Ernüchternde(r) Besuch(e) beim Konzessionär - Erfahrungen, Erlebnisse und Berichte

Diskutiere Ernüchternde(r) Besuch(e) beim Konzessionär - Erfahrungen, Erlebnisse und Berichte im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Moin liebe Leidensgenossen, Da ich keinen Vergleichbaren Thread gefunden habe, entsteht nun hier einer. Ich möchte eine Erfahrung beim Besuch...
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DrewyDeepDive

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Moin liebe Leidensgenossen,



Da ich keinen Vergleichbaren Thread gefunden habe, entsteht nun hier einer.

Ich möchte eine Erfahrung beim Besuch in einem Konzi erläutern und gerne wissen was ihr für gute oder schlechte Erfahrungen beim Konzi Besuch erlebt habt.


Es begann so, ein neuer Diver „musste“ her. Bequem sollte er sein, etwas sportlich und sehr eigenständiges design.
Schön wäre ein integriertes Gummi Band. Mit Schweizer Werk versehen und am besten auch noch direkt aus der Schweiz (zumindest zum Großteil).
Schnell fiel die Wahl auf Oris.
Eine Oris Aquis sollte es werden. Die erfüllt immerhin all diese Kriterien.
Die Uhr musste gleich her, also kam online bestellen nicht in Frage.
Stiefeletten an und ab zum Konzi um´s (30km entfernte) Eck.


Dort angekommen erhielt ich (anfangs) die übliche Behandlung.
Tür auf, nette Begrüßung, Kaffee wurde angeboten und 30 Sekunden später saß ich schon am Tisch für das Verkaufsgespräch.
Nach der Frage für welche Uhr ich mich interessiere (Oris Aquis am Gummi), wurden mir gleich mehrere Modelle Aufgetischt. Vom 39mm bis hin zum prächtigem Chrono war einiges dabei.
Speziell wollte ich das Auqis Modell in Schwarz mit 43.5mm, bei den ganzen Uhren am Tisch lag das Pendant in Blau, aber eine Dimension kleiner vor mir. Diese wurde gleich angelegt und begutachtet.
Tolle Uhr, ohne Frage. Aber die Schließe... darüber kann man aber anderswo diskutieren.

Auf die Frage ob sie vielleicht mein gesuchtes Modell vorrätig hätte wurde mir geantwortet, dass es die Aquis in 43.5mm in Schwarz am Gummi ab Werk gar nicht gäbe. Komisch :hmm:
Auch das kleinere Modell nicht, laut deren Aussage.


Vorsichtig frage ich nach, ob das wirklich so sei. Darauf wurde ein Kollege zu Rate gefragt, der dies bestätigte.
Nach kurzem Gerede wurde aber „zur Sicherheit“ doch nochmal 5 Minuten lang im Katalog geblättert und siehe da, die Uhr gab es plötzlich doch in dieser Ausführung.
Währenddessen wurden mir die „Fakten“ zur Uhr aufgezählt, wie z.B. die Uhr hätte ja ein Automatik Werk und keine Batterie, ich müsste es jeden Tag per Krone aufziehen. Zum Schwimmen sollte man die Krone verschrauben (ungeachtet dessen, dass ich gerade einen Automatik Diver am Arm hatte, den ich auch nicht unbedingt versteckte).
Welches Werk diese Uhr besitzt, könnte man mir aber nicht beantworten, auch nicht die genaue Gangreserve. Da es keine Quarz Uhr sei, läge die Genauigkeit + - 45 Sek bis 1 Minute am Tag.
Die Bänder gäbe es auch nur in Schwarz oder Blau. Andere Farben gäbe es überhaupt nicht ("hust" Rot, Grau), wurde nach einiger Zeit Katalog geblättere doch wieder revidiert.
Es folgten noch einige weitere Haarsträubende Aussagen.

Rabatte gäbe es auf diese Uhren sowieso nicht, da sie ein so derart gutes Preis/Leistungs- Niveau haben und vergleichbares würde man in dieser Preisklasse sowieso nicht finden.
Je länger das Gespräch dauerte desto weniger hatte ich Lust die Uhr dort zu kaufen, was in diesem Fall aber nicht daran lag, dass man auf den UVP beharrte.


