ETA 2824 Gangreserve 38h -> 50h ?

Diskutiere ETA 2824 Gangreserve 38h -> 50h ? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Hallo liebe Forenten, auf der Suche nach Ersatzteilen für ein ETA 2824-2 bin ich auf diese Angebot in der Bucht gestoßen: Umbausatz ETA 2824-2 für...
#2
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Federhaus, Federhaus Brücke und Sperrrad?
 
#3
D

Deep-Diver

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Ich vermute einmal, dass die Feder hier besonders ist, was man ja so gar nicht erkennt. Das Federhaus darf ja nur die gleiche Baugröße haben.

Habe das Angebot auch gesehen und ehrlich gesagt, fehlt mir für meine Verwendung der Sinn für einen solchen Umbau. Das 2824 ist ja kein kompliziertes Uhrwerk bei dem man schnell Datum und Uhrzeit eingestellt hat.
 
#4
LemmyDanger

LemmyDanger

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Ist schon Richtig, ist schnell eingestellt. Aber übers WoEnde abgelegt, um eine andere „Schöne“ ans Licht zubringen, hat was!
Am Montag wieder umgeschnallt, kurz geschüttelt und los gehts...
Bei den HighEnd-Werken sind Laufzeiten von 60, 70 oder 80h++ schon gegeben.
Diesen Schritt auch in einem Standardwerk zu haben, ist Reizvoll finde ich.
 
#7
B

Boris1

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Kann es sein, dass der Federkern eine andere Form hat?
 
#8
30 kHz

30 kHz

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Tja. Dann sollte das mal jemand probieren. Freiwillige vor.
:lol::lol::lol:

In meiner laienhaften Vorstellung geht das doch nur, wenn die Feder stärker ist (Anzahl Zähne und Federhaus-Maße bleiben). Das bedeutet doch, daß die Lagerdrücke steigen. Ist das Sinn der Sache?

Zum anderen: bei mir erreiche ich beim 2824 Amplituden zwischen 220 und 250 (ZiffBlatt oben), also keinen Vollaufzug beim normalen Tragen (ich spiele nicht Tennis). Was würde eine stärkere Feder bringen? Wahrscheinlich eine geringere Amplitude, oder? Dann bewegen wir uns im Thema Isochronismus. ALso mir erschließt sich der Sinn der ganzen Übung nicht.

Bitte um Aufklärung des Grübelnden ;-)

Gruß Dirk
 
#9
Uhrmichel

Uhrmichel

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Glaube nicht das die Feder stärker ist, dass würde ja das Drehmonet erhöhen, aber durch den im Durchmesser kleineren Federkern gibt es mehr Freiraum für die Feder und es sind bis Vollaufzug mehr Umdrehungen möglich.
Kann funktionieren, entspricht halt nicht der alten Uhrmacherregel 1/3 Feder-1/3 Federkren-1/3 Freiraum.
Ob es dadurch zu einer stärkeren Belastung der Zugfeder kommt wird die Zeit zeigen.

Grüße aus Rhein/Main

Michael
 
#11
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Nicht unbedingt. Wenn der Federkern kleiner ist (wie Uhrmichel schon sagte) kann die Feder etwas länger sein.
 
#12
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Glaube nicht das die Feder stärker ist, dass würde ja das Drehmonet erhöhen, aber durch den im Durchmesser kleineren Federkern gibt es mehr Freiraum für die Feder und es sind bis Vollaufzug mehr Umdrehungen möglich.
Kann funktionieren, entspricht halt nicht der alten Uhrmacherregel 1/3 Feder-1/3 Federkren-1/3 Freiraum.
Ob es dadurch zu einer stärkeren Belastung der Zugfeder kommt wird die Zeit zeigen.
Auau, Michael, da habe ich einen Denkfehler begangen. Jetzt, wo es wieder hell wird draußen, ist mir klar, daß es auf die Anzahl Windungen ankommt, da sich ja an den Übersetzungen nichts ändert.
Dank auch für die alte Uhrmacherregel! :ok: Die kannte ich auch nicht. Nicht umsonst ist das Uhrmacherhandwerk ein Lehrberuf, dem sich nach der Lehre die praktische Erfahrung anschließt.

Gruß Dirk
 
#13
Spitfire73

Spitfire73

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Ich verstehe den Sinn des Umbaus nicht ganz. Die meisten meiner 2824 laufen ab Werk und nach Vollaufzug schon bis zu 44 Stunden. Kaum eines steht wirklich nach nur 38 Std. Und die 50 Stunden sind doch irgendwie nichts Ganzes und nichts Halbes als das mich da per Umbausatz und Uhrmacherlohn eine Bastelwastellösung reizen könnte. Wo kommt man da preislich ungefähr heraus? Umbausatz + Lohn = rund 150 Euro?

Gruß
Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
#15
ETA2824

ETA2824

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Ich vermute einmal, dass die Feder hier besonders ist, was man ja so gar nicht erkennt. Das Federhaus darf ja nur die gleiche Baugröße haben.

Habe das Angebot auch gesehen und ehrlich gesagt, fehlt mir für meine Verwendung der Sinn für einen solchen Umbau. Das 2824 ist ja kein kompliziertes Uhrwerk bei dem man schnell Datum und Uhrzeit eingestellt hat.
Und wenn die Gangreserve kritisch sein sollte, könnte man ja auch eine Powermatic80-Uhr mit dem ETA C07 kaufen, dann verlängert sich das nicht um 10-20% sondern verdoppelt sich gerade ...
Und einen guten Grund, sich "wieder Mal" eine neue Uhr zu gönnen hat man auch frei Haus. :super:
 
#16
K

Kuolema

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Die Gedanken des TE machen durchaus Sinn. Wenn ich bedenke, dass meine Uhr mit einem Powermatic80 nach gerade mal 65 Stunden in die Knie geht, .....

