ETA 2824 Problem

Diskutiere ETA 2824 Problem im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, Ich habe mit einer ca. 15 Jahre alter Uhr folgendes Problem... Das 2824 läuft eigentlich tadellos, bleibt aber seit kurzem stehen...
larskugler

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Hallo,

Ich habe mit einer ca. 15 Jahre alter Uhr folgendes Problem...
Das 2824 läuft eigentlich tadellos, bleibt aber seit kurzem stehen, obwohl die Unruhe schwingt.
Wenn ich die Uhr auf den Kopf stelle, also ZB nach unten, läuft die Uhr.
Sobald ich sie wieder drehe steht sie. . .

Kann mir jemand weiterhelfen?
Besten Dank schonmal vorab ;-)
lars
 
falko

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Wenn die Unruh nach dem Stehenbleiben noch schwingt, scheidet ein gebrochener Unruhzapfen aus. Ich vermute eher, dass der Kraftfluss im Räderwerk unterbrochen ist. Beim 2824 würde ich da mal im Bereich Sekundenrad suchen.
 
Chev Chelios

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Hallo!

Bei dem Valjoux 7750 in der IWC meines Vaters war ähnliches Problem.

Grund: Werk zwar wenig gelaufen seit Kauf (1989), aber trotzdem Verschmutzung, v.a. des Ankerrades und auch des Ankers. Sah man eigentlich erst unter der Vergrößerung richtig, da können sich richtige Dreck-"Berge" ansammeln, die dann auch zum Stillstand führen können.

Seit der Revision (selfmade) läuft die IWC wieder prima.

Wie Falko schon schrieb: Stichwort Kratftfluss- da langt auch ein Fremdkörper in den Zahnflanken, um die Uhr abzuwürgen.
In der Hemmung ists halt besonders kritisch.

Hast Du die Möglichkeit, das Werk zu begutachten?
 
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larskugler

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Erst mal danke für die raschen antworten!!
Bin zwar kein uhrmacher, habe das werk aber schon draussen...
Werde es mal genauer anschauen... Ich denke da muss ich das schwungrad abnehmen, oder?
 
falko

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Du musst den Rotor abschrauben, dann das Automatik-Modul. Nach Ausbau der Unruh und des Ankers kannst Du den Freilauf des Räderwerkes prüfen. Wenn Du mit diesen Arbeiten keine Erfahrung hast, kann ich Dir nur empfehlen, einen Uhrmacher aufzusuchen.
 
larskugler

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Habe den rotor abgenommen.
Dann wollte ich die erste "brücke" abnehmen und habe das grob verzahnte Aufzugsrad in angriff genommen. Die schraub hat sehr fest gesessen, jetzt dreht sie sich, kommt aber nicht raus.
Komischerweise läuft die uhr jetzt wieder in allen lagen. Evt. Hat da nur diese schraube etwas zu stark festgesessen. . . Obwohl sie ja nicht raus kommt????
Naja, werde die uhr beobachten ;-)
Da bin ich mal gespannt ob das schon alles war!
Lg
Lars
 
falko

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An der Schraube hattest Du nicht verloren (ich vermute die Kronradschraube). Nun hast Du das Gewinde abgerissen (Linksgewinde). Mit dem Laufverhalten hat das Kronrad nicht das Geringste zu tun. Nun brauchst Du eine neue Grundplatine, da sich der Schraubenstumpf kaum entfernen lässt.
 
Mechanikles

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Ich nehme mal an, daß Du diese Schraube meinst:

eta2824c.jpg

Das ist die, die falko meint. Das Ding hat ein Linksgewinde und die hat vermutlich nun einen abgescherten Kopf...

Grüße, Frank.

Edit:
Bild ausgeliehen von Chronometrie.com
 
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larskugler

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Ja, das ist genau die schraube . . . Komischerweise läuft die uhr jetzt tadellos:shock:
Bin eben eine neue generation uhrmacher . . . Mit heilenden händen :-D
 
Mechanikles

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Ich befürchte, daß Dir der abgedrehte Schraubenkopf irgendwann lose im Werk umherfliegen wird und das Kronrad wird ohne Schraube vermutlich auch nicht "ortsnah" verweilen.
Lose Teile im Werk verursachen logischerweise dann auch Blockaden und Schäden.:-(
 
larskugler

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Ja, das denke ich auch, aber im notfall habe ich bei einer anderen uhr die ich kaum trage auch das 2824er verbaut... Dann kann ich noch wechseln 8-)
 
falko

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Bin eben eine neue generation uhrmacher . . . Mit heilenden händen :-D
Heilende Hände sind für den Uhrmacher sehr wichtig. Mindestens genau so wichtig ist aber ein Hirn, das der Uhrmacher tunlichst einschalten sollte, bevor seine heilende Hände Aktionen an Uhren vornehmen.;-)
Was ich damit sagen will: man kann viel kaputt machen, wenn man ohne Kenntnisse und Überlegung zu Werke geht.:-(
 
diveros

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Meinen Respekt vor jedem der den Mut hat sich ohne ausreichendes Wissen an ein Uhrwerk wagt.

Ich habe noch nicht mal ein Gehäuse geöffnet.............
 
Haider

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Das Kronrad hat beim 2824 auch die Funktion des Sperren des Sperrrades.
Wenn sich das Rad selbstständig macht, wirds problematisch,da Zugfeder sich augenblicklich entspannt und somit für weiteren Schaden sorgen kann.
Der Schraubenbolzen sollte sich aus der Federhausbrücke entfernen lassen.

Gruss
Karsten
 
larskugler

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image.jpg

Genau genommen ist das rad ja durch die brücke noch geschützt... Kann also nicht rausspringen.
Ich denke es ist wie bei grösseren schrauben die überdreht werden... Das gewinde wird vermurkst sein, aber ohne gewalt geht eine solche schraube trotzdem nicht runter.
Was mich trotzdem wundert ist, das jetzt alles tiptop funktioniert:shock:
Vorher, als die schraube noch zu(oder zu stark festgefressen war) lief die uhr nur noch mit der position zb unten... Sobald sie z.b. Zifferblatt zu mir... Ist der sekundenzeiger stehen geblieben, die unruh lief aber weiter.... Haha ... Doch heilende hände :lol::klatsch: scherz!
 
Marfin

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Hast Du mal die Zeigerfriktion überprüft? Oder kann es sein, dass bei Zifferblatt oben Dein Sekundenzeiger am Minutenzeiger hängen geblieben ist?
Jetzt, da Dein Werk ausgebaut ist, sind wahrscheinlich auch ZB und Zeiger unten, da könnte dann alles problemlos durchlaufen. Es gibt da schon noch einige mehr Fehlerquellen... ;-)
 
larskugler

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@martin, nein der sek.zeiger streift nirgens das habe ich anfangs auch vermutet...
 
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