Frage zum Kauf einer Uhr mit LC Schweiz

Diskutiere Frage zum Kauf einer Uhr mit LC Schweiz im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Leute, ich bin aktuell gerade dabei, eine gebrauchte Uhr von einem Privatmann zu kaufen und bin dabei auf folgende Ausgangssituation...
R.K.

R.K.

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Hallo Leute,

ich bin aktuell gerade dabei, eine gebrauchte Uhr von einem Privatmann zu kaufen und bin dabei auf folgende Ausgangssituation gestoßen:

Die Uhr wurde ursprünglich von einem deutschen Grauhändler als Komplettpaket mit offizieller deutscher Rechnung verkauft. So weit, so gut. Ursprünglich stammt die Uhr jedoch laut Garantiekarte aus der Schweiz. Nun ist es so, dass der jetzige private Verkäufer keine Ahnung davon hatte, dass die Uhr aus der Schweiz stammte und wohl in die EU eingeführt wurde (Stichwort: Einfuhrumsatzsteuer). Ihm liegen keinerlei Unterlagen vor, die belegen, dass die fälligen Steuern und Abgaben für die Uhr entrichtet wurden.

Mir ist bereits bekannt, dass man rein rechtlich aus dem Schneider ist, wenn man nachweisen kann, dass die Uhr von einem selbst käuflich innerhalb der EU erworben wurde, so wie es in diesem Fall geschehen ist. Der Privatverkäufer hat jetzt aber natürlich das Problem, dass kaum jemand eine solche Uhr zu einem halbwegs üblichen Marktpreis haben möchte. Auch wenn man rein juristisch aus dem Schneider ist, scheint es für viele Interessenten beim eigenen Uhrenkauf dann doch ein Problem zu sein, wenn die Uhr nicht offiziell in den EU Raum eingeführt wurde.

Was ich mich nun frage: Hätte der Händler beim Verkauf auf die obige Ausgangslage hinweisen müssen? Bzw. hätte er darauf hinweisen müssen, dass die Uhr scheinbar nicht ordnungsgemäß verzollt/versteuert wurde? Oder ist es reine Sache des Käufers, sich um diese Belange bzw. Auskünfte beim Kauf von einem Händler zu kümmern?

Ich bitte um Verständnis, dass ich den Händler selbstverständlich nicht benennen werde, alleine schon deshalb nicht, weil ich diese Uhr nicht besitze. Es geht mir hier darum, Meinungen einzuholen, ob man sich um solche Auskünfte selbst kümmern muss oder ob einen der Händler eigentlich darauf hinweisen hätte müssen.

Beste Grüße,
Richard
 
chrismontre

chrismontre

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Wer will denn sowas nachweisen? Der Händler hat eine standesgemässe Rechnung erstellt und das wars für alle, auch zukünftlichen Beteiligten. Kann mir garnicht vorstellen das sowas jemand noch jemals nachprüft, bzw. Wer sollte sich für sowas interessieren.
 
Ulmer-Schwabe

Ulmer-Schwabe

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Du musst selber die Steuer nicht nachweisen, wenn du einen Kaufvertrag innerhalb der EU nachweisen kannst, kann dir das davor völlig egal sein. Du bist doch nicht für die Machenschaften der Händler verantwortlich.
 
Henzo

Henzo

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Ich glaube nicht, dass der Wert deshalb sinkt. Das Problem ist nicht genügend bekannt und falls es eine begehrte Uhr ist, dann würden sich meiner Meinung nach auch nur die wenigsten darum kümmern.
 
Captain Cook

Captain Cook

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Warum wird hier eigentlich davon ausgegangen, dass die Uhr nicht ordnungsgemäß Verzollt wurde? Hat der Graue sie B2B gekauft wird sie entsprechend versteuert sein. Hat er sie gebraucht angekauft war es Sache des Verkäufers...
Mit der Rechnung vom Grauen sind auch alle für den neuen Besitzer relevanten Dinge geklärt... Zolldokument wird der Händler ja wohl kaum beilegen...

Gruß
Markus
 
Paulchen

Paulchen

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Hallo Leute,
ich bin aktuell gerade dabei, eine gebrauchte Uhr von einem Privatmann zu kaufen und bin dabei auf folgende Ausgangssituation gestoßen:
Die Uhr wurde ursprünglich von einem deutschen Grauhändler als Komplettpaket mit offizieller deutscher Rechnung verkauft. So weit, so gut. Ursprünglich stammt die Uhr jedoch laut Garantiekarte aus der Schweiz.
Das ist bei ganz vielen Uhren der Fall, nicht ungewöhnlich.

Nun ist es so, dass der jetzige private Verkäufer keine Ahnung davon hatte, dass die Uhr aus der Schweiz stammte und wohl in die EU eingeführt wurde (Stichwort: Einfuhrumsatzsteuer). Ihm liegen keinerlei Unterlagen vor, die belegen, dass die fälligen Steuern und Abgaben für die Uhr entrichtet wurden.
Du kaufst ein iPhone (einen Laptop, eine Kamera, to be continued), hast du Unterlagen von Saturn/Mediamarkt usw. die Belegen, ob und welche Steuern bei der Einfuhr
entrichtet wurden?

