Elektroautos - Sinnvoll?

Diskutiere Elektroautos - Sinnvoll? im Small Talk Forum im Bereich Community; Hallo Was meint Ihr: Wie sinnvoll ist das Betreiben von Elektro-PKWs? Und: Wann kommen die ersten Mittelklasse-E-Autos auf den Markt? Noch...
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wtx11

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Hallo

Was meint Ihr: Wie sinnvoll ist das Betreiben von Elektro-PKWs? Und: Wann kommen die ersten Mittelklasse-E-Autos auf den Markt?

Noch kostet ein Kleinwagen mit E-Antrieb 35000 €. Somit dürfte der nicht in das Kaufschema des Ottonormalverbrauchers fallen, der für ein vergleichbar ausgestattetes Auto mit Verbrennungsmotor um die 10000 bis 12000 € ausgeben würde. E-Autos sind noch zu teuer, haben eine zu geringe Reichweite und eine zu lange Ladezeit. Die Vorteile liegen auf der Hand: 1. die Emissionsfreiheit, 2. der durchzugsstarke E-Antrieb und 3. die niedrigen Betriebskosten (ist von der Akkulebensdauer abhängig).

Gruß
 
Oelfinger

Oelfinger

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Die Emissionsfreiheit ist ein immer wieder gern genommenes Scheinargument: da kommt der Dreck nicht aus dem Auspuff sondern aus dem Schornstein des Kraftwerkes. Also nur eine Schadstoffausstossverlagerung an andere Stelle.

Die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien ist in Deutschland einfach zu gering, um da einen nennenswerten ökologischen Nutzen zu erzielen.

War ja auch einmal ein Argument der Bahn: Wir verschmutzen die Umwelt nicht, bei uns kommt der Strom aus der Steckdose.

Grüsse,

Günter
 
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wtx11

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Hallo

Die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien ist in Deutschland einfach zu gering, um da einen nennenswerten ökologischen Nutzen zu erzielen.
Aber wenn wir in Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien am Energieerzeugungsmix steigern würden, wäre das kein Gegenargument mehr. :-D

Die Effizienz eines Verbrennungsmotors liegt bei 30 bis maximal 40 %. Ich hoffe, dass die Effizienz eines Kohlekraftwerks höher liegt. :oops:

Gruß
 
Kaliber 09-20

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Da gebe ich Günter vollkommen recht. Ich finde es aber trotzdem gut, dass endlich etwas mehr Bewegung in das Projekt Elektroauto kommt. Der technische Fortschritt wird sich auch auf diesem Gebiet weiter beschleunigen.
Ich persönlich wäre für ein Elektroauto, im bezahlbaren Rahmen, sehr offen.
 
Oelfinger

Oelfinger

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Zitat Wikipedia:

"Der Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken weltweit beträgt im Mittel 31 %, in Deutschland liegt er bei 38 %. Vor allem in Ländern wie China (durchschnittlicher Wirkungsgrad 23 %) gibt es große Verbesserungspotenziale."

Mir wäre es lieber, wenn die Brennstoffzelle weiter entwickelt würde. Allein schon wegen der Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit einer Steckdose.

Grüsse,

Günter
 
Hands

Hands

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Das große Problem an der Entwicklung der E Autos sind die Akkus. Soviel Energie zu speichern, dass man vernünftige 100km weit kommt, ist fast nicht möglich.
Letzten Sonntag wurde auf VOX der mitsubishi i-miev unter normalen Verkehrsbedienungen getestet. Seine mit 130km angegebene Reichweite hat er weit verfehlt. Noch dazu kam der Testfahrer auf der Autobahn in einen Stau und die Ladeanzeige ging im Zeitraffer gen Null. Geschafft hat er es sozusagen mit dem letzten Watt. Ich glaube es waren letztendlich 40km Reichweite.
Da heißt´s Heizung, Licht und Radio aus.
Es sollte mehr Geld in die Entwicklung von praxistauglichen Stromspeicher gesteckt werden.
 
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Wenn ich mich recht erinnere, ist ein ehemaligs Vorstandsmitglied bei SAP ausgestiegen, um die Entwicklung des Elektrautos voranzutreiben. Tankstellen sollen Akkus zum Wechseln vorhalten, damit Reichweitenprobleme gemindert werden. Testmarkt sollte Israel sein. Ich weiß aber nicht, ob die hochfliegenden Pläne mittlerweile in der Mülltonne gelandet sind.
 
