Frage zu Klangstäben

Diskutiere Frage zu Klangstäben im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Forum! Ich besitze eine Wanduhr mit Bimbam Schlagwerk. Es ist sogar eine bessere Variante mir vier Klangstäben und entsprechend vier...
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Ramses300

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Hallo Forum!


Ich besitze eine Wanduhr mit Bimbam Schlagwerk.
Es ist sogar eine bessere Variante mir vier Klangstäben und entsprechend vier Hämmern, zwei für "Bim" und zwei für "Bam".

Ganz zufrieden bin ich mit dem Klang leider nicht.
Während das "Bim" sehr weich kommt, klingt das "Bam" sehr metallisch, ja fast scheppernd.
An den Hämmern liegt es offenbar nicht, ich habe sie mal vertauscht, ohne eine Änderung festzustellen.
Die Stäbe sind auch gut in ihrem Gußkorpus eingeschraubt.

Kann man an der Charakteristik "mit einfachen Mitteln" etwas ändern oder muß man es als gegeben hinnehmen?


Alles Gute!

Ramses300.
 
Alberich

Alberich

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Hallo Ramses,

hast Du schon versucht, vorsichtig die Hammerdrähte etwas zurückzubiegen? "Scheppernde" Klänge kommen häufig davon, daß der Hammer nicht gleich nach dem Schlag wieder abhebt, sondern auf dem Klangstab federt.


Viele Grüße!

Matthias
 
clavicembalist

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Wenn das nicht funktioniert wie alberich schrieb, kannst du auch versuchen Ledereinsätze in die Hammer einzusetzen.
Der Klang wird dadurch weicher und angenehm tiefklingend.

Gruß

Christian
 
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Ramses300

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Danke für die Antworten!
Am mangelnden Abstand liegt es nicht; es handelt sich nicht um prallende Hämmer.
Und die Hämmer sind altmodische mit Ledereinsatz.

Ich werde bei Gelegenheit mal ein Film davon einstellen.

Ach ja! Das, was ich in Josefines Thread bei ihrer Gustav Becker Uhr geschrieben habe, daß der Klang sich mit der Zeit bessert, ist auch hier eingetreten. Die Uhr klingt mittlerweile besser.
Nur paßt der Klang des "Bims" mit dem "Bam" nicht so recht zusammen, weil das "Bim" ausgesprochen weich klingt und das "Bam" eben gerade nicht.
Ich bitte um Nachsicht, daß der letzte Satz ausgesprochen bescheuert klingt! ;)
 
clavicembalist

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Dann kannst du auch den Bim oder Bam selber intonieren indem du mit eine Feile die Lederoberfläche aufrauhst.
Dadurch wird der Bam dann auch weicher.
Auch kannst du überprüfen ob die Hammer gleich weit abheben.
Gruß
Christian
 
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Ramses300

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Aufgerauht (mit einem Dremel) habe ich die beiden Hämmer auch schon.
Das hat die Charakteristik der Klangstäbe aber natürlich nicht verändert.
Was mich wundert ist, daß, wenn man mit einem Klöppel aus Holz gegenschlägt, die Unterschiede nicht so stark sind.
Vielleicht sollte ich die Hämmer mal in der Holzvariante ausprobieren...
 
Haider

Haider

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Schlägt denn wirklich bei jedem einzelnen Hammer das Leder auf den Gongstab, oder doch bei zumindest einem nicht doch der metallische Hammerkörper?

Wenn, wie Du schreibst die Stäbe frei sind- bleibt ursächlich nicht mehr viel über.

Gruss
Karsten
 
Oelfinger

Oelfinger

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Was ist, wenn Du den Auftreffpunkt des Hammers über die Länge des Stabes veränderst? Also mehr zum freien Ende hin? Wenn ich früher bei meinem E-Bass eine Saite nah am Aufhängepunkt angeschlagen habe bekam ich einen härteren Ton als wenn ich die Saite mehr zur Mitte hin anschlug.

Grüsse,

Günter
 
clavicembalist

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Du schreibst, dass Deine Hämmer altmodisch mit Leder bestückt sind, aufgrund des Alters verhärtet sich das Leder und der Klang wird scheppernd laut.
Hatte das bei etlichen Uhren schon gehabt.
Geh zum Schuster und hol dir ein wenig dickes Rindleder.
einfach mit einem Skalpell zurechtschneiden und eindrehen.
Die Oberfläche für deinen Geschmach abstimmen.
Weicher - Oberfläche kräftig aufrauhen.
Härter - die Oberfläche mit einem heißen Eisen bearbeiten.
Aber nicht verkokeln :D
 
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Ramses300

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Die Hämmer treffen sie Stäbe durchaus an der richtigen Stelle.


Was ist, wenn Du den Auftreffpunkt des Hammers über die Länge des Stabes veränderst? Also mehr zum freien Ende hin? Wenn ich früher bei meinem E-Bass eine Saite nah am Aufhängepunkt angeschlagen habe bekam ich einen härteren Ton als wenn ich die Saite mehr zur Mitte hin anschlug.
Das kann ich natürlich nicht beliebig verändern, schließlich befinden sich die Hämmer an einem Uhrwerk.
Ich werde aber mal zusehen, einen Film davon zu machen. In meinen Augen liegt das klar an der Charakteristik der Stäbe. Vielleicht komme ich mit meinen Worten auch nicht richtig herüber, was sich mit einem Film klären ließe.
 
