Federgehäuse öffnen

Diskutiere Federgehäuse öffnen im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Etwas peinlich ist die Frage schon, weil banal. Wie kann ich das Federgehäuse bei dem Regulator öffnen? Habe die Uhr inzwischen in alle...
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Euronensammler

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Etwas peinlich ist die Frage schon, weil banal. Wie kann ich das Federgehäuse bei dem Regulator öffnen? Habe die Uhr inzwischen in alle Einzelteile zerlegt. Spezielles Uhrenwerkzeug habe ich als fortgeschrittener Hobbybastler nicht. Ich konnte sogar das festsitzende Minutenrohr mit selbstgefertigten Hebeln und 500° Heissluft abziehen.

Ich will nicht die Feder raushaben aber den Geäusedeckel abziehen oder abdrücken, nur wie? Dann könnte ich die Feder mit spülen, spannen, spülen, entspannen reinigen. Lässt sich der Deckel von hinten mit dem Innennvierkantmessingrohr nach vorn durchstoßen?
Gruß Euronensammler
 

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Thomas_G.

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Ohne Werkzeug würde ich das nicht empfehlen. Da herrschen gewaltige Kräfte, so eine Zugfeder kann plötzlich aus dem Federhaus schnellen und auch ordentlich verletzen.
Ansonsten geht der Deckel nach hinten raus, durch Druck von vorne auf den Federkern.
 
Rostfrei

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leichte Schläge auf den Federkern mit einem Gummi-/Holzhammer, dann sollte sich der Federhausdeckel lösen.

Aber wenn Du die Feder dann nicht entfernen willst, wieso dann öffnen?
Die Zugfeder darf in den meisten Fällen nicht mit Reinigungsbenzin und ähnlichem in Berührung kommen, sondern wird mit einem staubfreiem Tuch gesäubert.
 
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Euronensammler

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Danke euch. Ich habe hier schon anderes gelesen. Dass die Feder eigefettet oder eingeölt wird. Das Gehäuse ist ja schön gekapselt, so dass kaum Dreck reinkommt. Insofern könnte es auch geschlossen bleiben. Ich befürchte nur, dass da altes, klebriges Fett oder Öl drin ist.
Angst vor der Federkraft habe ich nicht. Eher sollte die Feder Angst vor meiner Kraft haben. Kann mich noch erinnern wie wir als Jungs einen Wecker zerlegt haben und uns die Feder um die Ohren flog. Natürlich fließt diese Erfahrung in mein weiteres Vorgehen ein.
Gruß Hemut
 
Comtoiser

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Ja,ja da hast Du richtig gelesen : natürlich müssen die Federn geölt werden! Damit sie mit möglichst wenig Reibung, der Windungen untereinander und
an der Wandung des Federhauses, abgleiten können.
Zum Reinigen, anschließendem Trocknen und Ölen müssen sie dem Federhaus entnommen werden. (wenn es perfekt sein soll). Als Öl reicht ein säure-
freies Nähmaschinenöl oder ähnliches.
Zum Öffnen des Deckels empfehle ich Dir mit einem Schraubenzieher in die Deckelöffnung einzugreifen, und durch eine Kippbewegung den Deckel zu
lösen. Druck auf den Federkern ist nicht zu empfehlen, da dabei u.U. die Feder verzogen werden kann.
Dass die Feder "plötzlich herausschnellen kann" ist auch nicht möglich,da in Richtung Deckel keinerlei Kräfte wirken!

Gruß
Jürgen.
 
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Euronensammler

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Ja,ja da hast Du richtig gelesen : natürlich müssen die Federn geölt werden! Damit sie mit möglichst wenig Reibung, der Windungen untereinander und
an der Wandung des Federhauses, abgleiten können.
Zum Reinigen, anschließendem Trocknen und Ölen müssen sie dem Federhaus entnommen werden. (wenn es perfekt sein soll). Als Öl reicht ein säure-
freies Nähmaschinenöl oder ähnliches.
Zum Öffnen des Deckels empfehle ich Dir mit einem Schraubenzieher in die Deckelöffnung einzugreifen, und durch eine Kippbewegung den Deckel zu
lösen. Druck auf den Federkern ist nicht zu empfehlen, da dabei u.U. die Feder verzogen werden kann.
Dass die Feder "plötzlich herausschnellen kann" ist auch nicht möglich,da in Richtung Deckel keinerlei Kräfte wirken!

