Field Watch / Militäruhr die wirklich eine ist!

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Tobivan

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Hallo zusammen,

Ich suche nach einer Field Watch die ich jeden Tag, bei jedem Wetter und fast jeder Aktivität tragen kann. Kurzum ein Daily Workhorse.

Natürlich habe ich jetzt einige Tage mit Recherchen verbracht und festgestellt, dass ich gerne Liebhaber und User dieser Uhren um Rat fragen würde.
Also seid Ihr gefragt! Zur Auswahl stehen bisher: (Dennoch bin ich offen für Vorschläge)

Smiths Military PRS-29
Hamilton Khaki Field Watch
Timor Heritage Filed Watch

Demnach sind meine Kriterien einerseits die Optik und Einfachheit aber auch die Robustheit und outdoor Tauglichkeit.
Also maximal 38mm Gehäuse welches ca. 11mm dick ist und mit Natoband getragen werden kann.
Und bei Wind und Wetter und bei Arbeit mit den Händen keine Anstände macht.

An Euch, die diese Uhren vielleicht besitzen und tragen: Sind diese Uhren wirklich Militärstandart bzw. dazu zu gebrauchen oder sehen die nur schick und schlich und alt aus?
Ich brauche in diesem Fall keine Sammleruhr, sondern eine Uhr die mich die nächsten 10-20 Jahre täglich begleitet.
Sind die Gläser Anfällig? (Gerade bei Smiths und Hamilton steht das Glas ja weit über. Wie leicht springt so etwas?
Wie sieht es mit Wasser aus reichen 5 ATM oder müssen es 10 ATM sein?

Ich würde mich über Erfahrungen und ehrliche persönliche Inhalte und informationen sehr freuen!

Ein schönes Wochenende bzw. eine gute Zeit für Euch.

Grüße
Tobias
 

plarmium

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Benrus hat gerade eine Neuauflage der Type 1 vorgestellt (siehe News). Etwas ähnliches gibt es von MK II Watches (die Paradive) oder von Karlskrona (die Hemlig).
Die Modelle sind alle etwas geößer als 38 mm, aber zumindest die Ur-Benrus hat reichlich Erfahrung im Feld.
 

Tobivan

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Vielen Dank schonmal. Das check ich sofort.

Grüße
Tobias
 

DonFabrizio

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Wenn es auf echte Robustheit und echte Outdoortauglichkeit ankommt und die Neuanschaffung auch noch 10 bis 20 Jahre lang täglich getragen werden soll, würde ich unter neuzeitlichen Bedingungen von der Anschaffung einer mechanischen Uhr absehen. Egal, was Du da kaufst: einmal gegen den Panzer gedengelt- schon kaputt.

Also quarz wäre aus meiner Sicht ein Muss.

Und ganz eigentlich beschreibst Du das Lastenheft einer G-Shock.

Wenn ich also was raten soll: kauf für deinen täglichen heavy duty Einsatz eine G-Shock und für den Feierabend die Fieldwatch, die Dir gefällt. Die Hamilton wäre da der Klassiker mit Historie.
 

ausserirdischesindgesund

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Wenn es auf echte Robustheit und echte Outdoortauglichkeit ankommt und die Neuanschaffung auch noch 10 bis 20 Jahre lang täglich getragen werden soll, würde ich unter neuzeitlichen Bedingungen von der Anschaffung einer mechanischen Uhr absehen. Egal, was Du da kaufst: einmal gegen den Panzer gedengelt- schon kaputt.

Das ist doch Unfug. Ein mechanisches ETA-Werk wie in einer Hamilton hält "gegen den Panzer gedengelt" (was auch immer das sein soll) auch nicht weniger gut aus als ein Quarzwerk. Und 10-20 Jahre kann man so eine Uhr mit ETA-Werk problemlos warten lassen, vermutlich ohne Stress deutlich länger.

Nein, sie wird nach 20 Jahren nicht kratzerfrei wie am ersten Tag aussehen, aber das liegt in der Sache.

Und richtig absichtlich mißhandeln würde ich eine G-Shock auch nicht wollen, dazu wär auch die mir zu teuer. Wenn man weiß, daß man was macht, was die Uhr mit ziemlicher Sicherheit ruiniert, dann tut man sie halt kurz runter.

Ich kann mir vorstellen, daß diese Field-Watch-Lookalikes von heute eher robuster sind als die traditionellen Fieldwatches auf denen sie basieren, einfach weil letztere in Riesenstückzahlen auf Kosten getrimmt waren, und eine heutige derartige Uhr, z.B. die Hamilton, auf gutem Swatch-Group-Niveau gefertigt ist (sie kostet vermutlich aber auch das vielfache von damals, selbst inflationsberichtigt).
 

walti

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Hallo,

Kombination aus Flieger und Felduhr, inhouseuhrwerk, WADI 300 m. 39 mm Durchmesser. Yema Flygraf m 1.