Mir ist bereits bekannt, dass man rein rechtlich aus dem Schneider ist, wenn man nachweisen kann, dass die Uhr von einem selbst käuflich innerhalb der EU erworben wurde, so wie es in diesem Fall geschehen ist.
Stimmt!

Der Privatverkäufer hat jetzt aber natürlich das Problem, dass kaum jemand eine solche Uhr zu einem halbwegs üblichen Marktpreis haben möchte.
Nö, warum?


Bzw. hätte er darauf hinweisen müssen, dass die Uhr scheinbar nicht ordnungsgemäß verzollt/versteuert wurde?
Wie kommst du auf das schmale Brett?
 
R.K.

R.K.

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Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Vielleicht habe ich das Thema auch einfach ein wenig überschätzt. Scheinbar ist die ganze LC bzw. Einfuhrsteuer-Problematik ohnehin in dem Moment vom Tisch, in dem ich die Uhr von einem Händler/Privaten nachweislich innerhalb der EU Grenzen erwerbe.

Wie ich darauf komme, dass dies bei einem etwaigen Verkauf ein Problem sein könnte? Ich habe selbst schon eine solche Uhr verkauft und da wurde das Ganze mehrmals thematisiert. Für viele Interessenten war es dann sehr wohl ein Problem, dass keine schriftlichen Unterlagen über Verzollung/Steuer vorlagen. Auch bei der aktuellen Uhr, an der ich Interesse habe, liegen solche Unterlagen nicht vor. Deshalb auch die Frage, ob ein Händler beim Verkauf auf einen solchen Umstand hinweisen müsste, was ja scheinbar nicht der Fall ist.
 
Beam_Ho

Beam_Ho

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Nahezu die gesamte Unterhaltungselektronik kommt aus Fernost, Autos ebenfalls oder au den USA, viele leckere Schokolade aus der Schweiz, und nie, wirklich nie, bekommt man irgendwelche Dokumente, wie das Zeug in die EU gelangt ist. Warum sollte das gerade bei Uhren anders sein?
Das ist doch nur Preisdrückerei und verarsche von Ahnungslosen....
 
Spitfire73

Spitfire73

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Auch wenn man rein juristisch aus dem Schneider ist, scheint es für viele Interessenten beim eigenen Uhrenkauf dann doch ein Problem zu sein, wenn die Uhr nicht offiziell in den EU Raum eingeführt wurde.
Viele Interessenten sehen darin auch kein Problem sondern nur ein willkommenes Sprungbrett zum Preisdrücken. Leider lassen sich manche unbedarften Privatverkäufer dann verunsichern und geben ohne Not beim Preis nach. Das ist leider ein oft zu beobachtendes Phänomen: geht es ums Preisdrücken werden Interessenten gern unseriös, einschüchternd und bauschen nicht existierende Probleme auf nur um den Anbieter maximal über den Tisch zu ziehen. Der Anbieter hat die Uhr in Deutschland von einem deutschen Grauhändler mit offizieller Rechnung erworben. Punkt. Und an der Stelle ist dann auch Ende Gelände für Zoll-Hobbyermittlungen aller Art wie/wo/warum die Uhr einst an diesen Händler gelangte. Kaufe ich eine Made-in-China Seiko vom Konzi, finde ich in den Unterlagen auch keinen Einfuhrnachweis in die EU vor.

Bzw. hätte er darauf hinweisen müssen, dass die Uhr scheinbar nicht ordnungsgemäß verzollt/versteuert wurde?
Du stellst das quasi schon als Tatsache dar. Dabei ist das eine reine Unterstellung weil Du gar nicht wissen kannst, wie der Graue an die Uhr kam.

Gruß
Helmut
 
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tbickle

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Sobald sich eine Ware auf dem Binnenmarkt befindet, gilt sie für einen Konsumenten als vorschriftsmäßig eingeführt. Als Konsument darf ich darauf vertrauen, dass alles korrekt verzollt und versteuert wurde. Wäre dies nicht der Fall, könnte man das Haus kaum verlassen, ohne einen dicken Aktenordner mit Verzollungsdokumenten mit sich zu führen. ;-)

Gruß
 
Spitfire73

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Um den Verkauf der Uhr vom Händler an den Käufer geht es doch gar nicht sondern um die "Nachweispflichten" eines Privatverkäufers, der an einen anderen Privaten verkaufen will.

