Dugena Vintage Sammler Club D.V.S.C.

Diskutiere Dugena Vintage Sammler Club D.V.S.C. im UhrForum Clubs Forum im Bereich Small Talk; Liebe Dugenafreunde, seit dieser Woche habe ich einen kleinen Neuzugang (Automatic, wohl Anfang bis Mitte der 50er Jahre) zu verzeichnen ... 😇...
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Das Werk macht einen ordentlichen Eindruck.
Ja, nicht nur optisch, fĂŒr sein Alter lĂ€uft es auch noch ziemlich genau:

"Das ETA 1256, das 1950 debutierte, war das erste Automaticwerk des Grenchener Rohwerkeherstellers. Es war bereits mit einem damals hochmodernen Rotor ausgestattet, der das Werk in beiden Richtungen aufzog.
Das ETA 1256 ist damit der Urvater aller bis heute produzierten ETA-Automaticwerke."

Quelle: ETA 1256

Viele GrĂŒĂŸe...
 
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Das ETA 1256 ist damit der Urvater aller bis heute produzierten ETA-Automaticwerke."
Das ist richtig, bezogen auf ETA.

1922 schuf die französische Firma Leroy die erste Armbanduhr mit Automatikwerk, angetrieben durch eine Pendelschwungmasse.
Seine ab 1914 entwickelte Idee mĂŒndete am 16. Oktober 1923 im Antrag eines Patens in der Schweiz, das er am 1. September 1924 erhielt.
Und, im Jahr 1926 brachte Blancpain zusammen, zeitgleich, mit John Harwood die erste Armbanduhr mit automatischem Aufzug auf den Markt.
Weiter dann, das Felsa 692 Werk, denn das kam 1942 auf den Markt und zog beidseitig auf. Man erkennt ein Bidynator Werk immer an dem kleinen Pfeil unter dem Rotorlager, der dem Uhrmacher zeigt, wie er den Rotor entriegelt.

Rolex (Herr Wilsdorf) verklagte Felsa, weil er mit dem von Emile Borer konstruierten Automatikkaliber 620 NA im Jahre 1931 ein Patent auf die Rotorautomatik erhalten hatte. Die allerdings das Federhaus nur in einer Richtung aufzog. Wilsdorf musste sich von den Richtern belehren lassen, dass ein beidseitiger Aufzug etwas anderes als ein einseitiger Aufzug ist.

Auf jeden Fall ist Deine Dugena ein schönes StĂŒck der Uhren-Zeit-Geschichte.
 
Sein&Zeit

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ein schönes StĂŒck der Uhren-Zeit-Geschichte.
Danke, Bernd.
Heute zeige ich mal eine Dugena, die nicht ganz so alt ist. Da sie ein ETA 2783 im Inneren trÀgt, wird sie ja erst ab Mitte der 70er Jahre gebaut sein können, ich schÀtze mal Anfang bis Mitte der 80er, oder?

Dugena Tropica (1).JPG

Dugena Tropica (4).JPG

Ein schönes, dugenareiches Wochenende!
 

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@Sein&Zeit

Nicht schlecht die Dugena Tropica, aber das Zifferblatt liegt sehr tief.
Ist es sicher dass das GehÀuse ein Dugena-GehÀuse ist ?

Keine meiner Tropicas hat ein so tief liegendes Zifferblatt.
Bild 020.jpg

Bild 022.jpg

Bild 023.jpg

Bild 027.jpg

Das ETA 2782 wurde von 1969 bis ca. 1976 gebaut. Und das ĂŒber 25.000.000 mal.
Kann also gut sein, das Deine Uhr aus Ende der 70er oder zu Beginn der 80er stammt.
 
Sein&Zeit

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Kann also gut sein, das Deine Uhr aus Ende der 70er oder zu Beginn der 80er stammt.
Danke, fĂŒr Deinen Hinweis...
Nun ja, auch keine meiner anderen Dugenas (jedoch nur 8 StĂŒck...) zeigt solch ein GehĂ€use.
Jedoch ist die Variantenzahl auch ziemlich unĂŒbersichtlich...
Hier noch ein Blick auf das Innere...
Dugena Tropica (5).JPG

Ob dies nun womöglich weiterhelfen kann?

