Erfahrungsbericht meiner Jagd (gebr. Speedmaster reduced 3510.50) - Quellen und Preise

Diskutiere Erfahrungsbericht meiner Jagd (gebr. Speedmaster reduced 3510.50) - Quellen und Preise im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo zusammen, Ich möchte meine Erfahrung beim Kauf einer Gebrauchten mit euch teilen und auch offen über Preise reden. Falls das jemand...

Panama_Jack

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Hallo zusammen,

Ich möchte meine Erfahrung beim Kauf einer Gebrauchten mit euch teilen und auch offen über Preise reden. Falls das jemand anstößig bzw.. unpassend findet, bitte ab hier nicht weiterlesen ;-)
Ich wäre selbst über so eine Erfahrungsbeschreibung dankbar gewesen - daher mache ich das jetzt selbst, damit ggf andere davon profitieren.
Vorab: Mein Verhandlungsgeschick liegt, auf einer Skala von 1 bis 10 so bei 3-4 ;-) ich kann über Fakten argumentieren, bin aber schlecht im Ausreizen und fühle mich nicht wohl nochmal die letzten Prozent kurz vor Handschlag zu holen.

Das Objekt meiner Begierde: eine Speedmaster reduced (3510.50) - Vorstellung folgt, sobald ich passable Fotos habe.
Ich habe die Jagd begonnen, indem ich mögliche Quellen einfach mal mit Alarmen versehen habe:
- Chrono24 mit gespeicherter Suche inkl. E-Mail Alarm: funktioniert top, aber bei sehr guten Angeboten sind selbst die wenigen Stunden zwischen Angebotserstellung und E-Mail-Benachrichtigung genug, dass die meist weg sind
- EBay mit Suchauftrag: funktioniert (täglich); bei eBay hat man es kaum eilig, da die Sofortkauf-Angebote nie Schnäppchen sind und Auktionen etwas länger laufen
- EBay Kleinanzeigen mit Suchauftrag: funktioniert, aber tlws 2 Tage Verzögerung bis zur Benachrichtigung
- UF Marktplatz und elady.com (japanischer Händler mit guten Angeboten) mit google alters... dachte ich mir so, ging aber einfach nicht auch andere Dienste liefern nix - alle 2 Tage per Hand gesucht

Es ging los mit einer reduced bei eBay Kleinanzeigen 1.300€ Festpreis, da von 1.500€ reduziert - diese Uhr war allerdings ohne Stahlarmband, weshalb ich (sehr, sehr höflich) um einen Preis von 1.200€ und ein Telefonat bat. Darin kamen wir bei 1.250€ zusammen - exakt was der Verkäufer vor einem halben Jahr in Köln beim Händler zahlte; mein Pech:Uhr war reserviert, aber ich Nr 2 der Liste... Nr hat sie geschnappt :-)
Danach war ich im Jagdfieber - habe alle Kanäle versucht, mit folgenden Ergebnissen:

Chrono24
Preise: 1.390€ (ungarischer Händler), 1.450€ (deutscher Händler); die meisten Händler geben 1.500 oder 1.600€ an; japanische Händler tauchen ab und zu mit Preisen unter 1.200€ auf, allerdings ist das ja einfuhrumsatzsteuerpflichtig...

Verhandlunsspielraum: klein ; auf (höfliche) Frage kriegt man meist den Versand kostenfrei angeboten und eine Abwicklung ohne Chrono. Im Preis ging nichts, ich habe allerdings die Mondangebote gar nicht erst angefragt. 2 deutsche Händler waren am Telefon sehr sehr freundlich und haben sogar Tipps gegeben ; sie sagten, dass sie aktuell einfach für 1.450€ plus Versand verkaufen können und daher nicht groß rabattieren
Am auffälligsten waren 3 italienische Händler - alle 3 boten einen guten Preis, haben einsilbig und lückenhaft geantwortet und waren unbeweglich im Preis. Da alle lieber nicht auf englisch telefonierten und unseriös antworteten, kam das für mich nie in Frage.

