ETA 2824-2 Problem mit Gangreserve

Diskutiere ETA 2824-2 Problem mit Gangreserve im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, ich habe da eine kleine Frage. Offenbar zickt meine Doxa mit Eta 2824-2 in der Chronometer-Variante in Dachen Gangreserve. Die Uhr ist ca...
Riesenkrake

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Hallo,

ich habe da eine kleine Frage. Offenbar zickt meine Doxa mit Eta 2824-2 in der Chronometer-Variante in Dachen Gangreserve.

Die Uhr ist ca 2 1/2 Jahre alt und läuft exakt mit +/-0 Sekunden. Nachdem ich die Uhrabgelegt habe, ist sie nach ca 29 Stunden stehengeblieben. Zuvor habe ich die Uhr ca. 1 Woche durchgängig jeweils ca. 12 Stunden täglich getragen (Bürojob), und am letzten Tag vor dem Ablegen war ich spazieren (ca. 6 km). Die Gangreserve sollte also voll gewesen sein. War sie aber anscheinend nicht.

Da es aktuell eher schwierig ist zu einem Uhrmacher zu gehen meine Frage in die Runde: Hat jemand eine Idee wo der Haken liegen könnte, oder ist ein heißer Tip per Ferndiagnose nicht möglich?

Besten Dank,
Ralf
 
hermannH

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Hallo

Zieh die Uhr doch mal mit der Hand auf (20 - 30 Umdrehungen), und schau wie lange sie dann geht.
Erreicht sie keine 45h, dann liegt es wohl an der Feder.
Schafft sie es, dann liegt es entweder an zu wenig Bewegung, oder aber etwas am automatischen Aufzug stimmt nicht. Bei diesem Werk lockern sich gerne mal die Befestigungsschrauben vom Automatik Block. Ist schnell repariert.

Gruß hermann
 
ETA2824

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ETA 2824-2 gelten nicht gerade als aufzugsschwach. Ein wenig Glaskugellesen ist das aber schon.
Mach doch mal, was Dir Hermann geraten hat. Ich würde da mindestens 50 mal mit Daumen und
Zeigefinger drehen. Dann in der Flachlage mit Zifferblatt oben ablegen.
Ein ETA 2824-2 hat eine vom Hersteller angegebene Gangreserve von 38 Stunden. Meistens kommen sie
etwas höher. Mit 41 Stunden Gangreserve hast Du bereits ein sehr gutes Exemplar erwischt.
Uhren Wikki ETA 2824-2
 
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Riesenkrake

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Wow, vielen Dank für eure schnellen und fundierten Rückmeldungen! Ihr seid spitze! :-)

Ok, ich ziehe sie heute Abend mal per Hand auf und schaue, ob sie bis Mittwoch morgen durchhält.

Die Schrauben des Automatikblocks würde ich laienhaft ausschließen, da die Uhr erst vor 2 Monaten einreguliert worden ist. Das wäre bestimmt aufgefallen. Grund war, dass sie laut Chronometerzertifikat auf ca. 4 Sekunden Nachgang einreguliert war, was sich in der Praxis bestätigt hatte. Das wollte ich etwas besser haben, was auch geklappt hat.

Dankeschön!
 
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hermannH

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Hallo

Was ich noch anmerken will, 29h ist eigentlich keine schlechte GR wenn die Uhr z.B. "nur" 12h im Büro getragen worden ist - oder eine Stunde spazieren gehen. Mir ist meine Fortis mit 2836er (vor zwei Jahren Service gemacht) in der Quarantäne auch einmal in der Nacht stehen geblieben. Einfach zu wenig bewegt.
Mal sehen....

Gruß hermann
 
Riesenkrake

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Ich zieh sie heute Abend mal auf. Vielleicht bin ich einfach zu inaktiv derzeit... Mein Chrono mit Eta 7753 erreicht bei meinem Trageverhalten allerdings problemlos die Gangreserve von 48 Stunden. Aber wie gesagt, vie

Mein Gedanke war dass wenn ich sie Montag bis Freitag im Büro getragen habe, die am Samstag noch verbleibende Gangreserve ausreichen sollte, um sie mit anschließenden 6km laufen voll zu machen. Aber vielleicht hing mein Arm auch zu sehr rum da es kalt war und ich - da ich keine Handschuhe dabei hatte - die Hände in den Jackenärmeln vergraben hatte.

Vielen Dank!

Ich versuch‘s mal per Handaufzug.
 
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Klausuhr

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Damit bist du auf der sicheren Seite. - Was mich wundert ist, dass die Uhr, wie du schreibst, im Chronometer-Zertifikat auf einen Nachgang einreguliert wurde?!:schock: Soetwas habe ich noch nie gehört...
 
ETA2824

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Damit bist du auf der sicheren Seite. - Was mich wundert ist, dass die Uhr, wie du schreibst, im Chronometer-Zertifikat auf einen Nachgang einreguliert wurde?!:schock: Soetwas habe ich noch nie gehört...

Das hat einfach die Zertifizierungsstelle so festgestellt, dass das so war.
Absicht von ETA war das wahrscheinlich nicht. Da wird auf die Mitte der Range gezielt.

@Riesenkrake da wird es schon zum Nachteil, dass die 28er sehr leise sind.
Der Aufzugsmechanismus macht so gut wie keine Geräusche. Was noch wichtig
ist: Allzu - also täglich - oft solltest Du das mit dem manuellen Aufziehen bei den 28ern nicht machen.
Sie sind da konstruktiv etwas empfindlich.
 
Riesenkrake

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Danke, aber keine Sorge, dass die Handaufzug nicht sonderlich mögen ist mir bekannt. Wenn sie nach Nichtgebrauch steht schubse ich sie nur mit wenigen Umdrehungen an dass sie anläuft und übergebe dann an die Automatik.
 
