Elektroauto, Vor- und Nachteile

Diskutiere Elektroauto, Vor- und Nachteile im Small Talk Forum im Bereich Small Talk; Es gibt zwar schon einen Faden zum Thema, dieser ist jedoch schon etwas älter. Deshalb mach in einen Neuen auf. Auch im Motzthread kam das Thema...
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#1
Carper

Carper

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Es gibt zwar schon einen Faden zum Thema, dieser ist jedoch schon etwas älter. Deshalb mach in einen Neuen auf.

Auch im Motzthread kam das Thema vor ein paar Tagen kurz auf.

Also los gehts.

Letztens habe ich im TV den Spot für den E-Golf gesehen.

Abschied nehmen vom Tankwart. Nun ja. Klingt erstmal interessant. Man sieht ja schon ab und an mal ein Elektro Auto auf der Strasse. Kleine Dinger, Platz für maximal zwei Personen. Wohl nicht wirklich Etwas für den täglichen Gebrauch/Bedarf.

Auf der VW Homepage habe ich dann Informationen zum Auto gesucht. Allgemeine Dinge, wie Infos zum Antrieb, zu Fahrleistungen, Batterie u.s.w. findet man dort auch.

Doch welche Fragen mich wirklich beschäftigen, nicht nur beim Modell von VW, sind Folgende:

Was ist mit der kalten Jahreszeit? Muss ich im Winter befürchten, dass die Scheiben innen zufrieren/anlaufen? Im Konfigurator gibts keine Zusatzheizung. Im Netz gibts es Infos in diversen Foren über eine Wärmepumpe. Und wie stark sinkt die Reichweite?

Und was ist bei sommerlichen Temperaturen? Sinkt die (ohnehin nicht große Reichweite) bei Dauerbetrieb der Klimaanlage?

Gibt es auch Außerorts genügend Ladestationen oder muß ich meine Strecke ordentlich im Voraus planen, um nicht mit leeren Akkus stehenzubleiben?

Wie stark sinkt die vom Hersteller angegebene Reichweite bei beladenem Fahrzeug, sprich Gepäck und volle Personenauslastung?

Was ist mit einer Anhängekupplung? Auch im Konfigurator nicht bestellbar.

Und die Akkus, wie ist die Lebensdauer, was kostet der Austausch in x Jahren? Wie verhalten sie sich bei Kälte und Hitze (Kapazität)?

Und schließlich auch eine sehr wichtige Frage bzw. Feststellung: der Preis für den E-Golf ist exorbitant. Mit ein paar Extras (Assistenzsysteme, nichts Luxoriöses) komme ich auf fast 40.000 Euro.

Das sind die Dinge, die mich vor einem Kauf eines Elektro Autos nicht abschrecken, wohl aber vorerst noch abhalten.

Aktuell fahre ich einen Audi A3 mit dem 1.4er TFSI. Man kann ihn sparsam fahren und kommt trotzdem zügig voran.

Diese(r) Faden/Diskussion soll auf keinen Fall das E-Auto verteufeln.

Ich hoffe auf rege Teilnahme :super:


Viele Grüße

Carper
 
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#2
vonMatterhorn

vonMatterhorn

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Der e-Golf ist von den bisher gezeigten deutschen Elektroautos zwar das einzig Ernstzunehmende e-Auto, aber immer noch viel zu teuer und mit einem zu kleinen Akku versehen, auch wenn die Standardaustattung schon ordentlich ist. Mal schauen was die Zukunft bringt, Autos ala i8 braucht auf jeden Fall niemand.
 
#3
Sectorfan

Sectorfan

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Tja und wie sieht's mit dem Akku aus, wird der geleast oder zahlt man da nach ein paar Jahren nochmals ne fünfstellige Summe oder hat der ne normale Bremse oder ne Elektrische, die bei Akkuausfall auch nicht mehr funktioniert, Fragen über Fragen....
 
#5
vomhof

vomhof

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in der regel kommt zu den kaufpreis noch eine monatliche summe von 70-? an akkumiete dazu...
elektroautos sind aus meiner sicht nur für leute den es wurscht ist was es kostet sein grünes gewissen zu beruhigen.
wettbewerbsfähig sind die teile noch eine weile nicht...
ich zb. fahre einen bezahlten toyo fjc mit nen benzinmotor der in der stadt ca. 15+ verbraucht und auf der bahn 12...
wenn ich den wagen verkaufe bekomme ich ca. 18k für..
so, nun muss ich 22k für so ne ökoschleuder drauflegen, von der akkumiete mal abgesehen.. das ist sehr viel geld was ich noch verfahren kann, und vor allem ich komme ÜBERALL hin, nicht nur 100km...

elektroroller für die city sind da besser, oder gleich nen fahrrad


Bitte in Zukunft auf Groß- und Kleinschreibung achten. - raxon
 
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#7
uhr83

uhr83

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Ja, das gibt es. Aber die Frage welche Bremse ich einbaue hat nichts mit dem Antrieb des Autos zu tun.
 
