Eco drive

Diskutiere Eco drive im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; ich habe jetzt schön öfters über diese anscheinend einzigartige technologie gelesen aber nie so wircklich verstanden was daran so ausergewöhnlich...
intern

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ich habe jetzt schön öfters über diese anscheinend einzigartige technologie gelesen aber nie so wircklich verstanden was daran so ausergewöhnlich ist

könnte mir hier vllt jemand weiterhelfen??

gruss und danke im voraus

intern
 
SINNlich

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Janz kurz:
Eine Solarzelle im Zifferblatt wandelt Licht in Strom um. Der wird in einem Akku zwischengespeichert und dem Quarzwerk zur Verfügung gestellt. Kommt von Citizen.
Nicht zu verwechseln mit der Kinetik- oder Autoquarz-Technik, bei der ein Rotor einen Generator antreibt, der den Strom wiederum in einem Akku zwischenlagert.

Grüße

Axel
 
intern

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philosophus manisses oder?????


danke das ja recht simpel ich habe mich nur immer gewundert das das als so einzigartig beschrieben wurde
 
SINNlich

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...exakt.

Ja, ist simpel, aber effektiv und weniger störanfällig als mechanisch-elektronische Systeme.

Valeas!

Axel
 
Junnghannz

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@ intern:

So simpel, wie es zunächst klingen mag, ist es nun auch wieder nicht: Allein die Entwicklung der entsprechenden Zifferblätter, die als Solarzelle fungieren, hat etliche Jahre in Anspruch genommen. Die Quarzwerke haben einen äußerst niedrigen Stromverbrauch, auch daran wurde jahrelang gearbeitet. Der Strom wird auch nicht in einem Akku zwischengespeichert, dieser würde aufgrund der extrem unregelmäßigen Ladezyklen auch recht schnell in die Knie gehen, sondern in einem speziellen Kondensator. Dieser soll auch nach 20 Jahren Betriebsdauer noch eine ausreichende Kapazität zum störungsfreien Betrieb der Uhr haben. Das Eco-Drive-System stellt somit die zur Zeit modernste und sicherste Technologie zum weitgehend wartungsfreien Betrieb von Quarzuhren dar.


Viele Grüße

Wolfgang
 
SINNlich

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Ah, in dieser Beschreibung werde dich baden, wenn ich meine Oceanus anlege. Dankeschön... . :-)


Auf die Kondensator-Haltbarkeit bin ich mal gespannt.

Grüße

Axel
 
Tourbi

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Junnghannz schrieb:
@ intern:

So simpel, wie es zunächst klingen mag, ist es nun auch wieder nicht: Allein die Entwicklung der entsprechenden Zifferblätter, die als Solarzelle fungieren, hat etliche Jahre in Anspruch genommen. Die Quarzwerke haben einen äußerst niedrigen Stromverbrauch, auch daran wurde jahrelang gearbeitet. Der Strom wird auch nicht in einem Akku zwischengespeichert, dieser würde aufgrund der extrem unregelmäßigen Ladezyklen auch recht schnell in die Knie gehen, sondern in einem speziellen Kondensator. Dieser soll auch nach 20 Jahren Betriebsdauer noch eine ausreichende Kapazität zum störungsfreien Betrieb der Uhr haben. Das Eco-Drive-System stellt somit die zur Zeit modernste und sicherste Technologie zum weitgehend wartungsfreien Betrieb von Quarzuhren dar.


Viele Grüße

Wolfgang

Sorry, kleine Berichtigung:
Die Solarzelle befindet sich unter dem Zifferblatt. Das heißt, dass die Zifferblätter lichtdurchlässig sein müssen!
Der Strom wird in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert.



Übrigens reicht schon das Licht einer Kerze um Energie zu erzeugen!


Gruß

Tourbi
 
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Dachte ich es mir doch. Neue Lithium-Ionen-Akkus gibt es für die Eco-Drive-Uhren nämlich von amerikanischen Händlern als spare parts recht günstig. 20 Jahre Haltbarkeit erscheinen mir denn auch sehr optimistisch.

