Frage zu einer alten Wuba warmink Kaminuhr

Diskutiere Frage zu einer alten Wuba warmink Kaminuhr im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; die schöne Uhr hat jetzt viele Jahre lang bei mir ohne Probleme funktioniert. Früher ist mal die Aufzugsfeder ausgetauscht worden, aber das war...
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diverwatch

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die schöne Uhr hat jetzt viele Jahre lang bei mir ohne Probleme funktioniert. Früher ist mal die Aufzugsfeder ausgetauscht worden, aber das war auch alles. Nun ist sie aber vor ein paar Wochen einfach stehengeblieben. Nachdem ich sie durch Bewegen und befummeln nicht wiederbeleben konnte, habe ich mich dann gestern mal dazu aufgerafft das Werk auszubauen. Und seitem ich die Lagerpunkte alle mit einer Nadelspitze voll Silikonöl versehen habe, läuft sie wieder kräftig und einwandfrei, auf die Minute genau, so wie vorher.
Bevor ich sie wieder zusammenbaue, möchte ich hier mal in die Runde fragen, ob das in Ordnung ist oder ob ich die Uhr lieber noch anders Warten sollte.
Meine Idee wäre z.B. die Lager mit Waschbenzin zu reinigen und dann nochmal ölen. Oder die Lager mit dem Silikonöl solange zu reinigen, bis die minimalen schwarzen Rückstände, die durch das alte Öl noch vorhanden sind, entfernt sind.
Ist es vielleicht bei so einem verhältnismäßig großen Werk ausreichend ein günstiges, harzfreies Öl zu nehmen oder muß es wirklich teures Spezial-Öl sein.
Ich freue mich auf Eure Antworten.
 
Comtoiser

Comtoiser

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Hallo,

Frage dazu : Hast Du das Werk komplett zerlegt? Um ein einwandfreies Ergebnis zu er-
zielen ist dies erforderlich. Alles andere ist "Murks". Dabei ist vorher zu prüfen, ob aus-
gelaufene (ausgeleierte) Zapfenlager darunter sind, die erneuert werden müssen.(Ein-
pressbuchsen).

Als Öl kommt Uhrenöl der Sorte 3 - 5, in richtiger Menge eingegeben, zum Einsatz.
Denn ein zuviel an Öl ist auch schädlich!

Silikonöle oder andere harzfreie Öle sind für den Zweck ungeeignet, und nicht zu em-
pfehlen.

Für weitere Aussagen müßte man das Uhrwerk im Original oder per Foto sehen.

Gruß
Jürgen.
 
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diverwatch

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hier mal zwei Schnappschüsse. Das Uhrwerk zu zerlegen trau ich mich nicht. Und dann, erst reinigen oder einfach Öl dran? Es sieht so aus als ob die Vertiefungen der Lager das Öl gut angenommen haben. Gibt es vielleicht eine andere günstige Alternative anstelle des Uhrenöls ? Sozusagen als "kleine Inspektion/Wartung" .








jetzt habe ich gerade selber noch weiterführende Informationen auf dieser tollen Seite gefunden:

http://www.info-uhren.de/technik/Oel/3/lymp3.htm
 
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steffl62

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Hallo diverwatch,
ich fürchte Du komms um eine richtige Reinigung des Werks nicht herum. In dem Zustand in dem sie jetzt ist (vor allem auch mit dem Silikonöl) hast du die alte Paste in den Lagern aufgelöst und damit die "Staubschleifkörper" die darin eingeschlossen waren befreit. Das bedeutet das das Werk jetzt zwar läuft aber mit einer enormen Abnutzung der Lager und Zapfen durch den frischen Schmirgel. Das Werk gehört auf alle Fälle zerlegt und richtig gereinigt.
Wenn Du dich bei Michael Stern (eine wirklich hervorragende Seite zu dem Thema) erst mal eingelesen hast verstehst Du auch sicher warum. Wenn Du Dir das selber nicht zutraust oder auch nur einfach nicht machen möchtest rate ich Dir Das Werk zu einem guten Uhrmacher zu bringen und diesen damit zu beauftragen. Wenn Du sie in der jetzigen Verfassung laufen lässt wird sie kaputt.

lg Christian
 
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diverwatch

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hallo steffl62,

die Uhr zu zerlegen trau ich mir problemlos zu, aber wieder zusammensetzen? Mir scheint, das man hierzu mindestens noch gleichzeit zwei paar Hände mehr braucht um alle Wellen gleichzeit wieder in die passenden Löcher zu versenken.
Der Uhrmacher möchte ca 250 Euro für die Revision haben, da hab mich mit der Uhr schon vorgestellt. Allerdings ist mir das eindeutig zu viel Geld, denn irgendwann ist auch wieder die Feder zu erneuern usw.

