Ein neues Werk "made in USA": AtelierMovement

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paysdoufs

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Ich war im französischen Nachbarforum darüber gestolpert (Un nouveau mouvement "made in USA" d'AtelierMovement) und obwohl ich mir im Klaren darüber bin dass dieser Faden ruck-zuck in der Versenkung verschwinden wird, hatte ich mir doch vorgenommen ihn der Vollständigkeit halber mal hier zu posten...

Wohlan: Atelier Precison Manufacture



Die Werksprofis hier können wahrscheinlich besser einordnen wie "noteworthy" diese Ankündigung letztendlich ist. Für mich sind sowohl die mechanische USP, der Business Plan sowie der tatsächliche industrielle Rollout etwas undurchsichtig (Zitat AM: "Atelier will initially supply Swiss Made movements to brands beginning in January 2020. Thereafter, Atelier will begin assembly and production of small parts and will offer three levels of assembly; Swiss Made, Assembled in the USA, or Made in the USA from domestic and Swiss parts.")
 
PuckCyber

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Hier verschwindet doch nichts in der Versenkung. :D

An preiswerten Alternativen und zuverlässigen Alternativen zum ETA 2824-2, SW 200-1 und Soprod A10-2 sind wir alle interessiert. :super:

Ich bin auch kein Uhrmacher, wenn ich mir die Maße und Werte von dem "noveau movement Made in USA" ansehe, ist es
lediglich ein Klon vom ETA 2824-2 mit einer etwas höheren Gangreserve.

Es wird sich zeigen, ob sich das neue Kaliber am Markt durchsetzen kann. ;-)

Gruß
Puck
 
kecsmade

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Ich glaube, wer eine Alternative zum ETA 2824-2, SW 200-1 anbietet und dabei die Spezifikationen nicht wesentlich verbessert, der läuft der Zeit hinterher und wird sich schon bald mit China-Kalibern ala STP messen müssen. Die werden Qualitativ die nächsten Jahre aufholen und auch zu einer realen, zuverlässigen Alternative werden. Außerdem gibt es mit dem Miyota 90* bereits heute ein zuverlässiges, preiswertes Kaliber mit im Grunde den selben Spezifikationen (sogar geringerer Bauhöhe).
In meiner Wahrnehmumg setzt die SG intern kaum noch auf die 2824-er, vielmehr auf die runtergetakteten (3Hz) und Gangreserve-erweiterten Powermatik-Kaliber. Diese sind mir aufgund der niedrigeren Schwingungszahl aber eher weniger sympathisch.
Was ich mir wünschen würde ist, Alternativen zu den neuen MT*Kalibern von Tudor (70h GR) oder auch den 120h-Gangreserve-Werk von Baume & Mercier (beide 4Hz). Da sollte die Reise hingehen...
 
wolke

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Darum geht es hier wohl auch garnicht.

"Made in USA" ist wesentlich strenger als "Made in Germany". Ein Werk, das in den USA zusammengebaut wird, kann helfen, wenn man eine mechanische Uhr "Made in USA" auf den Markt bringen möchte.
 
live_for_this

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Ich denke man fängt auch erstmal mit etwas einfacherem an und greift nicht gleich nach den Sternen (120h Gangreserve etc.).
Einfach weil ich den Entwicklungs- und Produktionsaufwand als geringer einschätze und irgendwann muss eine Firma auch mal Geld einnehmen, bevor erneut investiert werden kann.
Da kann ein solches "einfaches" Werk hilfreich sein.
 
Lance Kennedy

Lance Kennedy

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Ich denke man fängt auch erstmal mit etwas einfacherem an und greift nicht gleich nach den Sterne
Das hatte ich bei Sellita vor Jahren auch mal gedacht. Die Innovationskraft dürfte vorhanden sein - stattdessen wird weiterhin nachgebaut bis die Schwarte kracht.

Gruss,
Lance
 
kecsmade

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Ich wollte nicht zu negativ rüberkommen und ich wünsche dem Unternehmen auch Erfolg.
Ich sehe aber einfach nicht, warum jemand oder ein Einschaler ein Werk (ein)kaufen sollte, welches ggü. den Etablierten konkurrenten keine erkennbaren Vorteile, dafür aber eine Menge Unsicherheiten mit sich bringt (z.B. bzgl. Fertigungsqualität, Eratzteilversorgung etc.). Billiger als die Japaner werden sie nicht werden und als die Chinesen schon garnicht...
 
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OWLer

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Das hatte ich bei Sellita vor Jahren auch mal gedacht. Die Innovationskraft dürfte vorhanden sein - stattdessen wird weiterhin nachgebaut bis die Schwarte kracht.

Gruss,
Lance
Wenn es sich lohnen würde, hätten sie das vermutlich auch schon gemacht.
Ich denke, dass es für sowas zu wenige bis keine Abnehmer gibt. HighEnd-Werke werden doch häufig inhouse gebaut und eingesetzt. Wenn so ein Werk dann zugekauft wird tritt anstelle des Zauberwörtchens Manufaktur das Unwort Einschaler. Das Risiko wird wohl keiner der Platzhirsche eingehen, sofern er in der Lage ist, eigene Werke zu bauen.
 
Mueller27

Mueller27

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Ich sehe da nur eine billig zusammenkopierte Webseite mit Ankündigungen für die ferne, nicht genau datierte Zukunft.
Und das schöne Bildchen mit den Uhrmacher-Atelier in dem ein Dutzend Urhmacher fleißig montieren ist doch auch bloß aus dem Netz geklaut.

