Ein Colt für alle Fälle: Breitling Aeromarine Colt Automatic Chronometré, Referenz A17380-108

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R. D. LeBay

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Ein Colt für alle Fälle: Breitling Aeromarine Colt Automatic Chronometré, Referenz A17380-108


Prolog:


Meine erste Armbanduhr fand ich an meinem ersten Schultag in der Schultüte. Meine Eltern waren der Ansicht, dass, wenn der Ernst des Lebens beginnt, natürlich auch Pünktlichkeit ein wichtiges Thema ist und es dafür unabdingbar sei, dass der Junge eine eigene Uhr braucht und so lag im Sommer 1971 ganz oben auf dem Haufen Bonbons und Schokolade eine Armbanduhr mit verchromtem Messinggehäuse, dunkelblauem Zifferblatt mit weißen Zeigern und Zahlen und blauem Lackleder-Armband, die mich fortan täglich begleitete.
Neben einem gewissen Sinn für Pünktlichkeit setzten meine Eltern mit ihrem Geschenk auch den Grundstein für ein begeistertes Interesse an Zeitmessern.

Dieses Interesse erstreckte sich auf alle möglichen Marken in ebenso allen möglichen Preislagen und so fanden Armbanduhren von Fossil, MBO, Casio, TAG Heuer, Swatch, ZentRa, Longines, Omega, Seiko, Citizen, Tudor, IWC, Mido, Dugena, Rolex und so weiter und so fort ihren Weg in meine Uhrenbox (und die meisten davon auch wieder hinaus). Eine Breitling allerdings kam nie zu mir, denn weder die Marke noch eines der vielen Modelle konnte mein Interesse wecken, ja, die überladenen Zifferblätter, die unsinnigen Reiter auf den Lunetten und die schrägen Bandglieder fand ich abgrundtief häßlich.


Erster Akt:

Nachdem ich im laufenden Jahr mein für’s Hobby zur Verfügung stehende Budget mit dem Kauf zweier IWC Taucheruhren arg strapaziert hatte und ich mich zudem dazu entschlossen habe, meine „Sammlung“ – welch großes Wort für die paar Uhren, die sich in meinem Besitz befinden – auf eine kleine Anzahl exquisiter Uhren zu beschränken, stand fest, dass der nächste, und voraussichtlich letzte Kauf einer, meiner Uhr erst gegen Ende des kommenden Jahres realisiert werden kann und meine Auswahl für den täglich getragenen Zeitmesser bis dahin nur in Gulfmaster, Ocean 2000 und Aquatimer besteht.

Klar, das geht, wenn man sich diszipliniert. Es soll ja sogar Menschen geben, die jeden Tag die gleiche Uhr tragen, 365 Tage im Jahr, und – man mag es kaum glauben – es soll da draußen tatsächlich auch Leute geben, die gar keine Uhr tragen und trotzdem in ihrem Leben zurecht kommen.

Nun, wie dem auch sei, für mich ist das nichts und um dem drohenden Turkey ein Schnippchen zu schlagen, entschloß ich mich, mir eine „Zwischenzwiebel“ zuzulegen, die mir die Auswahl bis zum Kauf der „Exit-Watch“ ein wenig vergrößern und eventuell aufkommende Entzugserscheinungen, Langeweile und sonstigen Wahnsinn („Schatz! Ich hab’ nichts anzuziehen!“) eliminieren sollte.


