Frage zu Uhren mit Handaufzug

Diskutiere Frage zu Uhren mit Handaufzug im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Ich habe gelesen (gehört), dass eine Armbanduhr mit Handaufzug womöglich zu den gleichen Zeitpunkt aufgezogen werden sollte. Warum? Sollte man...
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goldie

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Ich habe gelesen (gehört), dass eine Armbanduhr mit Handaufzug womöglich zu den gleichen Zeitpunkt aufgezogen werden sollte. Warum?

Sollte man dabei bis maximum aufziehen, oder doch nicht?


Danke
 
T

t3bus

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Hallo,

Durch das aufziehen zum selben Zeitpunkt erreichst du das gleichmäßigste Gangverhalten. Deine Feder ist immer zum selben Zeitpunkt ge- oder entspannt. Nach dem aufziehen läuft die Uhr am schnellsten und wird mit zunehmender Entspannung immer langsamer.
Aufziehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ist aber natürlich nicht schädlich, nur das Gangverhalten wird beeinflußt.
Und ja, einmal amTag voll aufziehen.
Gruß, Jens
 
T

tanakin

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t3bus schrieb:
Hallo,

Durch das aufziehen zum selben Zeitpunkt erreichst du das gleichmäßigste Gangverhalten. Deine Feder ist immer zum selben Zeitpunkt ge- oder entspannt. Nach dem aufziehen läuft die Uhr am schnellsten und wird mit zunehmender Entspannung immer langsamer.
Aufziehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ist aber natürlich nicht schädlich, nur das Gangverhalten wird beeinflußt.
Und ja, einmal amTag voll aufziehen.
Gruß, Jens

ööööhmmmm....

entschuldigung?

ist es nicht hauptaufgabe der hemmung, die in der feder gespeicherte energie zu jeder zeit in genau den gleichen bruchteil an bewegungsenergie einzuteilen?

insofern sollte es doch egal sein, wann ich wie wo und warum aufziehe, denn die hemmung lässt eh nur einen ganz bestimmten betrag an energie "durch"?

als laie würde ich sagen, das es egal sein sollte, wieviel spannung die feder hat, solange genug kraft gespeichert ist um die "trägheit" der uhr zu überwinden, solange läuft sie genau! unerheblich davon, ob nun immer zur gleichen zeit, immer bis anschlag oder nur unregelmäßig und nur partiell...
 
Junnghannz

Junnghannz

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tanakin schrieb:
ist es nicht hauptaufgabe der hemmung, die in der feder gespeicherte energie zu jeder zeit in genau den gleichen bruchteil an bewegungsenergie einzuteilen?
So kann man es ausdrücken! Und genau da liegt auch das Problem bei mechanischen Uhren. Eine quasi 100 %ig genaue "Aufteilung" gibt es auf mechanischem Wege eben nicht!


tanakin schrieb:
insofern sollte es doch egal sein, wann ich wie wo und warum aufziehe, denn die hemmung lässt eh nur einen ganz bestimmten betrag an energie "durch"?
Sollte - ist aber nicht!


tanakin schrieb:
als laie würde ich sagen, das es egal sein sollte, wieviel spannung die feder hat, solange genug kraft gespeichert ist um die "trägheit" der uhr zu überwinden, solange läuft sie genau! unerheblich davon, ob nun immer zur gleichen zeit, immer bis anschlag oder nur unregelmäßig und nur partiell...
Dann sag' das mal dem restlichen Uhrwerk! Das ist nämlich ganz und gar nicht egal - deutlich zu erkennen am unterschiedlichen Gangverhalten mechanischer Uhren bei Vollaufzug, mittlerer Federspannung und kurz vor der völligen Entspannung der Antriebsfeder! So ist bei deutlich nachlassender Federspannung (gegenüber Vollaufzug) sowohl ein Vorgang als auch ein Nachgang der Uhr möglich, ebenso größere Lagenabweichungen.


Viele Grüße

Wolfgang
 
P

Phase-de-Lune

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Bei meinen Uhren mit Poljot 3133-Kaliber habe ich schon öfter festgestellt, dass sich bei fast entspannter Feder, also quasi kurz vor dem Stillstand, ein deutlicher Vorgang einstellt.
Dies scheint wohl, soweit meine Beobachtung repräsentativ ist, typisch für das 3133 zu sein. Alle drei Uhren (2 x Dugena und Junkers) zeigen diesen Vorgang....
Bei dem FHF-Werk in der Zeno Watch und bei dem Unitas-Kaliber in der Steinhart XXL konnte ich das beschriebene Verhalten nicht beobachten....

Gruß, Michael :)
 
B

bot

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Aha, dann lohnt es sich bei meinem 3133 immer wieder am Tag voll aufzuziehen, das gegen ende die gangabweichung ins positive noch grösser würde?
 
P

Phase-de-Lune

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Also, ich ziehe die Uhren immer morgens voll auf, das entspricht dann ungefähr 50% der Energie, die für einen Vollaufzug nach Ende der Gangreserve (ca. 42 Std.) aufgebracht werden müsste.
Damit sollte man immer im grünen Bereich sein....

Gruß, Michael :)
 
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goldie

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Bei mir ist es auf jeden Fall so, dass die Uhr deutlich stärker tickt bei vollem Aufzug. Weiss nicht wieso.
 
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