Ein alter Hanhart Fliegerchrono ..

Diskutiere Ein alter Hanhart Fliegerchrono .. im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, gestern habe ich wieder ein altes Schätzchen ergattert. Eine alte Hanhart, ich schätze mal aus Kriegszeiten oder kurz danach. Ich...
Bertel

Bertel

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Hallo,

gestern habe ich wieder ein altes Schätzchen ergattert.
Eine alte Hanhart, ich schätze mal aus Kriegszeiten oder kurz danach.

Ich bin zugegeben etwas ratlos.
Sollte solch ein altes Stück toll restauriert werden .. Gehäuse neu vernickeln, etc. .. oder sollte man die alte Patina belassen und nur ne Revision spendieren ?
Hat jemand ne Ahnung mit welchem Band so etwas ausgeliefert wurde ?

Sie läuft übrigens bei minimalem Aufzug sofort an.

Zuerst aber geht sie heute ins Labor meiner Firma, zur Messung im Gammaspektrometer, ich möchte wissen worauf ich mich da evtl. einlasse.

mfg
Bertel
 

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T

Tomcat1960

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Sehr schönes Stück - woher? Wieviel? :D

Die Bilder geben leider nicht sonderlich viel her, aber das Blatt sieht ja noch ziemlich gut aus. Das Gehäuse allerdings ist ziemlich mitgenommen, da würde ich schon über Neuvernickeln nachdenken (ist imho robuster und wäre zeitgenössisch vermutlich korrekter als Verchromen, kann aber zu allergischen Reaktionen führen), den Zeigern würde ich auf jeden Fall farblich passendes Leuchtmittel spendieren, und ein neues Glas ist so oder so fällig.

So würde ich mit ihr umgehen ;-)

Viel Spaß damit, und ich freue mich auf bessere Bilder!

Viele Grüße
Tomcat
 
K

KP-99

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Hallo Bertel,

auch von mir erstmal einen herzlichen Glückwunsch.

So etwas suche ich auch noch (deshalb würde mich auch interessieren, wo du ein solches Schätzchen aufgetrieben hast - gerne auch per PN).

Ich habe jetzt schon mehrere Hanharts in der Bucht beobachtet und meist sehen sie ähnlich wie deine aus.

Ich habe mich selber schon gefragt, was ich mit einem solchen Gehäuse machen würde, denke aber auch, ich würde es neu vernickeln lassen.

Zuerst würde ich mich allerdings mit jmd. in Verbindung setzen, der sich mit Fliegerchronographen gut auskennt (ob nun Uhrmacher oder Sammler).

Im Nachbarforum wüßte ich da eine private Person, der ich einige Kompetenz in diesem Fachbereich einräume.

Ich sende dir den Kontakt mal per PN.

Gruß
Klaus-Peter
 
Micha

Micha

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Glückwunsch zum tollen Kriegschrono.Das wichtigste wird wohl
die wiederbeschaffung des Drehringes sein ich glaube nicht das der
ohne war. Zumindest sieht es für mich so aus.
 
V

vintouch

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Dei Fotos sind sehr schlecht, aber für mich ist das der
frühe Chronograph (wohl Cal. 41) aus Ende der 30er/
Anfang der 40er der deutschen Luftwaffe, jedoch mit dem
Zeigersatz der späteren Hanhart 417 aus Ende der 50er.

Gruß

Stephan
 
EDNX

EDNX

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Servus,

erstmal Gratulation zu der schönen Uhr.

Diese Uhr hatte keinen Drehring, erkennt man an der fehlenden Nut. Die Uhr ist wahrscheinlich in der Zeit zwischen Kriegsende und der Einführung des neueren Modells 417 von Hanhart Anfang der 1950er Jahre auf den Markt gekommen. Eine hohe Werknummer so um die 123... würde das bestätigen. Das ist nicht die einzige Uhr mit dieser Konfiguration: Spargehäuse mit Kal. 41 und neuem Zeigersatz. Die ZB der Hanharts passen allesamt untereinander.

