EXIT-Watches (nicht die Exitwatch, an die Ihr jetzt denkt) - Eure Meinung bitte.

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wolke

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Liebe Mitinsassen,

mich beschäftigt gerade ein Thema, zu dem ich gerne Eure Meinungen/Ansichten/Bonmots hören würde.

Es geht um meine Exit-Watches. Nee, nicht die Exitwatch. Sondern die Uhren, die nach meinem Exit aka Ableben übrigbleiben.

Ich habe eine wundervolle Ehefrau und drei Kinder. Die Vorstellung, dass meine Lieben sich einmal ohne meine Fach- und Sachkenntnis (hüstel) durch meine Uhren-(An)Sammlung wühlen müssen, mühsam herausfinden, was der Alte da so angehäuft hat, macht mich unzufrieden. Ich habe ca. drei Dutzend Uhren in der Rotation, neu und vintage, wertvoll und Billigkram, viele sind eher selten und kein Mainstream. Wenn das jemand ohne Ahnung zu Geld machen soll, wird das eine Heidenarbeit. Eigentlich ist das eine ziemliche Zumutung für jemanden, der hoffentlich Besseres zu tun hat (arbeiten, Enkel erziehen, das Leben genießen etc.).

Ich hoffe, es ist noch 20 oder 30 Jahre Zeit. Aber ich überlege nun wirklich ernsthaft und bin auch kurz davor, so richtig aufzuräumen. Alles raus bis auf drei oder vier Uhren, die bis zum Schluss bleiben dürfen (bis zum Exit, also meine Exitwatches). Diese würde ich natürlich wesentlich häufiger tragen, da die Auswahl ja viel kleiner ist. Somit wären diese Uhren vielleicht auch Erinnerungsstücke (wenn sich denn jemand gerne an den alten Griesgram erinnern möchte, der ich im hohen Alter mal zu werden beabsichtige ;-) ) und würden vielleicht als Erbstücke bei den Kindern oder Enkeln bleiben.

Zumal ich mich von der Menge meiner Uhren schon länger auch selbst ein wenig überfordert fühle.

Kennt Ihr solche Gedanken? Oder würdet Ihr mir einen guten Psychotherapeuten empfehlen?

LG Alex

P.S.: Kandidaten für die Reise bis zum Abrund (Exitwatches): Speedy 145.012, Seiko Azabu, GS Snowflake, Dornblüth Quintus Auf und Ab. Alle bereits in der Sammlung bzw. im Zulauf (die Dornblüth). Es geht also nicht um fadenscheinige Gründe für eine Neuanschaffung.
 
YOON

YOON

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An den eigenen Exit denke ich noch nicht wirklich und demzufolge auch nicht daran, was mit meinen Habseeligkeiten passieren wird.

Den Gedanken der Verschlankung kenne ich allerdings nur zu gut und das wird Vielen hier genauso gehen.

Es hat schon etwas für sich, die Sammlung auf 2-6 Uhren zu verkleinern und diese Auswahl ganz bewusst auf die eigenen Lebenumstände sowie Vorlieben anzupassen.

Am Ende eine Typfrage..
 
Wisser

Wisser

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Hallo Alex,

erst einmal vielen dank für den amüsanten Beitrag (mit ernstem Hintergrund), der hat mir meinen Nachmittag versüßt. Du solltest Deinem Hobby weiterhin nach Herzenslust fröhnen, ich mach es so, ohne Dir Gedanken zu machen, was mit der schönen Sammlung nach Deinem Ableben passiert. Frauen sind da sehr pragmatisch, die werden garantiert nach angemessener Zeit ruckzuck veräußert bis auf einige wenige Erinnerungsstücke. Wenn Du dazu eine Hilfestellung leisten möchtest, erstelle eine Excel- Liste mit den Daten und dem Schätzwert.

Mechanische Uhren, so ist meine Erfahrung, haben für die wenigsten Frauen einen emotionalen Wert und stellen für sie auch nicht so ein Wunder der technik dar.

Gruß
Thomas
 
S

Solon

Gast
Echte Exit-Watches haben Renommee, eine auf Jahrzehnte gesicherte Wartbarkeit und sind nicht so teuer gewesen, dass die Familie am Hungertuch nagen musste und sind von Rolex. ;-)

Speedy behalten und eine Rolex Sporty anschaffen. My 2 Cents. :)
 
Star Captain

Star Captain

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Schon Thoureau rät zur Vereinfachung. Wozu mehr behalten ale notwendig? Für die verbliebenen Uhren hilft dann ja eine Inventarliste mit Kommentaren den Hinterbliebenen.

Grüße
Carsten
 
Paul Kawka

Paul Kawka

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Ich bin Mitte 30 aber ich denke ich verstehe was Du meinst. Familie und Kinder sind auch vorhanden. Solche Gedanken kommen einfach. Gerade wenn man mit dem Thema Tod bereits seine Erfahrung gemacht hat (Beerdigungen, Haushaltsauflösungen von Familienangehörigen) ...

Eine Übersicht schaffen. Das wäre so ein Start finde ich.

Also was habe ich was umbedingt bleiben soll?

