Edelstahl-Gedanken, Meinungen und Fakten

Diskutiere Edelstahl-Gedanken, Meinungen und Fakten im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo ihr Lieben! (schleim) Wie der Titel schon sagt, möchte ich meine Meinung zu Edelstahl als Gehäusematerial kundtun, und eure Meinung dazu...
Tourbi

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Hallo ihr Lieben! (schleim)

Wie der Titel schon sagt, möchte ich meine Meinung zu Edelstahl als Gehäusematerial kundtun, und eure Meinung dazu hören.

Am bekanntesten dürfte wohl 316L sein. Gut, und meiner Meinung nach völlig ausreichend.
Jetzt gibt es aber auch sehr innovative Stahlsorten deren Sinn, oder Unsinn sich mir nicht recht erschließt.
Da wird Edelstahl genudelt gezwirbelt, tiramisut, oder gar tegimentiert.
Ups, letzteres gibt es ja tatsächlich.
Gut, das Zeug ist härter als "normaler" Edelstahl. Ist auch Salzwasser beständig.
Für ein U-Boot durchaus sinnvoll.
Wer hält aber seine Uhr ein Leben lang ununterbrochen in Salzwasser?
Soll bei U-Booten aber durchaus vorkommen.

Aber sei´s drum. man hat ein robustes Gehäuse....oder?
Da wird dieses Teil dann perlgestrahlt. Gibt eine mehr oder weniger rauhe Oberfläche.
Tritt nun der wiedrige Umstand ein, dass diese Oberfläche einen heftigen Kontakt mit einem anderen Objekt erfährt,
werden diese Unebenheiten eingeebnet, egal wie hart der Stahl nun ist.
Ein wiederherstellen der ursprünglichen Oberfläche ist dann nur durch erneutes Strahlen möglich.
Das wiederum bedingt ein komplettes Zerlegen der Uhr, und schützen der nicht zu strahlenden Bereiche.

Nehmen wir nun ein Gehäuse aus schnödem 316L. Poliert, oder satiniert.
Wenn hier ein solcher Schaden entsteht ist das mit "Hausmitteln" leicht zu beheben.
Bei gestrahltem 316L ist der Aufwand natürlich gleich eines Superstahls.

Was ich aber sagen will, ist folgendes:
Was rechtfertigt den Aufpreis für eine ach so besondere Stahllegierung, wenn es der billigste Stahl auch tut?

Ein Beispiel:

Meine Arbeitsuhr seit nun 4 Jahren. Ein TCM Quarzer. Edelstahl, aber bestimmt kein 316. Damaliger Preis 14,95€.





Wie einige hier wissen bin ich Steinmetz, genauer gesagt Schrift und Bildhauer.
Diese TCM wird nun seit 4 Jahren mit Granitsplittern förmlich bombardiert.
Zum Wochenende mal mit einem Mikrofasertuch geputzt und gut is.
Ein Kollege trägt eine Rolex als Arbeitsuhr. Zwei Jahre alt. Die sieht weit schlimmer aus, als meine schnöde TCM.
Der Mann ist aber beileibe kein Grobmotoriker.

Welchen Sinn haben nun diese ach so besonderen Stähle, außer einer Gewinn-Optimierung, oder Rechtfertigung der Preise für die Hersteller?

Nix für ungut....

Ach ja, ich will hier weder Besitzern einer Sinn, oder seiner Heiligkeit Rolex zu nahe treten.
Ich bin im Besitz von Uhren beider Marken, und sehe das hier daher völlig wertfrei.
 
BlueEvil

BlueEvil

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Gut, das Zeug ist härter als "normaler" Edelstahl. Ist auch Salzwasser beständig.
Für ein U-Boot durchaus sinnvoll.
Wer hält aber seine Uhr ein Leben lang ununterbrochen in Salzwasser?
Soll bei U-Booten aber durchaus vorkommen.