Gruß
Jürgen.
Danke dir, Jürgen. Ich kann deinen Beitrag gut verstehen. So ähnlich habe ich es mir schon gedacht. Natürlich kann ich mir gut vorstellen, dass jede einzelne Federwindung beim Aufziehen und Ablaufen großflächig an der benachbarten inneren und äußeren Federfläche reibt. Da dürfte Fett das bessere Schmiermittel sein, weil es nicht so leicht verfliegt und eintrocknet. Mein technisches Verständnis sagt mir, dass bei großflächigen Reibeflächen, die langsam reiben, Fett besser als ÖL ist.

Für mein Verständnis ist Vaseline wegen der Beständigkeit das Mittel der Wahl. Habe aber auch die Warnungen eines Profis hier gelesen. Ich glaube, es war Labrador. Warum eigentlich?

Tut richtig gut, wenn ein erfahrener Hase einem Sicherheit gibt. Mit dem Schraubenzieher habe ich das vor x Jahren auch schon gemacht. Nur, mir flog damals der Schlüssel und die Feder um die Ohren. Ohren und Finger blieben heil. Schmerzen vergehen. Das passiert mir bestimmt nicht wieder.
Danke nochmals
Helmut
 
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Thomas_G.

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Stimmt so leider nur begrenzt. Zum einen kann beim ausschlagen des Federkerns mit Deckel durchaus die erste Windung heruasspringen und damit die ganze Feder - auch wenn in Richtung Deckel keine direkten Kräfte herrschen. Das kann sich schnell ändern - wie der TE auch schonmal festgestellt hat!

Fett ist ebenfalls das falsche Mittel der Wahl, denn es hemmt die Federbewegungen eher und hat erfahrungsgemäß mehr negativen Einfluß auf das Drehmoment, als gut ist. Ein Öl ist immer die bessere Wahl. Flüchtig sind die Öle sicher, jedoch dauert das schon eine ganze Zeit. Und die Feder soll nicht schwimmen im Öl. Lediglich einen Film aufweisen. Und alle paar Jahre sollte man auch einer Großuhr eine Revision gönnen.....
Vaseline hat in einer Uhr nichts verloren, da kann man ja gleich Niveau nehmen. Organische Fette sind sicher auf der Haut besser aufgehoben, da werden sie auch nicht ranzig.
 
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Euronensammler

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Stimmt so leider nur begrenzt. Zum einen kann beim ausschlagen des Federkerns mit Deckel durchaus die erste Windung heruasspringen und damit die ganze Feder - auch wenn in Richtung Deckel keine direkten Kräfte herrschen. Das kann sich schnell ändern - wie der TE auch schonmal festgestellt hat!

Fett ist ebenfalls das falsche Mittel der Wahl, denn es hemmt die Federbewegungen eher und hat erfahrungsgemäß mehr negativen Einfluß auf das Drehmoment, als gut ist. Ein Öl ist immer die bessere Wahl. Flüchtig sind die Öle sicher, jedoch dauert das schon eine ganze Zeit. Und die Feder soll nicht schwimmen im Öl. Lediglich einen Film aufweisen. Und alle paar Jahre sollte man auch einer Großuhr eine Revision gönnen.....
Vaseline hat in einer Uhr nichts verloren, da kann man ja gleich Niveau nehmen. Organische Fette sind sicher auf der Haut besser aufgehoben, da werden sie auch nicht ranzig.
Danke, das mit der Vaseline überzeugt. Ich dachte auch noch an Silikonöl. Was ist eigentlich mit den W40-Ölen? Die sollen pflegen, Rost lösen und ölen. Das kenne ich vom KFZ her.

