Fachkräftemangel - Wahrheit oder Lüge?

Diskutiere Fachkräftemangel - Wahrheit oder Lüge? im Small Talk Forum im Bereich Small Talk; Gestern hatte ich mal wieder eine Diskussion und da ihr mich ja gerne in allen Lebenslagen beratet, möchte ich die auch hier mal anstoßen. Unter...
#1
F

Flori-BL

Gesperrt
Themenstarter
Dabei seit
03.02.2007
Beiträge
697
Ort
Früher Austria, jetzt Deutschland!
Gestern hatte ich mal wieder eine Diskussion und da ihr mich ja gerne in allen Lebenslagen beratet, möchte ich die auch hier mal anstoßen. Unter euch sind ja doch viele Personen die viel wirtschaftliche Erfahrung haben.

Deutschland fehlen angeblich Tausende Fachkräfte.

Also, wir haben gegenwärtig ca. 3 Mio Leute die das "ALG I" beziehen. Dazu kommen nochmal ca. 4 Mio erwerbsfähige Personen mit dem "ALG II" (Hartz-4). Macht zusammen 7 Mio Leute ohne Job. Ich unterstelle mal, dass ca. 10 % über eine gute Ausbildung (Studium) verfügen und auch Berufspraxis haben.

Dann wären wir ja jetzt schon bei 700.000 Leuten! Fachkräftemangel?

Also wo ist er? Das übertriebene Anforderungsprofile bzw. Ausschreibungen von Unternehmen nicht realisierbar sind ist ja klar. Nur das wissen die Unternehmen ja selbst. Letztendlich ist das ja auch nur ein Trend und gehört heute in der HR-Welt zum guten Ton.
 
#2
viertelelf

viertelelf

Dabei seit
04.01.2008
Beiträge
1.692
Ort
BB in BW
Und wenn du von deiner Rechnung noch die Personen abziehst, die
* aufgrund ihres Alters schwer vermittelbar sind,
* all diejenigen abziehst, die abziehst, die sich räumlich nicht verändern wollen und auch noch
* diejenigen, die gar nicht viel Wert daraus legen wieder in ein vollen Beschäftigungsverhältnis zu treten,
* diejenigen, die eine gute Ausbildung habe, für die kein massives Überangebot besteht
dann sieht es anders aus. Übrigens glaube ich nicht, dass 10% der Arbeitssuchenden eine akademische Ausbildung und Berufserfahrung haben.

Oder anders, wenn wir einen guten JAVA-Entwickler suchen, dann müssen wir Kompromisse eingehen, bei der Suche nach einem Buchhalter hatten wir >50 Bewerbungen.
 
#3
Syncro-Frank

Syncro-Frank

Dabei seit
06.01.2014
Beiträge
72
Ort
Oberursel
Das entspricht genau der situation die wie im Betrieb haben........

Seit ca. 6 Manten suchen wir einen Elektriker und einen Servicemonteur..... bislang ohne erfolg.
4 Leute waren da um sich vorzustellen - alle mit Gehaltsvorstellungen eines Professors mit 200 Jahren Berufserfahrung, aber blos nicht die Hände schmutzig machen.... und das in der Baumanschinenbranche......
Einer wollte auch nur 25 Stunden arbeiten..... so auf halbtags.... ist klar....
Manchmal haben die Bewerber vorstellungen - zum Haareraufen...

Wenn wir auf dem Land wären, hätte ich noch halbwegs verständniss - aber hier im Rhein/Main Gebiet ?
 
#4
der onkel!

der onkel!

Gesperrt
Dabei seit
10.12.2014
Beiträge
1.391
Fachkräftemangel :D...
Letztlich geht es da ausschließlich um Lohndumping.

In der ARD gab es im Sommer 2014 eine sehr gute Reportage zu diesem Thema unter dem Titel "Der Arbeitsmarktreport - das Märchen vom Fachkräftemangel". Hier in der Mediathek einsehbar:

Video "Der Arbeitsmarktreport - das Märchen vom Fachkräftemangel" | Reportage / Dokumentation | ARD Mediathek

Die Zahlen der öffentlichen Arbeitslosenstatistik darfst Du übrigens nicht für bare Münze nehmen. Durch Gerd Schröders (SPD) Arbeitsmarktreform "Agenda 2010" hat Deutschland sich ein Heer von sogenannten "Aufstockern" aufgebaut. Dabei handelt es sich praktisch um vom Staat subventionierte Arbeitnehmer, die zum Hungerlohn bei Firmen anheuern, die deren Arbeitsverträge zum Tariflohn zuvor gekündigt haben. Diese "Aufstocker" nuckeln nun bis zum Tod am Steuertopf und die Unternehmer erfreuen sich ihres höheren Shareholder-Values und lachen sich kaputt. "Aufstocker" erscheinen nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik, genausowenig wie Arbeitslose, die man auf Staatskosten zu irgendwelchen irrwitzigen Umschulungen schickt :lol:.
 