Viele GrĂŒĂŸe!
 
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Ein Bastelwastel... oh weh, also in die Tonne... 😭
D.h.: Jedes von Dugena original verwendete Werk MUSS signiert sein, ja?

Liebe GrĂŒĂŸe
Nicht in die Tonne. Das Werk ist gut, das Zifferblatt auch und das GehÀuse ebenfalls.
Bloß nicht wegschmeißen.

Alle meine mech. Werke aus damaligen Zeit (P.U.W, ETA, Valjoux, u.s.w.) sind von Dugena signiert.
Die Quarz- Werke, und die mech. Werke aus der Chinazeit nicht.
Bild 987.jpg

Bild 984.jpg

Dieses auch nicht.
Bild 1024.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ein Bastelwastel... oh weh, also in die Tonne... 😭
D.h.: Jedes von Dugena original verwendete Werk MUSS signiert sein, ja?

Liebe GrĂŒĂŸe
Also bei den mindestens 30 bis 40 Vintage-Dugena, die bisher durch meine HĂ€nde gegangen sind (und den Beobachtungen aus dem Markt heraus), habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass, je neuer und seltener die Modelle werden, das mit der eigenen Kaliber Bezeichnung nicht mehr so konsequent gehandhabt wurde.
Gerade bei den Varianten mit den moderneren SchriftzĂŒgen sind mir schon mehrere begegnet, bei denen die Werke nicht gesondert signiert waren.

Erstaunlicherweise hatten mehrere davon auch MineralglĂ€ser und solch tiefliegende ZifferblĂ€tter und waren entweder als Tropica oder Monza bezeichnet, ließen sich aber optisch nicht diesen klassischen und bekannten Linien zuordnen. Eine serielle Fakeproduktion wĂŒrde ich ausschließen, da die ETA-Werke zu hochwertig und gleichzeitig die maximal erzielbaren Preise zu niedrig sind.
Meine Vermutung ist, dass man sich das im Zuge des Einbruchs durch die Quartzkrise bei Serien mit kleiner StĂŒckzahl teilweise einfach geschenkt hat. Schließlich hat man ja wohl die Werke bereits beim Hersteller mit dem entsprechenden Finish inklusive Dugena-Gravur geordert. Zur besagten Zeit (Ende Siebziger/Anfang Achtziger) war das bei Serien mit kleinerer StĂŒckzahl bestimmt ein weiterer Punkt, um Geld einsparen zu können, um gegen die immer gĂŒnstiger werdenden Quartzuhren noch halbwegs konkurrenzfĂ€hig bleiben zu können.

Wovon man aber ausgehen sollte, dass Chronos ohne Dugena-Markierungen grundsĂ€tzlich Bastelwastel oder sogar moderne Fakes aus Pseudo-NOS-Teilen sind. Ebenso sollte bei allen Modellen aus den FĂŒnfzigern, Sechzigern und bis mindestens Mitte der Siebziger der Dugena-eigene Kalibername vorhanden sein. Aus dem Zeitraum ist mir jedenfalls noch keine begegnet, wo nachweislich schon immer ein Werk ohne Dugena-Kennzeichnung drin war.
 
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Nicht in die Tonne. Das Werk ist gut, das Zifferblatt auch und das GehÀuse ebenfalls.
Bloß nicht wegschmeißen.
:super:

Ich habe sie gerade wieder herausgeholt, aus der Tonne... :D
Das war knapp... ;-)
Sie lÀuft auch wirklich sehr zuverlÀssig und genau.
Und sie darf in der Uhrenkiste bei ihren 'echten' Geschwistern bleiben...

Und glaub mir .... ich habe ein paar Uhren von Dugena.
BTW: Eine beeindruckende Sammmlung!

Danke und viele GrĂŒĂŸe!
 
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@Bob Falfa
Alles möglich, das jetzt Uhren auftauchen ohne Dugena-Signatur auf dem Rotor oder BrĂŒcke.
Man darf nicht vergessen das damals es mit einer Reparatur nicht genau genommen wurde, schon gar nicht bei Uhren des "kleinen Mannes".
Da wurde erneuert was da war, und kosten durfte das auch nicht viel. Hauptsache das Werk lÀuft wieder.
Hinzu kommen noch die gebastelten NachzĂŒgler. Aus 2 mach eine und verkaufe diese.
 