Ähnliches durfte ich bereits bei einem anderem Händler erfahren, welcher Citizen Uhren führte.
Aber noch nie von einer Citizen Promaster mit Automatik Uhrwerk gehört hatte, im selbigen Zug beteuerte, dass es keinen Sinn ergäbe eine Taucheruhr mit Automatik Werk zu befeuern wenn es doch die Eco Drive Technik gibt und mich zur Krönung noch fragte ob ich überhaupt wüsste was ein Automatik Uhrwerk ist...




Sind das Einzelfälle oder kommt sowas doch öfter vor?
 

PAM127

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Bin kein "Leidensgenosse", aber zu deiner Frage kann ich nur antworten...ja, gab es....gibt es....und wird es immer geben.
Ich nehme aber an dein Beitrag sollte eher einen Motzer denn eine Frage darstellen.
 

Seikonier

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Das war halt nicht nur ein Trottel, das war ein kozessionierter Trottel. (Soll es ja geben)
Ich meine, geh mal ins Bauhaus und frage einen "Fachverkäufer" nach einer bestimmten
Schlagbohrmaschine (Leistung-Vorteile usw) o.ä. (hab ich schon mehrmals gemacht :) )
Antwort war: Das weis ich nicht.
Ich würde mir einen Konzi suchen der sich auskennt (ist halt mitunter nicht so einfach).
 

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An der :hmm: Stelle oben wurde der grobe Fehler begangen, denn als die in der Verkaeuferschulung aufgelegte Folie:

"Wer eine Dummheit nicht korrigiert, begeht die naechste"

gezeigt wurde, spielte der VK gerade am smartfon.

Sportlich nehmen das Ganze....:winken:
 

Aminona

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Ich bin selbst Verkaufsleiter im Einzelhandel, zum Glück/Leider nicht in der Uhren Branche.

Erstmal ist, wenn die Beratung denn so stattgefunden hat, diese wirklich schlecht verlaufen. Auch in meiner Branche kommen Kunden zu uns, die sich über haarsträubende Verkaufsgespräche bei Mitbewerbern beschweren. Leider ist es grad im Einzelhandel schwierig gute Leute zu bekommen. Bezahlung und Arbeitszeiten schrecken schon ab. Wenn man dann jemand findet, der sich richtig gut mit bestimmten, erklärungsbedürftigen Produkten auskennt oder im besten Fall richtig dafür brennt, gibt es andere Handicaps... Sprache, Aussehen, Geruch, Vita, etc.

Und dann gibt es noch den Faktor Kunde. Du hattest Dich doch schon auf ein spezielles Modell festgelegt und informiert. Ich kann Dir ohne Katalog/Waren Wirtschaft auch bei den von mir vertriebenen Produkten nicht jede mögliche Ausführung nennen. Nur weil Du einen Diver am Arm hast kann ich schließen, dass Du Dich auskennst? Und dann noch nicht mal Rabatt? Vielleicht mochte der Verkäufer auch keine Stiefeletten...

Ich will jetzt hier keine Lanze für schlechte Beratung brechen, oft gibt's aber halt 2 Seiten.
 

Riddaruler

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Ich mußte leider ähnliche Erfahrungen bei diversen Konzis machen. Die Verkäufer können meist Quartz und Automatik nicht auseinander halten und das Wissen über die Spezifikationen beschränkten sich auf: " das ist glaube ich das Herrenmodell" . Bei meinem Hauptkonzi allerdings muss man dann nur ein Stockwerk höher zu den Uhrmachern gehen, dann kann man auch mal ein Fachgespräch führen. Ich frage mich was die Verkäufer in der Ausbildung lernen, oder ob sie der Job so dermaßen anödet das sie null Interesse an der Ware haben die sie verkaufen?
 

uhr_10

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Das kommt in den besten Kreisen vor :ok:

Vor ca 5 Jahren, Flagshipstore einer Absoluten Oberklassenmarke, die damals vllt. nur 50 Modelle in 3-4 Modellreihen überhaupt je gehabt hatte (also übersichtlich mMn), Security mit Gesichtcheck am Eingang und ich da rein und frage nach einem bestimmten Modell. „Gibt‘s nicht, gab‘s noch nie - sie müssen sich irren...“

Díe Gesichter der beiden, als ich ihnen das auf dem Handy dann gezeigt habe, waren doch immerhin betroffen. Eine dritte kam noch dazu wusste dann doch noch, dass das Modell einen Nachfolger bekommen hatte, den sie aber nicht da hatten... Tja.
 

uhr_10

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Und ich habe auch noch eine Citizen Ewiger Kalender, wo auf der Rechnung „Chronograf“ steht, weil sie tatsächlich 2 Drücker hat. Aber definitiv keine Stoppfkt. Ich lache jedesmal, wenn ich die umhabe und daran denke...