Nun, wenn man jetzt den "Werbegag U-Boot-Stahl" mal weglässt, macht IMHO gerade die besondere Tegmentierung von Sinn richtig Sinn. ;-)

Es hat ja nun nichts damit zu tun das ich die Uhr ein Leben lang ins Salzwasser halten soll, sondern das sie auch noch nach *Jahrzehnte* langem Alltagsleben immer noch wie neu aussieht. Das mache mir mal mit schnödem 316L (sage ich jetzt mal ganz bewusst) nach. ;-)

An jeder normalen Edelstahluhr kommen nach jahrelangem tragen irgendwo immer Kratzer ins Gehäuse oder ans Band, das lässt sich kaum vermeiden. Bei einer Sinn Führung vor ein paar Jahren hatte uns ein Mitarbeiter die Vorzüge dieser Beschichtung gezeigt. Er nahm dazu einen Schraubenzieher mit abgebrochener Kante, die dadurch auch noch richtig scharf war, und zog damit quer über das Gehäuse und Band einer tegmentierten Uhr. Resultat...............kein Kratzer.

Die Uhr könnte man auch an einer Hauswand lang schleifen lassen, das Resultat wäre das gleiche.
Also wie du siehst soll es auch Leute geben die von solchen Sachen begeistert sind, weil sie für mich einen hohen Gebrauchswert darstellen.

Gruß
Dieter

P.S. Nein ich bin kein Sinn Träger. :shock:
 
O

oldnicos

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Hallo,

ja ich denke, das verhält sich im gleichen Verhältnis zu den Komplikationen einer Uhr. Ergo, was ich sagen will ist: "Es wird verkauft was technisch Realisierbar ist.".
Inwiefern nun der Nutzen steht, muss denke ich jeder für sich selbst bestimmen.
Mir reicht ein einfaches VA Gehäuse welches ab und an mal eine Damenfingernagelfeile sieht damit die Bürstung gleich bleibt und eine andere (PR50) sieht ab und zu mal den Pulli damit sie poliert bleibt und die eine Dresswatch sieht alle paar Jahre mal den Blaster und die andere sieht nach jedem Tragen ein Mircofasertuch.

Andere Stähle hab ich nicht hier und möchte ich eigentlich auch nicht, da ich nicht so unbedingt auf PVD, Tegmentierung o.ä. stehe und nicht benötige.

Ich sage mal Heliumventil ... die Uhr fängt da an zu atmen wo ich schon abgesoffen bin ;-)

Viele Grüße
Nico
 
Fehmarn

Fehmarn

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Moin Tourbi,

Wo ist das Problem? Das Material altert optisch, aber nicht funktional.
Na und?

Ich find's völlig in Ordnung, wenn man einer Uhr ihren Lebensweg ansieht.
Wenn Du schreibst, dass Du den "ursprünglichen Zustand" wiederherstellen willst, frage ich mich: warum?
Schau Dir meine 16030 an, die funktioniert.
Jeden Tag.
Ihre Narben tun ihrer Funktion keinen Abbruch. Du nennst es "Schaden", das ist eine Sichtweise. Für mich entsteht "Schaden" erst, wenn die Technik nicht mehr funktioniert.
Ich habe einfach jeden Tag Freude an der Robustheit der Uhr, wie das Gehäuse aussieht, ist für mich dabei völlig ohne Bedeutung.

Welche Legierung?
Keine Ahnung.
Und die Definition "schlimm" liegt doch auch im Auge des Betrachters.

Ich hoffe, ich habe jetzt den Poliertuch-Muschies :shock: nicht den Abend verdorben :D

Grüsse
Fehmarn

Mir fällt noch was ein: bei allem Klugschiss im Text oben kann ich im Winter doch NÄCHTE damit zubringen, Motorradteile aus 356-T6 (einer Alulegierung) liebevoll und mühselig wieder auf Hochglanz zu polieren.
 