Was kann wirklich weg?

Bei welchen Uhren muss ich nochmal überlegen?
 
Big 29

Big 29

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Ich finde mich auch bei bis zu 6 Uhren wieder. :super: Bei deiner Menge würde ich einen Hefter der besseren Übersicht wegen anlegen für die Nachwelt. ;)
 
olderich

olderich

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Hallo,
bin schon siebzig und mache mir nur manchmal solche Gedanken. Habe allerdings auch keine direkten Kinder aber schon Nachkommen, die mal im Nachlass rumwühlen werden (und wenn's SOS-Kinderdorf ist in letzter Konsequenz).
Bei mir ist es so, dass nur 4 Uhren nennenswert was wert sind, eine GO und 3 Rolex. Der restliche "Plunder" (TH, Baume&Mercier, UG, Junghans etc.) ist doch eh nix mehr wert. Meine Frau kennt die Uhrenhändler in der Nähe und weiß, wo sie im Ernstfall hingehen muß. Ebenso meine Modelleisenbahn, einfach an den nächsten Modellverein wenden, die holen das kostenlos ab. Die Musikinstrumente haben auch nur symbolischen Wert.
Und was nach dem Ableben passiert kann einem wirklich erstmal egal sein. Der Leichenbestatter regelt das alles mit der Witwenrente etc. habe da durch meine Eltern genug Erfahrung.
Zu Lebzeiten sollte man leben.
ciao olderich
 
drifter2400

drifter2400

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Liebe Uhrenfreunde,

ich bin zwar noch keine 50 Jahre alt, aber es soll Leute geben, die schon recht zeitig in die ewigen Jagdgründe eintreten. Wenn man eine Sammlung hat, sollte man sich schon auch seine Gedanken machen, was passiert wenn... und nicht einfach alles seinen Nachkommen überlassen.
Hierfür finde ich einen eigenen Account bei Chrono24 nicht schlecht. (ich werde jetzt dafür nicht bezahlt). Hier kann man seine eigene Watchcollection erstellen und man sieht zusätzlich noch, wie sich der Wert der Sammlung entwickelt. Somit kann man davon ausgehen, dass die Nachkommen die schöne Sammlung nicht zum Schleuderpreis verkaufen. Den Zugang zum Account sollte man natürlich auch vorher einem sich Nahe stehenden anvertrauen.

Viele Grüße
Thomas
 
Uhrahn

Uhrahn

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Aaalso, mal ganz nüchtern betrachtet:

Ich habe mir alleine schon aus Versicherungsgründen mal eine Excel Tabelle erstellt.

Diese beinhaltet meine (nennenswerten) Uhren, je Zeile findet man da:
  • Hersteller und Modellbezeichnung (was jeder Laie auf dem Zifferblatt ablesen kann)
  • Referenznummer
  • Seriennummer
  • Herstellungsjahr
  • UvP zum Herstellungsjahr
  • mein Kaufpreis (bei Gebrauchtkauf oder erfolgreicher Verhandlung)
  • aktueller Marktpreis (wird jährlich aktualisiert)
  • Zubehör (eindeutig benannt, um zu verhindern, dass Box, Armband(teile) und Uhr nicht mehr zusammenkommen)
  • Wartungshistorie und Kosten
  • Grund des Kaufs (emotionaler Schnickschnack)
Damit können Deine Hinterbliebenen sicher mehr anfangen, als sich in Dein Hobby einlesen zu müssen.

Man könnte zusätzlich testamentarisch verfügen, wer später welche Uhr bekommen soll, auch da ist so eine Liste äußerst praktisch, um den Hinterbliebenen eindeutig ihre Erblassenschaften zuzuordnen.

Dass diese Liste nicht an die Pinnwand in der Küche gehört, ist sicher keiner besonderen Erwähnung wert :-)

Ansonsten halte ich es so, dass ich Uhren, die mir emotional nichts mehr bedeuten (also auch nicht mehr gefallen), zu günstiger Gelegenheit verkaufe.
Einzig Uhren, die mich zwar emotional nicht berühren, aber einen praktischen Nutzwert haben, bleiben.
So z.B. diverse fette Taucheisen mit elektronischem Zubehör, Quarzmöhren für den harten Einsatz, p.p.


Grüsse

Christian
 
F

Fiasko

Gast
Lieber Gott, lass meine Frau meine Uhren niemals zu dem Preis verkaufen, den ich ihr genannt habe!

Um das zu vermeiden, empfehle ich, zu jeder Uhr ein Bild anzufertigen und darauf den Kaufpreis und den aktuellen Wert der Uhr zu vermerken, ggfs. auch mit dem Hinweis, was alles zur Uhr gehört, bzw. vorhanden ist.

Das hilft im Falle eines Falles ungemein.

Die Idee, sich von all dem zu trennen, was man nicht benötigt, finde ich sinnvoll. Oder anders ausgedrückt: Lieber mit warmer Hand etwas hergeben, als mit kalter.

Ansonsten gilt, rechtzeitig (und damit kann man eben nicht früh genug anfangen, man weiß ja nicht, wann das Licht ausgeht...) alles notwendige besprechen, damit die bessere Hälfte weiß, was zu tun ist, wenn denn der Ernstfall eintritt.
 