#8
jojo

jojo

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Der e-Golf ist von den bisher gezeigten deutschen Elektroautos zwar das einzig Ernstzunehmende e-Auto, aber immer noch viel zu teuer und mit einem zu kleinen Akku versehen, auch wenn die Standardaustattung schon ordentlich ist. Mal schauen was die Zukunft bringt, Autos ala i8 braucht auf jeden Fall niemand.
Der i8 ist in meinen Augen ein tolles Auto, aber kein Elektroauto, sondern ein Hybrid. ;)

Ich bin ein Fan der Elektromobilität, aber leider ist zur Zeit diese Art der Fortbewegung noch zu unpraktisch. Mit mehr als 150 - 200km Reichweite fährt zur Zeit kein reines E-Auto was ich mir leisten könnte, und das auch nur bei genormten Witterungsbedingungen. Aber es gibt Fahrprofile bei denen lohnt es sich durchaus die alternative E-Auto. Habe ich ein Häuschen mit Garage, fahre immer nur bis zu 40 km täglich zur Arbeit und kann nachts aufladen, warum nicht? Aber für den Fall muss ich ein Zweitauto haben, damit ich auch mit Sack und Pack in Urlaub fahren kann und mir Reichweitenbegrenzung nichts mehr ausmacht.

Ich hab mich im April für einen Hybrid entschieden, habe zwar auch ein Fahrprofil was auch ein reines E-Auto rechtfertigen würde, aber da wir nur ein Auto haben und ich auch mal in Urlaub fahren möchte, wäre ein E-Auto unzweckmäßig. Der Hybrid fährt sich wie ein Verbrenner, nur beim Beschleunigen fährt man bis 50 km/h elektrisch und später kann man auch Geschwindigkeiten bis zu 70km/h elektrisch "gleiten".

Mal sehen was die Zukunft bringt, ich denke der E-Antrieb ist auf dem Vormarsch. Alles steht und fällt mit der Akkuentwicklung, wenn es dort die Fortschritte gibt wie beispielsweise bei der elektronischen Speichertechnik dann ist diese Art der Fortbewegung die Zukunft. Und dann gibt auch noch die Brennstoffzelle, wenn - wie angekündigt - nicht mehr nur Platin als Katalysator des Wasserstoffes eingesetzt werden muss, sondern günstigere Materialien, dann könnte auch diese Art der Fortbewegung ein Alternative sein.
 
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#9
Kvothe

Kvothe

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Die aktuellen Elektroautos sind meiner Meinung nach wirklich nur bei 100% passendem Fahrprofil brauchbar (Kurzstrecke in längeren Intervallen um das Teil wieder aufladen zu können), da steht aber immer noch der viel zu hohe Preis im Weg.

Wir haben in der Firma einige BMW i3, einen davon habe ich mir mal für ein Wochenende geliehen.
Mal abgesehen davon, dass das Auto meiner Meinung nach ziemlich hässlich ist muss man schon einige Abstriche machen.
Die angegebene maximale Laufleistung von 160km ist nur unter optimalen Bedingungen zu erreichen, Spaß darf man dann auch keinen mehr haben (die Beschleunigung an der Ampel ist aber ganz nett :)).
Autobahn ist damit nicht wirklich angenehm, da merkt man, dass der Elektromoter oben rum nicht mehr so viel Leistung hat (und der Akku geht recht flott zu neige).
Mit ca 50% Akku wurde mir z.B. bei Fahrbeginn eine Restlaufleistung von 60km angezeigt, nach 20km warens nur noch 10km.
Auch wird im Sparmodus z.B. die Klima abgeschaltet, im Sommer ist das Auto damit nur bedingt brauchbar (die Klima ist wohl von Haus aus eine energiesparende Variante und etwas gar schwachbrüstig).
Ich hatte immer das Gefühl, dass ich gar nichts einschalten darf weil sonst die Reichweite halbiert wird, so macht Autofahren wirklich gar keinen Spaß.