Eine Neuverchromung oder Vernickelung würden den Wert dieser Uhr drücken. Sieht zwar schöner aus, aber ist bei einer Hanhart nicht zeitgemäß. Man sollte immer bedenken, dass Hanhart eine reine Toolwatch war. Die Chronographen der Kriegszeit waren nicht für den zivilen Markt bestimmt und gabe es auch nicht zu kaufen. Erst mit den Exportversionen der 417 kamen zivile Chronographen dazu.

Die Hanhart Uhren wurden in der Nachkriegszeit getragen, oft in Firmen und beim Militär, sodaß die Uhrmacher zur Revision das verwendet haben, was sie gerade da hatten.

Viele Grüße

Felix
 
tgarn

tgarn

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Einen originalen Zeigersatz zu finden ist nicht ganz einfach, aber machbar.

Interessant wäre ein Foto der Rückseite (Seriennummer?)

Informiere dich mal im Forum von flying-time.de - da sind hilfsbereite Experten unterwegs.
Ein Spezialist für diese Uhren ist Frank Roesky in Karlsruhe.

Gruß
Thomas
 
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EDNX

EDNX

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Zeigersätze gibt es beim Spezialisten, den Thomas erwähnt hat. Der Stahlboden wird keine Nummer zeigen, nur das Werk.
 
Giaccomo

Giaccomo

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Ich würde die Uhr in dem Zustand belassen. Nur eine Revision durchführen und ein neues Glas und Band anbringen.
 
EDNX

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Ich würde auch die Zeiger so belassen, weil es einfach ein seltenes Übergangsmodell ist. Ende der 1940er Jahre wurde bei Hanhart verbaut, was da war.

Die Uhr sollte so bleiben, wie sie ist. Wenn man eine optisch schönere Uhr haben möchte, dann sollte man besser zu einer Hanhart Replika der Wiederauflage Ende der 1990er greifen. Sehr schön verarbeitet, assymetrische Drückerabstände im Stahlgehäuse mit Saphirglas;-)

Mich würde die Werknummer sehr interessieren.
 
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Bertel

Bertel

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Ich habe die Messergebnisse bekommen.
Die Uhr strahlt mit 2µSv/h Gamma Dosisleistung, der Strahler ist Radium.
Unsere Strahlenschützer haben dringend geraten die Uhr nicht zu tragen.

Das heißt es wird keine Bilder des Kalibers geben, ich werde die Uhr nicht öffnen. Ist mir einfach zu gefährlich ...

Das Zifferblatt und auch die Zeiger müssten entweder saniert oder ausgetauscht werden.
Mal sehen wer sowas macht, den Hinweisen auf andere Foren oder auch Karlsruhe werde ich die Tage nachgehen ... insoweit schon mal vielen Dank..
Ich hab noch ein paar Fotos gemacht, ist mit meiner alten A95 aber nicht so einfach.

mfg
Bertel
 

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Einige sehr interessante Beiträge zur Radioaktivität sind hier zu finden.

Leuchtfarben 2

Leuchtfarben 4

Ich würde die Uhr, wenn dir die Radioaktivität zu "heiß" ist, wieder verkaufen. Wenn dir das Design gefällt, dann hol dir doch für das Geld eine Super Luminova von der Wiederauflage aus den 1990ern;-)

Es gibt einige Zifferblatt Restauratoren, die das Radium gegen Super Luminova oder sonstiges austauschen, aber das würde der Uhr ihren Charakter nehmen.
 
zapferl

zapferl

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Wow, echt mal interessant, solche Strahlenergebnisse zu hören. Kannst Du etwa eine Relation zur unbedenklichen Belastungsdosis herstellen? Also um das wievielfache übersteigt es den natürlichen Wert? Ich war mal mit einer Enicar aus den 50ern bei der Feuerwehr, dort wurde auch eine erhebliche Strahlung festgestellt, allerdings "nur" Tritium, da ist die Reichweite deutlich geringer als bei Radium. In den 40ern und früher war Radium aber Standard. Richtig sicher bin ich mir aber auch nicht, wie "gefährlich" es ist, solche Uhren heute noch zu tragen.