Zuletzt bearbeitet:
#5
Nordhein

Nordhein

Dabei seit
06.03.2013
Beiträge
1.814
Ort
Im Norden
Moin Flori-BL, ich frage das jetzt ohne jede Provokation und mit echter Neugierde: hast Du außer diesen Themen eigentlich auch ein UhrInteresse? Das dicke große Wort oben links auf Deinem Bildschirm zeigt, worum es hier in diesem Forum im Kern geht. Was verbindet Dich eigentlich mit dem Uhrenhobby?
Nochmal, frage das ohne jeden Hintergedanken, aber ich kann mich an keinen echten "Fachbeitrag" zum Thema Uhren von Dir erinnern.
Viele Grüße
 
#7
ludicree

ludicree

Dabei seit
12.06.2013
Beiträge
3.087
Unser Fachkräftemangel ist ein Wunsch immer deutlich mehr Fachkräfte als Jobs zu haben. Nur so lässt sich das Lohnniveau über kleine Lohnrunden stetig absenken.

Gerne wird dazu auch nach Leuten aus dem Ausland geschrieen, die mutmasslich noch weniger Lohn bekommen würden, um mehr Druck auf die inländischen Arbeitnehmer zu machen.

Gott ähhh Politik behüte uns vor einer Arbeitsmarktlage wo sich Unternehmen um Arbeitskräfte bemühen müssten und diese auch noch Forderungen stellen!
 
#8
F

Fanofseiko

Gesperrt
Dabei seit
16.04.2014
Beiträge
130
Wenn wir auf dem Land wären, hätte ich noch halbwegs verständniss - aber hier im Rhein/Main Gebiet ?[/QUOTE]

Wieso hättest du dafür Verständnis wenn es auf dem Land wäre? Verstehe jetzt nicht ganz was genau du meinst...
 
#9
Departed94

Departed94

Dabei seit
25.06.2014
Beiträge
340
Ort
Oldenburg
Oder anders, wenn wir einen guten JAVA-Entwickler suchen, dann müssen wir Kompromisse eingehen, bei der Suche nach einem Buchhalter hatten wir >50 Bewerbungen.
Java macht auch kein Spaß ;) Aber die Inder sind da echt top drin.

Fachkräftemangel? Da wird irgendwie immer meine Berufsgruppe genannt. Softwareentwickler sind wohl sehr gefragt. Wie auch immer, ich glaube nicht an den Fachkräftemängel, denn dann müsste mein Gehalt auch deutlich steigen. Tut es aber nicht. Es gibt nur wenige Software-Entwickler die mehr als 70.000€ als reiner Entwickler nach Hause bringen (abgesehen von München jetzt). Die meisten kommen nur auf solche Gehälter wenn sie im Consulting Bereich unterwegs sind oder leitende Funktionen übernehmen.
Wenn aber unsere Kompetenzen so begrenzt verfügbar sind, dann muss unweigerlich der Gehaltsspiegel steigen.

Das einzig schöne ist, dass man durch Kompetenz in dem Bereich arbeiten kann und kein akademischen Grad benötigt. Und trotzdem erfolgreich sein kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
#11
viertelelf

viertelelf

Dabei seit
04.01.2008
Beiträge
1.692
Ort
BB in BW
Java macht auch kein Spaß ;) Aber die Inder sind da echt top drin.
Die Entwickler, die wir einstellen müssen nicht programmieren können. Das lernen sie bei uns.
Sie müssen ein Gespür für Softwarearchitektur haben, das kann man nicht so einfach. Und da sind auch die Inder keine Konkurrenz....

Und, warum um alles in der Welt sollte ein reiner Softwareentwickler ohne Produktverantwortung, Personalverantwortung und direkten Einfluss auf den Unternehmenserfolg 70.000 EUR/Jahr verdienen? Das bekommt er auch in München nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
#12
Departed94

Departed94

Dabei seit
25.06.2014
Beiträge
340
Ort
Oldenburg
Ist auch eher Ironisch gemeint. Da ich ja selber Entwickler für ein großen Konzern bin, weiß ich natürlich, dass die Hauptkompetenz nicht das Programmieren ist.