Ein Tesla wäre aber schon nett, der hat mit großer Batterie eine angegebene Laufleistung von um die 500km, damit kann man schon leben (und kostet im Vergleich zu einem i3 auch nicht viel mehr).
Wenn die Thematik mit dem Batterieleasing zufriedenstellend geklärt ist und die Autos generell erheblich günstiger werden ist ein E-Auto aber durchaus eine Überlegung wert.
Zur Zeit halte ich Hybriden für die praktikablere Variante (so ein McLaren P1 oder Porsche 918 wären schon nett ;)).

VG
Kvothe
 
#10
VinC

VinC

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Ich hatte im Motzthread ja bereits einige grundlegende Punkte bzgl. der CO2-Bilanz aufgeführt -> https://uhrforum.de/der-motz-thread-heute-habe-ich-einen-hals-weil-t4390-1032#post2175922

Die Fragen im Eingang des Threads sind alle einfach zu beantworten; mehr Arbeit bedarf auch mehr Energie.

Wofür nun Arbeit erbracht wird ist dann ja nun nebensächlich und konkrete Zahlen sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Wie ist das jeweilige System aus bzw. angelegt und wie wurden Prozesse integriert. Einen Tesla kann man noch an der Steckdose hängend kühlen bzw. vorheizen. So zieht man die nötige Energie direkt aus der Dose und der Akku wird geschont, da das Auto bei Abfahrt bereits "konditioniert" ist. Allgemein ist ein Tesla ein sehr technisches Fahrzeug das viel per APP gesteuert werden kann, bzw. bei dem diese Schnittstelle gegeben ist.

Ein Problem der Elektromobilität liegt in der Energiedichte der Energiespeicher und deren Ladeströme, Spannungen und der Dauer. Ohne Starkstrom nur mit einer 230V Dose braucht man das Experiment eigentlich nicht anfangen und eine Planung der Route ist absolut nötig. Zur nächsten Tankstelle mit einem Kanister unter dem Arm zu laufen ist dann halt nicht mehr drin.

Für den urbanen Individualverkehr ist die Technik heute bereits brauchbar, die CO2 Bilanz dieser Art der Fortbewegung ist halt noch eine schlechte.
Fakt ist jedoch "wenn wir den Strom eh über haben und dafür nichts zahlen" im Sinne von Wind und Sonne kostet nichts im EK und schädigt nicht die Umwelt, dann kann man auch herkömmlichen Kraftstoff synthetisch herstellen. Dieses Szenario wird ja schon länger erforscht und scheitert einzig und allein an der Energiebilanz.

Etwas das den Markt noch aufmischen wird ist ein offensichtlicher Punkt der E-Technik; man muss vom klassischen Motorenbau absolut keine Ahnung haben. Wer heute in der E-Technik Produkte baut, der kann auch ein E-Auto bauen. Ein Verbrennungsmotor zu bauen ist zwar an sich auch kein großes Hexenwerk, aber einen Verbrennungsmotor zu bauen der den aktuellen und kommenden Normen gerecht wird, das ist durchaus eine große Aufgabe.

Von daher kann es durchaus sein das man demnächst zum Telefon ein Auto vom selben Hersteller dazu bekommt.
 
#11
G

Grannis

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ich könnte mir Vorstellen dass entwicklungen auf dem Gebiet der Redox Flussbatterie das ganze Thema massiv ändern könnten. Die Vorteile sind einfach zu massiv.
Tankstelen könnten in Funktion und umfang erhalten bleiben
Man kann endlich Stromspitzen in Solar und Windenergie vernünftig nutzen
Reichweiten / Ladeproblem gelöst.

Im Sinne der umwelt hoffe ich dass die Technik eine reelle Chance bekommen wird und nicht von Lobbiisten und Ölmultis zerstört wird.
 
#12
derTeichfloh

derTeichfloh

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Hallo,

und über das Hauptproblem bei E-Autos wird so gut wie garnicht gesprochen. Nämlich das Laden.
Die meisten in frage kommenden Nutzer wohnen in der Stadt - und in Mietwohnungen. Das heißt: Laternenparkplatz.
Und wie sollen die ihr E-Auto laden???

Der Stadtmensch ist allerdings der ideale E-Auto-Nutzer. Er hat die kurzen Wege, die genau in das Schema der E-Autos passen. Er ist vielfach Alleinfahrer. Er fährt zu Zeiten, wo man (noch) keine Klimaanlage braucht. (es geht bei den kurzen Wegen oft auch ohne Heizung).