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Ich habe sie gerade wieder herausgeholt, aus der Tonne... :D
Das war knapp... ;-)
Sie lÀuft auch wirklich sehr zuverlÀssig und genau.
Und sie darf in der Uhrenkiste bei ihren 'echten' Geschwistern bleiben...

Gut so. Nicht gleich immer alles in die Tonne pfeffern.
Diese Uhr kostet kein Geld, und evtl braucht man mal Ersatzteile, oder man bastelt sich ne eigene Uhr.
So geschehen bei mir mit einer JLC Memovox.
Allerdings brauchte ich Hilfe vom und mit meinem Konziuhrmacher.
Und wenn man damit offen umgeht sehe ich da keine Probleme.
Vielleicht hast Du irgendwann "Deine" Dugena selbst gebastelt. ;-)
 
Sein&Zeit

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Vielleicht hast Du irgendwann "Deine" Dugena selbst gebastelt.
Überredet! :ok:
Das mit dem Wegwerfen hatte ich ja auch nicht so ganz erst gemeint...
Ich hatte letzte Woche eine Uhrenvorstellung hier im UFo eingestellt: Dugena Automatic, ca. 1950-1954.
Dort hatte ich ja geschrieben, daß diese Uhr (mit einem wunderschönen ETA 1256!) eigentlich hĂ€tte weggeworfen!!! werden sollen; wenn eine Bekannte dieser 'Banausen' nicht angeboten hĂ€tte, diese olle Uhr bei ebay-Kleinanzeigen zu verticken, dann hĂ€tte ich sie nicht durch Kauf retten können...

Ich kann mich nicht einmal ĂŒberwinden, eine total kaputte Uhr wegzuwerfen... :schock:

Schönes Wochenende...
 
Bob Falfa

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@BSBV Klar, bei Reparaturen wĂŒrden vermutlich immer nur Teile ohne Kennzeichnung verwendet. Und die aus Zwei-mach-eins-Variante dĂŒrfte auch nicht allzu selten sein. Ich meine allerdings ab einem gewissen Bauzeitraum da so etwas wie eine nicht mehr so extrem strikte Linie erkennen zu können.
Dugena hat ja erstaunlich hÀufig einfach nur bei Zulieferern eingekauft und sich seinen Namen draufdrucken lassen. Bestes Beispiel ist ja meine vor ein paar Tagen in diesem Faden gezeigte Watertrip, die es exakt identisch auch von Meister Anker und mit anderen Farben als Helvetia gab.
Ich gehe stark davon aus, dass genau bei diesen Modellen – die ja eine Art Zukaufware zur Portfolio-Aufrundung waren – irgendwann der Rotstift angesetzt oder besser gesagt ein Auge zugedrĂŒckt wurde.
Da hat vermutlich der Zulieferer in Darmstadt angerufen und Dugena eine StĂŒckzahl X angeboten. WĂ€hrend dann frĂŒher zwangsweise ein Werk mit Dugena-eigener Nummer implantiert werden musste, hat man da dann vermutlich einfach mal fĂŒnf gerade sein lassen. So könnte ich mir das zumindest erklĂ€ren.
Erstaunlich ist auch, dass das nur bei Schweizer Werken der Fall ist. Puw oder dergleichen ist mir noch nie ohne Dugena-Nummer untergekommen.

Ist auf jeden Fall ein spannendes Thema und meine Mutmaßungen sind auch nur ein Stochern im Nebel aufgrund von Beobachtungen. Interessant wĂ€re es, wenn man einen alten Mitarbeiter aus dem Bereich Einkauf zu fassen bekĂ€me. Das wĂŒrde mit Sicherheit eine Menge Licht ins Dunkel bringen.


Btw: Das folgende Bild habe ich vor ewigen Zeiten am DarmstĂ€dter Ortseingang geschossen. Weiß jemand zufĂ€llig, ob das GebĂ€ude mit dem großen Schriftzug oben drauf die alte Firmenzentrale war?

