Entspiegelung von Saphirglas

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suede

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Liebe Leute:

Ich verzichte ungerne auf eine Saphirglas-Entspiegelung, stoße aber immer wieder auf Uhren, die ich toll finde, obwohl sie dieses Merkmal nicht haben. Mittlerweile habe ich da mental eingelenkt und gehe mit dem Kriterium der Entspiegelung lockerer um. Dennoch würde mich interessieren, ob jemand von Euch schon einmal per Sonderwunsch oder nachträglich eine Entspiegelung hat vornehmen lassen und welche Erfahrungen er gemacht hat.

Eigentlich sollte das doch kein Problem sein, oder? Wieviel sollte man dafür denn vernünftigerweise zahlen? Fragt man dafür am besten beim Hersteller nach – oder wisst Ihr Modifikations-Spezialisten zu empfehlen, bei denen man einen Uhr zum Entspiegeln eigens hinschicken kann?

Es handelt sich doch um eine Beschichtung, die außen und/oder ggf. innen auf dem Glas aufgetragen wird, oder? Gelegentlich lese ich, ein Saphirglas sei "innen doppelt entspiegelt", außen dagegen offenbar nicht (ich glaube, bei Steinhart steht das häufig). Ist eine beidseitige Entspiegelung dem nicht vorzuziehen?

Beste Grüße
suede
 

Axel66

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Viele Leute stehen einer Entspiegelung außen kritisch gegenüber, kompromittiert man dadurch ja doch ein Hauptvorteil des Saphirglases, die Kratzunempfindlichkeit. Für eine innere Entspiegelung sollte eigentlich nichts außer den Kosten sprechen.

Gruß,

Axel
 

Käfer

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Ich habe schon die Entspiegelung aussen entfernt, da verkratzt und damit sah die Uhr nun wirklich unschön aus. Ohne Entspiegelung geht das wieder prima und die Uhr sieht auch gut aus. Also wozu eine solche Beschichtung, die eigentlich nicht viel bringt (meiner Meinung nach) aber bei der die latente Gefahr besteht, dass die Uhr unansehnlich wird.
 

cal..45

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Meiner Meinung nach wird Entspiegelung überbewertet und man kommt sehr gut ohne zurecht. Ich habe aber auch ausschliesslich Uhren mit planen Gläsern. Bei gewölbten Uhrgläsern mag es möglicherweise was anderes sein, aber die kommen mir erst gar nicht ins Haus.


Gruß, Holger
 

axelf63

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Ich bin inzwischen auch kein Freund der äußeren Entspiegelung mehr.
Bei meiner U1 sieht man "bei genauem Hinschauen" schon die ein oder andere Stelle.
Ich sehe das Ganze wie Käfer.

Diese äußere Entspiegelungschicht entfernen zu lassen, ist laut meinem Uhrmacher, eine Sache von 2 Minuten.
Ich werde das demnächst mal machen lassen.
 

discipulus

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Ich schließe mich der Meinung der Vorredner an. Eine außen aufgebrachte Entspiegelung macht (außer für das erste Fotoshooting) wenig Sinn. Nachträglich eine Entspiegelung außen aufzubringen, würde mir im Traum nicht einfallen.

Falls mal eine meiner Uhren solch eine Entspiegelung besäße, würde auch ich sie spätestens nach dem ersten Kratzer entfernen lassen.
 

uhrenvieh

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Hallo Leute,

nein, nachträglich aufbringen - auf die Idee käme ich nicht.
Allerdings auch nicht darauf, sie nachträglich abzuschleifen. Dazu ist der Effekt einfach zu schön, wenn man ungehindert schräg auf's Zifferblatt schauen kann. Wegen ein paar Kratzern mache ich mir keinen Kopf - und das sagt euch eine rekonvaleszente PTM. :D
 

soeckefeld

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Bisher sind noch immer keine Kratzer an der äusseren Entspiegelung meiner Breitling Navitimer mit der Lupe zu sehen.
Das gute Stück wird wirklich nicht geschont!