Grüße

Axel
 
Tourbi

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SINNlich schrieb:
Dachte ich es mir doch. Neue Lithium-Ionen-Akkus gibt es für die Eco-Drive-Uhren nämlich von amerikanischen Händlern als spare parts recht günstig. 20 Jahre Haltbarkeit erscheinen mir denn auch sehr optimistisch.

Grüße

Axel
Na ja, 5 Jahre werden unten im Bild angegeben. Was kostet denn so ein Akku?
Selber wechseln dürfte ja kein Problem sein.


Tourbi
 
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Ja, wo hab ich das gelesen? Nu ist meine Oceanus erst ein Jahr alt, ich habe mir die Preise und Händler nicht gemerkt. Ersatz bekommst Du bei Chronograph.com, roachman und bei glooks, glaube ich, auch. Fünf Jahre sind ja nicht der Hammer, wenn ich an Longlife-Batterien denke, die heute in Quarzuhren verbaut werden. Selbst in meinem uralten Seiko-Chronographen von 1983 hält eine Batterie mindestens zwei Jahre.

Grüße

Axel
 
R

roger1

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Die fünf Jahre beziehen sich in diesem Fall auf die Dunkelgangreserve, nicht auf die Haltbarkeit des Akkus! (Damit würde kein Hersteller Werbung machen)

Bei Handy, PDA oder Kameras wird davon gesprochen, dass LiIon-Akkus nach zwei(!) Jahren beginnen, sich "aufzulösen". D.h. sie können immer weniger Energie speichern, weil sich die Komponenten zersetzen. Bei der Eco-Drive meiner Frau (ca 5-6 Jahre alt) scheint es jetzt soweit zu sein. Die Uhr läuft nur mit Licht.

Außerdem habe ich eine Seiko Kinetic. Wenn man da den Akku austauscht, läuft die Uhr damit ca. 2 Jahre ohne dass man sie tragen muss. So können andere Fehler der Uhr leicht verschleiert werden (ist mir anscheinend passiert, ich warte noch auf den Bericht von Seiko), wenn man einfach den Akku tauscht, wenn die Uhr nicht mehr läuft.

Beide Erfahrungen zeigen mir: Mit Quarz-Uhren ist Autarkie nicht möglich. Die derzeitigen Materialien lassen eine dauerhafte Stromspeicherleistung mit Reserve nicht zu.

Einzig scheint derzeit die Seiko Spring Drive dieses Problem zu umgehen, da dort die Energie in einer Feder gespeichert wird.

Da die Ersatzakkus (zumindest wenn man sie beim Händler tauschen lässt) teurer als Batterien sind (Eco Drive 30 EUR, Seiko Kinetic 48 EUR beim Seiko-Service), andererseits auch Quarz-Uhren mit 10-Jahres-Batterien gibt, sehe ich im Moment keinen Vorteil in diesen Techniken.

Daher mein Fazit: Wenn Quarz-Uhr dann "ganz Normal", evtl. auf lange Batterielaufzeit achten.

Oder eine mechanische Uhr (die aber ggf. auch eine nicht ganz günstige Wartung nach 5-10 Jahren benötigt).

Roger
 
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Nichts währet ewiglich... . Meine Oceanus hab ich zu Testzwecken gekauft, um zu sehen, wie es mit der Haltbarkeit aussieht. Als Laie glaube ich, dass ein ausgelutschtes Akku nicht nur seine Speicherfähigkeit verliert, sondern schließlich auch zum Totalausfall der Uhr führen kann. On verra.. .

Grüße

Axel
 
Tourbi

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@roger1

Dunkelgang...da hab ich jetzt nicht so genau hingeschaut. :oops:
Wenn man aber jetzt die Uhr deiner Frau als Grundlage nimmt, beträgt die Lebensdauer nicht viel mehr, als die Dunkelgang-Reserve.

Mich Überrascht diese kurze Lebensdauer.
Ich hab eine 8 Jahre alte Meisteranker mit Epson (Seiko) Autoquarz.
Bei voll geladenem Akku wird eine Gangreserve von 6 Monaten angegeben.
Die Uhr war jetzt 3-4 Monate rumgelegen, Krone nicht gezogen. Sie läuft noch!

