Fortis B-42 Cosmonaut Erfahrungen / Schraubenkopf abgebrochen

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Dr.Day

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Hallo an alle,

bin neu hier und habe paar Fragen zu meiner Uhr und würde mich sehr über Erfahrungswerten von Anderen freuen.

Zu meiner Uhr es handelt sich um die Fortis B-42 Cosmonaut. Die Uhr wurde glaube ich 2004 gekauft, Verpackung mit Rechnung und allem drum und dran finde ich leider gerade nicht aber sollte so in etwa das Jahr sein. Ich habe sie vor 3-4 Jahren mal geschenkt bekommen aber nie wirklich getragen.

Habe sie mal wieder ausgekramt und wollte sie tragen, nur leider ist mir etwas blödes passiert:
Beim Einfügen eines Glieds ist mir beim reinschrauben der Schraubenkopf abgebrochen.

Gibt es da ne Möglichkeit die kaputte Schraube wieder rauszubekommen? Den Schraubenkopf habe ich noch, falls das weiterhilft.

Und zu meinem anderen Anliegen: Finde die Uhr super schön und sie gefällt mir richtig gut aber sie hat nen Nachgang von ungefähr 12-13 Sekunden am Tag. Habe gelesen, dass 10-20 Sekunden normal seien. Nun zu meiner Frage wie sieht es bei euren B-42 Uhren diesbezüglich aus? Da die Uhr schon etwas älter ist würde eine Revision Sinn machen? Und kann man dadurch bessere Gangwerte erzielen?

Viele meinten zu mir ich soll mich nicht so anstellen aber bin da etwas ich nenn es mal eigen und wenn ich manchmal so lese, dass manche bei Ihren Rolex Uhren als auch anderen Marken 0-2 Sekunden unterschied am Tag teils auch über einen längeren Zeitraum haben werde ich etwas neidisch. :D

Würde mich sehr über eure Tipps oder eigene Erfahrungen freuen.
 
Astron

Astron

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Servus @Dr.Day und herzlich Willkommen bei den Uhrverrückten! 😁 :prost:

Glückwunsch zur B-42 Cosmonauts :klatsch: Eine sehr schöne Uhr die ich ebenfalls mein Eigen nennen darf. Na dann schauen wir mal wie wir dir weiterhelfen können. Zuerst zur abgebrochenen Schraube im Bandglied. Hier gibt es leider eine schlechte Nachricht. Das betroffene Bandglied ist verloren. Ist mir beim Stahlband von meiner Stratoliner auch passiert und zwar beim herausschrauben. Die filigrane Schraube war bereits ab Werk zu fest angeschraubt. Dieses System hat Fortis in der Tat nicht optimal entwickelt und bedarf unbedingt einer Optimierung. Du musst beim zuschrauben wirklich ganz vorsichtig sein. Sobald es etwas hakt, sofort aufhören da sich die kleinen Schrauben sehr schnell abdrehen lassen.

Zu den Gangwerten deiner Cosmonauts kann ich aus eigener Erfahrung sagen sind diese nicht optimal aber auch nicht ungewöhnlich schlecht. Meine Cosmonauts läuft mit +9 Sekunden in 24 Stunden auch nicht viel genauer, aber immerhin im Plus. Habe sie vor etwa 1,5 Jahren revisionieren lassen da die Amplitude auf der Zeitwaage nicht mehr allzu gut war. Ich würde sie mal zu einem Fortis Konzi oder einem guten Uhrmacher bringen und auf der Zeitwaage überprüfen lassen. Entweder reicht ein einregulieren oder es wird eine Revision fällig. Meine Fortis Stratoliner läuft übrigens unglaublich genau und zwar mit +1 Sekunde am Arm und -1 Sekunde im seitlich abgelegten Zustand. Dieses Plus und Minus hält sich fast die Waage. Es ist allerdings wirklich Glückssache wenn ein nicht COSC zertifiziertes Werk so genau läuft. 10 Sekunden Abweichung pro Tag sind immer noch gut aber ich kann dich natürlich verstehen wenn man bessere Werte sehen möchte ☺

Gerne kannst du deine B-42 Cosmonauts dann auch mal in unserem Fortis Owners Club zeigen 😎👍
 
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Dr.Day

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Hallo @Astron danke danke :prost: für deine ausführliche Antwort und das Willkommen heißen. Nur wie bekomme ich das defekte Bandglied nun von der Uhr runter. Es befindet sich an der letzten Gliedstelle. Sprich genau wo der Verschluss des Armbandes anfängt. Haste da nen Tipp?