Da ich den Effekt der Entspiegelung, gerade bei diesem ZB voller Informationen sehr schätze, gehe ich hier besonders kritisch vor.
Ich wage sogar zu behaupten, dass ich ein zerkratztes Glas tauschen würde.
Ich habe auch nach wie vor den Eindruck, es gibt verschiedene Härtegrade und Farbtöne bei der Entspiegelung.
Bei SINN habe ich eindeutig diesen Blauschimmer und ruckzuck Kratzer in der Schicht bemerkt.
Bei Breitling ist das bisher nicht der Rede wert.
Nein, ich vermisse keine Entspiegelung bei meinen übrigen Uhren, würde hier niemals etwas nachträglich ändern.
 

bastpless

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Mit meiner Sinn 756 Diapal habe ich schon an Flugzeugen und sonstiger schwerer Technik rumgebastelt. Die Entspiegelung ist noch immer einwandfrei. Allerdings erinnere ich mich auch, beim Kauf vor zwei Jahren gelesen zu haben, daß diese Schicht verbessert wurde und härter als die Vorgängervarianten sei.

Ob und wo man so etwas nachträglich machen lassen kann, weiß ich allerdings nicht.

Viele Grüße,
Sebastian
 

kukulcan

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Ich bin ein absoluter Fan von beidseitiger Enstpiegelung, ich mag die erhöhte Lesbarkeit und das fast unsichtbare Glas einfach.

Aber...obwohl die Beschichtung bei Bremont irgendwie 9x auftgetragen und gehärtet wird, ist jetzt eine kleine Unschönheit aufgetaucht. Man muss die Stelle allerdings in direktem kalten Licht suchen. Ist immer noch beeindruckend dafür, dass ich die Uhr 24/7 trage und das gehärtete Gehäuse schon einige Katscher hat.

Aber das Saphir-Glas ist 2000 Vicker, die Beschichtung eben nur 1800 Vicker.

Innere Beschichtung ist ja schön, aber die kann nun mal nicht viel helfen, das Licht kommt von aussen.
 

axelf63

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... Bei SINN habe ich eindeutig diesen Blauschimmer und ruckzuck Kratzer in der Schicht bemerkt. ...

Genau so verhält es sich bei der U1. :super: (Aber mein RuckZuck hat immerhin mehrere Monate gedauert. ;-) )
Ich bin mit euch definitiv einig, dass das von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein kann/ist.
 

TomasC

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Ich bin kein Freund äußerer Entspiegelung, aber nicht wegen der Kratzunempfindlichkeit. Ich finde die Spiegelungen auf gewölbten Gläsern schön, und manchmal, wenn ich leicht verliebt meine Uhr ansehe, bewege ich schon mal leicht den Arm um die Lichtschimmer über das Glas flitzen zu sehen :)

- Tomas
 

uhr_10

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Aber...obwohl die Beschichtung bei Bremont irgendwie 9x auftgetragen und gehärtet wird, ist jetzt eine kleine Unschönheit aufgetaucht. Man muss die Stelle allerdings in direktem kalten Licht suchen. Ist immer noch beeindruckend dafür, dass ich die Uhr 24/7 trage und das gehärtete Gehäuse schon einige Katscher hat.

Aber das Saphir-Glas ist 2000 Vicker, die Beschichtung eben nur 1800 Vicker.

Trägermaterial und Beschichtung müssen zusammenpassen. Die Härte der Beschichtung ist bei den natürlicherweise gegebenen Schichtdicken einer Antireflexionsschicht nicht alleine Auschlag gebend. Viel Versuch und Irrtum ist nötig, um etwas Haltbares zu erhalten.

