ETA 2824-2 Werk regulieren

Diskutiere ETA 2824-2 Werk regulieren im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Hallo zusammen, ich habe u.a. eine Automatik-Uhr (ETA 2824-2), die taeglich 3-4 Sekunden nachgeht. Das stoert mich ein wenig, auch wenn ich...
#1
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ricci007

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Hallo zusammen,

ich habe u.a. eine Automatik-Uhr (ETA 2824-2), die taeglich 3-4 Sekunden nachgeht. Das stoert mich ein wenig, auch wenn ich weisz, dass dieser Wert eigentlich okay ist.

Darum meine Frage, kann ich bzw. der Uhrmacher (zweiteres ist wahrscheinlich wahrscheinlicher :D) die Uhr etwas regulieren, sodass sie vielleicht taeglich etwas vorgeht (das waere fuer mich nicht so schlimm) bzw. kann man die Uhr noch genauer einstellen?

Danke schonmal im Voraus fuer euere Posts.

Grusz,

ricci007
 
#2
Junnghannz

Junnghannz

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Hallo ricci007!

Wenn Deine Uhr eine gewisse Einlaufzeit hinter sich hat (zwei bis drei Monate sollten es schon sein), dann läßt sich das ETA-Kaliber mittels Exzenterschraube natürlich nachregulieren.

Wenn Dein Uhrmacher so nett ist wie meiner und Du bei ihm guter Kunde bist, dann tut er dies vielleicht sogar umsonst... 8)

Wenn Du Dich traust, kannst Du es auch selbst einregulieren; dafür brauchst Du aber etwas Geduld, eine ruhige Hand und einen guten Gehäuseöffner!

Auf jeden Fall läßt sich dieses Uhrwerk noch etwas vorregulieren - ich nehme an, 3-4 Sekunden Vorgang pro Tag wären für Dich in Ordnung!

Viele Grüße

Wolfgang
 
#3
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ricci007

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Danke Junnghannz fuer die Antwort. Ja, 3-4 Sekunden Vorgang waere in Ordnung.

Was wird denn da verstellt, wenn man das Uhrwerk schneller bzw. langsamer regulieren will? Interessiert mich, aber ich gluabe ich gehe dann mit der Uhr doch zu meinem Uhrenmacher :D.
 
#4
Junnghannz

Junnghannz

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Man kann beim ETA 2824-2 die Exzenterschraube in Richtung "+" oder "-" verstellen. Im ersten Fall wird dadurch der Rückerhebel, der die aktive Länge der Unruhspirale begrenzt, so verstellt, daß sich diese freie Länge verkürzt; die Unruh schwingt daher schneller. Im zweiten Fall verlängert der Rückerhebel diese Länge, so daß die Unruh langsamer schwingt.

Mittels einer Zeitwaage kann man anschließend sofort überprüfen, inwiefern sich das Gangverhalten in einer bestimmten Lage durch das Regulieren verändert hat.

Besitzt man (wie wohl die meisten Uhrenliebhaber) keine Zeitwaage, so muß man eben über mehrere Stunden hinweg den Gang der Uhr beobachten und gegebenenfalls die Einstellung korrigieren. Ich habe schon mehrere Uhren mit Poljot- und Seiko-Kalibern mit recht gutem Erfolg einregulieren können. Beim Regulieren ist darauf zu achten, daß schon sehr geringe Veränderungen (Zehntelmillimeter) am Rückerhebel deutliche Gangveränderungen der Uhr zur Folge haben können.

Viele Grüße

Wolfgang
 
#5
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ricci007

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Ah, so funktioniert das. Na, ich denke wegen fehlender Zeitwaage lasse ich das lieber den Uhrenmacher machen :D.

Danke nochmal fuer die ausfuehrliche Antwort.
 
#6
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Swissmade

Guest
Hallo ricci007,

ähm, bitte verzeih, aber 3 bis 4 Sekunden und Du willst allen Ernstes nachregulieren lassen??

Eine gewisse Toleranz ist bei mechanischen Uhren doch ganz normal, und die von Dir angegebene Spanne ist doch eigentlich minimalst, oder? Wenns jetzt 20 Sekunden wären, könnte ich das ja verstehen, aber drei, maximal vier?

Natürlich musst Du selbst wissen, was Du tust - aber die Zeit und das Geld würd ich mir ehrlichgesagt sparen...

Gruss,
swiss
 
#7
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ricci007

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Nein, Swissmade! Ich weisz das die Gangabweichung minimalst ist. Mich stoert nur der Nachgang.... das ist alles :).
 