ETA2824

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Danke, aber keine Sorge, dass die Handaufzug nicht sonderlich mögen ist mir bekannt. Wenn sie nach Nichtgebrauch steht schubse ich sie nur mit wenigen Umdrehungen an dass sie anläuft und übergebe dann an die Automatik.

Dann geht sie aber zumindest am ersten Tag deutlich nach.
Auch eher eine Schwachstelle der 28er.
 
Riesenkrake

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Bzw. ich versuch‘s mal anders:

Ich sehe zu dass ich am WE mal einen sehr aktiven Tag einlege mit viel Bewegung. Wenn die Uhr danach die volle Gangreserve erreicht ist alles gut. Falls nicht, habe ich den Fehler zwar nicht eingegrenzt da es entweder am Automatikblock oder der Feder liegt. Aber das ist dann ja insoweit egal, als sie dann ja eh geöffnet werden muss.
 
30 kHz

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Zu wenig Bewegung - Feder nicht genügend aufgezogen

Das Problem habe ich zuweilen auch beim 2824

Was mir aufgefallen ist: Man kann durch Betrachten des Rotors eine ungefähre Abschätzung über den "Ladezustand" machen. Am Anfang folgt der Rotor der Erdanziehung "mühelos"; nach einer entsprechenden Bewegungsorgie (Tennis etc.) folgt der Rotor gewissermaßen "unwillig". Da die Amplitude vom Ladezustand der Feder abhängt, sollte man durch diese einfache Betrachtung erkennen können, wie es um die Feder bestellt ist. Das wird durch die Zeitwaage auch tatsächlich bestätigt.

Gruß Dirk
 
Riesenkrake

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Zu wenig Bewegung - Feder nicht genügend aufgezogen

Das Problem habe ich zuweilen auch beim 2824

Was mir aufgefallen ist: Man kann durch Betrachten des Rotors eine ungefähre Abschätzung über den "Ladezustand" machen. Am Anfang folgt der Rotor der Erdanziehung "mühelos"; nach einer entsprechenden Bewegungsorgie (Tennis etc.) folgt der Rotor gewissermaßen "unwillig". Da die Amplitude vom Ladezustand der Feder abhängt, sollte man durch diese einfache Betrachtung erkennen können, wie es um die Feder bestellt ist. Das wird durch die Zeitwaage auch tatsächlich bestätigt.

Gruß Dirk

Das setzt allerdings voraus, dass die Uhr offen ist oder einen Glasboden hat.
 
hermannH

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...Problem wäre (für mich) der Nachgang, auch wenns im Normbereich ist.

Man kann es nicht oft genug wiederholen:
Eine Armbanduhr mit mechanischem Werk muss bei Bedarf auf die Tragegewohnheiten, die ja sehr unterschiedlich sein können und den Gang maßgeblich beeinflussen, nachreguliert werden.

Egal ob zertifiziert oder nicht. Es zählt nicht das was am Papier steht, oder wo die Uhr vorher kontrolliert worden ist - es zählt was sie im Durchschnitt auf der Hand leistet. Und das kann durch Regulieren eingestellt werden.

Gruß hermann
 
Riesenkrake

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Ok, wenn ich das alles richtig verstanden habe war ich zu träge bzw. hab mich verrechnet.

Eine Zeitwaage habe ich nicht, aber ich hatte mir am Samstag aus einer Laune heraus einfach mal wegen einer anderen Uhr den Timegrapher heruntergeladen.

Und ich hatte auch die Doxa kurz probiert. Dazu hatte ich mit einem dürftigen Mikro diese Werte:
3490292
(SORRY! Hatte ich gar nicht gepostet, weil ich mich gerade erst wieder an diesen Test erinnert habe. Nachdem ich die App ausprobiert habe, hatte ich sie sofort wieder aus meinem Gedächtnis gelöscht, da mir die Werte ungenau erscheinen.)

Die -2,2 sind definitiv falsch, da die Uhr am Arm sekundengenau läuft. Aber wenn zumindest die Amplitude halbwegs stimmt, baut die Feder eine gute Spannung auf, dh die Automatik funktioniert auch.
Die Werte sind von ca 22:30, davor lagen ca. 2 Stunden Inaktivität. Stehengeblieben ist die Uhr heute um 04:30. Also ist sie gut 32 Stunden gelaufen. Wenn sie zuvor nicht ganz aufgezogen war sollte es passen.

Ich teste es auf jeden Fall nochmal, aber wahrscheinlich habe ich Wirbel um nix gemacht.
 
30 kHz

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Man kann es nicht oft genug wiederholen. Hermann hat so Recht! ;-)

Man kann es nicht oft genug wiederholen:
Eine Armbanduhr mit mechanischem Werk muss bei Bedarf auf die Tragegewohnheiten, die ja sehr unterschiedlich sein können und den Gang maßgeblich beeinflussen, nachreguliert werden.

Egal ob zertifiziert oder nicht. Es zählt nicht das was am Papier steht, oder wo die Uhr vorher kontrolliert worden ist - es zählt was sie im Durchschnitt auf der Hand leistet. Und das kann durch Regulieren eingestellt werden.

Gruß hermann

Innerhalb meines bescheidenen Zoos sind Individuen, die am Arm hervorragend laufen, aber auf der Zeitwaage keinerlei Begeisterungsstürme auslösen. Darunter auch zwei Unitas-Fakes, die ich alle 2 Wochen einmal um eine knappe 1/4 Minute korrigiere. Das finde ich gut, da mache ich nichts mehr dran. Kann nur schlechter werden.
 
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