Zusatz: Das hatte die Verkäuferin übrigens von Hand aufgeschrieben nachdem ich mich länger mit ihr darüber unterhalten hatte, was die Uhr kann...
 

Dreizeiger-Fan

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Ich finde, wenn man sich selbst für ein Thema oder Produkt schon länger interessiert und vorab informiert hat, weiß man erschreckend oft besser Bescheid als der Fachverkäufer. Sei es HiFi, Technik, Autos, Uhren oder was auch immer.

Es gibt natürlich auch positive Überraschungen, keine Frage. Bei denen kauft man dann besonders gerne ein. Aber nur weil ich beim Konzi oder im Baumarkt arbeite, muss ich ja nicht automatisch für das Thema brennen. Es kann auch „nur“ ein Job sein, und mit den Basics kann man wahrscheinlich immer noch den Großteil der Kunden zufriedenstellend bedienen. Wäre jetzt so mein Erklärungsversuch, ohne Ahnung zu haben ;)
 

BSBV

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Egal bei welchen Verkaufsgesprächen, es kommt immer auf die jeweilige Situation, und den beiden Menschen an, die sich gegenüber stehen oder sitzen.
Man kann jedes Verkaufsgespräch schlecht machen, oder man versucht, vor Ort, einen anderen Weg zu finden. Und den gibt es, sehr oft sogar. Man muss es nur wollen.

Bis dato bin ich, außer 1x, nach einem Verkaufsgespräch mit einem guten Gefühl aus dem Geschäft gegangen.
Offen, ehrlich, respektvoll. Wenn das beide Seiten mit einbeziehen, dann verläuft ein Gespräch, sehr oft, sehr gut.
 

DrewyDeepDive

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Und dann gibt es noch den Faktor Kunde. Du hattest Dich doch schon auf ein spezielles Modell festgelegt und informiert. Ich kann Dir ohne Katalog/Waren Wirtschaft auch bei den von mir vertriebenen Produkten nicht jede mögliche Ausführung nennen. Nur weil Du einen Diver am Arm hast kann ich schließen, dass Du Dich auskennst? Und dann noch nicht mal Rabatt? Vielleicht mochte der Verkäufer auch keine Stiefeletten...

Ich will jetzt hier keine Lanze für schlechte Beratung brechen, oft gibt's aber halt 2 Seiten.

Das der oder die Verkäufer(in) eventuell ein anderes Bild von der Sache hat sei ja dahingestellt.

Es sollte aber nicht zu viel verlangt sein, gerade bei einem Uhren Konzessionär welcher auch Stücke im 5 Stelligem Bereich vertreibt, dass dieser sich bei seinen (zumindest lagernden) Modellen auskennt.
Natürlich wird nicht vorausgesetzt von jeder Marke den gesamten Katalog mit sämtlichen Extras auswendig zu wissen, aber wenn es um essentielle Details geht so sind diese eben einfach zu wissen.
Ein Diver am Arm macht noch keinen Experten (gibt ja genug Beispiele), aber wenn dir jemand erklärt wie ein Automatik Uhr funktioniert, obwohl man Augenscheinlich eine am Arm hat, wirkt das unprofessionell.

In diesem Fall hatte ich nicht das Gefühl mit einem Uhren Verkäufer zu reden, sondern eben "nur" einem Verkäufer... und dies hinterlässt eben einen faden Nachgeschmack.

Wie oft hat man sich vielleicht schon auf ein bestimmtes Modell eingeschossen und wurde gerade dann im Verkaufsgespräch doch noch von einem anderen überzeugt? (kann man ja auf beliebige Branchen abmünzen)
Hier liegt eben das Geschick des Verkäufers oder der Verkäuferin, den Kunden für etwas zu begeistern.
 

