Ein Drittel aller Lebensmittel landet laut WWF im Müll

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twehringer

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Hallo Zusammen,

heut morgen war folgender Bericht in den News.

Ein Drittel aller Lebensmittel landet laut WWF im Müll - WEB.DE

Ich bin ehrlich entsetzt über den Umgang mit den Resourcen. Wie [email protected]&d sind wir eigentlich?

Ich denke, dass ich schon einiges tue, um bewusst und dankbar mit Lebensmitteln umzugehen. So kaufe ich soweit es geht direkt bei den Erzeugern in hoher Qualität und ansonsten in Fachgeschäften ein. Supermärkte meide ich soweit möglich. Nichtsdestotrotz, an der Haushaltsplanung mangelt es auch bei mir, es wandert schon auch das eine oder andere in den Müll.

Ich für mich möchte diesen Bericht gerne als Anlass nehmen, zu versuchen noch bewusster mit Lebensmitteln umzugehen, und hier einen Aufruf an Alle zu starten, dies auch mal zu überdenken.

Bei durchschnittlichen Kosten für Lebensmitteln pro Erwachsenen und Monat von 250 Euro bedeutet ein Drittel 80 Euro im Monat, 960 Euro pro Jahr, ne Rolex pro Nase alle 5 Jahre. Von den gesundheitlichen Vorteilen bei bewussterer Ernährung ganz zu schweigen.

Nun, bin auf Eure Meinungen gespannt.

VG Thomas
 
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counter

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Bei mir landen keinerlei Lebensmittel im Müll, kaufe aber eher beim Discounter in minderer Qualität.
Hummer und Schampus im Aldi, die Kalbshaxe im Edeka (Angebot), Dioxineier sind auch gerade preiswert.
Nahrungsmittel wurden immer schon vernichtet. Es interessiert kein Hunger der Kinder.
 
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Yddeg

Yddeg

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Moin Thomas,

mit den Preisen und den Rechenbeispielen wär ich vorsichtig. Da hast Du hier ganz schnell die Rächer der Enterbten auf der Palme.

:D

Ansonsten stimme ich vollkommen mit Dir überein, auch wenn die Erkenntnis selbst nicht neu ist, und bin seit geraumer Zeit ebenfalls bemüht, mich mit regional erzeugten Lebensmitteln zu versorgen und auch was andere Produkte angeht, die regionale/nationale Wirtschaft zu supporten und den Überschuss klein zu halten.

Gruß

Yddeg
 
Sonnenuhr

Sonnenuhr

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Was mich eher wundert ist, dass es Leute gibt, die das nicht wissen, oder gewusst haben. Mal ehrlich, wenn man noch kurz vor Ladenschluss in riesige Fresskauftempel der urbanen Kultur geht und immer noch die Regale bis zum letzten Kunden kurz vor 20:00 Uhr jeden einzelnen Tag voll sind, seien es die Obststände, die Fischtheken, die Fleisch- und Wurst- und Käsebereiche, die restliche Regale und und und, kann da doch nix anderes bei raus kommen. Was meint ihr eigentlich was damit dann nach Ladenschluss mit unseren strengen Richtlinien für Lebensmittelfrische passiert? Dann wären da noch die sog. Wochenmärkte. Man muss da nur mal kurz vor, bzw. nach Verkaufsschluss hingehen, dann fallen da riesige Container auf und emsige Leute, die fleißig dort rein kippen.
 
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santiago

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Hallo!
Bei 5 Leuten im Haushalt müssen wir auch immer wieder Lebensmitteln in den Müll werfen :oops:

Bei uns wird zwar nie die Milch sauer :D aber manchmal wird mehr gekocht als gegessen oder man "vergisst" darauf etwas schon Gekauftes rechtzeitig zu essen.

IMHO geht es unserer Generation halt so gut das wir bei der Haushaltsplanung schlampen und hohe Ansprüche an die Frische der Lebensmittel haben. Bei meiner 77jährigen Mutter wird der Anteil an weggeworfenen Lebensmittel wahrscheinlich unter 1% liegen 8-)

Gruß
santiago
 
twehringer

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Da hast wohl recht, Yddeg.

Bei den genannten 250 Euro Kosten handelt es sich um einen Durchschnittswert, den ich gegoogelt habe. Da werden etliche unterschiedliche Werte genannt, alle aber so um 250-300 Euro. Wie gesagt, es handelt sich um einen Durchschnittswert, es gibt sicher Leute, die weniger ausgeben, aber auch welche, die mehr ausgeben. Ich möchte hier ausdrücklich Niemanden zu Nahe treten.