Oelfinger

Oelfinger

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Gibt es evtl. Härteunterschiede von Stab zu Stab? Härteres Material = metallischer, weicher = sanfterer Klang?

Früher bei der Buffetuhr meiner Eltern konnte man die Hammerköpfe um ca. 3 cm auf den Haltern verschieben und mit einer kleinen seitlichen Schraube sichern.

Grüsse,

Günter
 
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Ramses300

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Die Stäbe scheinen alle aus einem Material zu bestehen (Stahl).
Ich habe die Hämmer, wie ich es bereits erwähnt habe, auch untereinander ausgetauscht, was aber keinerlei Effekt hatte.

Hier der versprochene Film:

Bitte nicht wundern!
Ich besitze die gleiche Uhr zweimal; die andere Uhr hat einen Westminsterschlag:
https://uhrforum.de/karl-lauffer-wanduhr-t120257
 
Thallius

Thallius

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Ich finde den Schlag jetzt absolut ok.

Gruß

Claus
 
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Ganz klarer Fall, das Leder ist definitiv zu hart.
Locker es mal mit ein wenigen Nadelstichen seitlich auf.
Dadurch bekommt es mehr Volumen und es wird weicher.
Mit dem drehmel das Leder bearbeiten ist nicht das wahre. Mit einer groben Feile gehts dann besser.
 
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Ramses300

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Ich finde den Schlag jetzt absolut ok.
Ich kann eigentlich damit leben, aber es wundert mich, daß beide Schläge so unterschiedlich klingen (jetzt: klangen (s.u.)).
Ich gehe davon aus, daß diese Uhr nicht unbedingt die allerbilligste im Sortiment war, schon allein wegen der vier Stäbe. Daher dürfte man sich schon beim Bau der Uhr mit dem Klang Mühe gegeben haben.

Ganz klarer Fall, das Leder ist definitiv zu hart.
Locker es mal mit ein wenigen Nadelstichen seitlich auf.
Dadurch bekommt es mehr Volumen und es wird weicher.
Mit dem drehmel das Leder bearbeiten ist nicht das wahre. Mit einer groben Feile gehts dann besser.
Ich bin Deinem Rat mal gefolgt, was allerdings gar nicht so einfach war.
Mit einer Nadel konnte ich kaum hineinstechen. Also habe ich mir mit einer Nähmaschine (ein Hobby meinerseits) beholfen.
Jetzt ist der Klang sogar zu weich geraten.
Ich denke, daß sich das aber mit der Zeit gibt.
Ich werde bei Gelegenheit mal einen Film vom Istzustand einstellen.

Danke für die konstruktiven Ratschläge! :super:
 
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Ramses300

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Wie ich es mir schon dachte, hat sich der ZU weiche Schlag von selbst korrigiert.

Ich meine, daß man mit dem Zustand jetzt wunderbar leben kann (der Vergleich mit vorher ist erstaunlich!):


Die Uhr hat, noch kurz bevor sie mich erreichte, eine bewegende Geschichte durchgemacht.
Ich habe sie recht günstig in einem nicht besonders gutem Zustand gekauft. Leider hat es das Transportunternehmen dann auch nicht geschafft, sie unbeschädigt zuzustellen.
Das Paket ist sozusagen unter die Räder gekommen und wurde an den Verkäufer zurückgesendet.
Laut Verkäufer, wäre das Gehäuse platt, das Uhrwerk wohl aber unbeschädigt.
Die obere Scheibe, die aber schon vorher einen Sprung hatte, war entzwei.

Ich habe die Uhr dem Verkäufer ein zweites Mal abgekauft. Uhrenteile kann man immer gebrauchen, wenn der Preis ok ist.
Als das Paket dann bei mir ankam, war es nicht so schlimm, wie ich es erwartet habe.
Das Gehäuse war hauptsächlich an den Verbindungsstellen entzwei.
Die untere Scheibe, an der das ganze "Projekt" sonst gescheitert wäre, war heil.
Ich habe mich einmal beim Glaser erkundigt, wieviel eine solche Scheibe (mit Fazette!) kosten würde - im Bereich von 80 Euro aufwärts...
Ich mußte dennoch einige Teile kitten und habe viel Holzkleber verbraucht.
Das Gehäuse war ohnehin äußerlich in einem wesentlich schlechteren Zustand als meine Westminster Lauffer.
Daher habe ich es gebeizt und lackiert.
Es war eine Menge Arbeit und hat sehr lange gedauert, aber nicht zuletzt weil ich mir damit viel Zeit gelassen habe.
Ich habe auch einige Dinge zum ersten Mal in meinem Leben ausprobiert/gemacht, wie z.B. Holzleisten gebogen. Aufgrund des Rundkopfes war die Reparatur nicht immer trivial.

Ich finde, daß es jetzt ein nettes Ührlein geworden ist.
 
fuchsgiro

fuchsgiro

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Der Klang hört sich jetzt wesentlich harmonischer an, da hat sich doch der Aufwand gelohnt. :super:
 
Thema:

Frage zu Klangstäben

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