PAM127

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Wie oft hat man sich vielleicht schon auf ein bestimmtes Modell eingeschossen und wurde gerade dann im Verkaufsgespräch doch noch von einem anderen überzeugt? (kann man ja auf beliebige Branchen abmünzen)
Hier liegt eben das Geschick des Verkäufers oder der Verkäuferin, den Kunden für etwas zu begeistern.
Da bin ich ausnahmsweise mal übelst resistent...oder auch störrisch, je nach Betrachtungsweise :ok:
 

Flw

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Ich habe vor einigen Wochen eine Seamaster AT bei einer der großen Ketten erworben, der Verkauf an sich war ganz angenehm, soweit das mit Maske und so halt geht. Ich wollte direkt auch das Kautschuk-Armband mitnehmen, dort hieß es, "haben wir nicht und kann man auch nicht bestellen", versprach mir aber sich nochmal schlau zu machen und sich auf jeden Fall bei mir zu melden. Ist nie passiert.
Ein Gummiband mit Schließe für 600€, ich wäre davon ausgegangen dass es da ordentlich Marge gibt und der Händler hinterher ist das zu verkaufen, aber weit gefehlt.
Eine Email wäre jedenfalls nett gewesen. Ist kein großes Drama, aber wenn ich für eine Uhr 700€ mehr verlange als der Grauhändler und dieses Aufpreis mit einem "Mehr" an Service rechtfertigen will, kommt's halt auch auf die Details an, das haben viele stationäre Händler aller Branchen noch nicht verstanden.
 

Aminona

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Wie oft hat man sich vielleicht schon auf ein bestimmtes Modell eingeschossen und wurde gerade dann im Verkaufsgespräch doch noch von einem anderen überzeugt? (kann man ja auf beliebige Branchen abmünzen)
Hier liegt eben das Geschick des Verkäufers oder der Verkäuferin, den Kunden für etwas zu begeistern.
Versuch mal einem BMW Fahrer einen Alfa zu verkaufen... Und warum sollte ich das tun wollen, wenn ich beide Marken im Programm habe?

Du wusstest doch schon alles über die ORIS, warum sollte ich sie Dir ausreden? Im Gegenteil, ich würde Dich bestätigen was die Vorzüge dieser Uhr angeht. Das jetzt eine Epos z.B. mindestens eben so gut wäre bei besserem Preis/Leistungsverhältnis... Ich würde sie als Alternative anbieten, das Resultat könnte ich Dir zu 90% Voraussagen.
 

Armleuchter

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Ich habe auch schon viele ähnliche schlechte Erfahrungen gemacht...

Sowas geht gar nicht das die Leute keine Ahnung haben von dem was sie verkaufen... Ich fand das auch immer unfassbar... Mittlerweile nehme ichs gelassen ich weiss mittlerweile vorher schon was ich will... Und helfe auch gerne mal dem Verkaufsberater beim öffnen der schließe wenn er nicht weiß wie sie aufgeht... Oder erzähl ihm alles was er wissen will über Werk... Gangreserve... Saphir Glas usw. Mit einem Lächeln...
 

Aminona

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Ich habe vor einigen Wochen eine Seamaster AT bei einer der großen Ketten erworben, der Verkauf an sich war ganz angenehm, soweit das mit Maske und so halt geht. Ich wollte direkt auch das Kautschuk-Armband mitnehmen, dort hieß es, "haben wir nicht und kann man auch nicht bestellen", versprach mir aber sich nochmal schlau zu machen und sich auf jeden Fall bei mir zu melden. Ist nie passiert.
Ein Gummiband mit Schließe für 600€, ich wäre davon ausgegangen dass es da ordentlich Marge gibt und der Händler hinterher ist das zu verkaufen, aber weit gefehlt.
Eine Email wäre jedenfalls nett gewesen. Ist kein großes Drama, aber wenn ich für eine Uhr 700€ mehr verlange als der Grauhändler und dieses Aufpreis mit einem "Mehr" an Service rechtfertigen will, kommt's halt auch auf die Details an, das haben viele stationäre Händler aller Branchen noch nicht verstanden.
Sowas geht tatsächlich garnicht. Das ist nicht Unkenntnis sondern schlicht Bequemlichkeit und schlechter Service. Und dafür gibt es grad zu Corona Zeiten gar keine Entschuldigung für.
 