Geuß
Danny
 
hansvonholstein

hansvonholstein

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Ach, du dickes Ei! :shock:
Hoffentlich lesen unsere "transatlantischen Freunde" hier nicht mit.
Wenn die erfahren, daß Du radioaktive Substanzen bei Dir im Haus lagerst, und das nur wenige Kilometer von deren "Barracken" entfernt . . .
Mein lieber Scholli! Da bleibt Dir nicht mehr viel Zeit.
Aber vieleicht geben sie Dir in Moskau Asyl. Dort bauen sie auch eine liebevoll gestaltete Replika Deiner HANHART. Ohne Ström. :D



CHRONOGRAPH WATCH MILITARY PILOT MATTE CASE NEW! | eBay
Quelle: ebay.de

Gute Reise!

HANS
,
 
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Micha

Micha

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Felix bist du sicher wegs der Lunette?ich seh da ne Nut und deine Uhren haben ein anderen Top-Ring!

Gruß
 
T

Tomcat1960

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Zum Thema Radioaktivität: der Wert ist sicherlich hoch und zu täglichem Tragen würde ich auch nicht raten. Die durchschnittliche Jahresdosisleistung am Boden in Mitteleuropa gibt Wikipedia mit 300 Mikrosievert an und weist drauf hin, dass in 10 km Höhe die natürliche Belastung 5 Mikrosievert pro Stunde beträgt. Einmal Malediven und zurück entspricht also 35 Stunden Tragezeit deiner Hanhart, oder ungefähr vier Mal pro Jahr ;-)

Im Übrigen war Helmut Schmidt Luftwaffenoffizier und trug damals sicher täglich eine Radiumuhr. Er feierte gerade erst seinen 95. Geburtstag. ;-)

Grüße
Tomcat
 
hansvonholstein

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Herr Schmidt raucht ja aber auch.
Und Geräuchertes hält sich länger. :D

HANS
 
EDNX

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Felix bist du sicher wegs der Lunette?ich seh da ne Nut und deine Uhren haben ein anderen Top-Ring!

Gruß
Im Allgemeinen gab es zwei verschiedene Gehäuse, einmal mit Drehlünette 40 mm und einmal ohne Drehlünette mit 41 mm. Die Unterschiede sind erstens am Topring, am Bodendeckel und an den Stegen erkennbar.

Das Gehäuse mit Drehring hat eine Nut, in die eine 0,5 bis 0,8 mm dicke, runde Feder eingelegt wird und fast darin verschwindet. Dann wird der Drehring draufgedrückt.

Das gezeigte Modell hat das kleinere Gehäuse, allerdings fehlt die Nut für die Federaufnahme. Deshalb wird so ein Gehäuse oft als "Spargehäuse" bezeichnet.

Ich habe hier im Forum beide Gehäuse gezeigt, da ich einen Eindrücker ohne Drehring und einen Doppeldrücker mit Drehring besitze. Beide Uhren sind allerdings nicht zuhause, sondern liegen auf der Bank. Auf Wunsch kann ich ja mal Fotos machen,
wo der Drehring abgenommen ist.

Ich habe mal ein Foto eines bekannten Hanhart Wracks hierher verlinkt, wo man in etwa sehen kann, dass noch eine zweite "Rille" unter dem Ring für die Aufnahme der Feder ist.



Quelle Internet: http://www.lionseek.com/images/big/watches/84/683052-fs-vintage-hanhart-wwii-military-fliegerchronograph-luftwaffe-pilots-flyback-double-stop-1900-shipped.jpg
 
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Micha

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Danke Felix, hab ich so noch nie gesehen. Nun weiß ich Bescheid!
 
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vintouch

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Danke auch von mir für die Aufklärungsarbeit. Wie man das
so richtig erkennt, wusste ich auch nicht.

Gruß

Stephan
 
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Ein alter Hanhart Fliegerchrono ..

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