D. h, man sollte die Feder rausziehen und mit einem mäßig getränkten Öllappen durch die Finger ziehen. dann habe ich die Feder allseitig mit Öl versehen. Vor dem Herausnehmen der Feder habe ich nun keine Angst mehr. Ich habe ganz dicke Handschuhe und 2 verschieden große Schraubstöcke. Um das zu schnelle Herausspringen zu verhindern, kann ich noch mit einer zusätzlichen Schraubzwinge arbeiten, die den unbeabsichtigten Sprung der Feder einschränkt. Das Widereinwinden ohne Federwinder sehe ich schon etwas schwieriger an. Bei festem Sitz des Gehäses im Schraubstock dürfte das möglich sein. Natürlich werde ich 2 Hartholzplättchen unterlegen damit vom Schraubstock das Messing nicht gequetscht wird.

Eigentlich wäre der Idealfall, wenn die Feder im Öl schwimmen würde. Geht halt nicht weil das eigentliche Uhwerk sonst versaut werden würde. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Gruß Helmut
 
Comtoiser

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Lederschutzhandschuhe sind i.O., ziehe ich mir dabei auch immer an. Nur mit der Schraubstocklösung bin ich nicht ganz einverstanden. Für diesen Zweck habe ich ein Loch in meiner Arbeitsplatte, durch das ich mittels passender Schraube das Federhaus festsetze. Natürlich ohne Federkern!

Nun hast Du auf einfachem Wege den festen Sitz den für das Einwinden brauchst!

WD 40 ist total ungeeignet, da es nicht die langzeitige Schmierfähigkeit besitzt!

Gruß
Jürgen.
 
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Euronensammler

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Nur mit der Schraubstocklösung bin ich nicht ganz einverstanden. Für diesen Zweck habe ich ein Loch in meiner Arbeitsplatte, durch das ich mittels passender Schraube das Federhaus festsetze. Natürlich ohne Federkern!

Nun hast Du auf einfachem Wege den festen Sitz den für das Einwinden brauchst!
:super: Scheint eine recht pfiffige Lösung zu sein. Da noch weitere Billiguhren auf die Befreiung von Dreck und Schmiere warten, wäre das für mich auch eine Lösung.

Da müsste doch für jeden unterschiedlichen Gehäusedurchmesser ein extra Loch in der Tischplatte sein. Das Loch ist wohl genauso groß wie der Außendurchmesser des Gehäuses? Dann hätte ich nur noch den ca 3 mm radial überstehen Zahnkranz für die Befestigung. Dann könnte ich nur noch mit einer flachen Schelle von unten befestigen. Du hast das wohl besser gelöst?

Auf jeden Fall muss das Gehäuse von unten gesichert werden, oder? Dann hat man von oben freie Hand. Dass die Sicherung über die Vierkantachse erfolgt, kann ich mir nicht vorstellen. Ich brauche doch den Freiraum von oben zum Einwinden.
Gruß Helmut
 
Comtoiser

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Hallo Helmut,
falsch verstanden : das Loch in der Platte ist nur 5mm im Durchm., und es wird dort nur eine passende Schraube durchgesteckt. Darüber befindet sich das Federhaus, ohne Vierkantachse (Federkern) und Deckel (die musst Du in der beschriebenen Art und Weise vorher entfernen). Sollte der Kern in der engen Federwindung festsitzen, entgegengesetzt drehend klappt es besser, ohne die Feder dabei herauszuziehen.

Dass die Sicherung des Federhauses nicht über die Vierkantachse (Federkern) erfolgt,
hast Du schon richtig erkannt. Die Sicherung erfolgt lediglich über die Schraube. Somit
ist genügend Freiraum zum Ein- und Auswinden vorhanden.

Gruß
Jürgen.
 
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Euronensammler

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Danke, habs geschnallt.
Gruß Helmut
 
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