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Und hier ein weiterer Kandidat Boldr Venture sogar in Titan.
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LG

Walter
 
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Tobivan

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Haha, der Panzer vergleich gefällt mir.
Aber ganz so weit gehen würde ich dann doch nicht.
@DonFabrizio
Ich danke dir für deinen Rat und beziehe ihn auf jeden Fall in meinen Kauf ein.
Aber ich muss vorher sagen, dass mir diese neumodischen Uhren leider nicht so sehr zusagen.
Und irgendwas in mir will diese Uhr aufziehen. Ich denke es ist eine Art Unabhängigkeit die ich da verspüren will. Ich denke ne Automatik wäre auch noch drin aber am liebsten Handaufzug.
Aber sicherlich hast du mit allem was du sagst Recht! Leider... denn ich suche ja was kleines, einfaches. Vielen Dank dir!

@ausserirdischesindgesund
Auch dir Danke!
Ja Kratzer und Kampfspuren sind total okay! Damit habe ich null Problem. Aber Glas Kaputt wäre ärgerlich. Wie leicht passiert so was mit der Hamilton oder der Smith, da das Glas bei diesen Modellen weit über das Gehäuse steht.
Geld muss sowas auch kosten für mich, nur reich bin ich leider nicht. Deshalb wäre so eine Timor nur drin, wenn jemand sagt das sie bei doppeltem Preis auch doppelt so viel aushält.
Schön dass es hier so viele ehrliche Meinungen gibt!

Grüße
Tobias
 

Tobivan

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Hey @walti

Dank dir, beide Uhren kannte ich noch nicht und beide Uhren sind zwar eher schick aber dennoch eine Überlegung wert. Machen einen guten Eindruck.
Vielen Dank für deine Vorschläge!

Grüße
Tobias
 

ausserirdischesindgesund

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Aber Glas Kaputt wäre ärgerlich. Wie leicht passiert so was mit der Hamilton oder der Smith, da das Glas bei diesen Modellen weit über das Gehäuse steht.
Geld muss sowas auch kosten für mich, nur reich bin ich leider nicht. Deshalb wäre so eine Timor nur drin, wenn jemand sagt das sie bei doppeltem Preis auch doppelt so viel aushält.
Schön dass es hier so viele ehrliche Meinungen gibt!

Meine Erfahrungen mit Glasbrüchen in ca. 45 Jahren fast täglichen Uhrentragens bis her: Einmal ist mir persönlich ein flaches Mineralglas (also nicht Saphirglas) gesprungen, weil ich irgendwo dagegengeschlagen hab mit dem Arm (unabsichtlich, nicht aus Aggression ;). War finanziell kein großes Ding (noch zu Schillingzeiten, aber vermutlich so der Gegenwert von 20 oder 30 Euro damals), der Uhrmacher hat das Glas getauscht. Man muß halt aufpassen, daß man das Zifferblatt nicht ruiniert wenn das Glas kaputt ist. Das war übrigens eine Uhr, die vom Gehäuse her sehr ähnlich einer Fieldwatch war, allerdings war das Glas flach.

Bei einer Uhr hab ich nicht nur das Glas, sondern die komplette Uhr bei einem Fahrradsturz zerstört, war zum Glück keine teure. Aber ja, das kann passieren mit jeder Uhr. Da war quasi alles hin: Werk, Glas, Zifferblatt, Gehäuse zerschrammt. Die Uhr hat einfach ein oder zwei Meter am Asphalt radiert.

Was bei mir nie kaputtgegangen sind: Saphirgläser und Plexigläser, weder gewölbt noch flach. Vermutlich Zufall.

Wie geschrieben anekdotische Evidenz aus 45 Jahren Uhrentragen.

Einem Freund ist die IWC auf den Steinboden gefallen, da war glaub ich nachher das Saphirglas gesprungen. Aber wie bei allen derartigen Dingen ist es auch eine Glückssache. Meinem Gefühl nach ist überstehendes/gewölbtes Glas kein Nachteil, weil das auch Stabilität bringt. Ein gewölbtes Saphirglas kostet halt gern mal 200-300 Euro wenn man es ersetzt.
 
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32.768 Hz

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Hallo,

falls Quarz nicht ausgeschlossen ist:
Von CWC gibt es mit der G10 eine "echte" Fieldwatch (zumindest in der Vergangenheit). Dort ist mit der GS eine robustere Variante (20 ATM, verschraubte Krone, Saphir-Glas, lange Batterielaufzeit) zu finden.
Mit der Mellor-72 steht auch eine mechanische Variante zur Verfügung.
(im Bild von oben nach unten)

20210129_152821-01.jpeg

Langzeiterfahrungen habe ich leider noch keine, da alle drei recht neu bei mir sind.

Mein Favorit ist derzeit die simple G10: sie trägt sich hervorragend, ist sehr gut abzulesen und ist auf das notwendigste reduziert. Mit 5ATM sicherlich nichts für Wassersport, die Dusche hat sie bisher aber unbeschadet überstanden. Das Plexiglas ist sicherlich kratzanfällig, aber auch leicht zu polieren. Mit fast 30 Jahren "Militärdienst" des Modells hat die Uhr bei mir zugegebenermaßen einen Vertrauensvorschuss bezüglich ihrer Robustheit.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg bei der Uhrensuche!

