ETA 2824 Gangreserve 38h -> 50h ?

Diskutiere ETA 2824 Gangreserve 38h -> 50h ? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Diese Zeitwaage habe ich auch verwendet und folgende Werte erhalten, die den Deinigen nahe kommen bei Vollaufzug. Mit diesen Werten führt die...
#21
30 kHz

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Diese Zeitwaage habe ich auch verwendet und folgende Werte erhalten, die den Deinigen nahe kommen bei Vollaufzug. Mit diesen Werten führt die Messung über 5 Tage zu einer Abweichung von rd. 1 s/d, was mich doch einigermaßen überrascht.

Danke für Deine Messung :super:.

Gruß Dirk
 

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#22
ETA2824

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Diese Zeitwaage habe ich auch verwendet und folgende Werte erhalten, die den Deinigen nahe kommen bei Vollaufzug. Mit diesen Werten führt die Messung über 5 Tage zu einer Abweichung von rd. 1 s/d, was mich doch einigermaßen überrascht.

Danke für Deine Messung :super:.

Gruß Dirk
Das ist schon möglich.
Meine beschränkten Erfahrungen und die Diskussionen mit Uhrmachern haben ergeben, dass drei Lagen wesentlich sind:

Krone unten: Beim Gehen und beim Stehen
Zifferblatt oben: Sitzend am Tisch, zwischenzeitliches Ablegen (allenfalls während der Nacht)
Krone links (Uhr auf dem Kopf, Werk hängend): Bei Schreibtischarbeit, Arm auf dem Tisch, sitzend

Das arithmethische Mittel aus den drei Lagen gibt schon mal einen guten Anhaltspunkt, was am Arm erwartet werden kann. Der erhöhte Widerstand beim Bewegen der Uhr und die deutlich höhere Materialtemperatur durch den Arm ergeben dann oft nochmals zusätzliche Einflussfaktoren. In aller Regel sind mechanische Uhren getragen nochmals etwas langsamer als statisch gemessen.

Dazu noch die Tragwerte der gleichen Uhr mit der gleichen Reglage:

Bildschirmfoto 2019-03-03 um 00.40.26.png

Gruss, Jörg
 
#24
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Fein, da beginnt die Vorlesung Statistik ;-) Betrachtet man die Freiheitsgrade, die das System hat, wird die Untersuchung schon gewaltig:shock:

Habe ich Deine Aufzeichnung richtig verstanden?

Zu Beginn der Prüfung (13.11.) hast Du das Werk voll aufgezogen und in der Folgezeit ganz normal getragen, ohne erneut aufzuziehen.

Nach Vollaufzug hast Du zweimal täglich die Abweichung festgehalten, die sich zu 8 s addiert über die rd. 5 d. Richtig? Demnach ergibt sich eine mittlere Abweichung von rd. 1,6 s/d, also ein hervorragender Wert. Da die Abweichung fluktuiert, hast Du noch die min/max Werte bestimmt, die dann zwischen -1...-2 s/d liegen.

Da ist ein Elabore- oder Top-Werk tätig?

Die Sache mit den bevorzugten Lagen: Seiko gibt ja in den technischen Unterlagen an, daß der Rotor relativ zum nachfolgenden Räderwerk in einer bestimmten Anordnung zueinander eingebaut werden soll. Damit wird man den "normalen" Tragegewohnheiten Rechnung tragen. Theoretisch sollte dann aber differenziert werden zwischen Links- bzw. Rechtstragen der Uhr, oder?

Sonntägliche Grüße Dirk
 
#25
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@ omega511

Sorry, hab Deinen Kommentar zu spät gelesen, aber trotzdem in meinem #24 berücksichtigt :super:
 
#28
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Auch Rechtsträger können die Uhr mit der Krone nach unten tragen ... :ok:
Ja, Jörg, das können die! Aber! Sie dürfen keine Schreibtischarbeit ausüben (ist eh schlecht für den Rücken!).


...
Krone links (Uhr auf dem Kopf, Werk hängend): Bei Schreibtischarbeit, Arm auf dem Tisch, sitzend
...
Hängt der rechte Arm aber nach unten und schreibt unser Freund mit der linken Hand, ist das Problem sinnbildlich vom Tisch :ok:
 
#29
bugelmuc
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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit einem ETA 2824 und bin etwas ratlos (eigentlich untertrieben :-) )
Die Uhr ist ein Formex Diver 7030 mit verbautem ETA 2824-2 Werk. Von Zeit zu Zeit überprüfe ich meine Uhren auf der Zeitwaage. Bei dieser Uhr stellte ich fest, dass sie in fast allen Lagen auf der Zeitwaage 4 - 22 sec/Tg im + lag, aber trotzdem zu langsam geht.
Woran kann das liegen?
An der Zetiwaage kann es nicht liegen, da die Uhren richtig angezeigt werden. Ich vermute, dass es am Werk liegt. Nur, was kann es sein?

Vielen DAnk für Eure Hilfen und Meinungen.