Sicherheitsgefühl: Super über Trusted Checkout, schlecht bei 900€-Angeboten von privat, aus Kroatien, "I sell for a great price, because of private circumstances"

Ebay
Preise: ordentliche Uhren vom Händler geht für ca 1.360€ bis 1.400€ ; bei mir hat aber immer einer 10€ min. mehr geboten... (Privatangebote von 1.050€ (mit Billigstahlband, Gruselfotos und kaum Bewertungen bis 1.350€ alles vertreten - meistens "you get what you pay for)

Verhandlungsspielraum: Bei Auktionen null, bei Sofortkauf ähnlich wie Chrono, aber ich habe öfter mal keine Antwort erhalten (habe bewusst sehr höflich formuliert, da ich niemanden verärgern wollte, sondern in ein Gespräch ).
Ich habe bei 2 angeboten die Homepage der Anbieter gesichtet, die Uhr wiedergefunden und angefragt - beide im Preis (1.490€) unbeweglich.

Sicherheitsgefühl: EBay-typisch- bei Händler mit Reputation entspannt, Privatanbieter sind ein Überraschungsei, das ich gemieden habe.

EBay Kleinanzeigen
Preise: Tanz der Realitäten, alle möglichen Preispunkte von 1.300€ bis 2.300€

Verhandlungsspielraum: groß. Die meisten scheinen mir Mondpreisen reinzugehen. 2 nette Verkäufer haben mir am Telefon aber auch gesagt, dass sie haufenweise Mails mit "gebe Dir 800€" etc erhalten haben. Ich habe bei allen anverhandelten Uhren 10% bis 20% mit 2 Mails oder 1 Telefonat angeboten bekommen. Das Angebot, bei dem ich zuschlug war mit 1.500€ angeschlagen und wir haben uns sehr schnell und beiderseits verbindlich und freundlich auf 1.350€ geeinigt. Der Verkäufer hätte die Uhr 2 Monate zuvor als Geschenk erhalten, sie wurde für 1.890€ von einem Münchener Juwelier inkl einer Hausrevision gekauft.

Sicherheitsgefühl: im Wesentlichen keins. Schlechte Fotos, Uhren über 1.000€ mit 3 Sätzen (inkl. 15 Rechtsschreibfehlern) beschrieben, unseriöse Preisschilder, etc. ich habe mich mit meiner Strategie wohl gefühlt: wenn ein Telefonat angenehm und verbindlich ist, wird ein Treffen vereinbart inkl. Messung auf der Zeitwaage.

Uhrforum Marktplatz
Es erschien leider kein Inserat und mein Gesuch wurde 1x mit einem Satz erwidert. Meine Rückfragen verliefen im Sand. Aufgrund der Seltenheit der angebotenen Uhr und dem Standort, habe ich mit dem potenziellen Verkäufer vermutlich über eBay Kleinanzeigen kommuniziert - wir kamen preislich nicht zusammen (Speedy reduced 3539 mit Saphirglas, ich wollte max. 1.600€ zahlen, der Verkäufer bot 2.000€ an und machte kein Gegenangebot auf meinen Vorschlag; seine Uhr steht seit Januar zum Verkauf -> ich glaube der Preis für diese Uhren wird von den wenigen Verkäufern stark überschätzt)

elady.com

Preis: ist heiß; inkl Neukundenrabatt bei Direktkauf auf Homepage für ca $1.000; da machen selbst die 19% Steuern den Kohl nicht fett.

Verhandlungsspielraum: nicht angetestet, Verfügbarkeitsanfragen wurden schnell beantwortet

Sicherheitsgefühl: Anbieter bei eBay, Chrono und z. B. im WUS mit guter Reputation; japanische Kaufleute im Allgemeinen ebenso -> ich hätte mich wohl gefühlt.

=> Ich hatte Glück über Kleinanzeigen, nach 5 Wochen Jagd, fündig zu werden. Der Verkäufer lebt in der gleichen Stadt, die Uhr hat noch Händlergarantie und war für mich günstig. Ich hätte vermutlich am ehesten in Japan zugeschlagen.
Zudem habe ich gemerkt, dass ich nach 2 Wochen bereits das Gefühl hatte, dass die guten Angebote weg sind und die Preise mir wegrennen. Das lag rational dann aber eher daran, dass man für einen guten Preis einfach irre schnell sein muss.
 
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KÖRNEL68

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Hallo Jörg.