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Sectorfan

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Bei mir ist es genau andersrum, ich weiß ums "verrecken" nicht warum eine Royal Swiss H3 Tritium und ne Trias Diver mit mattiertem (gestrahlt, geätzt :hmm:...) Gehäuse auch nach einem Jahr tragen, keinen Kratzer bekommen haben!
 

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BlueEvil

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Bei mir ist es genau andersrum, ich weiß ums "verrecken" nicht warum eine Royal Swiss H3 Tritium und ne Trias Diver mit mattiertem (gestrahlt, geätzt :hmm:...) Gehäuse auch nach einem Jahr tragen, keinen Kratzer bekommen haben!

Sind halt *haltbare Uhren* :D
Vielleicht aus dem gleichen Grund warum meine drei H3 Uhren auch noch keine abbekommen haben,.............wir passen halt auf das NIX passiert. :lol:
Es gibt halt solche und solche Träger. Aber egal, Spass beiseite, so eine Tegmentierung an Gehäuse und Band hat schon was für sich. Ich wäre bereit dafür extra Kohle über die Theke zu legen.

Gruß
Dieter
 
RiGa

RiGa

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Hallo, Tourbi!

Ich für meinen Teil verschwende da eigentlich recht wenig Gedanken an das Gehäusematerial.

Edelstahl - hier eben der weitverbreitetste "Chirurgenstahl" - tut es für mich persönlich ganz gut, ohne hier über einen alternativen vorhandenen auch nur ansatzweise nachzudenken.

Na gut, ganz so ist es nicht. Aber dieses Material ist auf meine Bedürfnisse abgestimmt und hat den großen Vorteil, daß die darin ummantelten Uhren preismäßig günstiger zu erstehen sind.

Da für mich optisch momentan sowieso nur diese Materialerscheinung präferiert wird, hat das den Vorteil, daß ich an Weißgold oder Platin keine Gedanken verschwenden muß. :D

Soll jetzt aber nicht heißen, daß man nicht weiß, daß nach oben hin noch viel Spielraum wäre.

Ich persönlich finde auch eine erweiterte Materialauswahl begrüßenswert - damit steigt eben auch automatisch die Vielfalt.

Übrigens: Einen heiteren Text hast Du da hingelegt - "gezwirbelt, tiramisut" - auf das muß man auch erst mal kommen ... :lol:

Gruß, Richard
 
T

thomask

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Diese TCM wird nun seit 4 Jahren mit Granitsplittern förmlich bombardiert.
Zum Wochenende mal mit einem Mikrofasertuch geputzt und gut is.
Ein Kollege trägt eine Rolex als Arbeitsuhr. Zwei Jahre alt. Die sieht weit schlimmer aus, als meine schnöde TCM.
Das glaube ich nicht. Der Rolex-Stahl (904L) ist minimal härter als der gewöhnliche Uhrenstahl (316L), was in der Praxis aber wohl keinen merklichen Unterschied macht. Deine TCM-Uhr wird, wie Du selbst vermutest, höchstwahrscheinlich nicht aus 316L gefertigt sein, sondern aus einem minderwertigeren Stahl. Ich habe selbst eine TCM-Uhr.
Ich vermute, dass dies eine Diskussion sein soll, wo gegen Markenuhren, insbesondere Rolex, gestänkert werden soll. Niemand kann ernsthaft eine 14,95 € Uhr mit einer Uhr jenseits der 1000 € (SINN), geschweige denn 4000 € (Rolex) vergleichen und dann behaupten, die 14,95 € Uhr sei den anderen (materialtechnisch) überlegen.

Und ja, ich besitze eine Rolex, eine Seiko und sogar eine TCM.