Und trotzdem wird genau dieser idealer Nutzer völlig vernachlässigt - ausgerechnet beim wichtigstem Thema:
Die vorhandenen Lademöglichkeiten sind NICHT Zuhause und NICHT am Arbeitsplatz. Denn die meisten Firmen sind auf private E-Autos gar nicht vorbereitet. Die firmeninternen Parkplätze haben keine Lademöglichkeit. Freie Parkplätze auch nicht. Und der nächtliche Laternenparkplatz auch nicht. Wo also laden?
Am Kaufhaus? Bei uns sind auf einigen wenigen Kaufhausparkplätzen 1-2 Lademöglichkeiten. 1-2 ! Und wie lange kauft man ein? Wieviel kann man dann laden?
Es gibt (noch) keine einheitliche Streckdose. Soll ich 5 oder ,ehr Adapter mitführen?
Wie ist das mit dem Bezahlen? Per Smartphone, welchen zwar viele, aber eben nicht jeder hat? Per Karte? Welcher Karte?

Das sind einfach zuviele offene Fragen! Dazu kommt noch der unirdische Preis der E-Autos. Und noch viele andere Probleme, wie die Haltbarkeit der Akkus, die Reichweite bei Gebrauch von Heizung und Kühlung usw.
Keine dieser Grundfragen wurde beantwortet.

Ach - eine hätte ich fast vergessen: Was ist, wenn du in Urlaub oder zu deinern Angehörigen fahren willst, was NICHT in deiner Stadt ist. Mit dem E-Auto wohl nicht. Mit dem Zweitwagen? Und wo stelle ich den unter? Auch auf der Straße. Toll !
Unsere Politik und Industrie ist eigentlich nur auf Grundstücksbesitzer ausgerichtet. Der Mieter kommt dort nicht vor.

Gibt es eine Alternative? JA, die gibt es. Hybrid-Autos.
Ja, ich weiß - das ist ein Zwischendings, eine Krücke. Aber sie vereint beide Welten. Nur das hat unsere Regierung nicht begriffen und unsere Autohersteller verschlafen.
Was bleibt: normale Autos. Bezahlbar und bewährt. Und - leider - nötig, um alle Bedürfnisse abdecken zu können.

Ich würde gern ein E-Auto, oder, alternativ, ein Hybrid, fahren. Kann ich mir als einfacher Arbeiter und Mieter aber nicht leisten, ohne mich auf Jahrzehnte zu verschulden. Auch keine Lösung also. Denn dann rechnet sich das nicht mehr - und genau darauf muß ich ja achten.

Ich fahre also einen Kleinwagen. Bezahlt und alt. Und wenn ich ihn ersetzten muß, kommt derzeit wieder nur ein Kleinwagen in Betracht.
Auch wenn die Energiebilanz verherrend ist, bei dem geringem Wirkungsgrad. Sind da E-Autos besser? Nö - wenn ich einen Strommix beziehe. Nur bei reinem Öko-Strom ist das E-Auto besser. Wirklich (Herstellungskosten, Umwelt, Entsorgung, Nachhaltigkeit usw.)??
Und ich nutze ein ElektroFahrrad - wegen dem kurzem Arbeitsweg. Laden auf Arbeit? Fehlanzeige!

mit nachfragenden Grüßen
derTeichfloh
 
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#13
Sectorfan

Sectorfan

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Wie ist das mit dem Bezahlen? Per Smartphne, welchen zwar viele, aber eben nicht jeder hat? Per Katze?
Wo sind letztere denn offizielles Zahlungsmittel :shock: :lol: (danke für die Erheiterung des Tages :super:)
 
#14
jojo

jojo

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.....
Ich würde gern ein E-Auto, oder, alternativ, ein Hybrid, fahren. Kann ich mir als einfacher Arbeiter und Mieter aber nicht leisten, ohne mich auf Jahrzehnte zu verschulden. Auch keine Lösung also. Denn dann rechnet sich das nicht mehr - und genau darauf muß ich ja achten.
......
Soooo teuer sind die Hybriden wirklich nicht mehr. Hybridpionier Toyota bietet für den Yaris (Kleinwagen) und den Auris (Kompaktklasse) die Hybridversionen günstiger an als die vergleichbaren Diesel, und das unabhängig von der Ausstattung. Sie sind natürlich teuer als ein Benziner, aber der verbraucht auch bis zu 40% mehr.
 
#15
uhr83

uhr83

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Im Sinne der umwelt hoffe ich dass die Technik eine reelle Chance bekommen wird und nicht von Lobbiisten und Ölmultis zerstört wird.
Das E-Auto wäre ohne massiven Lobbyeinfluss niemals auch nur ansatzweise dahin gekommen wo es heute steht. Die Dinger sind teuer, schaden der Umwelt und sind für viele Anwendungen sogar vollkommen ungeeignet.
Wenn die Öllobby bis jetzt nichts zu melden hatte, warum sollte sich das ändern:hmm:

Nö - wenn ich einen Strommix beziehe. Nur bei reinem Öko-Strom ist das E-Auto besser.
Ob du einen Öko Tarif hast spielt keine Rolle, das weiß die Steckdose nicht.
 