Carsten
 
Fulano

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Ich glaube, wer eine Alternative zum ETA 2824-2, SW 200-1 anbietet und dabei die Spezifikationen nicht wesentlich verbessert, der läuft der Zeit hinterher und wird sich schon bald mit China-Kalibern ala STP messen müssen.
China? Das STP1 basiert auf dem 2824 und ist Swiss Made. Nach meinen Erfahrungen qualitativ besser als Sellita und von einigen als bester 2824 Klon bezeichnet. Wenn sich APM von Anfang an auf diesem Niveau befinden würde, dann Hut ab.

Ansonsten stimme ich Dir zu. Braucht der Markt wirklich noch einen 2824 Nachbau? Hat denn keiner den Mut zu etwas besserem?
 
chrismontre

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"Everything is made in-house, except for the jewels, barrel springs and shock- absorbers with all parts made to the highest industry standard."
Ist ein Zitat von der Website. Das finde ich interessant, weil ich davon ausgegangen bin, es wird das Räderwerk von einem 2824 oder SW 200 übernommen. Alpina macht das glaub ich so - Werden nur Platine und Kloben neu konstruiert. Hier scheint das tatsächlich eine selbständige Konstruktion zu sein.
Ob das nun tatsächlich die große Alternative wird, ist spannend. Kommt nun darauf an, inwieweit ETA anfängt keine Werke mehr auszuliefern, Selita ihre Produktion hochfährt und ob nicht doch mehr Einschaler ganz einfach zum Seagull ST-2130 greifen, das schon ziemlich gut gemacht ist. Ich hab keine Ahnung davon, wie sich das ganze wirtschaftlich finanzieren lässt im Lohnsektor der westlichen Welt. Ich gehe ja selbst davon aus, dass ein sehr hoher Prozentwert der gefertigten Bestandteile der swiss made Uhren schon aus China kommt. Vielleicht wird das Uhrwerke der große Wurf und ist tatsächlich eine Alternative.
 
wolke

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China? Das STP1 basiert auf dem 2824 und ist Swiss Made. Nach meinen Erfahrungen qualitativ besser als Sellita und von einigen als bester 2824 Klon bezeichnet. Wenn sich APM von Anfang an auf diesem Niveau befinden würde, dann Hut ab.
:super:

Es gab mal böse Kritik von einem Mikrobrander, es sei bei STP viel Ausschuss dabei... seither hat das STP es schwer. Und das China-Label.

Meine Zodiac mit STP 3-13 läuft prima und das Werk ist (zumindest auf Fotos) sehr hübsch gestaltet mit Schwanenhals etc.
 
5202

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HighEnd-Werke werden doch häufig inhouse gebaut und eingesetzt. Wenn so ein Werk dann zugekauft wird tritt anstelle des Zauberwörtchens Manufaktur das Unwort Einschaler.
Ich glaube echtes inhouse kann abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie Rolex, PP oder ALS kein Hersteller liefern. Wenn heute von "in-house" die Rede ist, meint das exklusive Manufakturkaliber von spezialisierten Firmen ohne das die Herkunft gross beleuchtet wird. Ich will zb. nicht wissen, wo die Oris Handaufzugswerke mit den 10 Tagen Gangreserve entstehen ... das die bei Oris handgeklöppelt werden, glaube ich ehrlich gesagt nicht.

Kann es sein, dass APM ein 2824 als Kompetenznachweis auf die Beine stellt?
 
chrismontre

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Ich sehe da nur eine billig zusammenkopierte Webseite mit Ankündigungen für die ferne, nicht genau datierte Zukunft.
Und das schöne Bildchen mit den Uhrmacher-Atelier in dem ein Dutzend Urhmacher fleißig montieren ist doch auch bloß aus dem Netz geklaut.

Carsten
Eben. Kann auch alles nur Luft sein. Ginault hatte auch mal auf seiner Website geschrieben, die Bestandteile seien von diversen US Unternehmen gefertigt. Konnte ich mir damals schon nicht vorstellen
 
Plaggy

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Wie schon erwähnt. sieht stark nach einer Abwandlung vom 2824-2 aus. Größe passt außerordentlich gut bis auf den letzten Millimeter ;-)
Also nix neues, nur alter Wein in neuen Schläuchen mit ein wenig mehr GR.

Edit: Zum STP hab ich soviel schlechtes gehört, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass es im Mittel auch nur annähernd so gut sein soll wie ein Sellita, welches im Grunde inzwischen 1:1-Qualität zu einem ETA liefert.
 
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JackSlater

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@kecsmade sehe es wie du. Noch ein Werk mit den 2824er Spezifikationen lockt keinem hinter den Ofen hervor. Ist aber für jene MB in den USA interessant, die 100% Wertschöpfung in den USA haben wollen (sofern sie das Werk beziehen können).
@chrismontre nur weil man Räderwerk und Brücken selbst herstellt, muss es sich um keine Neukonstruktion handeln. Patent von 2824 abgelaufen. Die Berechnungen gibt es sowieso schon lange. Daher kann jeder völlig legal alles nachbauen, ein wenig aufhübschen und sich dann völlig zu Recht Manufaktur nennen.
 
kecsmade

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Der ist aus 2017 vom hauseigenen Nodus-Blog. Soweit ich weiß, hat Nodus zu der Zeit eine Uhr im Programm gehabt, die ein STP-Werk hatte. Auffällig ist jedoch, das die letzten x Modelle von Nodus allesamt mit Miyota Kalibern ausgestattet wurden (warum auch immer). Im allgemeinen fällt auf, dass die STP-Werke nur noch selten in Micros auftauchen und hauptsächlich in der Fossil-Gruppe auftauchen...

Ich hatte (hier klicken) mal die Einsichten eines Micro-Inhabers (NHT, Lew &Huey) bzgl.der STP-Werke gepostet.
 
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