Oelfinger

Oelfinger

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Ich sage es einmal etwas krass: Solange der Staat so gut an der Mineralölsteuer verdient (z. Zt. ca. 86 Cent/Liter) und genügend Lobbyisten in den Vorständen der Mineralöl- und Atomobilindustrien sitzen wird sich da kaum etwas ändern.

Grüsse,

Günter
 
Dr. Wu

Dr. Wu

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Ich hoffe das es keine Elektroautos geben wird.Erneuerbare Energien gibt es garnicht,sonst müßte es auch ein perpetuum mobile geben.
Grüezi
 
Andreass

Andreass

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Ich finde Elektroautos Super. Mein Schwiegervater hatte einen umgebauten Fiat Panda und der lief , vor allem im Stadtverkehr , mehr als perfekt. Der Energieverbrauch lag - kostenmäßig - weit unter dem eines herkömmlichen PKWs.
Wir fahren hier viele Kurzstrecken, gerade dafür wäre so ein Auto perfekt.
Gäbe es etwas brauchbares zu erschwinglichem Preis, wäre ich sofort dabei.

Energieproduktion und Emissionen, das weiß mittlerweile jeder, gibt es natürlich auch. Aber, ein Elektroauto wird immer und jederzeit eine gültige Feinstaubplakette bekommen. Und die Luft in Tiefgaragen wird auch besser. Überlegt mal, ihr steht an einer roten Ampel mitten in einer Großstadt - und man hört beim Wechsel der Grünphase - nichts. Wie geil wäre das.

Und kommt mir jetzt nicht mit den ganzen gefährdeten Blinden. Das ist nur Geschwätz. Blinde sind nur gefährdet, solange sie damit nicht rechnen, das ein Auto auch leise vorbeirollen kann.
Und wenn doch, kommt schnellstens per STVZO eine Quartettkarte in die Speichen.
 
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carlcromwell

carlcromwell

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Wenn ich mich recht erinnere, ist ein ehemaligs Vorstandsmitglied bei SAP ausgestiegen, um die Entwicklung des Elektrautos voranzutreiben. Tankstellen sollen Akkus zum Wechseln vorhalten, damit Reichweitenprobleme gemindert werden. Testmarkt sollte Israel sein. Ich weiß aber nicht, ob die hochfliegenden Pläne mittlerweile in der Mülltonne gelandet sind.
Du meinst sicher das Betterplace Projekt von Shai Agassi.

Better Place | The Global Provider of EV Networks and Services.
 
Oelfinger

Oelfinger

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Aber, ein Elektroauto wird immer und jederzeit eine gültige Feinstaubplakette bekommen.
Die bekommt auch jeder Benziner, die wurden einfach mit den Dieselfahrzeugen in Sippenhaft genommen (und weil es Geld in die Stadtkasse bringt).

Es ist doch egal, welches Antriebskonzept -und es geht nur und ausschliesslich um Politik und Machtfaktoren- gerade favorisiert wird, Hauptsache ist, der Bürger kann abgezockt und des Steuersäckel gefüllt werden. Oder könnt ihr euch A. Merkel in einem ökologisch korrektem Elektrokleinwagen vorstellen?

Der gleiche Witz sind doch die Umweltzonen: es ist Nachgewiesen, dass eine Hausbrandfeuerstelle in 24h soviel Feinstaub ausstösst wie 30.000 Kraftfahrzeuge (PKW und LKW gemittelt) in der gleichen Zeit, aber ein Kamin ist ja so gemütlich.


Grüsse,

Günter
 
mxyzptlk

mxyzptlk

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5. Dimension
Diese Oberflächliche Diskussion ist müßig.
Solange Elektroautos auf Batterien oder Brennstoffzellen beruhender
Technologie aufbauen, wird es gar keine Elektroautos für die Massen geben.
Woher sollte Eurer Meinung nach die Energie zum Betreiben herkommen,
aus der Steckdose. ? Dieser blöde Spruch trifft aber den Kern.
Für Ottomotoren muss Öl nur destilliert werden aber Wasserstoff für Brennstoffzellen
müsste mit immensem Energieaufwand hergestellt werden und Strom für Batterien auch.
Da wir die dafür nötigen regenerativen Energien noch lange nicht haben ist
die Gesamtenergiebilanz noch schlechter als beim Öl.
Da Öl aber zum verbrennen zu schade ist werden wir, ob es uns gefällt oder nicht,
irgendwann wieder die Steinzeit erreichen.
Das Ölzeitalter ist also nur ein kurzes Intermezzo.
Manche Wissenschaftler vermuten Öl sei regenerativ, dann haben wir Glück,
wenn nicht Pech gehabt.