Und zu den Gangwerten liegt meine ja sehr nah an deiner Uhr. Die +1 / -1 Sekunden an deiner Stratoliner ist ja ein Traum :D. Finde die Uhr auch sehr schön mit den schwarz grauen Ziffernblatt. Da hat Fortis schöne Uhren muss ich schon sagen. Werde dann mal in nächster Zeit beim Konzi vorbeischauen und mal nachfragen.
 
Astron

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@Dr.Day, kannst du mal ein Bild zeigen vom Bandglied? Dann können wir mal schauen ob noch was zu retten ist 🤔😊
 
Rainer Nienaber

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Wenn genug Verlängerungsglieder da sind, einfach das Glied davor rausnehmen.
 
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bilewaz

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Wenn ich es richtig verstehe, ist das defekte Element, jenes letzte wechselbare Teil am Uhrenband, bzw. an der Schliesse. Da wird es schwierig. Im schlimmsten Fall braucht es einen neuen Verschluss. Entweder selbst das defekte Element vorsichtig heraustrennen, mit Seitenschneider oder ähnlichen? Oder zum Fachmann gehen.
Wegen der Gangwerte, würde ich mir vorerst keine Sorgen machen. Erst wenn diese viel schlechter werden, wäre ein Service empfehlenswert.

Grüsse, Gerd
 
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watchhans

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Also wenn die Uhr seit 2004 keinen Uhrmacher mehr gesehen hat, ist eine Revision auf jeden Fall erforderlich. Denn auch die besten Uhrenöle und -Fette sind nach spätesten 8 Jahren definitiv hin.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Uhr kaum gelaufen ist oder sehr oft getragen wurde. Nach so langer Zeit sind die Lager trocken. Und wenn Du sie jetzt trotzdem wieder laufen lässt, haben winzige Schmutzpartikel (welche sich nie vermeiden lassen) den Effekt von Schmirgelpapier.
 
hiltibrant

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Also wenn die Uhr seit 2004 keinen Uhrmacher mehr gesehen hat, ist eine Revision auf jeden Fall erforderlich. Denn auch die besten Uhrenöle und -Fette sind nach spätesten 8 Jahren definitiv hin.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Uhr kaum gelaufen ist oder sehr oft getragen wurde. Nach so langer Zeit sind die Lager trocken. Und wenn Du sie jetzt trotzdem wieder laufen lässt, haben winzige Schmutzpartikel (welche sich nie vermeiden lassen) den Effekt von Schmirgelpapier.
Na na na, damit lehnst du dich aber weit aus dem Fenster, denke ich, weil man das auch mit der größten Praxiserfahrung so definitiv nicht formulieren kann. Öl dahin nach soviel Jahren - meinetwegen, obwohl sich da nichts in Nichts auflöst. Aber entwickelt sich z.B. ein irgendwie gearteter Schmutz in einer kaum getragenen Uhr ganz von allein?

Ein erfahrener Schrauber, wie du es bist, sollte nicht so pauschal formulieren.
 
watchhans

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Na na na, damit lehnst du dich aber weit aus dem Fenster, denke ich, weil man das auch mit der größten Praxiserfahrung so definitiv nicht formulieren kann. Öl dahin nach soviel Jahren - meinetwegen, obwohl sich da nichts in Nichts auflöst. Aber entwickelt sich z.B. ein irgendwie gearteter Schmutz in einer kaum getragenen Uhr ganz von allein?

