Frage Junghans Kaliber J88 Chronograph

Diskutiere Frage Junghans Kaliber J88 Chronograph im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; hab hier schon öfter mal vorbei geschaut und hatte mich auch schon einmal versucht anzumelden was aber irgendwie nicht geklappt hat. ich sag...
#1
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pille2k5

Guest
hab hier schon öfter mal vorbei geschaut und hatte mich auch schon einmal versucht anzumelden was aber irgendwie nicht geklappt hat.

ich sag mal hallo an alle hier im forum.

so hier meine frage, ich steige gerade in das gebiet des uhrensammels ein bzw. in das gebiet schöne uhren zu sammeln :-) .... hab zwar so einige aber halt diverse fossil, festina, alte swatch uhren ne flik flak :-) :-) .... und 2 citizen promaster aqualand.

und nun mein schätzchen. geerbt von meinem opa und meine erste schöne mechanische uhr :-)

also soviel ich schon weiß es ist wohl ne junghans chronograph mit kaliber 88 und wohl so kurz nach dem WWII gekauft. ich hab schon öfter mal bei ebay geschaut und auch mehrfach schon welche mit silberfarbigem gehäuse und weißem zifferblatt gesehen nur mein design besagter uhr find ich nirgens. sie hat ein 20 mikron vergoldetes gehäuse und ein schwarzes zifferblatt auf dem 19 rubis steht sowie natürlich junghans und außer den normalen ziffern sind noch 3 zusätzliche skalen zufinden <----- gut bis auf die farbe des zifferblatts ist das bei den uhren die ich bei ebay gefunden hab genauso!
ich wollt nun mal wissen ob diese variante besonders selten ist und was sie so wert ist (nein ich möchte und werde sie nicht verkaufen, weil ich sie mag und sie nun mal nen erbstück ist) wollt nur wissen ob ich mir eventuell nen tresor zulegen muss. und vielleicht halt nen bißchen was zur geschichte der uhr.

lieben dank im vorraus.

ach und noch ne frage, ich such schon seit langem ne schöne alte mechanische omega ob handaufzug oder automatik ist eigentlich egal, nur sollte von vor 1960 sein und möglichst ein weißes ZB haben mir silberfarbigem gehäuse, indexen und zeigern und günstig sein weil ich als student nicht so das riesen vermögen hab :-)
 
#3
SINNlich

SINNlich

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Hm, das wird das Werk sein, das in den frühen Fliegeruhren der Bundesluftwaffe verbaut wurde: Schaltradchronograph mit Breguet-Spirale. Sehr aufwändige Konstruktion. Über den Wert kann ich nichts sagen, da ich weder den Erhaltungszustand von Gehäuse, Zifferblatt und Werk kenne, noch die allgemeinen Marktpreise der Zivilversionen. Militäruhrensammler zahlen für die Fliegeruhr aus den Fifties horrende Summen. Wie es bei den Zivilversionen ist, weiß ich nicht. Jedenfalls ist es eine hochwertige und wertvolle Uhr, die ich in Ehren halten würde. Eine Revision lohnt sich in jedem Fall und ist zu empfehlen. Du solltest hier mal ein Bild einstellen. Für eine gut erhaltene Omega musst Du schon mindestens 250 Euro hinlegen. Ach ja, heute haben die Studenten scheinbar mehr Geld, als wir früher (schuften mussten wir in staubigen Archiven, um unser täglich Brot zu verdienen, jawoll ;-) )

Grüße

Axel
 
#4
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pille2k5

Guest
;-) ;-) ;-) ..... erstmal danke für die nette antwort..... und schuften muss ich auch :-) ..... aber so nen kleines hobby darf man sich doch gönnen :-) ..... zumal ich mir ja leider nicht alle 2 wochen ne neue uhr kaufe :-)!

zum zustand:

werk: keine ahnung da ich sie nicht durch unsachgemäßes öffen matsche machen will :-)
Gehäuse: recht guter zustand, eigentlich keine kratzer nur halt ganz feine, sollte vielleicht mal poliert werden.
glas: nur ganz leichte kratzer, also polieren und gut :-)
ZB: würd ich sagen bis auf die leuchtmasse perfekt. die leuchtmasse leuchten nicht mehr und ist farblich eher hellbraun
zeiger: selbe wie beim ZB.
krone: würd ich sagen auch ganz ok wobei hier denk ich schon das ein oder andere mikron gold den fleischermeisterfinger meines opa`s zum opfer gefallen ist :-)
armband: war nen ziemlich häßliches messing farbendes stretchband (milanese oder wie das heißt :-) )montiert welches ich durch ein neues schwarzes Hirsch lederband ersetzt habe.

laufen tut sie ganz gut.

aber ich glaub ne rewi sollte schonmal gemacht werden, was würde sowas denn ca. kosten und kann man(n) die leuchtmasse ersetzen oder sollte man das lassen?
 
#5
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pille2k5

Guest
mir ist eben als im übrigen aufgefallen das die uhr welche im moment bei ebay eingestellt ist (siehe oben). eine nicht originale krone, sowie einen nicht originalen minutenzeiger hat, und der zeiger des rechten totaalisators ist ebenfalls nicht original. falls einer also von der uhr begeistert ist wollte ich das nur vorher mal bekannt geben :-)

p.s aber meine bekommt ihr auch nicht :-)
 
#6
SINNlich

SINNlich

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Also, ne Revision mit dem Erneuern der Leuchtmasse wird bei rund 150 Euro mit Tendenz nach oben liegen. Ich würde mal schauen, wie die Leuchmasse bei den Originalen ausgesehen hat, damit Du keinen Stilbruch erleidest. Ansonsten würde ich das so lassen. Die Junghans ist schließlich in Ehren ergraut. Beim Zeigerspiel muss Originalität nicht bedeuten, dass dieses Modell immer die selben hatte. Da wird im allgemeinen schon mal beim Hersteller variiert. Da Deine Uhr ein unverbasteltes Original im anscheind guten bis sehr guten Zustand ist, kannste das Ding später mal als Wertanlage Deinen Enkeln vererben.