Liebe Grüße
Christian
 

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#30
eretmodus
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Meine das man das ETA 2824 doch ab Werk mit bis zu 50 Stunden Gangreserve bestellen konnte.
Die Sinn U200 hatte doch zumindest so ein Top Grade zu Anfang verbaut.
Habe das bei meiner zwar nicht nachgemessen, bin mir aber relativ sicher, daß die damals mit super Gangwerten und eben diesen 50 Stunden Gangreserve beworben wurde.
 
#33
ETA2824
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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit einem ETA 2824 und bin etwas ratlos (eigentlich untertrieben :-) )
Die Uhr ist ein Formex Diver 7030 mit verbautem ETA 2824-2 Werk. Von Zeit zu Zeit überprüfe ich meine Uhren auf der Zeitwaage. Bei dieser Uhr stellte ich fest, dass sie in fast allen Lagen auf der Zeitwaage 4 - 22 sec/Tg im + lag, aber trotzdem zu langsam geht.
Woran kann das liegen?
An der Zetiwaage kann es nicht liegen, da die Uhren richtig angezeigt werden. Ich vermute, dass es am Werk liegt. Nur, was kann es sein?

Vielen DAnk für Eure Hilfen und Meinungen.

Liebe Grüße
Christian
Meine Certina mit dem 2824-2 läuft auf der Zeitwaage deutlich zu schnell und im statischen Lagen-Test (24h pro Lage) kumuliert sie über +50 Sekunden. 24/7 getragen läuft sie +2.5 s/day.

Auch andere verwandte Werke wie das 2836 und das 2801 reagiern überaus heftig auf Bewegung. Über den Daumen gepeilt sollte ein 28er-Werk auf der Zeitwaage rund 5-8 s/day Vorgang haben, damit es am Arm präzise läuft.

Von allen Werken in meinem Zoo reagiert kein einzige so heftig auf Bewegung wie die 28er Serie von ETA. Ist auch kein ganz taufrisches Werk mehr. Der Nachfolger ETA C07 ist da um Welten stabiler.
 
#35
Milschu
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Hallo,

1. Ich denke das der Hersteller das bewusst mit der Gangreserve so gemacht hat. Ich würde da nichts modden, zumal das was da angeboten wird mir sehr zweifelhaft vorkommt.

2. Hat es seine Richtigkeit mit den Angaben Post 20?, in meiner Liste steht das ETA 2824 Lift Angle 53° allerdings nur 21600 er Frequenz. Ich kann zu dem 2824-2 nichts finden, was den Hebewinkel betrifft.

Gruß Lothar
 
#37
watchhans
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Ich glaube auch, daß eine komplette Revision, neues Federhaus, einiges bringen würde.
So ging es zumindest mir mit einem älteren 2824-2, verbaut in einer Candino. Bei einem Seminar bei Herrn Flüthe habe ich gleich Nägel mit Köpfen gemacht und das Werk nicht nur verziert, sondern dabei ja auch gleich komplett überholt.
Ein neues Federhaus hatte ich mir im Vorfeld bestellt und dann zum Seminar mitgenommen.
Die Gangwerte waren danach wieder top.
P.S. ich glaub, eine neue Glasdichtung am Sichtboden wär auch nicht schlecht:hmm:
 
#38
Milschu
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Hallo Lothar,

der Winkel beim ETA 2824-2 beträgt 50° (siehe #20).

Gruß Dirk
Hallo Dirk,

in Post 20 ist er mit 50° angegeben. Was ist das denn für eine Angabe? Eine selbst erstellte Tabelle von dem, der die Messung gemacht hat?

Ich sagte ja lediglich nur, das für das Caliber 2824 in der Hebewinkel Tabelle Position 927 Caliber 2824 der Hebewinkel mit 53° an gegeben wird.
Nachzulesen in der Exel Tabelle > www.hiltibrant.de/uhren/werkstatt/hebewinkel.xls < . Dass das 2824-2 wahrscheinlich andere Werte hat ist an zu nehmen, aber in der Tabelle nicht zu finden, deswegen meine oben gestellte Frage.

Gruß Lothar
 
#39
30 kHz
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Hallo Dirk,

in Post 20 ist er mit 50° angegeben. Was ist das denn für eine Angabe? Eine selbst erstellte Tabelle von dem, der die Messung gemacht hat?
Davon ausgehend, daß ETA die Werte kennt, habe ich deren Werte übernommen.

CT_2824-2_ESI_481825_24.pdf

Dort - oder eventl. auch woanders - findest Du die Unterlagen zu dem Werk.

Gruß Dirk
 
#40
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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1. Ich denke das der Hersteller das bewusst mit der Gangreserve so gemacht hat. Ich würde da nichts modden, zumal das was da angeboten wird mir sehr zweifelhaft vorkommt.
Falls Du das neue Federhaus aus Fernost meinst, das die Gangreserve erhöhen soll: da habe ich bisher nur gutes von gehört. Soll wohl echt funktionieren.
 
Thema:

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