Tourbi
 
SINNlich

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Wie bei allen Stromspeichern ist da die Pflege wesentlich. Wird ein Akku zwischendurch mal völlig entladen, dann bekommt das gerade einem Li-Ion-Akku nicht gut, glaube ich.

Grüße

Axel
 
carpediem

carpediem

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Also, wenn man nur auf das Geld schaut, ist es unrentabel. Dafür kann man viele Batteriewechsel machen. Hinzu kommt, daß Solarzellen auch nachlassen - aber der Kondensator bei weitem stärker.
Wenn ich mal von geschätzten 10 Jahren ausgehe, dann habe ich den einen Vorteil, daß das gute Stück bis dahin nicht auf und zu gemacht werden musste. Die Uhr ist somit mindestens 10 Jahre wartungsfrei.
Meine aktuelle Erfahrungszeitspanne sind derzeit 3 Monate mit meiner Citizen ProMaster mit Eco Drive.
Wir sprechen uns in 10 Jahren wieder... :wink:


Grüße...Frank.
 
uhrenkiller

uhrenkiller

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ähm, leute?....wie pflegt man diese empfindlichen akkus?

die uhr erst wieder einer lichtquelle aussetzen,wenn der

sekundenzeiger im 2 sekundentakt springt? :oops:

das wäre doch dann der hinweis für zu wenig strom,richtig?
 
SINNlich

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In der NiCd-Zeit galt es, den Akku regelmäßig auch bis an die Leistungsgrenze zu entladen, um Memoryeffekten durch vorzeitiges Nachladen vorzubeugen. Das ist bei Li-Ion-Akkus keine Problem mehr. Sie sind vielmehr empfindlich gegen Totalentladung, dann brechen sie zusammen und lassen sich nich mehr laden. Auch sind die Ladezyklen begrenzt. Ich halte die Uhr am Licht, dann ist der Akku ständig aufgeladen und hält die Spannung. Mehr pflegen muss man ihn, glaube ich, nicht.

Grüße

Axel
 
uhrenkiller

uhrenkiller

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@ sinnlich:

danke dir, hab mich grad auch bissl schlau gemacht!

die li-ion akkus laufen auch mit 3,7 volt,.....die anderen nur mit 1,2 volt
-----------------
hab früher in den 90´ern leider keine gute erfahrung

mit einer solaruhr gemacht! das war ne junghans "solar 1"

diese uhr konnte man grade so mal von mai bis september

tragen....anders ausgedrückt: immer im licht ,....ohne

hemdsärmel!!!....im winter war´s ne einzige katastrophe!

ständig musste ich sie unter irgendwelche lampen legen.... :cry:

seitdem hab ich nen grossen bogen um solaruhren gemacht.


gruss uhrenkiller
 
carpediem

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Hm...normal bin in Akkus sehr fit und als Modellbauer kenne ich eigentlich so alle Typen, aber bei "Solarbatterien"...
Müßte man sich auseinandersetzen damit.
Vorher waren GoldCaps angesagt, das sind Kondensatoren.
Haben sich aber auf so lange Zeit nicht bewährt.
Heutige Solaruhrenbatterien basieren in der Regel auf
Mangan Titanium Lithium / LiIon. Der Witz ist im Wesentlichen die Leckstromfreiheit, d.h. sie entladen sich wenig (nicht gibt´s nicht). Und immerhin werden sie ständig weiter entwickelt. Die sind heute bei weitem besser als vor einigen Jahren.
Generell lagert man diese Akkus besser geladen. Werden sie leer gelagert, nachdem sie schon benutzt worden, sterben sie vor sich hin.
Andererseits gilt die goldene Regel: Akkus, die immer nur voll sind, werden auch nicht besser.
Nach meinem Dafürhalten sollte es ausreichen, den Akku hin und wieder mal mindestens 1/3 zu entladen. Aber: wer hat schon Bock, seine Uhr ein paar Wochen im Dunkeln einzusperren ? Schließlich kann man sie dann nicht tragen :cry:
Ich glaube, diesen Akku kann man nicht wirklich pflegen. Pass nur auf, daß er nicht im Dunkeln vermodert.

Grüße...Frank.
 
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