3136062
 
Sein&Zeit

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Da sind wir seelenverwandt.
Bei mir grenzt das schon an eine Sucht, oder Messieverhalten.
:super:

Besser als zu rauchen, z.Bsp., sind doch (imho) Uhren allemal, oder? :hmm: 😇
Deiner Signatur nach " Member im MAD-Club " ist aber schon ein gewisser GefÀhrdungsgrad erreicht... :D

Viele GrĂŒĂŸe!
 
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Btw: Das folgende Bild habe ich vor ewigen Zeiten am DarmstĂ€dter Ortseingang geschossen. Weiß jemand zufĂ€llig, ob das GebĂ€ude mit dem großen Schriftzug oben drauf die alte Firmenzentrale war?
Das Folgende wurde, in Zusammenarbeit mit Herrn Pfeifer, ausgearbeitet. Das Wichtige fĂŒr Dich habe ich hervorgehoben.

DUGENA
–
Vom Anfang 1917 bis heute 2010

Vorlauf

Im Jahr 1883 grĂŒndete der Schweizer Uhrmacher Gottlieb Hauser in Biel, die UNION HORLOGÉRE, als Zusammenschluss zwischen Fabrikanten und Schweizer EinzelhĂ€ndler.
Etwas spĂ€ter erhiel diese Union den Zusatznamen „Alpina“. Und als solche wurde diese von 1890 bis 1917 auch auf den Deutschen Markt aktiv und agierte ĂŒberaus erfolgreich.
Nicht weniger als 700 fĂŒhrende FachgeschĂ€fte, ĂŒbten 1917 die Vertretungsrechte der Union HorlogĂ©re im damaligen Deutschen Reich aus. Diese Menge an FachgeschĂ€ften war von Biel aus nicht mehr zu lenken und es wurden deshalb drei Generalvertreter, Wilhelm Ulrich fĂŒr SĂŒddeutschland und die GebrĂŒder Emil und Richard Rothmann fĂŒr das restliche Deutschland bestellt.

Die GrĂŒndung der Genossenschaft

Im Kriegsjahr 1917, auf dem Höhepunkt der Geschehnisse, erfolgte die Konstituierende Sitzung. Da zu dieser Zeit eine internationale Blockade der Alliierten MĂ€chte fĂŒr alle diejenigen bestand, welche noch mit Deutschland Handel trieben, bat die Alpina Union Horlogere in Biel, um eine zeitweise Lösung der Beziehungen zu den Deutschen Generalvertretungen.
Nach einer Aussprache mit den maßgebenden deutschen Abnehmern entschloss man sich jedoch, weiter zusammen zu arbeiten – dies in der Rechtsform einer Genossenschaft, deren Direktoren die bereits genannten Herren Ulrich und Rothmann wurden. Mit der Genehmigung aus Biel, gab man der Genossenschaft den Namen: Alpina Deutsche Uhrmacher-Genossenschaft , mit Sitz in Eisenach.
Mit EinfĂŒhrung der Rentenmark 1923 stabilisierte sich die Lage und es begannen die „goldenen zwanziger Jahre“ – auch fĂŒr die Genossenschaft.
Das Sortiment der Alpina Deutsche Uhrmacher-Genossenschaft hatte sich inzwischen außergewöhnlich erweitert und es wurden nicht mehr nur „Alpina Uhren“ gefĂŒhrt. Neben den damals bekannten namhaften Fabrikmarken, auch eine Reihe von genossenschaftlichen eigenen Handelsmarken, welche sich zunehmend großer Beliebtheit erfreuten, wie z.B. „Tresor“ oder „Festa“.
Vor diesem Hintergrund entwickelten sich die UmsĂ€tze kontinuierlich nach oben. Auf Bitte der Schweizer Alpina Genossenschaft, welche befĂŒrchtete im Rahmen des von den Alliierten verhĂ€ngten Embargos gegen alle Unternehmen welche mit dem Dritten Reich Handel betrieben ebenfalls vom Export in die Alliierten LĂ€ndern ausgeschlossen zu werden und eines gegen die Deutsche Genossenschaft gerichteten Prozess eines Mitbewerbers, im Hinblick auf die Unterscheidung zwischen original Alpina Uhren und den Uhren der Handelsmarken der Alpina Deutsche Uhrmacher-Genossenschaft, entschloss man sich schweren Herzens, sich vom liebgewonnen Namen Alpina zu trennen.
Auf der Generalversammlung der Genossenschaft 1942 wurde dann vorgeschlagen, aus den Worten Deutsche Uhrmachergenossenschaft, dass Kunstwort DUGENA zu bilden.