Zur Zeit läuft sie sehr genau und kräftig, auch die schnelldrehenden Wellen laufen sofort wieder an. Es scheint als ob sämtliche Reibung aufgehoben sei. Ich werde zwangsläufig erstmal weiter ölen und sauberwischen, bis sich keine gelösten dunklen Rückstände mehr im Silikonöl finden. Dann werde ich sie im Stillstand mit nichtionischen Tensiden entfetten und zum Schluß mit dem Uhrenöl aufpeppen.

Irgendwann werde ich dann das machen was mir bereits beim gestrigen auseinanderbauen vorschwebte: Ein gutes Quarzwerk einbauen. Das traue ich mir zu.

Leider habe ich nicht wirklich das erforderliche Werkzeug und know how um dieses Projekt professionell und effizient anzugehen. Falls ich das Werk doch noch selber zerlege, dann werde ich das hier aktualisieren. Vielleicht ja als " back to basics" Fotorätsel: "Was muß ich mit diesem Teil machen damit es wieder funktioniert"
:D
 
Stoerzel

Stoerzel

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@diverwatch

offenbar bist Du nicht zu belehren. Den Uhrmacher möchtest Du nicht bezahlen, da er zu teuer ist (Du arbeitest auch umsonst) selber kannst Du es nicht.

Nun versucht Du zu verschlimmbessern!

Viel Freude mit dem so entstehenden Honigtopf kann man da nur wünschen, Sorry mehr fällt mir dazu nicht ein.
 
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steffl62

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Hallo diverwatch,
also es ist Deine Uhr und Du kannst damit selbstverständlich machen was Du willst aber Dein Vorhaben da ein Quarzwerk einzubauen trifft mich ins Herz.
Du entwertest die Uhr damit für alle Zeit. Dann lass sie lieber so weiterlaufen, kaputte Lager und Zapfen kann man wenigstens noch reparieren.
 
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diverwatch

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@Stoezel

unbelehrbar?? Honigtopf ?? Solche einzige Kommentare stoeren hier. Warum ? Weil ich den thread eroffnet habe und Ihr Beitrag nicht produktiv ist.

Ich habe hier inzwischen bewiesen, das ich mich ausgiebig mit der Materie befasst habe und darüber hinaus meine Gründe genannt weshalb ich in welchem Rahmen vorgehen möchte.
 
SINNlich

SINNlich

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Moin,

zunächst mal sind 250 Euro viel Holz, so ein Schwebegang ist aber auch kein simples Pendelwerk. Da würde ich Angebote einholen. Das gesamte Werk mit Benzin gründlich einpinseln und dann mit Nähmaschinenöl wieder ölen, so machen es die Ostfriesen. Aber eben nicht mi einem Schwebegang und auf Dauer ist das auch keine elegante Lösung.

Ich persönlich würde das niemals machen, wenn ich an der Uhr hänge. Ich würde damit zum Uhrmacher gehen.
Übrigens: Es reicht nicht, sich mit der Materie zu befassen, man muss sie auch verinnerlichen. Falls Du ohnehin ein Quarzwerk einbauen lassen willst, würde ich die Uhr so lassen. Eine Wertanlage ist es nicht und nicht jeder hat eine besondere Affinität zur Mechanik.

Grüße

Axel
 
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diverwatch

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hallo SINNlich, hier ein kleines update: Die Uhr hat nach meiner beschriebenen Behandlung wieder die ursprüngliche Laufleistung -also gut 10 Tage- durch einmaliges wiederaufziehen erreicht. Vielleicht liegt es ja daran, das ich früher lange in Ostfriesland gewohnt habe :-)
Allerdings habe ich mich auch noch nicht wieder mit ihr beschäftigt. Aber wenigstens sind durch meine Behandlung jetzt die Aufzugsfeder und die Feder vom Glockenwerk (oder wie das heißt) entspannt.
 
melodie

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