Gruß
Daniel
 
Hands

Hands

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Ich denke, mit dem Opel Ampera oder dem Chevrolet Volt ist man auf dem richtigen weg. Mit ihren Reichweitenverlängerern oder Range Extender ( stimmt das so) kriegt man auch weitere Strecken hin. Ich würde mir sowas sofort kaufen. Aber leider für Normalverdiener unerschwinglich.
 
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Mapkyc

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Mit Erdgas könnte die fossile Party noch etliche Jahrhunderte weitergehen. Wenn man es will oder wenn man irgendwann muß. Man könnte schon heute, rein technisch gesehen, auf Öl verzichten, aber es ist halt für die Industrie die einfachste (billigste) Lösung. E-Autos für die Massen sind heute Science Fiction. Man sollte lieber den öffentlichen Nahverkehr verbessern.
 
M

Marinemaster

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Wenn man sich anschaut, wie schnell die Entwicklung in den letzen 50 Jahren vorangegangen ist, würde ich es nicht für unmöglich halten, dass Autos irgendwann mit Sonnenenergie fahren!
Dauerhaft, bezahlbar für Jedermann und unabhängig von Steckdosen.
Vielleicht ein Wunschtraum, vielleicht auch nicht.
Es gibt soviele Tüftler auf dieser Welt, man muss sich da noch nicht mal auf Konzerne verlassen.
In den 30ern hätte sicherlich auch keiner geglaubt, dass ein paar Jahrzehnte später die ersten Menschen auf dem Mond landen.

Da kommen sicherlich noch Überraschungen auf uns zu.

Der gleiche Witz sind doch die Umweltzonen: es ist Nachgewiesen, dass eine Hausbrandfeuerstelle in 24h soviel Feinstaub ausstösst wie 30.000 Kraftfahrzeuge (PKW und LKW gemittelt) in der gleichen Zeit, aber ein Kamin ist ja so gemütlich.
Kannst Du das noch löschen, Günter?
:D ;-)
 
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wtx11

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Hallo

Erneuerbare Energien gibt es garnicht,sonst müßte es auch ein perpetuum mobile geben.
Da hast Du im gewissen Sinne Recht. Laut Wikipedia ist die Sonne ca. 4,6 Milliarden Jahre alt und hat ein maximal erreichbares Alter von 11,1 Milliarden Jahren. Also wäre es nach den Angaben in ca. 6,5 Milliarden Jahren auf der Erde zappenduster. :???: Gut, dass wir das nicht mehr erleben werden. 8-)

Gruß
 
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Mapkyc

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Laut Wikipedia ist die Sonne ca. 4,6 Milliarden Jahre alt und hat ein maximal erreichbares Alter von 11,1 Milliarden Jahren.
Erdgeschichtlich betrachtet kommen wohl erstmal noch einige Eiszeiten. Die ganze Nordhalbkugel könnte wieder unter einem Eispanzer liegen. Undenkbar ist das nicht. Aber keine Sorge, die UNO wird bestimmt helfen. :D
 
twehringer

twehringer

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Ich hoffe das es keine Elektroautos geben wird.Erneuerbare Energien gibt es garnicht,sonst müßte es auch ein perpetuum mobile geben.
Grüezi
Schon richtig. Aber wenn man das ganze "nur global" betrachtet nicht zutreffend, da die Sonnenenergie ohnehin verbraucht wird. Insofern kann man sie u.a. in Form von nachwachsenden Energierohstoffen quasi kostenlos nutzen.

Beim AUtoantrieb bin ich für den jeweils energieeffizientesten Antrieb, merke aber grad, dass es hier an Information fehlt, denn ich könnte ihn nicht ohne weiteres benennen. Ich denke aber das beim Energiesparen nicht nur der Antrieb des Wagens ausschlaggebend ist, sondern auch der bewusste Fahrer, der ab und an auch mal zu Fuß geht.

VG Thomas
 
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