Kein Einfluss auf den Unternehmenserfolg? Was meinst du wodurch viele Internetunternehmen ihr Geld verdienen oder SAP, Microsoft usw.?
Natürlich durch ihre individuelle Software.

Wenn ihr so von Entwicklern denkt, ist das vielleicht kein Wunder warum ihr keine Sau findet. Und keine Verantwortung? Ich kann in meiner Firma durch Software-Fehler Schäden im 6-stelligen Bereich erzeugen. Andere können dadurch auch ganze Unternehmen zum Absturz bringen. Würde jetzt erwarten, dass schon eine Verantwortung vorhanden ist. Und komm mir jetzt nicht mit QA und Staging. Das sorgt auch nicht immer für perfekte Software. Ein Ingenieur verdient eben auch soviel, weil er maßgebend für den Unternehmenserfolg ist. Beim Entwickler ist das dann unberechtigt?

Oder schau dir Sony an. Die durch ein miserables Sicherheitsbewusstsein in der IT nun so eine Scheiße am Arsch haben. Wohlbemerkt nicht zum ersten Mal.

Außerdem stimm ich dir ja zu, dass man keine 70.000€ verdient. Wäre aber unsere Kompetenz so rar, müsste sich das Gehalt dorthinbewegen. Warum aber ein Projektverantworlicher mehr verdient als die tatsächlichen Spezialisten, habe ich noch nie nachvollziehen können. Scheiße fällt eh von Oben runter und am Ende muss sich der Entwickler verantworten. Selbst schon erlebt, als man dann dem Geschäftsführer erklären sollte, warum XY nicht lief und nicht der Projektmanager.

Naja was solls, glücklicherweise bezahlt du mich nicht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
#13
wafa

wafa

Dabei seit
13.01.2009
Beiträge
2.872
Meine Meinung ?
Wir haben keinen Fachkräftemangel, wir haben einen Ausbildungsmangel.:-(

Etliche Firmen (Kleinunternehmen, Mittelstand, Konzerne) haben in den letzten Jahren - ach Jahrzehnten - die Ausbildungszahlen runtergeschraubt...kostet ja.
Und jetzt stellen Viele fest: sch...e, da gehen jede Menge Erfahrungsträger in Rente. :shock:
Ausbildung ist immer ein schwieriges Metier, gestern wie heute: viele jungen Leute haben Defizite (Deutsch,Mathe) und Flausen im Kopf (Weiber/ Internet) und müssen ggf. längere Zeit richtig "geführt" werden.
Diese 2. Erziehungsphase woll(t)en viele Unternehmer nicht mehr leisten. Der junge Mensch muss spätestens nach 3 Monaten zur Wertschöpfung beitragen, sprich Umsatz bringen.

Nur gibts diese Spezies (willig, belastbar, gering bezahlt) immer weniger...ja, wir laufen in einen Fachkräftemangel.:???:
Der "war for talents" hat längst begonnen.
Noch ein paar Jahre, dann geht die Zahl der Schulabgänger drastisch runter, wenn die dann auch noch Studieren wollen, wird sich die kurzfristige Denke mancher Arbeitgeber (siehe oben) bitter rächen.
BTW entwertet das auch noch das Studium: zuviele Büromenschen, wenig Blaumänner...

Nicht umsonst sind die jungen Fachkräfte aus dem europäischen Ausland gern gesehen.
Walter
 
#14
Spitfire73

Spitfire73

Dabei seit
04.08.2009
Beiträge
12.066
Ort
Bayern
Deutschland fehlen angeblich Tausende Fachkräfte. Also, wir haben gegenwärtig ca. 3 Mio Leute die das "ALG I" beziehen. Dazu kommen nochmal ca. 4 Mio erwerbsfähige Personen mit dem "ALG II" (Hartz-4). Macht zusammen 7 Mio Leute ohne Job. Ich unterstelle mal, dass ca. 10 % über eine gute Ausbildung (Studium) verfügen und auch Berufspraxis haben. Dann wären wir ja jetzt schon bei 700.000 Leuten! Fachkräftemangel?
Mal eben die ALG-Bezieher aufaddieren, über einen frei erfundenden Prozentsatz einen Teil davon herausziehen und damit den Fachkräftemangel negieren, dürfte deutlich an der Realität vorbeigehen. Je nach Branche ist Fachkräftemangel schlicht Realität. Genauso wie es eine Anzahl x an Personen gibt, die nicht einmal dann einen Job annehmen könnten/wollten/würden wenn die Wirtschaft glühend heiß liefe und das Wachstum zweistellige Raten erreichte. Das Phänomen nennt man Sockelarbeitslosigkeit. Und wurde in Deiner These schlicht ausgeblendet.