Thomas
 
hass67

hass67

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Für mich spielt das Material auch nur im Hinblick der Optik eine Rolle. Ich behaupte mal, dass für einen normalen Uhrenträger die gebotenen Materialien vollkommen ausreichend sind. Meine Uhren haben allesamt so gut wie keine großen Macken. Gerade gestern ist mir eine Uhr von 1,5 m auf die Fliesen geknallt. Ich habe Sie mir gleich angeschaut. Am Gehäuse und dem Saphirglas ist nichts dran. Leider ist der Zeiger der kleinen Sekunde abgebrochen oder hat sich im Idealfall nur gelöst. Bei harten Einsätzen ziehe ich einen Daily Rocker an, bei dem mir Kratzer etc. nichts ausmachen. Ich bin aber auch nicht zu kleinlich. Gewisse Alterserscheinungen kann eine alte Uhr ruhig haben.

Zu diesem Thema hat doch unser Kollege Marfil mal einiges geschrieben. Wen es interessiert hier der Link (Marfil wird wohl nichts dagegen haben) :

(Z) Hintergrundinformationen Part I: Gehäusematerialien-Edelstahl | Technik, Allgemeines | Zeiteisen

Gruß
ULI
 
S

soeckefeld

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Mannomann, da wird ne Tchibo Uhr mit einer Rolex verglichen :confused:

Bei der Materialauswahl ist der persönliche Geschmack und der Preis entscheidend den ich bereit bin zu zahlen. Stahl, Gold, Platin, ??
Wer wenig investiert erhält nunmal weniger!
Diese Staffelung gilt auch innerhalb der einzelnen Materialien.
Billiger Stahl ist weicher und glänzt weniger.

Ich habe immer für Verständnis für "weniger ist mehr" aber bitte verdreht keine Tatsachen.
 
O

oldnicos

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Hallo,

@all
ich bin mal so frei und zitiere Tourbi:

Tourbi schrieb:
Nix für ungut....

Ach ja, ich will hier weder Besitzern einer Sinn, oder seiner Heiligkeit Rolex zu nahe treten.
Ich bin im Besitz von Uhren beider Marken, und sehe das hier daher völlig wertfrei.
Also nehmt bitte Eure Rolexsche Sinnlosigkeit zurück!
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Es geht Tourbi nur um das verwendete Gehäusematerial und deren Veredlungen und ob es Euch das Wert wäre für einen gewissen Mehrpreis. Der Sinn der jeweiligen Verwendung bzw. warum das Material bei dieser oder jener UHr verbaut ist, ist hier völlig nebensächlich, ebenso die Tatsache der Marke!

Merci und hoffentlich ungestörtes weiterlesen
Nico
 
Tictras

Tictras

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Oha, wenn man Rolex mit einer Billigmarke vergleicht, grenzt das schon an Blasphemie, wie man an den Reaktionen sieht ... :D

Mich persönlich stören kleinere Kratzer auf der Uhr nicht, nur bei Kratzern auf dem Glas bin ich pingelig ... Hauptsache, der Edelstahl oxidiert nicht und verursacht keine Allergie - matt oder glänzend ist egal.

Habe die Erfahrung gemacht, dass perlgestrahlte Uhren sehr kratzresitent sind, bessere aber Macken, die dennoch reingekommen sind, nicht aus. Man soll der Uhr ruhig ansehen, wie viele Jahre sie auf dem Buckel hat ... ;-)

Kurz noch eine Frage: welchen Stahl verwendet Mido z.B. bei der Ocean Star Sport?
 
Bruce Wayne

Bruce Wayne

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Da wo viele andere Urlaub machen ...
Es gibt zum Thema "Tegimentierung" ja nicht nur den Fall "Kratzer" sondern auch den Fall "Dellen" und "Furchen" wie mir mal wegen unsanftem Kontakt mit einer Metalltürzarge an der Lünette passiert. Bei 316L Standard (meist) kein Problem, polieren und gut (sollte man natürlich nicht zu oft machen...). Bei Tegimentierung ----> Austausch des Teiles bei Sinn, polieren und nachträglich tegimentieren geht nicht oder ist sehr teuer. Kratzer sind ohne Zweifel häufiger als Dellen, ohne Frage kommen die aber auch vor. Ich schätze die Tegimentierung grundsätzlich, aber wie alles hat auch diese Münze zwei Seiten.
 
