Erbstück

Diskutiere Erbstück im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo in die Runde! Bin neu im Forum und hoffe mein Beitrag /Frage ist hier an dieser Stelle richtig. Habe ein paar alte Uhren geerbt und möchte...
E

Eric1

Themenstarter
Dabei seit
08.07.2021
Beiträge
6
Hallo in die Runde! Bin neu im Forum und hoffe mein Beitrag /Frage ist hier an dieser Stelle richtig.
Habe ein paar alte Uhren geerbt und möchte davon einen Chronometer vorstellen, der keine Marke im Zifferblatt trägt. Vielleicht kann mir jemand bei der Bestimmung des guten Stücks weiterhelfen.
Besten Dank im voraus
 

Anhänge

  • IMG_20210708_133737.jpg
    IMG_20210708_133737.jpg
    290,9 KB · Aufrufe: 81
  • IMG_20210708_133509.jpg
    IMG_20210708_133509.jpg
    381,7 KB · Aufrufe: 84
  • IMG_20210708_133706.jpg
    IMG_20210708_133706.jpg
    181,9 KB · Aufrufe: 60
  • IMG_20210708_133658.jpg
    IMG_20210708_133658.jpg
    179,8 KB · Aufrufe: 58
Königswelle

Königswelle

Dabei seit
27.03.2010
Beiträge
3.708
Das ist wahrscheinlich kein Chronometer, aber ein schöner alter Schaltrad-Chronograph. Links unter der Unruh ist eine Punze, die angeben sollte, um welches Werk es sich handelt. Ich bin da kein Experte, aber die werden sich sicher noch melden.

Aus dem Bauch heraus würde ich mal das Kaliber Venus 170 vermuten, aber ich lasse mich gerne berichtigen. ;-)
 
E

Eric1

Themenstarter
Dabei seit
08.07.2021
Beiträge
6
Guten Morgen,
Vielen Dank für die schnelle Hilfe.
Kann es sein, dass der Hersteller des Werks die Uhr als ganzes, sozusagen als "No-name-Produkt" vertrieben hat, da sie ja keine Marke auf dem Logo trägt?
Grüße Michael
 
sirtaifun

sirtaifun

Dabei seit
21.07.2017
Beiträge
5.139
Was Du wahrscheinlich meinst ist das das Zifferblatt keinen Namen oder Logo trägt das hat halt in alter Zeit bei der Aufbereitung beschädigter Zifferblätter niemanden Interessiert das ist eher ein neuzeitliches Phänomen, das fixieren auf Markennamen.
Pauschal kann man sagen das so gut wie alle schwarzen Zifferblätter nicht original sind die Farbe war nicht sonderlich beliebt damals.
 
pallasquarz

pallasquarz

Dabei seit
31.01.2016
Beiträge
5.182
Guten Morgen, kann es nicht auch sein, daß die Uhr so von einem unbekannten Einschaler stammt, der eben die Komponenten (Werk, Gehäuse, ZB und Zeiger) so zusammengestellt und zusammengebaut hat?
Wie steht es mit der Funktion der Uhr?
Grüsse Christoph
 
sirtaifun

sirtaifun

Dabei seit
21.07.2017
Beiträge
5.139
Möglich ist natürlich alles nach so langer Zeit kann das ja keiner mehr mit Bestimmtheit sagen aber schau mal genauer hin:
Das Werk hat noch keine Stosssicherung was auf einen Zeitraum der 1930/40er Jahre für die Herstellung hindeutet, es fehlt das Radium (was wahrscheinlich auch der Grund für die Aufarbeitung war) und es fehlt das Swiss Made (ich halte diese Uhr für eine Schweizer Uhr dafür spricht das Telemetre und die km Skala anstelle einer anderen.
Auch ist der Druck der Skalen nicht besonders scharf und es scheint als wenn die Beschädigungen darunter durch die schwarze Lackierung kommen, vermutlich war es vorher weiss wie eigentlich die meisten dieser generischen in grosser Menge hergestellten Chronografen von den verschiedensten Herstellern.
 
MaJoLa

MaJoLa

Dabei seit
15.12.2010
Beiträge
4.884
Ort
Parkhaus 1 vom Centro
Dem Bild fehlt es generell an Restschärfe, um bestimmte Dinge beurteilen zu können.

Schwarze Blätter waren absolut üblich und auch durchaus beliebt, wenngleich ich auch den Anteil der Uhren mit schwarzen Blättern als niedriger einstufen würde, als mit hellen Blättern.
Die Aussage, daß wahrscheinlich alle schwarzen Blätter nicht mehr original sind, halte ich für sehr weit hergeholt und schlicht falsch.



Chronos ohne Lume sind deutlich häufiger als lumierte, so wie ich das bisher gesehen hab. Das gilt auch für Werbeanzeigen.