Gruß
Helmut
 
#15
T

Tschassy

Dabei seit
20.02.2012
Beiträge
4.261
Ort
Niedersachsen
Deutschland fehlen angeblich Tausende Fachkräfte.
Deutschland fehlen billige Fachkräfte.

Es ist heutzutage eine Unverschämtheit, daß ein promovierter Naturwissenschaftler mit 20 Jahren Berufserfahrung in renommierten Forschungsinstituten, Erfindungspatenten und zahlreichen Publikationen in internationalen Fachzeitschriften nicht bereit ist, ein Jahresgehalt unter 65.000 € zu akzeptieren. :motz:

Kein Wunder, daß er in die USA geht, wo er sechs-stellig anfängt. Und die Amis reiben sich die Hände, weil sie die besten Köpfe der Welt kriegen, ohne in ihre Ausbildung einen Cent investiert zu haben. :klatsch:

Gruß, Bert
 
#16
Uhropath

Uhropath

Dabei seit
20.04.2011
Beiträge
4.008
Ort
Köln
"Echte Fachkräfte" werden in der Tat rar, da die wenigsten Unternehmen die Zeit und das Geld investieren wollen, um ihre eigenen Spezialisten auszubilden. Da wird dann lieber gleich per Headhunter gesucht. Besonders in technischen Berufen/dem Handwerk merkt man einen Überhang an "alten Hasen" und dann kommt lange nichts. Auf eine Stellenanzeige bekommt man nicht selten ausschließlich die 50-60 jährigen Bewerber oder halt absolute Anfänger. Die Mitte bleibt nicht selten leer. Hier ist ein Umdenken gefragt.
 
#17
Oelfinger

Oelfinger

Dabei seit
03.11.2007
Beiträge
5.538
Deutschland fehlen billige Fachkräfte.
Einspruch. Billige Fachkräfte gab es noch nie, sondern Preis-Werte.

Der Fachkräftemangel ist am ehesten in den unattraktiven Berufen zu finden: Baubranche, also Maurer, Putzer etc., Dienstleistungen wie z. B. Friseur/in oder auch in den ganzen Helferinnenberufen. Geringes Entgelt und ungünstige Arbeitszeiten.

Dann soll ja auch jedes Kind es einmal besser haben als die Eltern und wird ins Studium gehoben. Selbstverständlich soll meinetwegen jeder studieren können, aber wenn irgendwann keiner mehr in der Lage ist ein Brett zu hobeln oder zu tapezieren oder einen Wasserhahn zu installieren geht hier irgendwann das Licht aus.

Grüsse

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
#19
Klokken

Klokken

Dabei seit
22.09.2013
Beiträge
464
Ich denke, beide Seiten des Arguments werden in den meisten Diskussionen absolut überzogen dargestellt.

Nein, es gibt keinen existenzbedrohenden Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft. Viele Unternehmen sind allerdings nicht bereit, auf leichte Engpässe mit höheren Gehältern zur reagieren, bzw. werden niedrigere Gehälter unter dem Argument des Drucks durch Globalisierung als neuer Standard festgelegt. Die VWL dahinter ist leicht erschließbar und die Methoden, mit denen Statistiken durch willkürliche Multiplikationen verschlimmert werden, sind hinreichend bekannt. Dazu gilt fürs Studium dasselbe wie für die Ausbildung: Neben Fach und Noten zählen auch weitere Faktoren wie Praxis- und Auslandserfahrung sowie die Hochschule selbst.

Nein, es gibt auch keine überwältigende Schwemme an jungen, arbeitslosen MINT-Fachkräften, die nirgends in Deutschland eine Stelle bekommen. Besonders amüsant war dahingehend der oben verlinkte ARD-Beitrag, dessen Grundtenor zwar korrekt ist, der allerdings als Musterbeispiele für hochqualifizierte Technologiefachkräfte ausgerechnet einen ergrauten Systemberater - ein Beruf, den für gewöhnlich Betriebswirte und kaufmännische Ausbildungsberufe abdecken - und eine frischgebackene Absolventin einer Fachhochschule, die in einem Jahr nur knapp 40 Bewerbungen verschickt hat und daraufhin das Scheitern erklärt, heranzieht.