Wie ich finde, ein sehr interessanter Erfahrungsbericht.
Ähnliches mache ich auch gerade durch, bei der Suche nach einer zu mir passenden Omega.

Gruß, Heiko.
 

Baumaxe

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Wo ich mich gut fühle
Ich fand den Bericht auch sehr interessant, vor allem für jeden, der das gleiche Modell sucht. Vielleicht passt Du den Titel entsprechend an, dann findet ein Interessent den Thread leichter :-).
 

Schleepie

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Dann füge ich mal hinzu: Ich fühle mich im UFO sehr wohl, bei eBay Kleinanzeigen kommt es schneller zu Dialogen, die aber häufig versanden, eBay ist wegen der Provisionen raus und Übersee meist generell.

Als Verkäufer funktioniert das UFO gut, eBay Klein auch.

Finden kann man überall Menschen, ob der Richtige dabei ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Je spezieller die Uhr, desto schwieriger.

Was ich gelernt habe: Deutsche Grauhändler handeln selten bis nie. Das ist fast ein wenig spaßbefreit.
 

Mueller27

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Hi,

interessant zu lesen, wie Andere den Uhrenkauf angehen. :-)

Ich glaube aber nicht an die Methode des TS, das massenhafte Anschreiben und Antelefonieren von Anbietern, mit dem primären Kriterium, wie viel % Sie nun noch runter gehen, Erfolg hat. So läuft das nicht.

Der TS hat ja selbst gemerkt, das solches Abtelefonieren bei den VK - Händler wie Privat - nicht auf große Gegenliebe stößt. Die Anbieter spüren eben instiktiv , dass da nur ein weiterer "Kunde" ist, der sie abklappert, ohne echtes Kaufinteresse für ihre Uhr. Dann passiert genau das, was der TS gemerkt hat, es versandet alles.

Bei mir lief das immer anders: Mit einem klaren "Haben will !!" an den Verkäufer rangehen. Und zwar nur an einen VK zur gleichen Zeit. Und klar z.B. sagen: "Ich kann nächste Woche vorbeikommen und bar zahlen!" Preis findet sich dann. Und die Verkäufer spüren das sofort, ob man die Uhr wirklich will, oder nur rumquatschen will.

Barzahlung, Selbstabholung und Geschwindigkeit ( "ich kann gleich Morgen kommen") war gerade beim Privatkauf schon immer das A & O. Da bringt es nichts ein Dutzend bundesweiter Anbieter anzumailen.

Einfach Warten bis es passt - auf manche Modelle die haben wollte habe ich im MP hier ein bis zwei Jahre gewartet, bis ein passendes Angebot in der Nähe war, oder ich es beruflich einrichten konnte kurzfristig beim VK vorbei zu schauen.

Carsten
 
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Panama_Jack

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Den Titel versuche ich noch anzupassen :super:

Ich gebe Dir Recht, Carsten, zu vage sollte man nicht anfragen. Die nötigen Infos, die ggf noch fehlen, kann man im Telefonat noch klären.
Gerade mit den italienischen Händler - ob Zufall oder Kultur weiß ich nicht - wäre ich vermutlich nie zusammen gekommen :-)
Und, dass Händler mit offenkundigen Mondpreisen nicht bereit sind sich auf ein Marktniveau anzupassen, finde ich erstaunlich!

Ich hatte einen konkreten Preis im Kopf (1.350€ an stahl mit gutem Zustand) - der notwendige Rabatt war dann für mich nur eine berechnete Größe. Für mich ist die Konsequenz gar nicht erst Angebote anzugehen, die preislich zu hoch sind.

Das war mein erster gebrauchtkauf- über weitere Erfahrungen / Tipps bin ich dankbar ;-)
 
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Articus

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Interessant und allemal lesenswert:super:

Ich würde es allerdings auch anders angehen und bei Differenzen von um die 200,- Euro, um die es hier ja wohl ging, nicht lange fackeln und die sicherste Variante wählen.

Bei mir beginnt die "einsparrelevante" Grenze so ab 500,-. Um selbige ggü. einem deutschen Angebot zu sparen, kaufte ich einst bei PlusWatch und wurde nicht enttäuscht (auch wenn Alatino auf Versuche des Handelns ebenfalls mit einsweiligen Kommunikationsabbruch reagierte, ist in Italien wohl üblich :-)).