Wäre das Blatt weiß gewesen, hätten auch andere Zeiger draufgehört, es sei denn, die waren mal schwarz. Zumindest sehen diese nicht irgendwie nachgemalt aus. Wenn aber tatsächlich mal ein Umbau stattgefunden haben sollte, wäre natürlich eine mögliche Neulackierung der Zeiger auch alt.

Einzig der fehlende Verweis auf die Schweiz, macht mich etwas stutzig.
 
Zuletzt bearbeitet:
tiktak66

tiktak66

Dabei seit
28.12.2014
Beiträge
24.632
Ort
... da, wo's schön ist
Was mir auffällt, das Werk weißt massive Rostschäden auf. Wenn es noch das Blatt im Originalzustand wäre, müsste man das nicht auch auf der Vorderseite sehen?


Chronos ohne Lume sind deutlich häufiger als lumierte,

Hallo Markus, gilt das auch für schwarze Zifferblätter? Wenn ich Mal eben bei eBay reinschaue, dann sind die dunklen Chronos mit dem 170er Kaliber eigentlich alle mit Lume.
 
T

tojota

Dabei seit
28.11.2017
Beiträge
145
massive Rostschäden sehe ich nicht. Platinen und Brücken sind angelaufen. Aber Rost nur minimal an Schrauben und Hebeln
 
MaJoLa

MaJoLa

Dabei seit
15.12.2010
Beiträge
4.884
Ort
Parkhaus 1 vom Centro
Was mir auffällt, das Werk weißt massive Rostschäden auf. Wenn es noch das Blatt im Originalzustand wäre, müsste man das nicht auch auf der Vorderseite sehen?




Hallo Markus, gilt das auch für schwarze Zifferblätter? Wenn ich Mal eben bei eBay reinschaue, dann sind die dunklen Chronos mit dem 170er Kaliber eigentlich alle mit Lume.
Speziell bei denen mit schwarzem Blatt kann es schon gut sein.
Mag vielleicht auch mit den Zeigern zusammenhängen.

Einen Chrono auch als solchen zu verwenden und nicht nur als Uhr,
war bei schlechten Lichtverhältnissen und Dunkelheit eh nicht möglich. Da konnte man sich auch die Lume sparen.
 
sirtaifun

sirtaifun

Dabei seit
21.07.2017
Beiträge
5.139
Die Aussage, daß wahrscheinlich alle schwarzen Blätter nicht mehr original sind, halte ich für sehr weit hergeholt und schlicht falsch.
Darf ich Dich bitten Deine Aussage mit Fakten zu untermauern.
war bei schlechten Lichtverhältnissen und Dunkelheit eh nicht möglich.
Diese Aussage ist schlicht falsch -
da allgemein formuliert und Leuchtkekse fürs Militär völlig ausser acht gelassen werden.

Ich bleibe dabei das das gezeigte Blatt ein redial ist wie eigentlich so gut wie alle schwarzen Blätter bis das Gegenteil für das jeweilige schwarze Blatt mit Fakten bewiesen ist.
Ich sage nicht das es gar keine gab aber sie sind selten, ich selbst habe nur eine Vintage mit original schwarzem Blatt.
 
sirtaifun

sirtaifun

Dabei seit
21.07.2017
Beiträge
5.139
Die Zeiger sind auch nicht mehr die die ursprünglich drauf waren, schaut mal die Zeiger bei den Komplikationen sie sind zu lang.
Edit: Oder die Skala ist beim Druck verrutscht, das kann auch sein.
Auch die Skalierung bei der oberen ist mit der 25 zumindest ungewöhnlich und scheint mir nicht in die Zeit zu passen.
 
MaJoLa

MaJoLa

Dabei seit
15.12.2010
Beiträge
4.884
Ort
Parkhaus 1 vom Centro
Sirtaifun,

bevor wir hier aneinander vorbeireden:
Du pauschalierst ebenfalls mit Deiner Aussage zu den schwarzen Blättern. Also gehe ich mal davon aus, daß Du nicht NUR von Chronos sprichst.

Insofern könnte ich Dich auch bitten, Deine Aussage mit Fakten zu untermauern.

Ich für meinen Teil bin 100% sicher, daß alle meine schwarzen noch das Originalblatt besitzen. Hier im Forum gibt es mehr als genug schwarze Vertreter aus der Zeit vor 45, die mit Sicherheit ebenfalls noch das Originalblatt haben.

Im übrigen kannst Du dann bei jeder Uhr aus dieser Zeit die Originalität des Blattes anzweifeln, ungeachtet der Farbe.

Hinsichtlich der Militärchronos geb ich Dir sicherlich recht, da sie ja keine Besonderheiten hinsichtlich der Vielzahl an verschiedenen Scalen aufwiesen. Da genügte die Beschichtung sämtlicher Zeiger mit Lume.