Viel Spaß mit der Uhr!

Grüße

Axel
 
#7
B

bat-flight

Guest
Hallo,
ich wollte nur kurz etwas zum Kaliber J88 sagen.
Das Kaliber wurde 1946, manche Quellen nennen auch 1949, entwickelt.
Hier noch eine Antwort der Firma Junghans, welche eine J88 mit weißem Zifferblatt betrifft;
".....Hiermit können wir Ihnen mitteilen, daß der Junghans Chronograph Kal. 88
von 1950 - 1964 gebaut wurde.
Der damalige Preis war im Jahre 1958 ca. DM 200,-.

Der heutige Sammlerwert ist privat geschätzt ca. Euro 450,- in gutem und
funktionsmäßigem Zustand...."

Das Archiv der Firma Junghans beantwortet alle Fragen, allerdings benötigen sie ca. 1 Monat dafür und man erhält im Normalfall keine Bestätigung der Anfrage, deshalb ist es bei der ersten Anfrage nicht ganz klar, ob sie bearbeitet wird oder nicht - funktioniert aber sehr gut.

Viele Grüße
 
#8
U

Uhrensammer R

Guest
Lieber Uhrenfreund, ich habe Deine Fragen und die Antworten zum Thema Kalieber 88 von Junghans gelesen.
Manches ist dabei ja schon beantwortet worden, so dass ich mich darauf beschränken möchte, einiges zu ergänzen.
Also das Kaliber 88 ist tatsächlich das einzige Chronowerk, dass von Jung selbst entwickelt und dann gebaut wurde.
Die damals neu gegründete Bundeswehr> Luftwaffe benötigte mitte der fünfziger Jahre für ihre Piloten eine neue Dienstuhr.
Junghans beteiligte sich an der Ausschreibung und bekam auch den Auftrag zum Bau der Uhren.
Das gleiche Kaliber wurde später von Junghans auch in ziviele Uhren eingeschalt.
Dabei wurde die hohe Wrksqualität für die Zivielausgabe nicht vermindert.
Die ziviele Ausgabe gab es in einer Variante mit schwarzem und mit weißem Zifferblatt. Typisch sind die leicht gelblich leuchtenden Zeiger für die Stunde und Minute.
Leider sind die meisten Zivieluhren in einem bedauernswerten Zustand, zumindestens war das Gehäuse, die Zeiger und das Zifferblatt betrifft. Die Militäruhren sind meistens etwas besser erhalten, weil sie wohl im Zuge der IWC Mark X Welle eher zum Sammlerobjekt wurden.
Wirklich gute Zivieluhren sind selten und erzielen auf Auktionen und bei Uhrenbörsen inzwischen Preise jenseits der 1.300.- €. Natürlich kann der Preis deutlich nach unten abweichen, wenn der Zustand sehr schlecht ist.
Ich würde die Uhr beim guten Uhrmacher revidieren lassen und dann mit Stolz tragen. Neben den persönlichen Erinnerungen zeichnet sie sich durch ein sehr zuverlässiges, robustes Werk und durch eine tolle Optik aus.

PS Meine Militärversion hat im Gangergebnis mit und ohne eingeschalteten Chrono Chronometerqualität und dass bei Baujahr 1955, revidiert 1998

Noch etwas: Vergoldete Gehäuse waren sehr selten, weil deutlich teurer. Da könntest Du wirklich was sehr seltenes haben.
 
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#9
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Pina

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Hallo,
habe letzte Woche einen zivilen Junghans Chronographen J88 mit runden Drückern und einem Durchmesser von 38mm ohne Krone erstanden. Die Werknummer ist 4056. Kannst Du oder auch wer anders mir mehr über diese Version mitteilen. Mich würde auch interessieren auf welches Produktionsjahr die Werknummer schließen läßt.
Vielen Dank im Voraus
 
#10
JungHans

JungHans

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Hallo,
Fotos wären echt hielfreich;-)
Und ich will auch nicht unken, aber "Runde Drücker" hört sich nach deutlich jüngerer Uhr an,
wahrscheinlich ein Chrono mit Val.7733 Junghans Bezeichnung J 688.11
Aber ohne Foto.........
 
Zuletzt bearbeitet:
#11
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Pina

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Hallo JungHans,
danke für die Antwort. Bilder sind beigefügt.
Es ist schon ein Kal. J88 und die Uhr ist auch im Muser Katalog abgebildet. Die Uhr wurde in den 50er Jahren von einem passionierten Segelflieger in Ost-Friesland gekauft und jetzt von seinem Neffen verkauft.
Nachdem ich über meine Uhren soviel wie möglich wissen will, interessieren mich alle Beiträge zu diesem Schätzen!
Weiß eigentlich wer sicher, ob die Uhr verchromt oder vernickelt war/ist. Da streiten sich noch meine Spezialisten.
Habe die Uhr übrigens schon beim Restaurieren.
VG
 

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