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#16
M

Mapkyc

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Ich würde einen Fortschritt darin sehen, wenn der Individualverkehr reduziert werden könnte. Know How sollte man in den Städtebau stecken um Einzelfahrten zu verringern usw.

Von Elektroautos halte ich nicht viel. Einen Beitrag für eine bessere Zukunft sehe ich darin jedenfalls nicht, da ich ebenso die Energiebilanz für fragwürdig halte.

Als Wachablösung für Otto- und Dieselkraftstoffe könnte ich mir zunächst mal Erdgas vorstellen. Die Vorräte an diesem Brennstoff sind, global betrachtet, noch lange nicht erschöpft.
 
#18
uhr83

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#19
VinC

VinC

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Man hat keinen Einfluss darauf ob Ökostrom produziert wird oder nicht.
Das ist aber Thema einer anderen Diskussion.

Die Speicher und Ladetechnik machen den e-PKW die Existenz schwer, durch die oftmals schwache Reichweite sieht die Kundengruppe recht klein aus. Ein Tesla (wohl das Auto das man in dem Bereich zur Zeit wirklich kaufen kann) schafft seine 400km ohne nachladen, da sind selbst Pendler mit weiten Wegen mit "glücklich" zu machen.

In der Stadt hingegen gibt es viel Individualverkehr der vermeidbar wäre. 10km hin und wieder zurück kommen in Berlin schnell zusammen, bei 20km am Tag ist ab einem Verbrauch von unter 11l ist der PKW sogar noch wirtschaftlicher als der ÖPNV und das obwohl nur reine "Stromer" im ÖPNV genutzt werden würden, sprich: die Bahn, die auf ein relativ gutes Verhältnis von Verbrauch zur Personenkapazität kommt.

Ich würde auch ein (Elektro)auto stehen lassen; wenn der ÖPNV auch nur ansatzweise den selben Zeitrahmen einhalten würden. Mein Alltag ist durch Termine und meine Wünsche bestimmt was ich tun möchte, auf den Bus oder die Bahn jeweils 10 Minuten zu warten, unnötige Umwege zurück zu legen und im Sommer mir den Ast abzuschwitzen und im Winter die Aufschrift "Wagen nicht geheizt" zu lesen - so macht das kein Spaß und der finanzielle Aspekt ist auch nicht gegeben.

Die e-Mobilität ist ja auch nur auf Grund der Besteuerung der Automobilkonzerne nach dem durchschnittlichen CO2 Ausstoß ihrer Modelle in Gang gekommen. Daher brauchte möglichst schnell jeder ein vorzeigbares Produkt, das nur geplant aber nicht gebaut werden musste und daher gibt es dann solche Konzepte wie den i3 auf der Straße.
 
#20
G

Grannis

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wie gesagt das genau sind ja die Punkte an denen die Redoxflusszelle ansetzt. Wenn aufladen = "tanken" ist und 2 min dauert ist die Reichweite de facto egal.
Stromspritzen in Wind und Solar können genutzt werden und machen den Strom endlich "grün"

Der Elektrolyt kann unabhängig von Ort und Zeit da geladen werden wo die Energie "überflüssig" ist. Und selbst wenn man dann wieder 50% aufwenden muss um sie dahin zu bringen wo sie hinmuss isses doch egal weil der Strom vorher 0% nutzbar war.
Oder denke ich da jetzt falsch?


Und zur Lobbyarbeit...Ich glaube im gegensatz zu dir nicht dass die Lobbyarbeit das unrentable teure ineffiziente Elektroauto ermöglicht hat sondern dass sie aufgrund der Lobbyarbeit unrentabel, teuer und ineffizient sind. Und dabei gehe ich nicht von Lobbyarbeit in der Politik aus sondern von massiven Finanzsprinzen von Saudi- und Katar- gesellschaften für die großen Automobilkonzerne.
(Als Beispiel sei Katars 17% an VW genannt)

Und Markus ich bin vollkommen bei dir. Solange ich mit dem Auto 5 min und mit der S-Bahn 35 min zur Arbeit brauche setzt sich bei mir nicht das grüne gewissen durch.
Ich fürchte aber die einzige Änderung die den Entscheidungsträgern dann immer wieder einfällt ist dafür zu sorgen dass ich mit dem Auto auch 30 min brauch.
 
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