Am Ende zählt ja vor allem, dass du die Uhr bekommen hast, die du wolltest:super:
 

Mueller27

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Hallo Jörg,

gerade wenn Du einen festen Preis hast, dann kann doch das Motto nur sein: Geld bar bereithalten, Wagen immer vollgetankt haben, und dann warten bis in 150km Umkreis ein Angebot kommt. Und dann persönlich nichts wie hin.

Denn gerade weil jeder Verkäufer heute (privat wie Händler) wohl zu jedem beliebten Modell 30 unverbindliche E-Mail Anfragen bekommt, bringt es um so mehr einen Vorteil schnell hinzufahren und das Geld auf den Tisch zu knallen.

Da bekommst Du auch einen Zusage zu einen Preis, den Du so unverbindlich wenn Du anfragst wegen könnte/hätte/würde nie bekommst.

Carsten

P.S.

aber, damit das klar ist, und weil das eine Unsitte ist, die ich schon mehrfach erlebt habe und die gerade bei Leuten unter 30 heute wohl als cool und super knallhartes "Verhandlungsgeschick" gilt:
Was man niemals macht, weder als Käufer noch als Verkäufer:
Wenn man sich am Telefon verabredet und einen mündlichen Kaufvertrag schließt, dass man sich am Abend persönlich trifft und eine Uhr dann für z.B. 2.000€ face-to-face den Besitzer wechseln soll, und einer der beiden Parteien nun 200km Auto zum Treffpunkt gefahren ist, dann geht es nicht an, dass dann vor Ort noch mal plötzlich nachverhandelt wird, von wegen "Jetzt da Du ja soweit gefahren bist, wirst Du ja ohne Uhr nicht zurückfahren wollen".
Das ist asozial.
 
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Panama_Jack

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Danke für die Tipps! Gerade mit den 200€... da haste Recht: mit ein wenig Abstand relativ egal - im Jagdfieber war mir das irgendwie wichtig :-D


Bzgl der Unart bin ich völlig bei dir! Habe den verhandelten preis am Telefon schon für verbindlich erklärt - Nachverhandeln ist definitiv überhaupt keine Art. Ich käme mir auch vor wie jemand, der beim Kauf eines Gebrauhtwagens für 500€ über Beulen jammert, um den Preis nochmal zu drücken.
 

Spawnie

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Ein interessanter Bericht.

Tja, das Nachverhandeln ist so eine Sache. Da kommst du dir vor wie beim Gebrauchtwagenkauf. Wenn das einschlägige Klientel da steht und sich den größten Dummfug aus den Fingern lutscht, um an einer 400€ Karre noch nen Fuffi zu verhandeln.
 

Mueller27

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Das Problem beim "Nachverhandeln", das ja gar kein Verhandeln mehr ist, sondern wenn es nach Abschluss des Kaufvertrages geschieht, einfach nur Betrug ist, ist ja die ungleiche Machtverteilung, die eine der beiden Seiten unter einem Rechtsbruch ausnutzt.

Meist geht nach dem Abschluss eines (mündlichen oder schriftlichen) Kaufvertrages, ja eine Seite in gutem Glauben in Vorleistung. Etwas indem man sich ins Auto setzt und zwei Stunden Anfahrt hat, oder der Verkäufer etwa allen anderen Kaufinteressenten jetzt absagt, oder man schon mal eine Überweisung tätigt oder eine Uhr per Post losschickt.

Carsten
 
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grobian.gans

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BaWü
Ja, sehr interessant, wieviel Energie man bereit ist in die Optimierung des PL-Verhältnisses zu investieren. Gerade im Luxusuhren-Segment sollte es doch wirklich nicht auf 200 Euro ankommen. Dadurch wird die Auswahl größer und der VK meistens auch geschmeidiger. Ist meine Erfahrung.
 

wodgod

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es soll auch leute geben, denen es spaß macht zu handeln...

mfg
daniel
 

de Horst!

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Ich weiß nicht, warum es mir im Luxus Segment egal sein sollte, wenn ich 200€ weniger zahlen kann!? - Im Gegenteil, Oma hat immer gesagt "Von den Reichen lernt man sparen!"
 