Gruß
Helmut
 
Spitfire73

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Und wo sollte hier das Problem des neuen Eigentümers liegen, wenn er die Uhr außerhalb der EU bringen will? Es gibt eine ordnungsgemäße deutsche Rechnung von einem deutschen Händler über einen Erwerb der Uhr in Deutschland. Und obendrein noch den Kaufvertrag mit einem deutschen Vorbesitzer. Kurzum: vor dem Zöllner steht ein Deutscher, der von einem Deutschen in Deutschland eine Uhr gekauft hat, die dieser Deutsche seinerseits von einem deutschen Händler mit deutscher Rechnung in Deutschland erworben hat. Das ist gerade nicht der Stoff, aus dem Zoll-Probleme gemacht sind.

Gruß
Helmut
 
R.K.

R.K.

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Du stellst das quasi schon als Tatsache dar. Dabei ist das eine reine Unterstellung weil Du gar nicht wissen kannst, wie der Graue an die Uhr kam.
Danke für deinen Beitrag Helmut. Ich weiß es natürlich nur durch die Auskunft des aktuellen Privatverkäufers, der mir bestätigt hat, dass auch dem Händler keine diesbezüglichen Unterlagen vorliegen. Dieser hat sich beim Ankauf der Uhr zusichern lassen, dass sämtliche Abgaben & Steuern entrichtet wurden, das ist scheinbar ausreichend.

Ich bedanke mich auch bei allen anderen für die Rückmeldungen. Mir ist nun klar, dass es hier faktisch nichts mehr zu diskutieren gibt und die Problematik durch Interessenten oft künstlich aufgebauscht wird.
 
Spitfire73

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Der Händler wiegelt natürlich ab weil er die gar nicht herausrücken will und auch nicht muss. Immerhin lässt die Höhe der Abgaben Rückschlüsse auf seinen Einkaufspreis zu. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, in einem Laden die Händlereinkaufspreise der ausliegenden Ware oder gar Nachweise über deren korrekte Einfuhr zu erfragen. Ansonsten kann es genauso gut sein, dass er die Uhr seinerseits von einem Privaten eingekauft hat der sie aus der Schweiz korrekt einführte.

Aber nochmal: es ist weder Dein Problem noch das Problem des aktuellen Eigentümers, ob der Händler die Ware ursprünglich korrekt eingeführt hat.

Gruß
Helmut
 
clocktime

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Die Uhr wurde ursprünglich von einem deutschen Grauhändler als Komplettpaket mit offizieller deutscher Rechnung verkauft. So weit, so gut. Ursprünglich stammt die Uhr jedoch laut Garantiekarte aus der Schweiz. Nun ist es so, dass der jetzige private Verkäufer keine Ahnung davon hatte, dass die Uhr aus der Schweiz stammte und wohl in die EU eingeführt wurde (Stichwort: Einfuhrumsatzsteuer). Ihm liegen keinerlei Unterlagen vor, die belegen, dass die fälligen Steuern und Abgaben für die Uhr entrichtet wurden.

Mir ist bereits bekannt, dass man rein rechtlich aus dem Schneider ist, wenn man nachweisen kann, dass die Uhr von einem selbst käuflich innerhalb der EU erworben wurde, so wie es in diesem Fall geschehen ist. Der Privatverkäufer hat jetzt aber natürlich das Problem, dass kaum jemand eine solche Uhr zu einem halbwegs üblichen Marktpreis haben möchte. Auch wenn man rein juristisch aus dem Schneider ist, scheint es für viele Interessenten beim eigenen Uhrenkauf dann doch ein Problem zu sein, wenn die Uhr nicht offiziell in den EU Raum eingeführt wurde.
Mit der deutschen Rechnung hat sich das schon erledigt. ;)

Es gibt einen einzigen mir bekannten Fall, in dem sowas zu Problemen führt, aber das betrifft nicht Uhren: Angenommen, Du hast ein Segelboot käuflich erworben. Da musst Du tatsächlich nachweisen, dass die Mehrwertsteuer (!) in der EU gezahlt wurde. Anderenfalls kannst Du in ein Problem reingeraten, wenn Du beim Segeln das Ausland ansteuerst. Dabei kommt es nicht einmal darauf an, ob Du das Boot privat gekauft hast - da muss dann der Vorbesitzer den Nachweis erbringen, sonst kannst Du gezwungen werden, nochmal zu zahlen.
 
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Renegat

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da wo die Sonne aufgeht
Für Wertgegenstände, für die man keinen Kaufbeleg mehr hat, z.B. Konfirmationsuhr geschenkt, die man aber auf Auslandsreisen aus der EU mitnehmen will, gibt es die schon oft besprochene "Nämlichkeitsbescheinigung", die nur besagt, dass man mit Gegenstand xyz aus der EU ausreisen möchte.
Die holt man sich vorher vom Zoll und legt sie bei Wiedereinreise dem Zoll vor - und schon gibt es kein Problem mit Einfuhrumsatzsteuer.

Mehrfach ausführlichst im angepinnten Zollfaden, der aus unerfindlichen Gründen geschlossen ist, ausgewalzt, ausdiskutiert und abgeklärt ....
 
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