Aber Standards wie Telemetre und Tachymetre waren eben bei Dunkelheit nicht mehr erkennbar und so dienten diese Chronos "nur" zum ablesen der Uhrzeit. Und daher vermute ich hier den Grund, warum die meisten Chronos keine Radiumausstattung hatten.
 
sirtaifun

sirtaifun

Dabei seit
21.07.2017
Beiträge
5.139
Also, dann einigen wir uns in diesem Fall auf ein redial.
 
Christian. R

Christian. R

Dabei seit
18.02.2020
Beiträge
1.629
Ort
Ostfriesland
Was mich ein wenig stutzig mach, ist die Unruhe.
Sollte das Venus 170 nicht eine Schraubenunruhe haben??

Vielleicht wurde diese Uhr für einen ausländischen Markt produziert, bei dem man gewisse Qualitätsabstriche gemacht und die Uhren dann anonym verkauft hat. Das könnte auch die einfachen Zeiger erklären.
Beim flüchtigen Blick auf das Modell, kamen mir übrigens sofort Bilder von alten DOXA, oder Pierce Chronographen in den Sinn.

Wie auch immer.

@Eric1
Du schreibst, dass die Uhre aus einem Nachlass stammt Dass sollte ihr, unabhängig vom Kaliber, dem Zifferblatt, der Marke, oder den Zeigern, einen besonderen ideellen Wert verleihen, weil ein Stück Familiengeschichte dahinter steckt.
Ich persönlich sehe gerade in solchen Uhren immer die besonderes sentimentalen Stücke einer jeden Sammlung, die mir weit mehr imponieren, als die, die man sich für viel Geld gekauft hat. Sie ist in jedem Fall allein schon deshalb sammelwürdig.
 
E

Eric1

Themenstarter
Dabei seit
08.07.2021
Beiträge
6
Was mich ein wenig stutzig mach, ist die Unruhe.
Sollte das Venus 170 nicht eine Schraubenunruhe haben??

Vielleicht wurde diese Uhr für einen ausländischen Markt produziert, bei dem man gewisse Qualitätsabstriche gemacht und die Uhren dann anonym verkauft hat. Das könnte auch die einfachen Zeiger erklären.
Beim flüchtigen Blick auf das Modell, kamen mir übrigens sofort Bilder von alten DOXA, oder Pierce Chronographen in den Sinn.

Wie auch immer.

@Eric1
Du schreibst, dass die Uhre aus einem Nachlass stammt Dass sollte ihr, unabhängig vom Kaliber, dem Zifferblatt, der Marke, oder den Zeigern, einen besonderen ideellen Wert verleihen, weil ein Stück Familiengeschichte dahinter steckt.
Ich persönlich sehe gerade in solchen Uhren immer die besonderes sentimentalen Stücke einer jeden Sammlung, die mir weit mehr imponieren, als die, die man sich für viel Geld gekauft hat. Sie ist in jedem Fall allein schon deshalb sammelwürdig.
Ja, das hat sie auf jeden Fall. Die Uhr gehörte meiner Urgrossmutter, die 1956 verstarb. Seitdem lag die Uhr wohl nur im Schrank. Wenn sie verändert wurde, dann bereits vor dieser Zeit. Sie läuft übrigens sehr gut, lässt sich butterweich aufziehen und hält auch die Zeit sehr gut.
 
E

Eric1

Themenstarter
Dabei seit
08.07.2021
Beiträge
6
Guten Morgen, kann es nicht auch sein, daß die Uhr so von einem unbekannten Einschaler stammt, der eben die Komponenten (Werk, Gehäuse, ZB und Zeiger) so zusammengestellt und zusammengebaut hat?
Wie steht es mit der Funktion der Uhr?
Grüsse Christoph
Hallo, die Uhr funktioniert perfekt obwohl das Werk ja ein bisschen wild ausschaut.
 
Thema:

Erbstück

Erbstück - Ähnliche Themen

Stundenzeiger von Regulator entfernen: Hallo zusammen. Ich bin neu hier im Forum und hoffe dass mir jemand hier weiterhelfen kann. Ich habe bereits die Suchfunktion verwendet aber keine...
Junghans Erbstück: Guten Abend, ich habe hier eine Junghans Uhr von meinem Großvater geerbt. Leider habe ich keine Ahnung, um was für ein Modell bzw. Referenz es...
Omega Constellation in erbarmungswürdigem Zustand: Hallo Leute, ich möchte mich erst einmal vorstellen: Ich bin Daniel und komme aus Düsseldorf. Ich habe eine alte Omega Constellation geerbt. Es...
Uhrenbestimmung

Alte Cimier

Uhrenbestimmung Alte Cimier: Hallo zusammen, mir ist vor einiger Zeit eine ältere Cimier Uhr zugelaufen. Sie funktioniert aktuell nicht und lässt sich nicht aufziehen. Das...
Bergischer Uhrenkopf von 1752, kennt jemand den Hersteller?: Hallo, da ich hier neu bin, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich habe u. a. einige bergische Standuhren von meinem Onkel geerbt. Außerdem war mein...
Oben