Ich denke aber, da es sich auch bei der Aussage "1/3 der Lebensmittel" um einen Durchschnitt handelt, ist auch eine durchschnittliche Betrachtung des verschwendeten weil weggeworfenen Wertes der Waren zulässig.

VG Thomas
 
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santiago

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Hallo!
250.- Euro für Erwachsene halte ich für einen guten Durchschnittswert. Wir kaufen für 5 Personen um ca. 650.- Euro Lebensmittel im Supermarkt ein. Plus den Verpflegungskosten im Kindergarten/Schule/Arbeit und Freizeit wird man schnell auf 1000.- Euro kommen.

Gruß
santiago
 
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Yddeg hat natürlich nicht Recht.
 
Kaliber 66

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Lebensmittel werden auch ganz gezielt vernichtet, ich geb nur das Beispiel "Butterberg" , Milchvernichtung. Ein Freund von mir hat Milchkuhhaltung und wenn der über Quote produziert, darf der den Rest nicht mal verschenken.
Hier haltens die Supermärkte wenigstens so, dass Produkte, die am nächsten Tag das Sell by Datum erreichen, extrem gesenkt werden, also nach 22.00 einkaufen gehen, spart einige Pfund.
 
psyche-delic

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Nabend.

Ich bestelle seit vielen Jahren eine 'Gemüsekiste'. Jeden Sonntag gehe ich auf die Couch mit meinem Notebook einkaufen - das spart nicht nur Spritkosten, sondern auch Nerven. 100% Bio - alles. Vom Brot über Milch, Schokolade, Butter, Käse bis zu den Gewürzen. Jeden Donnerstag Abend steht die bestellte Kiste vor der Tür, wenn ich von der Arbeit komme. Und jeden Donnerstag Morgen ist mein Kühlschrank bis auf den letzte Krümel leergefegt - und damit meine ich nicht, dass ich Sachen wegschmeisse.

Ich weiss ganz genau, was und vor allen Dingen in welchen Menge ich bestellen muss, egal, zu welcher Gelegenheit - Meine Kinder bei mir, Besuch zum Essen, Geburtstage etc. - das macht die jahrelange Erfahrung. Ich schmeisse so gut wie nie etwas weg, das kommt in 4 Wochen einmal vor, dass mir mal ein Appel schimmelt, mehr nicht.

Ich lebe seit 3 Jahren getrennt, bin also Single. Kosten ca. 250€ - 300€ für ALLE Lebensmittel, wie gesagt alles 100% Bio.

Wenn man etwas bewusster mit dem Einkauf umgeht, klappt das alles wunderbar. Früher war ich ein ohne-Einkaufszettel-Einkäufer, dementsprechend ist viel im Müll gelandet.

Nicht gut, finde ich.

Seit ich die Kiste bestelle, klappt das alles wunderbar und ich hab mir und meinen Kindern gegenüber ein gutes Gewissen, was die Nahrungsaufnahme und den Abfall angeht.

Karsten
 
twehringer

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Die Kisten gibt es bei uns auch, hab das ganze aber noch nie gemacht, weil ich da eben immer die gleiche Menge pro Woche bekomme und auch nicht weiß, was da drinnen ist. Wie baust Du das in den Haushaltsplan ein?

VG Thomas
 
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Ist da auch Fleisch dabei ?

Der Kostenfaktor im Biobreich ist nicht das Gemüse.
In 2010 gab es übrigens auch mal Dioxin im Biofutter.
 
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psyche-delic

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Wie gesagt, ich bestelle im Onlineshop, bei dem man Nahrungsmittel und Menge selbst bestimmen kann, so, als würde man live im Supermarkt einkaufen gehen.

Es ist keine Abo-Kiste, bei der man nicht weiss, was man bekommt.

Fleisch und Fisch ist auch dabei, es gibt nichts, was man nicht online bestellen kann, selbst Hygieneartikel sind im Shop.

Wen es interessiert:

Online Shop

Da kann man als Gast auch mal reinkucken.

Alles dabei. Ich vermisse jedenfalls nichts.
 
twehringer

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Bei uns hier nicht: Chiemgau Kiste - Bio Lieferservice

Ich bin aber wie Karsten der Meinung, dass es nicht unbedingt teuer bzw, teurer sein muss, sich hochqualitative (ich vermeide gerne den Begriff Bio, da es etliche Bauern gibt, die mehr als Bio produzieren, sich aber die Abgaben für die Label sparen. Das muss man sich halt dann anschauen.) zu kaufen. Das funktioniert wenn man die vorhandenen Direktvermarktungen nutzt, also direkt bei den Produzenten kauft. Kleines Beispiel: Milch kaufe ich beim Bauern um die Ecke und zahle pro Liter 50 Cent. Berchtesgadener zahlt dem Bauern 33 Cent/l. Im Supermarkt kostet dann die behandelte Milch (länger haltbar, dafür weniger gehaltvoll) 90 Cent. Das ist doch ne Win Win Situatiuon für mich und den Bauern.

