatzteil zu finden. Das Ding ist schließlich nur 1-2 Kubikmilimeter groß!

Aber wie gesagt, viele Wege führen nach Rom. Lösungsvorschläge haben wir ja reichlich, ich bin mal gespannt auf den Bericht welche Alberich wählt und wie es gelingt.

Gruß
Norbert
 
Alberich

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Hallo zusammen,

zunächst möchte ich mich bei allen Teilnehmern für die Vorschläge und die interessante Diskussion bedanken! :super:

Es gibt bestimmt mehrere Wege, wie man hier vorgehen kann.

Die Methode, den Rückerstift vorsichtig aufzubiegen, bis man die Spirale herausnehmen kann hat mir einmal ein Uhrmacher erklärt. Er hat das früher -um Zeit zu sparen- aber nur bei den billigen Uhren so gemacht. Da ich aber nicht weiß, wie oft da schon gebogen wurde, will ich das vorerst nicht tun.
Hier kann ich die Konstrukteure nicht verstehen, warum kein Schlitz im Rücker ist.

Die Alternative, den Spiralstift zu ziehen, hat mir ein anderer Uhrmacher für alte Cylinderuhren empfohlen, bei denen das gepresste Spiralklötzchen zu fest sitzt. Er hat am äußeren Ende der Spirale einen Knick gemacht, um später den Abfall nicht neu einstellen zu müssen. Das habe ich mal an einfachen Uhren geübt, ist aber ein arges Gefummel, bis der Spiralstift wieder sitzt.

Die sicherste Methode ist die von Norbert vorgeschlagene Reinigung ohne Zerlegung. Auch wenn das nicht nach Lehbuch ist, kann dabei am wenigsten kaputt gehen. Ersatzteile werde ich für solche Exoten wohl kaum finden. Ich denke, so werde ich es probieren, und dann die Amplitude in beiden Lagen messen.

Hier ist noch die Beschreibung der Stoßsicherung aus dem Flume-Katalog:

Stoßsich2.jpg

Wenn die Unruh weg ist, könnte man den Riegel öffnen, dann kann man die Stoßsicherung zerlegen, ohne den Rücker abzusprengen.

Und hierist noch die Platinen-Seite: Warum kann nicht alles so einfach sein ????;-)

Stoßsich3.jpg


Viele Grüße!


Matthias
 
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