Zenderscher

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Absolut super finde ich Verkäuferinnen mit 2,3,4,5,6....Ringen die einem dann eine hochglanzpolierte Uhr (ohne Handschuhe) reichen mit 1cm langen gemachten Fingernägeln. Die meisten Damen sind hübsch anzusehen und könnten mich sicherlich toll zum Thema Kosmetik oder Bekleidung beraten aber sicherlich nicht zum Thema Uhren. Wenn sie erst mal den Computer befragen muss ob Quarz oder Automatik da brauch ich auch keine weiteren Fragen mehr zu stellen. Leider immer öfter der Fall das Verkäufer wirklich gar nichts wissen.

Es gibt aber auch (leider viel zu selten) das exakte Gegenteil. Kürzlich bei einem sehr kleinen Konzi wurde ich eines besseren belehrt. Da stand eine nette Dame die enormes Fachwissen hatte (weit über meinem) da dachte ich holla was ist hier los. Im laufe des Gespräches stellte sich dann heraus die Dame hinterm Tresen ist die Geschäftsführerin (der Ehemann Uhrmachermeister). Da fühlte ich mich fast als Ahnungsloser, was zeigt es geht auch noch anders.

Darum kaufe ich die meisten (nicht alle) meiner Uhren nur noch online da ich als Kunde leider die Erfahrung gemacht habe, es gibt ja eh keine vernünftige Beratung, warum dafür auch noch mehr Geld bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

plarmium

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Ich habe ein ähnliches Verkaufsgespräch auch schon das ein oder andere Mal erlebt. Ich denke, dass die Verkäufer meinen, dem Kunden irgendwelche Informationen liefern zu müssen. Meist Kunden, die rein nach Optik kaufen und sich von den typischen Marketingargumenten zusätzlich bestärkt fühlen könnten.
Während wir Forumsmitglieder aber schon alles übder das jeweilige Modell wissen und eigentlich nur sehen möchten, ob die Uhr am Arm hält, was sie auf Fotos verspricht.
Letzte Woche habe ich mir die neuen Oris Aquis mit dem 400er Kaliber angesehen, und die Verkäuferin hat mir während der Anporbe aus dem chronos-Sonderdruck zur Uhr vorgelesen.
Was willst du machen? Ideal wären für mich Konzessionäre, die ihren Verkaufsraum nach Art des Sinn-Haupthauses aufbauen: Alle Uhren zum Anfassen und ein Gespräch nur auf Wunsch. Aber ich weiß, das ist Phantasterei.
 

DrewyDeepDive

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Es gibt aber auch (leider viel zu selten) das exakte Gegenteil. Kürzlich bei einem sehr kleinen Konzi wurde ich eines besseren belehrt. Da stand eine nette Dame die enormes Fachwissen hatte (weit über meinem) da dachte ich holla was ist hier los. Im laufe des Gespräches stellte sich dann heraus die Dame hinterm Tresen ist die Geschäftsführerin (der Ehemann Uhrmachermeister). Da fühlte ich mich fast als Ahnungsloser, was zeigt es geht auch noch anders.
Das ist eben ein wirklich nettes Erlebnis! Das bleibt nicht nur im Gedächtnis, sondern man neigt auch eher dazu dort wieder einzukaufen, weil man das Gefühl hat die Leute sind vom Fach.


Ist kein großes Drama, aber wenn ich für eine Uhr 700€ mehr verlange als der Grauhändler und dieses Aufpreis mit einem "Mehr" an Service rechtfertigen will, kommt's halt auch auf die Details an, das haben viele stationäre Händler aller Branchen noch nicht verstanden.
Genau das ist der springende Punkt! Es ist heut zu Tage eben so, dass die Leute sich online über eine Uhr oder sonstige Waren informieren und/oder Preise vergleichen (wer macht das nicht). Es kommt nun öfter mal vor oder zumindest hat man das Gefühl die Leute vom "Fach" würden dies nicht machen.
Übrig bleibt deim Konzi der Service und das Rundherum, wenn sie hier nicht Punkten springt eben der ein oder andere Kunde ab.
 
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