Zweiter Akt:

Natürlich sollte die „Zwischenzwiebel“ nicht irgendeine beliebige Uhr werden, sondern gewisse Kriterien erfüllen, als da waren:
  • Taucher- oder Pilotenuhr, eventuell käme auch eine sportliche Dresswatch in Frage
  • ausschließlich von deutschen oder schweizerischen Herstellern
  • keine Designkopien
  • vorzugsweise gebraucht
  • im Preisbereich bis maximal 2000 Euro
  • und, da ein Wiederverkauf fest eingeplant war, möglichst wertbeständig
Zudem sollte mit der Uhr Neuland betreten werden, daher waren alle Modelle, die sich schon einmal zu mir verirrt hatten, von vorn herein ausgeschlossen.
Einzug in die Finalrunde hielten somit:
  • Breitling Aeromarine Colt, Referenz: A17380
  • Mühle Glashütte S.A.R. Rescue Timer, Referenz: M1-41-03MB
  • Sinn EZM 3, Referenz: 603.010
  • Zenith Rainbow Elite, Referenz: 02.0470.670
Recht schnell stellte sich für mich heraus, dass entweder die Breitling oder die Zenith das Rennen machen würden und zunächst konnte sich die Rainbow durch das Manufaktur-Kaliber und die ultraflache Bauhöhe einen kleinen Vorsprung herausarbeiten.
Den Sieg in dem engen Rennen verlor die Zenith dann aber aufgrund des für mich doch bedenklich kleinen Durchmessers von nur 39 Millimetern.


Dritter Akt:

Breitling also. Ausgerechnet.
Na, was soll’s, den Uhren aus Grenchen wird ja durchaus eine hohe Qualität nachgesagt, eine ordentliche Fanbase hat die Marke auch und die Gebrauchtpreise sind stabil. Wenn ich mit der Uhr dann doch nicht warm werden sollte, werde ich das Ding ziemlich sicher schnell und ohne großartigen Verlust wieder los.

Eine Colt mit blauem Zifferblatt wäre nicht schlecht, brächte sie doch ein wenig Abwechslung in die schwarze Zifferblatt-Landschaft meiner „Sammlung“, aber das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Wenn sich bei den üblichen Verdächtigen eine Blaue fand, gab’s immer auch irgendeinen Haken: Zu teuer, keine Box, fehlende Papiere oder die Uhr sah aus, als wäre mal ein Lastzug drüber gerollt. Dann vielleicht doch Schwarz?
Hier ist die Auswahl größer, oft ist alles dabei, die Preise sind okay und die Besitzer machen anscheinend auch große Bögen um Lastkraftwagen…
… und da war sie plötzlich: Eine Colt im Fullset, gekauft im März 2006 bei einem Konzessionär in Hamburg, eine laut Verkäufer ungetragene Safe-Queen im Top-Zustand. Kein Superschnäppchen, natürlich, aber doch, wie ich finde, angemessen eingepreist.
Nach einer wenige Tage dauernden Bedenkzeit und dem bewusst eingegangenen Risiko, dass mir doch noch irgendjemand die Uhr vor der Nase wegschnappt, habe ich dann zugeschlagen.

Als die Uhr dann wenige Tage später angeliefert wurde und ich sie aus ihrem Gefängnis aus Pappe und Bakelit befreit hatte, war der erste Eindruck ein wenig schockierend!
Nein, die Uhr war völlig in Ordnung und entsprach exakt der Beschreibung: Kein einziger Kratzer, nicht die kleinsten Swirls verunzierten das Ührchen, das war alles in bester Ordnung.
Schockierend war die Größe der Uhr! Das Ding war winzig! Es wirkte jedenfalls so.
Im Durchmesser nominell nicht einmal einen Millimeter kleiner als die Aquatimer, wirkt die Colt durch die breite und stahlfarbene Lunette und das nur 35 Millimeter große Zifferblatt doch regelrecht winzig im Vergleich zur IWC, deren Zifferblatt einen Durchmesser von 38 Millimetern hat und deren Lunette schwarz eingefärbt ist.

Nachdem sich die Herzrhythmusstörungen wieder gelegt hatten erfolgte die genauere Begutachtung der Uhr, die einen positiven Eindruck hinterließ. Nach kurzer Eingewöhnung, tatsächlich dauerte diese nicht einmal eine Stunde, war auch die Größe der Uhr kein Problem mehr und meine Vorbehalte gegen Breitling als Marke und deren Uhren existierten auch nicht mehr.