F

Fiasko

Gast
@wolke Immer gerne doch!

Aber mal ganz im Ernst, es kann einen schneller treffen, als einem lieb ist. Haben wir im Freundes- und Kollegenkreis in letzter Zeit leider zu oft gemerkt und die "Einschläge kommen immer näher - und bei mir steht die 4 noch vorne, bin also auch noch kein ganz altes Eisen.

Lieber jetzt alles planen und dokumentieren und es an einem sicheren Ort verwahren, wo auch die Gattin und die Kinder dran können - wer sagt uns denn, dass es nicht im schlimmsten Fall mich und meine Frau gleichzeitig trifft, dann stehen die Kinder alleine da.

Wenn man die Sachen dann für die nächsten Jahrzehnte liegen lassen kann, umso schöner.
 
Klausuhr

Klausuhr

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Solche Gedanken über Nachlass bez. der Uhren kommen unweigerlich - kann ich nachempfinden. Wie ich darauf reagiere: VERDRÄNGEN und zwar extrem!!
Es sind deine Uhren, dein Leben, dein Herzblut. Interessiert sich niemand dafür. Nach dem Ableben geht das Leben der Nachkommen weiter - auch ohne kalkulierten Wert der Uhren bzw. deren Umsetzung in Euro.
 
Mueller27

Mueller27

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Ich denke jeder im mittleren Alter versteht was Du meinst.

Ich glaube um eine Uhr für die eigenen Nachkommen bewahrenswert zu machen gibt es keinen anderen Weg als diese Uhr mit Erinnerungen und Emotionen aufzuladen, also vor dem Exit über Jahre oder Jahrzehnte ständig zu tragen. Wenn Familie und Feunde diese eine Uhr so lange bei Dir am Arm gesehen haben, dann nehmen Sie sie auch a als Erinnerungsstück wahr. Tresoruhren sind einfach nur Teil der Erbmasse, egal welchen finanziellen Wert sie haben.

Reduktion der eigenen Uhrensammlung ist also schon mal ein guter erster Schritt.

Carsten

P.S. Was das von Dir angesprochen Problem der Werteinschätzung durch unbedarfte Nachfahren angeht, glaube ich dass dies im Internet-Zeitalter im Grunde gar nicht mehr existiert, erst recht nicht in 20 Jahren.
Vor dem Jahr 2000 war man in der Tat, wenn es um Wert- und Sammlungsgegenstände ging, die kein Mainstream waren, auf Gedeih und Verderb dem Rat von vermeindlichen "Freunden" oder übereifrigen Händlern ausgesetzt. Heute reichen einige (scharfe!!) Fotos aus um schnell an einen ersten groben Preis zu kommen. Zum Beispiel hatte ich vor einigen Jahren mal drei Gemälde gererbt: Kurz ein gutes Foto gemacht, ohne Angabe von Künstler oder Alter an zwei Auktionshäuser mit Online-Portal geschickt und nach einer Woche kamen zwei wirklich brauchbare Werteinschätzungen zurück.
Das geht heute alles viel einfacher und transparenter als früher.
 
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ddee

ddee

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Durchs letzte Türl gehst du immer alleine. Wenn du dich also jetzt schon materiell erleichtern willst mach das. Du solltest in der Gegenwart Freude an deinen Sachen haben und sie nicht als Belastung empfinden.

In meinem eigenen Umfeld haben leider schon so einige Männer vorzeitig die Segel gestrichen. Allesamt Väter mit Familie. Sei es ganz plötzlich (Tod durch Herzinfarkt, Suizid) oder mit einer gewissen Vorlaufzeit (Krebs, Hirntumor). Geht es um Vermögenswerte ist eine kleine Excel-Liste sicherlich eine gute Idee, um die uninformierte Familie nicht ganz im Regen stehen zu lassen.
 
wolke

wolke

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Mensch Leute, Danke für die rege Beteiligung und Eure Antworten! Ich fühle mich verstanden und ernst genommen (jaja, ich trinke auch manchmal Jasmintee. Und weine vor der Glotze - nicht nur beim Fußballgucken).

Die Vorschläge kann ich für mich bisher gut unter einen Hut bringen: Möglichst viele Uhren abgeben und den Rest katalogisieren. Der Weg wird klarer. :super:
 
Big 29

Big 29

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Was Carsten sagt, geht mir auch oft durch den Kopf. Wie ausgeliefert( und nicht nur bei Uhren) war man noch vor den Internetzeiten...da werden wohl Unsummen von Unwissenden die Taschen vieler Händler gefüllt haben.
 
G

Gödel

Gast
Mein Patentrezept: Verdrängen und sich die Welt schön saufen.

Mein Plan: ich gehe davon aus das ich etwas Zeit habe, bevor ich munter in die Kiste hüpfe. Also genug Zeit die Ticker für die Erben zu versilbern.

Mein Rat: Mach wie Du es Dir denkst. Verkauf alles bis auf den harten Kern. Hört sich jedenfalls nach nem Plan an :-)
 
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