Viele Grüße
32 kHz
 

Tobivan

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@ausserirdischesindgesund

Das hat mir schonmal sehr geholfen und eine Gewisse Klarheit gebracht!
Man liest halt doch immer solches und solches aber selten vom Träger.
Im moment tendiere ich zu der Smiths die ab März 2021 wieder im Laden ist.

Vielen Dankfür deine persönlichen Erfahrungen!
 

Tobivan

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@32.768 Hz

Auch dir Danke für die Infos.
Bei diesen Spezifikationen ist Quarz zwar nicht mein Favorit aber durchaus eine Überlegung wert.

Es bleibt spannend!
 

Tobivan

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Hallu @suprum,

Sehr gut, das habe ich gehofft! ich bin oft im Wald und am arbeiten draussen.

Wie schon gesagt wenn die Timor für 1150 doppelt so gut verarbeitet ist wie die smiths, bin ich bereit das auszugeben.
Aber das ist die Grenze.

Dank dir!
Grüße
Tobias
 

ausserirdischesindgesund

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Aja fällt mir noch ein, von Seiko gibt es auch eine günstige Fieldwatch mit Automatic Werk, auch so um die 38mm. Z.b. snk805
 

mac_0816

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Tatsächlich beim Militär ausgegeben werden praktisch nur noch Quarzuhren, zumindest bei Einheiten, die "Grundberührung" haben. Bei der Bundeswehr gibt es z..b potthässliche Boccia Titanuhren in Kaufhausqualität.
Die hier wurde beim britischen Militär an Kampfschwimmer und Taucher ausgegeben.

Citizen_Marine.jpg


Ansonsten bietet sich als Field Watch natürlich auch diese an.

Citicen_RMCjpg.jpg

Die ist tatsächlich auch beim RMC in militärischer Verwendung, dann natürlich ohne das alberne Logo.
 

ausserirdischesindgesund

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Wie schon gesagt wenn die Timor für 1150 doppelt so gut verarbeitet ist wie die smiths, bin ich bereit das auszugeben.
Ich hab leider keine der beiden in der Hand gehabt, aber meine Vermutung ist: Von der Funktionalität und Haltbarkeit wird es zwischen den beiden (oder auch der Hamilton) keine Unterschiede geben. Wenn, dann unterscheidet sich die Verarbeitungsqualität beim Zifferblatt, den Zeigern, wie genau alles ausgerichtet ist, also eher in ästhetischen Details. Für die der eine halt 5000 Euro auszugeben bereit ist und der andere nur 50.

Ich hab die starke Vermutung, daß du mit jeder von den dreien 20 Jahre durch den Wald marschieren kannst, und es auch keinen Unterschied in der Haltbarkeit macht ob du die Smiths oder eine IWC Mark irgendwas (1) kaufst:

IW327009-Pilot’s Watch Mark XVIII

Je teurer das Ding halt wird, desto wahrscheinlicher ist, daß du in 20 Jahren noch Gehäuseteile, Zifferblatt oder Zeiger kriegst (bei der IWC bestimmt, bei der Hamilton eventuell, ansonsten eher nicht), das Werk kann man bei allen gut reparieren/warten. Auch noch auf viele Jahre.

Ich hab sogar die Vermutung, daß eine billige Seiko SNK805/806/807 über die 20 Jahre kommt, auch wenn man da vermutlich kaum Ersatzteile kriegt. Die Werke sind nicht sehr genau, aber sehr robust.

Es gibt auch von Timex was, aber die verbauen ein ganz billiges chinesisches Werk. Dem würde ich nicht so trauen.

(1) Ja, das ist eine "Fliegeruhr", keine "Fieldwatch", aber leg sie nebeneinander und es ist kaum ein Unterschied.
 
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plarmium

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@ausserirdischesindgesundIm moment tendiere ich zu der Smiths die ab März 2021 wieder im Laden ist.
Falls es die tatsächlich werden soll, musst du beim Bestellen wirklich schnell sein.

Was mechanische Werke vs. Quarzwerke angeht:
Eine mechanische Uhr ist im Prinzip unendlich lange nutzbar. Wartungen und gesicherte Ersatzteilversorgung vorausgesetzt.
Bei Quarzuhren ist im Defektfall ein kompletter Werktausch nötig. Was machbar und je nach Werk nicht teuer ist.
 

mac_0816

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zur Frage: "An Euch, die diese Uhren vielleicht besitzen und tragen: Sind diese Uhren wirklich Militärstandart bzw. dazu zu gebrauchen oder sehen die nur schick und schlich und alt aus?"

hier mal was Lesestoff dazu
100-years-of-british-military-watches-part-3

Bei der britischen Armee hat die Smiths seit den 80ern ein Quarzwerk. Die mechanischen Smiths sind nur für den zivilen Markt.

Mechanische Field Watches sehen nur schick und alt aus.
 
Thema:

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