Vierter Akt:

An dieser Stelle wird’s dann sehr sachlich, denn es folgt die Auflistung der technischen Daten, die ich weitestgehend aus dem Breitling Chronolog 2006 und dem Rohwerkekatalog der ETA SA entnommen habe.

Gehäuse:
Material: poliertes Edelstahl
Glas: Saphirglas, beidseitig entspiegelt
Gehäuseboden: verschraubter und gravierter Gehäuseboden
Abmessungen: Ø 41.10 mm, Höhe: 12.40 mm, Länge (über die Hörner gemessen): 49.00 mm, Bandanstoßbreite: 20.00 mm
Gewicht: 90.20 g (Grundmodell), 172.00 g (inkl. Professional II Stahlarmband)
Wasserdichtigkeit: wasserdicht bis zu einem Druck von 50 bar (500 m)
Eigenschaften: verschraubte und signierte Krone bei 3 Uhr, einseitig drehbare, polierte und an der Oberseite gebürstete Lunette aus Stahl mit aufgesetzten Reitern bei 15, 30, 45 und 60

Zifferblatt und Zeiger:
Farbe: schwarzes Zifferblatt, rhodinierte und polierte Zeiger
Stundenskala: aufgesetzte Indices aus Weißgold, mit Swiss Super-LumiNova® belegt, aufgedruckte Minuterie
Datumsanzeige bei 3 Uhr
Zeiger: rhodinierte und polierte Zeiger, mit Swiss Super-LumiNova® belegt, Sekundenzeiger mit rot lackierter Spitze

Uhrwerk und Funktionen:
Kaliber: Automatik-Kaliber B17 (basierend auf ETA 2824-2), 28.800 A/h, Zentralsekunde, Datumsscheibe weiß mit schwarzer Schrift, 25 Lagersteine, vergoldete Glucydur-Unruh, Anachron-Spirale, stoßgesichert und antimagnetisch, perliert und mit Genfer Streifenschliff verziert, COSC Chronometer, Sekundenstopp, Handaufzugsmöglichkeit, Datumschnellschaltung
Gangreserve: ca. 42 Stunden
Funktion: Stunden, Minuten, Industrieminuten, Sekunden und Datum

Armband (Professional II):
Material: poliertes Edelstahl
Farbe: Silber
Schließe: signierte Faltschließe aus Edelstahl mit Sicherungsbügel, keine integrierte Taucherverlängerung

Listenpreis (2006):
1800,00 Euro


Fünfter Akt:









































Sechster Akt:

Seit drei Wochen habe ich jetzt meine erste Breitling und seit drei Wochen ist die Aeromarine Colt gewissermaßen ununterbrochen an meinem Handgelenk.
Die Uhr trägt sich sehr angenehm, sie ist trotz des recht vollgeschriebenem Zifferblatts, wie es für Breitling typisch ist, einwandfrei ablesbar und die Lunettenreiter killen auch keine Hemdmanschetten. Die relativ geringe Bauhöhe der Colt lässt die Uhr auch leicht unter eben diese Manschetten gleiten. Dadurch, dass Breitling die Colt vollständig poliert auslieferte – lediglich die Oberseite der Lunette ist gebürstet – fehlt ihr jeglicher Toolwatch-Charakter und wirkt in jeder Ansicht einfach nur sportlich elegant. Damit macht die Breitling dann auch zu jedem Anlass eine gute Figur, egal ob gerade Trainingsanzug, Jeans und Polohemd oder Schlips und Kragen angesagt sind. Lediglich beim Taucheranzug könnte die Colt an ihre Grenzen stoßen, denn hier dürfte sich die fehlende Taucherverlängerung bemerkbar machen.