Das reine Studiertsein ist kein Garant, insbesondere angesichts der steigenden Akademisierung und des Umstandes, dass mittlerweile fast die Hälfte eines Jahrgangs ein Studium beginnt und fast ein Drittel dieses erfolgreich abschließt, während der Wert noch für das Jahr 2000 halbiert werden kann. Ja, der Bedarf an Fachkräften steigt; aber die Zahl der Absolventen wächst mit ihm. Die Ausnahme stellen dabei ausgewählte Fachbereiche wie Medizin dar, deren Angebot an Fachkräften nicht vom Interesse am Studium gedeckelt wird, sondern von einem sehr hohen Numerus Clausus aufgrund der fehlenden staatlichen Mittel für mehr Studienplätze.
 
Zuletzt bearbeitet:
#20
Uhropath

Uhropath

Dabei seit
20.04.2011
Beiträge
4.008
Ort
Köln
Nein, es gibt keinen existenzbedrohenden Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft. Viele Unternehmen sind allerdings nicht bereit, auf leichte Engpässe mit höheren Gehältern zur reagieren, bzw. werden niedrigere Gehälter unter dem Argument des Drucks durch Globalisierung als neuer Standard festgelegt. Die VWL dahinter ist leicht erschließbar und die Methoden, mit denen Statistiken durch willkürliche Multiplikationen verschlimmert werden, sind hinreichend bekannt. Dazu gilt fürs Studium dasselbe wie für die Ausbildung: Neben Fach und Noten zählen auch weitere Faktoren wie Praxis- und Auslandserfahrung sowie die Hochschule selbst.
Sorry aber das ist Quatsch.

Wenn wir in Deutschland von Fachkräften sprechen, dann meinen wir hautsächlich hochqualifizierte Mitarbeiter mit Berufserfahrung. Eine Ausbildung mit der man sich in großer Gesellschaft befindet, ist definitiv nicht mit dem Begriff gemeint.

Die Gehälter für Fachkräfte liegen in Deutschland auf Spitzenniveau. Zumindest nach der Definition. Ein Meister in der Metallindustrie kann schon mal 80.000 Euro im Jahr verdienen. Servicetechniker im Außendienst noch mehr, sofern sie entsprechende Stunden aufbauen. Das nur als zwei Beispiele. Es gibt sehr wohl Bereiche, die existenzbedrohend werden können. Geld alleine bringt die neuen Generationen nicht ins Unternehmen und wenn nur kurzfristig.

Insgesamt ist das Thema sehr komplex und nicht mit ein paar Sätzen zu erklären.

Deutschland hat definitiv einen zunehmenden Fachkräftemangel. Allerdings in Schlüsselpositionen/einzelnen Branchen und noch nicht in der Breite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema:

Fachkräftemangel - Wahrheit oder Lüge?

Fachkräftemangel - Wahrheit oder Lüge? - Ähnliche Themen

  • Die Wahrheit über „sogenannte“ Taucheruhren

    Die Wahrheit über „sogenannte“ Taucheruhren: Hallo, ich bin zur Zeit gerade mit meiner Frau Urlaub in einem Taucherhotel in Ägypten, meine Frau macht gerade den Tauchschein in der größten...
  • Coming out - Die ganze Wahrheit..Sorry an alle :/ Poljot international Gorbatschow

    Coming out - Die ganze Wahrheit..Sorry an alle :/ Poljot international Gorbatschow: Hallo.. Ich widme euch heute diese Vorstellung um mich bei euch zu entschuldigen.. Ich habe euch hinters Licht geführt, euch betrogen und belogen...
  • Wahrheit - Fakten zu und mit Tierfreund

    Wahrheit - Fakten zu und mit Tierfreund: Das ist einfach eine freche Lüge. Ich bin Tierfreund. Carpediem hat mich mehrfach und zum Teil spät in der Nacht angerufen und nach Rat gefragt...
  • Aus aktuellem Anlaß: Die grausame Wahrheit über das Schächten!

    Aus aktuellem Anlaß: Die grausame Wahrheit über das Schächten!: Hallo, Leute; Die Überschrift ist absolut eindeutig; mein Beitrag hat das Ziel, alle deutschen und sonstigen Tierfreunde und überhaupt normal...
  • Umfrage: Gibt es die ultimative Weltraumuhr? Wahrheit oder Mythos?

    Umfrage: Gibt es die ultimative Weltraumuhr? Wahrheit oder Mythos?: Hy, Leute; Ich bin auf ein - wie ich meine - interessantes Thema gestoßen und würde gerne eine Umfrage dazu starten: So mancher aktuelle...
  • Ähnliche Themen

    Oben