VG Thomas


Edit: Seh grad die haben aufgestockt: Man kann mittlerweile doch Mengen bestimmen, bisher wars nur eine Abo-Kiste. Muss ich mir gleich mal genau anschauen.
Edit 2: Nur leider ist nun die Regionalität flöten gegangen. Schade!
 
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santiago

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Hallo!
Habe mir jetzt mal den Online-Shop angeschaut und finde die Preise für durchschnittliche Mehrkinderfamilien einfach zu teuer.

Bio hin oder her, bei den Mengen die wir pro Monat verbrauchen würde ich diese nur als Ergänzung aber nicht als Ersatz zu den normalen Supermärkten sehen.

Bei Singles oder Paaren welche auch regelmäßig Essen gehen ist es sicher OK aber alleine schon der Verbrauch an Getränken welche die eigenen (und fremden) Kinder bei uns verbrauchen könnte ich mir z.B. Orangensaft um 2,85.- Euro/L auf Dauer nicht leisten 8-)

Gruß
santiago
 
twehringer

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Ich geb Dir da recht, aber das geht definitiv billiger, wenn man zu regionalen Anbietern geht, was hier zu Gunsten Produktvielfalt nicht mehr der Fall ist. Orangensaft gibt es da seltener, dafür aber Apfelsaft. Ich zahle z.B. bei einer naheliegenden Obstmosterei 45 Cent für allerbesten Apfelsaft, der auch jeden Bio-Apfelsaft der Großabfüller topt, sich aber nicht Bio schimpft.

Aber die Preis-Diskussion wollte ich hier gar nicht in den Vordergrund stellen. Eher Möglichkeiten eher wirklich effektiven Haushaltsplanung. Denn egal was man bezahlt hat, für den Müll wars definitiv zuviel.

VG Thomas
 
psyche-delic

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Na ja, santiago, jetzt hast Du Dir auch eins von den ganz teuren Lebensmitteln ausgesucht.

Und natürlich kommt es auch immer auf die Essgewohnheiten an. Wenn die eigenen Kinder nur puren Apfelsaft und davon 2 Liter am Tag trinken, man jeden zweiten Tag ein Filet und eine Flasche Wein zu sich nimmt und 4 mal in der Woche Fisch auf dem Tisch hat, wird's teuer, da gebe ich Dir recht.

Ich kann nur eins sagen, ob Ihr es glaubt oder nicht - früher habe ich mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Mein Bewusstsein für Lebensmittel ist seit der Kiste gestiegen, ich kaufe weniger, aber qualitativ hochwertiger und esse auch bewusster und nicht mehr 'nebenbei'.

Doofes Beispiel, aber klappt manchmal: 1 Scheibe Vollkornbrot ersetzt 5 Scheiben Toast.
 
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Im Endeffekt können wir nichts in die Tonne werfen, oder auch den Kompletteinkauf vom Biobauer vernichten.
Den Kindern mit den dünnen Armen und dicken Bäuchen in Äthiopien (oder wo auch immer) hilft das nicht
 
twehringer

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Stimmt, counter!

Aber es macht die Situation in hungernden Ländern auch nicht schlechter, wenn wir bewusster mit unseren Lebensmitteln umgehen, diese versuchen, nicht wegzuwerfen, uns über die Herkunft informieren und vielleicht auch ein bisschen dankbar sind, dass es uns besser geht als anderen. Vielleicht schafft es aber auch ein bisschen mehr Bewusstsein für diese Länder, denn unsere Supermärkte führen viele Produkte, die unter Zuhilfenahme von Arbeitskräften in der 3. Welt produziert werden, damit wir hier billig völlen können.

VG Thomas
 
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Im Endeffekt können wir nichts in die Tonne werfen, oder auch den Kompletteinkauf vom Biobauer vernichten.
Den Kindern mit den dünnen Armen und dicken Bäuchen in Äthiopien (oder wo auch immer) hilft das nicht
NOCH dümmer kann man nicht argumentieren, sorry.

Was folgerst Du aus deinem Argument? Lass mal froh drauf wegschmeissen, eh egal?

Wenn Du was ändern willst, musst Du in Deiner kleinen Welt damit anfangen.

Da kannst Du auch weiter die Umwelt nach Lust und Laune verpesten, wo doch die Fabriken sowieso nicht damit aufhören.
 
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