Insgesamt enttäuscht die Colt nicht, auch wenn man natürlich bei dem vielen Licht zwangsläufig auch Schatten findet.
Etwas Schatten wirft die Schließe auf das Bild, eigentlich ist’s nur der Schließenkasten, der nicht ins Bild passen will, denn während Gehäuse und Band und sogar die innenliegenden Schließenteile sehr hochwertig und massiv daherkommen, wirkt der Kasten aus Blech, dickem zwar, aber eben nur Blech, unpassend.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die unzureichende Einstellmöglichkeit der Bandlänge und diese an sich. Das Professional II hat vierzehn einzelne Glieder, von denen acht verschraubt sind und zur Bandanpassung heraus genommen werden können. Ich habe einen Handgelenksumfang von 19,5 Zentimeter und benötige alle vierzehn Glieder, trage meine Uhren seit Urzeiten aber auch recht locker. Ich bin überzeugt, dass Uhrenfreunde mit stärkeren Handgelenken hier durchaus an die Grenze kommen können.
Im Schließenkasten befinden sich vier Bohrungen zur Feineinstellung des Bandes und hier finde ich nicht die wirklich perfekt passende Position: Entweder das Band ist einen Tick zu eng oder eben genau um diesen Tick zu weit. Insgesamt nichts wirklich Gravierendes aber irgendwie stört’s dann doch ein wenig.

Die Gangwerte liegen, natürlich, innerhalb der Vorgaben der Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres. Am Arm läuft meine Colt, ermittelt mit der „WatchTracker“ App über eine Zeitraum von 6,6 Tagen, pro Tag 4,7 Sekunden ins Plus. Das ist sicher kein schlechter Wert, aber die mit Abstand „schlechteste“ Leistung meiner „guten Uhren“: Beide IWC, die Uhren sind jeweils einige Jahre älter als die Colt, weichen unter einer Sekunde am Tag von der richtigen Zeit ab. Da die täglichen Abweichungen der Breitling aber schön konstant sind, ebenfalls mit WatchTracker beobachtet, werde ich in den nächsten Wochen mal sehen, ob ich hier irgendwo einen Uhrmacher finde, der die Colt etwas langsamer ticken lässt.

Das Super-LumiNova leuchtet nach Aufladung schön hell und gleichmäßig, hält aber nicht ausgesprochen lange durch. Der Aufzugskrone fehlt es ein wenig an Grip und die Lunette lässt sich verhältnismäßig schwer drehen – alles nur wenig störende Kleinigkeiten, mit denen es sich meines Erachtens sehr gut leben lässt und die keinen Grund darstellen, die Colt als nicht empfehlenswert einzustufen.


Epilog:

Die Breitling hat trotz ihrer „Unzulänglichkeiten“, ich setze das Wort bewußt in Anführungszeichen, doch tatsächlich das Zeug zum Keeper und wird voraussichtlich auch bleiben. Eine zweite Breitling wird es in meiner „Sammlung“ aber nicht geben, nicht weil mich die Colt in irgendeiner Form enttäuscht hätte, sondern weil die Grenchener schlicht und ergreifend außer der alten A17380 nichts im Programm haben, was mir uneingeschränkt gefällt.


Post Scriptum:

Ich hoffe der umfangreiche Text in dieser Vorstellung hat niemanden zu Tode gelangweilt.







Quellenhinweise:
Breitling Chronolog 2006, ETA Catalogue Mecaline 2016
Bildquellen: Bild 1 bis 19: own work
 
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Wunderschöne Colt, alles was eine Breitling haben muss :super:
Glückwunsch dazu und sehr tolle Bilder ;)
 
Batze73

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Vielen Dank für die tolle Vorstellung und viel Spaß mit der Colt. Das Zifferblatt finde ich aufgrund des Dreiecks auf der 12 fast noch interessanter als das meiner 17313...aber nur fast ;-)!
 
B1884

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Eine super Wahl. Die Colts und Superoceans gehen nicht mehr vom Arm. Das kenne ich. Die verwachsen förmlich. Und der Tragekomfort ist unbeschreiblich gut.

Meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Uhr. Die Fotos sind phänomenal. Deine Vorstellung ebenso. Danke für die Mühe!
 