Persönlich bin ich Gegner der - äußeren, also strapazierten - Beschichtungen. Ich könnte auch sagen: Erfahrung macht klug ;-)

Ach ja: Mehrfach dünn auftragen ist etwas Tolles. Das gibt meistens richtig gute Ergebnisse bei Oberflächen - leider teuer.
 

kukulcan

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Ich bin kein Freund äußerer Entspiegelung, aber nicht wegen der Kratzunempfindlichkeit. Ich finde die Spiegelungen auf gewölbten Gläsern schön, und manchmal, wenn ich leicht verliebt meine Uhr ansehe, bewege ich schon mal leicht den Arm um die Lichtschimmer über das Glas flitzen zu sehen :)
Das mache ich auch, nur dass der Schimmer über die Zeiger flitzt.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Persönlich bin ich Gegner der - äußeren, also strapazierten - Beschichtungen. Ich könnte auch sagen: Erfahrung macht klug ;-)

Ach ja: Mehrfach dünn auftragen ist etwas Tolles. Das gibt meistens richtig gute Ergebnisse bei Oberflächen - leider teuer.
Nunja, nach eineinhalb Jahren eine Stelle, die man "mit der Lupe suchen muss" ist eigentlich schon zufriedenstellend :)
 

navitimer11

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Bisher sind noch immer keine Kratzer an der äusseren Entspiegelung meiner Breitling Navitimer mit der Lupe zu sehen.
Das gute Stück wird wirklich nicht geschont!

Danke für diesen kurzen Erfahrungsbericht. Das mit der äußeren Entspiegelung hat mir bei meiner Chrono Colt immer ein wenig Kopfzerbrechen gemacht und habe die Uhr aus diesem Grund bisher immer etwas übervorsichtig behandelt. Bin nun etwas beruhigter.
 

McDV

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Hi!

Dieser Thread ist schon älter, trotzdem habe ich mir gerade, da meine neue Breitling Superocean Héritage auch wieder eine (optisch einfach geniale) äußere Entspiegelund hat, einige Gedanken zu dem Punkt bzgl. meiner eigenen Erfahrungen gemacht, die ich euch mal mitteilen möchte.

Bei meiner Navitimer von 1998 hatte die Entspiegelung auch nach kurzer, schonender Tragezeit Kratzer, sodass ich sie vor einigen Jahren entfernt habe.

Inzwischen scheinen die Schichten aber jedenfalls bei Breitling deutlich besser zu sein. Meine Chrono Colt von 2008 habe ich über knapp 4 1/2 Jahre nahezu täglich im harten Alltag getragen. Logisch, dass das Ührchen dabei einige Gebrauchsspuren davongetragen hat, u.a. auch eine Vielzahl von Kratzern auf dem Metallring um das Glas (also zwischen Glas und Lünette). Das Glas jedoch hat keine Kratzer, auch die Entspiegelung scheint kratzerfrei zu sein (ich gehöre allerdings nicht zu denen, die es mit einer Lupe untersuchen). ;)
Insofern bin ich ganz zuversichtlich, dass die Entspiegelung bei der Superocean Héritage mindestens ebenso gut sein und halten wird, sodass ein Entfernen, wie bei der Navitimer, für mich nicht in Betracht kommt. Die Optik wird dadurch m.E. schon erheblich beeinträchtigt.

Viele Grüße
Marc
 

Freddyhb

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Hi!

Dieser Thread ist schon älter, trotzdem habe ich mir gerade, da meine neue Breitling Superocean Héritage auch wieder eine (optisch einfach geniale) äußere Entspiegelund hat, einige Gedanken zu dem Punkt bzgl. meiner eigenen Erfahrungen gemacht, die ich euch mal mitteilen möchte.

Bei meiner Navitimer von 1998 hatte die Entspiegelung auch nach kurzer, schonender Tragezeit Kratzer, sodass ich sie vor einigen Jahren entfernt habe.