Yddeg

Yddeg

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...

Was ich aber sagen will, ist folgendes:
Was rechtfertigt den Aufpreis für eine ach so besondere Stahllegierung, wenn es der billigste Stahl auch tut?

...
Meiner Meinung nach objektiv nix, solange das günstigere Material keine Allergie auslöst oder einen sonstwie verseucht.

Das ist, wie bei fast allen solchen Diskussionen ums Thema Uhren, reines Kopfkino und gutes Marketing, Bedürfnisse zu wecken, die man eigentlich gar nicht hat ;-).

Ich wage mal zu behaupten, daß für 98% der Uhrenträger ´ne G-Shock für 59,- € locker ausreichen würde und selbst die wäre ob ihrer Funktionsvielfalt eigentlich noch overdressed.

Der Rest findet im Kopf statt, aber das ist ja gerade das schöne daran.

Gruß

Yddeg
 
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bastpless

bastpless

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Ich habe eine tegimentierte Sinn, die ich seit einem Jahr die meiste Zeit trage. Ich bin mit dieser Uhr schon an Hausecken geschlagen und habe sie auch beim Einbau von technischen Geräten in Flugzeuge immer um. Da haben das Flugzeug und unsere Geräte schon einige Kratzer vom Kontakt mit meiner Uhr. Diese hat einen Minikratzer im Bereich der Schließe, sieht ansonsten aber aus wie neu.

Ich habe vor etwa zwei Monaten eine gebrauchte Citizen mit gehärtetem Titangehäuse hier im Forum erstanden, die hat kleinere Macken an einigen der exponierten Kanten, die aber kaum auffallen. Ich habe sie inzwischen regelmäßig genauso unachtsam wie die Sinn getragen. Ich kann keine neuen Gebrauchsspuren entdecken. Gerade die größeren Flächen der Lünette sehen makellos aus.

Ich habe seit zwei Wochen eine Uhr aus 316L, die hat neben einigen Mikrokratzerchen schon eine trübe Stelle, woher weiß ich nicht genau. Ich habe jetzt erstmal Cape Cod-Tücher bestellt, um die Uhr zu pflegen.

Ich bin also durchaus der Meinung, daß Oberflächenbehandlungen sinnvoll sein können. Meine Erfahrungen zeigen mir, daß die verschiedenen Verfahren funktionieren. "Normaler" Edelstahl läßt sich leichter polieren, aber das kann eben auch dazu führen, daß die Kanten irgendwann etwas "rundgelutscht" aussehen.

Gerade das Argument, daß sich tiefere Krat(z)er und Dellen bei Edelstahl auspolieren lassen, bei oberflächenbehandelten Materialien aber einen Austausch erzwingen trifft meiner Meinung nach nur halb zu. Denn um eine Delle rauszupolieren verändert man das Uhrgehäuse, man macht im Prinzip eine flachere Delle daraus, die dann nicht mehr so auffällt.

Viele Grüße,
Sebastian
 
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Tourbi

Tourbi

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Mann Leute, was hab ich hier wieder losgetreten.
Ich will hier keine Rolex unter eine TCM stellen.
Nico hat ja schon etwas geholfen. Danke!

Ich bin selbst im Besitz einer Rolex 116710LN, und einer Sinn 956 Klassik.

Mein Anliegen war lediglich, ob sich ein eventueller Mehrpreis für eine spezielle Legierung lohnt, oder nicht.
Wenn man sich die Bilder meiner TCM betrachtet, die doch 4 Jahre extrem belastet wurde, wohl eher nicht.

Da ich hier auch anscheinend als Poliertuch-Muschi bezeichnet werde....
Hab ich nicht nötig. Meine Uhren, ausgenommen der die ich bei meinem Job trage, haben keine Kratzer.
Wie schafft man das im Normalbetrieb?