Sollte nicht jede automatisch angetriebene Uhr die bestmögliche Gangreserve haben bzw. bekommen? Philosophische Frage ;-)
 
#17
ETA2824

ETA2824

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Die Gedanken des TE machen durchaus Sinn. Wenn ich bedenke, dass meine Uhr mit einem Powermatic80 nach gerade mal 65 Stunden in die Knie geht, .....
Dann ist die Uhr defekt. Bei mir sieht das systematisch und reproduzierbar gemessen so aus:
H-10 (ETA C07.611) in der Hamilton Khaki Navy Pioneer: 84 Stunden
Powermatic80 (ETA C07.111) der Tissot PR-100: 83 Stunden
Powermatic80 (ETA C07.111) der Certina DS Action Diver: 91 Stunden
Alle Werte nur auf letzte ganze Stunde abgerundet.

Und nein. Bei keiner dieser drei Uhren war die Gangreserve auch nur ein Kriterium für die Kaufentscheidung. Ich wollte das Ansinnen des OP in keiner Weise in Frage stellen. Wenn er das handwerklich bewältigen kann, macht das für ihn evtl. Sinn.
 
#18
ETA2824

ETA2824

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:lol::lol::lol:

In meiner laienhaften Vorstellung geht das doch nur, wenn die Feder stärker ist (Anzahl Zähne und Federhaus-Maße bleiben). Das bedeutet doch, daß die Lagerdrücke steigen. Ist das Sinn der Sache?

Zum anderen: bei mir erreiche ich beim 2824 Amplituden zwischen 220 und 250 (ZiffBlatt oben), also keinen Vollaufzug beim normalen Tragen (ich spiele nicht Tennis). Was würde eine stärkere Feder bringen? Wahrscheinlich eine geringere Amplitude, oder? Dann bewegen wir uns im Thema Isochronismus. ALso mir erschließt sich der Sinn der ganzen Übung nicht.

Bitte um Aufklärung des Grübelnden ;-)

Gruß Dirk
Dass Du das 2824 nicht durch Tragen zum Vollaufzug bringst, erstaunt mich jetzt aber. Selbst als Bürohengst habe ich damit keine Probleme.

Folgenden Test mit Kaltstart an einem ganz normalen Arbeitstag habe ich mit
meiner Certina DS-1 von 2017 mit einem ETA2824-2 gemacht:

20.08.18 07:40 Uhr an, leer, kein man. Aufzug
20.08.18 19:00 Uhr abgelegt n. Typ. Arb.tag
21.08.18 22:14 Stillstand; 27:14 h Gangres. geladen

Nach 11:20 h Tragen an einem "normalen" Tag ergaben sich 27 h Gangreserve.
Voll erreicht die Uhr 40 Stunden.

Gruss, ETA2824
 
#19
30 kHz

30 kHz

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Grüetzi ETA2824,

danke für die Nachricht und Deinen Versuch! :klatsch:

Das heißt, daß Deine Uhr nach einem "Normtag" bei einem "Ladezustand" von knapp 70% ankommt. Ich denk mal, damit läuft sie in einem sehr guten mittleren Bereich, denn bei ständig 100% wäre der Verschleiß vermutlich höher als notwendig. Würdest Du die Uhr länge tragen, würde ich erwarten, daß sich der Ladezustand asymptotisch an die 100 % annähert. Ob das so ist?

Interessant wäre zu wissen, welche Amplitude das Werk nach dem "Normtag" erreicht. Hast Du eine Zeitwaage und könntest das mal messen?

Bei meinem Werk ist es ja so, daß die Amplitude nach händischem Vollaufzug bei knapp 300° liegt und dann in getragenem Zustand auf Werte zwischen 220 (morgens nach dem Anlegen) und 250 abfällt. (Dabei liegt die Abweichung je nach Sonnenstand zwischen 0 s/d und +1 s/d, der Abfall zwischen 0,1 und 0,2 ms, Hebewinkel 50° gewählt)

Gruß Dirk ;-)
 
#20
ETA2824

ETA2824

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Grüetzi ETA2824,

danke für die Nachricht und Deinen Versuch! :klatsch:

Das heißt, daß Deine Uhr nach einem "Normtag" bei einem "Ladezustand" von knapp 70% ankommt. Ich denk mal, damit läuft sie in einem sehr guten mittleren Bereich, denn bei ständig 100% wäre der Verschleiß vermutlich höher als notwendig. Würdest Du die Uhr länge tragen, würde ich erwarten, daß sich der Ladezustand asymptotisch an die 100 % annähert. Ob das so ist?

Interessant wäre zu wissen, welche Amplitude das Werk nach dem "Normtag" erreicht. Hast Du eine Zeitwaage und könntest das mal messen?

Bei meinem Werk ist es ja so, daß die Amplitude nach händischem Vollaufzug bei knapp 300° liegt und dann in getragenem Zustand auf Werte zwischen 220 (morgens nach dem Anlegen) und 250 abfällt. (Dabei liegt die Abweichung je nach Sonnenstand zwischen 0 s/d und +1 s/d, der Abfall zwischen 0,1 und 0,2 ms, Hebewinkel 50° gewählt)

Gruß Dirk ;-)
Hier die letzten zwei Messungen auf der Zeitwaage. Beide allerdings bei Vollaufzug.
Vollaufzug ist der "Normalzustand" einer Automatik-Uhr und auch die Regulierung
sollte m.E. und so habe ich das auch immer verlangt, auf den Vollaufzug ausgelegt sein.

Bildschirmfoto 2019-03-02 um 10.38.58.png

Die Zeitwaage ist eine brandneue Weishi 1900.
 
Thema:

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