#8
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Swissmade

Guest
Ja, das hattest Du geschrieben. Fände es nur irgendwie schade, wenn Deine schöne Uhr statt den drei bis vier Sekunden nachlaufen dann nach dem Regulieren zehn Sekunden vorliefe... aber man soll das Ganze ja angeblich auf auf null bis zwei Sekunden Vorlauf bringen können. Da ist halt dann die Qualität Deines Juweliers gefragt :wink:

Gruss,
swiss
 
#9
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ricci007

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Bis jetzt vertraue ich eigentlich meinem Juwelier. Aber du hast mich doch ein wenig verunsichert, wenn ich ehrlich sein soll :(.
 
#10
S

Swissmade

Guest
Auweia, verunsichern wollt ich Dich natürlich nicht!

Was ich sagen wollte: mich würden die drei bis vier Sekunden egal in welche Richtung persönlich überhaupt nicht stören und ich würde die Uhr ganz sicher nicht zum Einstellen geben. Es sind mechanische Uhren, die haben eben etwas Abweichung. Und ich freue mich sogar, wenn ich die Dinger ab und zu mal stellen kann :wink:

Aber das musst Du selbst beurteilen. Du schreibst, dass Dich das nachlaufen stört, das vorlaufen wäre okay. Also, dann kannst Du Deinen Juwelier ja wenigstens mal fragen, was er davon hält. Die ETA-Werke kann man so genau einstellen, dass sie null bis zwei Sekunden pro Tag vorlaufen, das ist manchmal keine Sache von fünf Minuten - man muss das eben beobachten. Das heißt nicht dass Dein Juwelier das nicht kann. Frag ihn doch einfach mal, fragen kostet ja nichts...

Hoffe, ich hab die von mir verursachte Verunsicherung wieder einigermaßen behoben :?:

Gruss,
swiss
 
#11
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ricci007

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Ja, vielleicht hast du recht. Ich werde noch bis naechste Woche drueber schlafen und dann mal meinen Juwelier fragen gehen. Aber vielleicht ist es wirklich Unsinn, die minimalistische Ungenauigkeit zu meinen Gunsten regulieren zu lassen.

Danke.
 
#12
S

Swissmade

Guest
Hallo ricci007,

wichtig ist doch, dass Du Dich wohlfühlst. Wenn Du das nicht tust, wenn Deine Uhr nachläuft und Du Dich bei jedem Blick auf die Uhr ärgerst, dann solltest Du sie einstellen lassen.

Mir geht es halt nicht so, bei mir spielt das größtenteils keine Rolle, ob die Uhr eine oder zwei Minuten vor- oder nachläuft. Ich habe zuhause eine funkgesteuerte Digitaluhr auf dem Regal, die zeigt immer die korrekte Uhrzeit an, und an dieser Uhr orientiere ich mich wenn ich meine Automatikuhren einstelle. Meistens passt das aber, meine ETA 2824-Uhr läuft zwischen zwei und zehn Sekunden pro Tag vor. Das macht dann pro Woche im schlimmsten Fall gerade mal eine Minute - so what?

Für Kundentermine, bei denen Pünktlichkeit wichtig ist, gilt ohnehin dass man lieber ein paar Minuten früher da sein sollte. Von daher hab ich auch keine Angst, zu spät da zu sein. Höchstens bei meiner kleinen Zeno Handaufzug schau ich ab und zu mal, ob sie korrekt läuft - und das tut sie bisher absolut. Man muss halt erstmal ein Vertrauensverhältnis zu seinen Uhren aufbauen.

Lass Dich nur nicht verrückt machen, wichtig ist was Du gerne hättest. Ist eben Ansichtssache. Ich wollte Dir nur einen Anhaltspunkt dazu geben, wie die Automatikwerke so "ticken" :wink:

Gruss,
swiss
 
#13
omegahunter

omegahunter

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was meine vorposter geschrieben haben ist schon richtig.

aber mir geht es genauso. eine uhr kann lieber 15sek. vorgehen als 5sek.nach.!

ich hasse nachgang!
 
#14
Marv

Marv

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Kommt immer drauf an - bei Uhren mit Sekundenstop bevorzuge ich Vorgang, bei Uhren ohne entsprechend Nachgang...
 
#15
erpelstolz

erpelstolz

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Ich kann dich völlig verstehen, Bruder! Ich selbst habe eine Uhr, die geht jeden Tag 2 Sekunden nach. Eigentlich ein hervorragender Wert, aber noch lieber wäre es mir, sie würde 2 Sekunden vorgehen. Dann müsste ich einfach ab und zu die Krone ziehen. So ist bewusstes und neues stellen nötig. Außerdem muss man immer ein paar 10-Sek. vorstellen, um einige Tage oder Wochenreserve haben zu können.
 
#17
erpelstolz

erpelstolz

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Hihihi tatsächlich. Das ist mir erst jetzt aufgefallen wo du es sagst :). Würde mich gar nicht mal wundern wenn es die Uhr gar nicht mehr gibt. Hey, aber vielleicht interessiert es ja jetzt auf einmal wieder jemanden :)
 
Thema:

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