Zerospieler

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Ganz tolle Vorstellung, vielen Dank dafür und viel Spaß mit der neuen Uhr.
 
ticktick

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Sehr schöne Vorstellung einer ebensolchen Uhr. Und erstklassige Bilder hast du geschossen.
Viel Spaß mit dieser „echten Breitling“, denn die hat wirklich alle Merkmale die eine Breitling braucht.
Ich denke es dürfte ein leichtes sein noch 2-3 Sekunden herunter zu regulieren.👍🙂
 
Mapa

Mapa

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Tolle Uhr. Tolle Bilder. Tolle Vorstellung. Alles toll! :super:

Edit: Toll reicht hier nicht... die Bilder sind MEGA!
 
Townes

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Bilderbuchvorstellung:
  • Alle wichtigen Infos zur Uhr
  • Guter Stil, klare Sprache, roter Faden, gute Struktur
  • Die nötige Prise Humor und Selbstkritik
  • Tolle Fotos
Chapeau!

Ach ja, Traumuhr übrigens! :-) Viel Spaß damit!
 
GT8

GT8

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Da haste aber wirklich alle deine Vorurteile zum Trotz über Board geworfen,.....
schräge Bandglieder - nervige und nutzlose Reiter, überladene Zifferblätter und auch noch vollständig Hochglanz... :lol: und trotzdem gekauft...;-) ....mutig!
Aber so ist das manchmal, wenn man sich verliebt..frei nach dem Motto..."was interessiert mich der Mist, den ich gestern von mir gegeben habe...?"
Sind ein bisschen viel "Kleinigkeiten " die da nicht passen.Am Anfang noch kleine Staubkörnchen, werden diese dann immer gewichtiger und größer, die kleinen Kritikpunkte,...ich prophezeie mal, die wirst du nicht lang haben.
Breitling ist eben Breitling....liebt oder hasst man.
Liebe Grüsse
GT8
 
El Primero_TS

El Primero_TS

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Wunderbar geschriebene Vorstellung deiner Colt.
Und grosses Fotokino ... :super:
Auch wenn dir die neuen Kollektionen nicht zusagen ... qualitativ sind sie definitiv auf einem hohen Niveau.
 
R. D. LeBay

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Vielen Dank für eure wohlwollenden Kommentare.
2774903

Was die Qualität der Fotos angeht: Ich persönlich finde die Bilder ja nur mittelprächtig, es fehlt meiner Meinung nach bei fast allen Bildern immer ein Quäntchen Schärfe oder Pep.
Wenn ich mir die Fotos anderer User in den verschiedenen Zeigethreads (e.g. „Eure schönsten Uhren-Fotos“ oder „Zeigt her Eure Diver“) anschaue, dann fällt mir meine fotographische Unzulänglichkeit immer besonders auf. Umso mehr freut es mich aber, das Euch die Bilder doch zu gefallen scheinen.

@Batze73
Mir gefällt meine auch besser als Deine, obwohl die A17313 auch nicht übel aussieht. Wär's andersrum, wär's auch schlecht, allerdings könnten wir dann tauschen… ;)
Übrigens: In der rotlackierten Spitze des Sekundenzeigers der A17380

@ticktick
Ich sehe das Problem, die Uhr ein wenig langsamer einzuregeln, auch nicht in technischer Hinsicht, sondern eher darin, einen Uhrmacher zu finden, der den Job übernimmt und die Uhr dafür nicht nach Grenchen schicken will. Ich lebe zwar in einem Ort, der für seine Uhren-Historie recht bekannt ist – hier im Kurhaus werden die historischen Erzeugnisse sogar mit Stolz ausgestellt – aber in uhrmachersicher Hinsicht ist hier eher Wüste als Provinz. ;)
Eigentlich wollte ich das sogar selbst machen, passendes Werkzeug (0,8 mm Schraubendreher, Bodenschlüssel und Zeitwaage) wären vorhanden, aber ich bekomme die Uhr nicht auf. :lol: Echt, der verd*&$§* Boden sitzt fest, als sei er verschweißt!