Ein erfahrener Schrauber, wie du es bist, sollte nicht so pauschal formulieren.
Also Uhrenöle sind nach, in diesem konkreten Fall, 15(!) Jahren definitiv nicht mehr das, was sie sein sollen. Es stimmt, dass Öle nach so einer Zeit regelrecht eintrocknen.
Und winzigste Schmutzpartikel, auch in einer geschlossenen Uhr, finden sich nach so einer Zeit sehr oft. Ich spreche aus Erfahrung. Auch wenn die Uhr selten getragen wurde.
Ich bin zudem ein extrem pingeliger "Schrauber".
Kompromisse mache ich nicht. Entweder 100 % oder garnicht.
 
hermannH

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Also Uhrenöle sind nach, in diesem konkreten Fall, 15(!) Jahren definitiv nicht mehr das, was sie sein sollen. Es stimmt, dass Öle nach so einer Zeit regelrecht eintrocknen.
Und winzigste Schmutzpartikel, auch in einer geschlossenen Uhr, finden sich nach so einer Zeit sehr oft. Ich spreche aus Erfahrung. Auch wenn die Uhr selten getragen wurde.
Das kann ich definitiv so unterschreiben.
Im bekannten Universum gibt es Nichts was besser wird oder Gleich beleibt. Alles Sichtbare geht zeitlich von einem Zustand höherer Ordnung in einen Zustand niedriger Ordnung über.

Gruß hermann
 
Rainer Nienaber

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Im bekannten Universum gibt es Nichts was besser wird oder Gleich beleibt. Alles Sichtbare geht zeitlich von einem Zustand höherer Ordnung in einen Zustand niedriger Ordnung über.
Uiii, das hat ja was philosofisches..... :klatsch:
 
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Da habe ich wohl gerade gefehlt oder nicht aufgepasst.
 
hiltibrant

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Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik - wohl eher nicht 5. Klasse ;-). Bei dem geschlossenen (!) System UHR kann man sicher diesen elementaren Satz der Physik nur dadurch aushebeln, dass man Energie von außen zuführt in Gestalt eines revidierenden Uhrmachers.

Dass Öle sich verändern (und das nicht zum Besseren), habe ich ja gar nicht abgestritten. Nur WEG sind sie halt nicht, sondern wohl nicht mehr dort, wohin sie gehören.

Mich hat eher das „definitiv nach 8 Jahren“ gestört, das sich für meine Ohren so angehört hat, als sei es absolut unmöglich, dass Uhren ohne Revision schadlos auch mehrere Jahrzehnte laufen KÖNNEN - was im Übrigen für die Uhren und deren Material spricht, aber auch das „definitiv“ relativiert.
 
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watchhans

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......dass Uhren ohne Revision schadlos auch mehrere Jahrzehnte laufen KÖNNEN ......
Die Betonung liegt hier wirklich auf "können".
Ob das ganz und gar schadlos über die Bühne geht, bezweifle ich. Der Rest der trockenen Öle, Fette und der unvermeidbare Abrieb des laufenden Uhrwerks wirkt dann nämlich fleissig wie Schleifpapier. Selbst der beste gehärtete Edelstahl nimmt dabei Schaden in Form von winzigen Riefen und Rillen. Schau Dir mal so einen Zapfen unter dem Stereomikroskop an. Da wird Dir übel:shock:
Wie ich schon erwähnte. Ich bin pingelig;-)
 
hermannH

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Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik - wohl eher nicht 5. Klasse ;-).
Ja, das absinkende Bildungsniveau in DE wurde schon des öfteren bemängelt - bei uns in Ö dagegen...... duckundwegrenn.... :D
Aber das mit der Energiezufuhr durch den Uhrmacher hast du schön geschrieben! :super:

Gruß hermann
 
certinho

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Meine B42 dürfte auch etwa aus diesem Jahrgang sein, bis Anfang letzten Jahres lief sie mit ca 1-2sek im Plus (24 Stunden am Arm) dann wurde es plötzlich schlechter. Eine Revision in China und ein Regulieren von meinem Uhrmacher hier in Deutschland später, läuft sie wieder mit etwa der gleichen Abweichung. Mir ist allerdings auch schonmal ein Schräubchen am Bandanstoss gebrochen. Hat mich bei Fortis inkl. Versand dann fast knapp 30 Euro gekostet.
 
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Alexander k 90

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Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik - wohl eher nicht 5. Klasse ;-). Bei dem geschlossenen (!) System UHR kann man sicher diesen elementaren Satz der Physik nur dadurch aushebeln, dass man Energie von außen zuführt in Gestalt eines revidierenden Uhrmachers.
Möchte ich dir widersprechen.
Wer weiß ob geschlossenes oder offenes System je nach Zustand der Wasserdichte :-D
Kann @hermannH dir was zu erzählen ;-)
 
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