Inzwischen scheinen die Schichten aber jedenfalls bei Breitling deutlich besser zu sein. Meine Chrono Colt von 2008 habe ich über knapp 4 1/2 Jahre nahezu täglich im harten Alltag getragen. Logisch, dass das Ührchen dabei einige Gebrauchsspuren davongetragen hat, u.a. auch eine Vielzahl von Kratzern auf dem Metallring um das Glas (also zwischen Glas und Lünette). Das Glas jedoch hat keine Kratzer, auch die Entspiegelung scheint kratzerfrei zu sein (ich gehöre allerdings nicht zu denen, die es mit einer Lupe untersuchen). ;)
Insofern bin ich ganz zuversichtlich, dass die Entspiegelung bei der Superocean Héritage mindestens ebenso gut sein und halten wird, sodass ein Entfernen, wie bei der Navitimer, für mich nicht in Betracht kommt. Die Optik wird dadurch m.E. schon erheblich beeinträchtigt.

Viele Grüße
Marc

beim neuen Navitimer hält sie sich auch top.- Ich trage die Uhr nicht übervorsichtig, aber die Schicht sieht noch eins A aus. Bei meiner Steelfish aus 08 ist das ebenso. und die wurde wirklich hart rangenommen.
Da hat sich in den Jahren einiges getan.
 

McDV

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Das klingt ja ebenfalls gut.

Ich denke auch, dass sich da vielleicht durch die Nanotechnologie viel getan haben könnte (bin aber kein Experte, nur Laie). Wenn man so überlegt, sind Kratzer ja entweder Verformungen der Oberfläche, alternativ oder kumulativ ggf. auch Materialabtrag.
Beides ist beim Saphirglas selbst ja höchst unwahrscheinlich, sodass bei einer so dünnen Entspiegelungsschicht direkt auf dem harten Saphir eine Verformung ebenfalls sehr unwahrscheinlich sein sollte. Wenn, dann heißen die Kratzer also vermutlich, dass die Schicht teilweise entfernt ist, also abgetragen wurde, sodass das Glas wieder spiegelt.
Nun kann ich mir gut vorstellen, dass man durch eine verbesserte Molekülstruktur im Nanobereich nicht nur die Effektivität der Entspiegelung verbessern kann, sondern auch deren Verzahnung und damit Anhaftung an der Oberfläche des Saphirs. Damit führt eine Krafteinwirkung dann ggf. nicht mehr dazu, dass sich eine größere Zahl von Molekülen der Verspiegelung ablöst (quasi "abplatzt"), sondern wirklich nur noch einzelne abgerieben werden, sodass Beschädigungen unter normalen optischen Bedingungen nicht mehr sonderlich sichtbar sind. (Das stelle ich mir so vor, wie bei beschichteten Bratpfannen: Einzelne Kratzer sieht man eigentlich nicht, aber bei den Pfannen führen die dann auch dazu, dass sich gleich ein Teil der umliegenden Beschichtung mit löst und dann sieht man den Schaden.)

Das ist aber nur meine Laien-Vorstellung. ;)

Übrigens habe ich häufiger mal vermeintliche Kratzer auf der Entspiegelung entdeckt, die sich auch nicht einfach entfernen ließen. Gleichwohl waren es lediglich Anhaftungen, die man mit den (nicht zu trockenen) Fingern vorsichtig wegreiben konnte.

Generell bin ich aber bei der Reinigung des Glases immer Vorsichtig, da man die Entspiegelung auf jeden Fall recht leicht wegpolieren kann. Bei der Verwendung von CapeCod und anderen Mitteln am Gehäuse ist es mir daher auch sicherer, vorher das Glas abzukleben. Zu schnell könnte die Beschichtung leiden, wenn man das Zeug an den Fingern hat und zum Halten der Uhr auf das Glas fasst... und ggf. unbemerkt reibt, weil man die Rückseite poliert...

Viele Grüße
Marc
 
G

Gast37985

Gast
Meiner Meinung nach wird Entspiegelung überbewertet und man kommt sehr gut ohne zurecht. Ich habe aber auch ausschliesslich Uhren mit planen Gläsern. Bei gewölbten Uhrgläsern mag es möglicherweise was anderes sein, aber die kommen mir erst gar nicht ins Haus.


Gruß, Holger

Wieso das denn? Was ist denn so schlimm daran :hmm:
 
Thema:

Entspiegelung von Saphirglas

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