Apropos Bodenschlüssel: Falls jemand den 34 mm Zwölfkant, den 36 mm Fünfzehnkant und / oder den 38 mm Fünfzehnkant brauchen kann, einfach mal kurz melden. Ich möchte nur den 35 mm Fünfzehnkant behalten, habe aber bei Ernst Westpfahl das Viererset gekauft und würde mich von den nicht benötigten Schlüsseln trennen oder auch gerne gegen einen IWC A02205 Bodenschlüssel tauschen.

@GT8
Ich denke, die Colt hat sehr gute Chancen, mich ein langes Stück auf dem erst meines restlichen Lebens zu begleiten. Ursprünglich war sie zwar nur als „Notstopfen“ vorgesehen und der Verkauf im kommenden Jahr fest eingeplant. Dieses Vorhaben ist aber inzwischen wieder vom Tisch, denn die Breitling gefällt überraschender Weise wirklich und der Kauf der voraussichtlich „jetzt-aber-wirklich-letzten“ Uhr¹ wird sich nur um wenige Monate verzögern.
… und ob statt der anvisierten drei Uhren nachher vier im Schrank liegen, macht den Braten auch nicht so wirklich fett… ;)

@El Primero_TS
Ganz ehrlich gesagt finde ich die Superocean Héritage noch recht attraktiv, die fehlende Integration des Stahlbands ins Gehäuse macht mir aber den Kaufverzicht recht leicht. ;)
Zweifel an der Qualität der alten älteren und aktuellen Breitlinge habe ich übrigens nicht.




Ergänzung
Im Startbeitrag hatte ich ja angemerkt, dass die Colt trotz fast gleicher Abmessungen im Vergleich zu den ein wenig länger vorhandenen IWC klein wirkte. Ich habe versucht, diese Wirkung mal fotographisch einzufangen, was beim direkten Vergleich nicht so recht gelingen will…


… vergleicht man die Uhren am Handgelenk, dann wird's aber etwas deutlicher…


… obwohl die Colt real dann doch nicht (zu) klein ist.











¹ falls es jemand wissen will: Die „jetzt-aber-wirklich-letzte“ Uhr soll eine Jaeger-LeCoultre Reverso Gran' Sport Chronographe Retrograde werden… :super:
 
Coriolan

Coriolan

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Zunächst mal danke, an Deinem 'Notstopfen'findungsprozess (solche Wortungetüme gibt's wohl wirklich nur in der deutschen Sprache) teilhaben zu dürfen. Neben feinem Humor höre ich hier ähnliche Emotionen heraus, wie sie mich selbst immer wieder anfallen. Bei mir war's 'Vintage ist tot - es lebe vintage!' (in einem Zeitraum von nicht mal 3 Jahren. Hrm).

Viel Spass mit der Colt, die ich nach wie vor nicht so wirklich mag, obwohl sich einige Brätlinge in meinem Bestand finden. Aber Dir muss sie gefallen, und sie steht Dir auch gut, also alles richtig gemacht.

Gratulieren muss ich zu Deinen Fotos, da sehe ich, was möglich ist und wo ich noch zu lernen habe. Exzellent!
 
mhhz33

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mh
Kann den anderen nur zustimmen.
Tolle Vorstellung und mega Bilder! :super:
 
blendenmann

blendenmann

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Glückwunsch zur Colt! Eine Uhr für alle Fälle und für immer.
Tolle Vorstellung, gut geschrieben und schön fotografiert.
 
carus

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Moin R. D. LeBay,

eigentlich genügen drei Buchstaben, um Deine kurzweilige Vorstellung dieser wunderschönen Breitling zu kommentieren: WOW! Ich denke, dabei werde ich es auch belassen.

Ein riesiges Dankeschön für den äußerst lesenswerten Text sowie für die fantastischen Fotos, die der Werbeabteilung von Breitling entstammen könnten.

Tschüss und schöne Grüße aus Duisburg
Kay
 
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