Uhrenbestimmung Etwa 100 Jahre kann mir jemand Details mitteilen?

Diskutiere Etwa 100 Jahre kann mir jemand Details mitteilen? im Taschenuhren Forum im Bereich Taschenuhren; Hallo an die Vintage - Spezialisten! Kann mir bitte jemand mehr über die Uhren berichten: Hersteller, wer bekommt die wieder zum Laufen und was...
#1
confettarum

confettarum

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Hallo an die Vintage - Spezialisten!

Kann mir bitte jemand mehr über die Uhren berichten: Hersteller, wer bekommt die wieder zum Laufen und was kann das in etwa kosten?

Die erste stammt von meinem Urgroßvater und war eine Anerkennung der Eisenbahn.
Die Krone läßt sich ziehen, Handaufzug funktioniert, die Zeiger lassen sich verstellen, läuft aber nicht.

gh (2).JPG

gh (1).JPG

Die zweite ist von meiner Urgroßmutter, da geht gar nix mehr. Halt die Krone dreht noch und man kann sie aufziehen.

kh2.JPG

kh3.JPG

kh.JPG

Vielen Dank schon mal.
Grüße aus Österreich, Karl
 
#2
Ruebennase

Ruebennase

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Hallo Karl,

die obere ist von Cyma Watch Co /Tavannes watch co aus der Schweiz La Chaux-de-Fonds. Diese beiden rechtlich unabhängigen Firmen haben damals so eng zusammen gearbeitet, dass sie quasie als Eine auf traten. Nun zu Cyma , von der das Werk stammt muß man dir ja nichts weiter sagen. Lt. mikrolisk wurde dieses Logo 1914 registriert. Je nach Größe des Werkes ist es so eines hier bidfun-db Archiv: Uhrwerke: Cyma 19'''2B. In diesem Fall steht bei Ranft 8 Steine das würde bedeuten, dass die nicht sichtbaren Zifferblattseitigen Lager außer bei der Unruhe ncht besteint sind und der Anker soll Stahlpaletten haben..hmm.. guck mal ob Du etwas erkennen kannst. So etwas wurde gemacht :-). Das Alter der Uhr würde ich frei aus dem Bauch 1920-30 ein schätzen wollen.

Bei der wohl aus Silber bestehenden Damensavonnette muß ich komplett die Segel streichen. Schweizer Zylinderwerk um 1980 - 1915 würde ich mal behaupten wollen. Sieht auch nach 8 Steinchen aus, was allerdings bei dieser Hemmung durchgesteinte Zapfenlager bedeutet.


Was kann eine Instandsetzung kosten...bei deiner komplexen Fehlerdiagnose ist Kaffeesatzlesen nicht unpräziser. Das kann wirklich nur ein fähiger Uhrmacher sagen, wenn er sie untersucht und manchmal fällt dann doch noch unverhoftes Unbill an, wenn das Werk zerlegt wird. Bei der Damenuhr sehen die Schraubenköpfe leider so aus, als wenn Mr. Ungeschickt im Laufe der Jahrzehnte schon mal dran war. Das bedeutet oft auch Unbill im Werk.

Wenn die Unruhen willig hin und her drehen, wenn Du die Uhr sanft in der Hand bewegst und nicht eiern hast Du eine Chance, dass beide "nur" zerlegt gereinigt und frisch geölt werden müssen sowie eine neue Aufzugsfeder für die Dame. Davon würde ich allerdings erfahrungsgemäß nicht unbedingt aus gehen.

Liebe Grüße
 
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#4
confettarum

confettarum

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Noch ein Detailbild wegen der Lager!

Werk detail.JPG

Die roten Pfeile markieren die Lager welche so Lila erscheinen wie die oberen und zum grünen Pfeil seh ich nicht hin.
 
#5
Ruebennase

Ruebennase

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Dann dürfte das wohl ein 15 Steinchen Werk sein :-). Das Minutenrohr ist üblicherweise nicht steingelagert und da werksseitig sichtbar auch kein Stein ist, wäre es auch sinnfrei. Somit hat dein Großvater also keines von den "Blink Blink " Werken, die nur sichtbar an den Zapfenlagern durchgesteint sind und so besser scheinen als sein. 15 Steine sind für eine Gebrauchsuhr mit Ankerhemmung die gute soilde Mittelklasse. Alle empfindlichen Zapfen sind in stabilen reibungsarmen Lagern. Das kannst Du mit den "normalen" Handaufzügsuhren vergleichen, außer das die kleine Sekunde direkt auf dem Sekundenradzapfen sitzt und ab ca. 1940/50 quasie alle Armbanduhren eine Kraftableitung für die Zentralsekunde (direkt oder indirekt) haben.

Das was ich auf der Makroaufnahme sehe, sieht gut aus. Drück dir die Daumen, dass das Werk nur verharzt ist.

Liebe Grüße
 
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