Mueller27

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es soll auch leute geben, denen es spaß macht zu handeln...

mfg
daniel

In der Tat, wer einmal eine etwas teurere Uhr im MP hatte, der kann ein Lied davon singen.
Aber es gibt Verkäufer, die sofort merken, ob ein Interessent eine Uhr kaufen will, oder eben nur handeln. :-)

Es sind genug Leute unterwegs die sich einen darauf runterh.... (sorry für meine Wortwahl) mit Verkäufern über Uhren zu verhandeln, wohl wissend, dass sie sich diese nie und nimmer leisten können.

Anderes Thema: Lasst doch die Diskussion, ob es nun moralisch gerechfertigt ist, im Luxussegment nun auf den einen oder anderen Hunderter zu achten oder nicht. Natürlich will jeder zum Marktpreis kaufen. Nur ich halte es eben für Unsinn und am Ende kontraproduktiv gleichzeitig mit 20 Verkäufern so lala zu verhandeln, als mit einem oder zwei sehr intensiv, ernst und persönlich.

Und nein, das rumschicken von "Geht da noch was beim Preis"-Mails, seien diese auch noch so freundlich formuliert, ist kein Verhandeln.

Carsten
 
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de Horst!

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..unverschämt sollte das ganze natürlich nicht werden, aber irgendwo hat jeder VK seinen Preis im Kopf, zu verkaufen zwingt einen ja niemanden letztendlich.
 

Panama_Jack

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Mülheim an der schönen Ruhr
Ich würde mein Herangehen auf jeden Fall beim nächsten mal in Richtung Qualität statt Quantität verschieben. Ich war beim Anfragen immer sehr höflich, da ich niemanden mit Tiefstanfragen frustrieren möchte - ich möchte ja auch fair behandelt sein.
Wenn jemand eine Uhr dann aber für 1.900€ anschlägt, die seriös (absolut) maximal 1.500€ bringen kann, ist mein Mitleid aber auch begrenzt!

Ich habe bei Kontaktaufnahme immer ein freundliches Exho aus dem Wald vernommen - das fand niemand daneben, selbst wenn wir nicht zusammen kamen.
Und zugegeben: die Jagd hat Spaß gemacht :-)
 

Weckerfreund

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Hallo,

jeder hat doch seine Vorstellungen. Der Verkäufer und der Käufer. Händler müssen die Gewährleistung einkalkulieren. Da gibt es eben genug Idioten, die eine Uhr fallen lassen und dann die Reparatur für lau haben wollen. Also beim Händler grundsätzlich 10-20% teurer als von privat.

Ansonsten muss man irgendwann wirklich zum Schwur kommen. Wenn ich z.B. eine bekanntere Uhrenmarke mit einem relativ neuen Modell nehme, liegt der Marktpreis ziemlich fest. In Zeiten von Suchmaschinen etc. kriegt sowohl der Käufer als auch der Verkäufer einen guten Überblick.

Im MP sollte man, es sei denn ein Schnäppchen kommt daher, locker bleiben und den 2. oder 3. Aufruf abwarten. Da kommt ganz schön Bewegung rein. Außerdem - 10% geht eigentlich immer und ist nicht unsittlich, weil die Verkäufer es vorher mindestens draufgeknallt haben.

Rein rational betrachtet ist das Ganze Suchen und vor allem das mannigfaltige Verhandeln wegen 100,- bis 200,- Euro totaler Blödsinn. Ich weiß ja nicht, was die Mehrzahl der User pro Stunde verdient, aber wenn man drei Stunden Zeit mit der Suche verbrennt, 150 km mit dem Auto fährt (sind auch zwei Stunden und Euro 40,- Kosten), dann hätte ich bestimmt Euro 300,- an eigenen "Kosten" eingesetzt, um von mir aus Euro 150,- zu sparen...

Am fairsten sind vor allem im Vintage-Bereich die echten Auktionen mit Ausnahme der Eigengebote, aber das kann man relativ schnell an Hand der Verkäuferhistorie checken. Leider sind diese Formate aber durch die niedrigen oder weggefallenen Einstellgebühren auf dem Rückzug.

Viele Grüße

Andreas
 
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