Wenn nun aber jemand zu mir kommt, und einen Kratzer aus seiner Uhr entfernt haben möchte....
Um diesen Aufwand geht es.
Je einfacher der Stahl, und dessen Oberflächenbearbeitung, um so einfacher (günstiger) die Wiederherstellung.

Das meine ich damit:

https://uhrforum.de/edelstahl-gedanken-meinungen-fakten-t36886#post490629

Die Rolex meines Kollegen sieht nach 2 Jahren tatsächlich schlimmer aus als meine TCM.
Das ist nun mal so.
Sollte ihn nächste Woche treffen. Frag ihn dann mal ob ich unsere Arbeits-Zeiteisen nebeneinander ablichten darf.
 
T

Taucherhund

Gast
Mein Anliegen war lediglich, ob sich ein eventueller Mehrpreis für eine spezielle Legierung lohnt, oder nicht.
Hi!
Deine Frage zu beantworten ist objektiv - einfach nicht möglich.(das weisst Du aber);-)

Denn - es kommt ganz ganz darauf an, was genau man unter "sich lohnt" verstehen kann/muss/will.

Für manche User ist die Preis ausschlaggebend, für zweite - das Aussehen, für dritte - der Spagat dazwischen, für andere - der Loyalität gegenüber eine Marke, und für ganz andere - ohne große Bedeutung.

Es bleibt am Ende - rein subjektiv.


PS: ich persönlich bevorzuge hell leuchtendes, poliertes Edelstall, von feinsten.
Und das "merkt"(=unterscheidet) das menschliche Auge sehr wohl.
Ich stehe zB. überhaupt nicht auf TEUER, aber was kann ich dafür, dass feinste Stahl doch teuer ist...

LG
 
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Sectorfan

Sectorfan

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Oh Junge, Du solltest das Band wieder lockern, der Kleine sieht wie kurz vorm "abnippeln" aus! :shock:
 
Jake Cutlass

Jake Cutlass

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QSectorfan: Die hervorquellenden Augen sind aber rassentypisch (Chihuahua wenn ich nicht irre).

Im übrigen glaube ich, daß Tourbis TCM-Quartzer sehr wohl aus 316L ist, der Stahl ist nicht besonders teuer... Ansonsten ist Hautschweiß recht salzig, so daß eine Resistenz gegen Salzlösungen schon auch für Uhren Sinn macht, nicht nur für Schiffe.

Und das Sinn und meinetwegen Damasko auch Uhren mit gehärteten Gehäusen anbieten (die Tegimentierung ist keine Beschichtung wie PVD, sondern eine Veränderung der oberen Schicht des Stahls) ist doch schön für Kunden, die so etwas wünschen, oder? Die meisten anderen Hersteller zucken nur mit den Schultern und sagen: "Kratzer individualisieren doch die Uhr und geben ihr Charakter! Stellen Sie sich mal nicht so an, Sie Poliertuchmuschi!" Zumindest hat man jetzt die Möglichkeit, einen Hersteller zu wählen, der einem das liefert, was man möchte.
 
O

oldnicos

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Moin,

also ich sags mal so. Viele meiner Uhren sehen recht bekratzt aus da die auch ein gewisses Alter haben und auch eine gewisse Zeitgeschichte erlebt haben.
Ich bekomme eigentlich immer irgendwo ne Schramme ins Gehäuse egal welche Uhr.
Ich würde auf keinen Fall auch nur ein Gehäuse tegmentieren lassen, eher strahle, bürste, Schleife oder poliere die Uhren mal eben nach ... aber nur wenns denn wirklich nicht mehr anders geht und es wirklich aussieht als wäre die Uhr mit ner Flex durchgebrannt um Liebe zu machen ;-)

Viele Grüße
Nico
 
Thema:

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