Nach Kriegsende 1945 gelang es einen neuen Aussichtsrat zu bilden, damit war die gesetzliche Basis zur WeiterfĂŒhrung der DUGENA Genossenschaft geschaffen worden.
Die Nachkriegsjahre

Mit der in den westlichen Besatzungszonen eingefĂŒhrten WĂ€hrungsreform, wurde 1949 beschlossen den juristischen Sitz der Genossenschaft, von Ost-Berlin nach Darmstadt zu verlegen. Zeitgleich wurde eine aufsehenerregende Publikumswerbung in Gang gesetzt, welche dafĂŒr sorgte, dass in kurzer Zeit DUGENA zu einem echten Publikumsbegriff wurde.

1960 wurde das bekannte DarmstĂ€dter Hochhaus von der „DUGENA“ erworben, von wo aus fortan die GeschĂ€fte der DUGENA Genossenschaft geleitet wurden.
Das Modell hatte sich schnell weiterentwickelt. Schon lange ging es nicht nur mehr um einen gemeinschaftlichen Wareneinkauf. Zentrale Branchenwerbung und der kostenloser Schaufenster-Dekorationsdienst, mit stĂ€ndig wechselnden Monatsdekorationen fĂŒr alle MitgliedsgeschĂ€fte, sorgten fĂŒr einen regen Zulauf an FachhandelsgeschĂ€fte fĂŒr die Genossenschaft.

1964 wurde das DUGENA Sortiment um den Bereich Schmuck erweitert.
In den siebziger Jahren entwickelte sich die die Gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland alles andere als rosig. Über 1 Mio Arbeitslose und 1,7 Mio Kurzarbeiter, kennzeichneten die wirtschaftliche Gesamtlage. Und so sank in der Folgezeit der Umsatz kontinuierlich.

1981 ĂŒberstĂŒrzen sich die Ereignisse. Eine enorme Schuldenlast drĂŒckte die Genossenschaft. Der Vorstand wechselt von Dr. Freund zu Herrn Seeberger. Die DG Bank wurde Hausbank und kaufte alle Forderungen der anderen Poolbanken und GlĂ€ubiger und versuchte nun die DUGENA vor den Untergang zu retten.

Der Rettungsplan sah vor, dass HandelsgeschĂ€ft aus der Genossenschaft herauszulösen. Dies erfolgte derart, dass alle HandelsaktivitĂ€ten in eine neu gegrĂŒndete Aktiengesellschaft eingebracht wurden, deren alleiniger AktionĂ€r die Genossenschaft war. Diese konnte nun 80% der Aktien an den von der DG Bank akquirierten Investor, der REWE Handelsgesellschaft Leibbrand OHG verĂ€ußern.

Fortan besaß die Genossenschaft selbst keinen GeschĂ€ftsbetrieb mehr. Sie hielt aber noch die Markenrechte an der Marke DUGENA, sowie 20% des Aktienkapitals.

REWE-Leibrand wandelte nach erfolgtem Kauf der Handelsgesellschaft diese von einer AG in eine GmbH und verĂ€ußerte sodann diese, an die eigene Konzerntochter , der Christ Uhren u. Schmuck GmbH.

Mit dem Verkauf des HandelsgeschĂ€fts erlöschten zwangslĂ€ufig alle AktivitĂ€ten der Genossenschaft im Bezug auf Markenentwicklung und MarkenfĂŒhrung, Sortimentgestaltung und VertriebsaktivitĂ€ten. Diese AktivitĂ€ten wurden allein vom Lizenznehmer der Marke DUGENA fortan bestimmt. Die Genossenschaft zog allein Einahmen aus den LizenzgebĂŒhren fĂŒr die Nutzung der Marke DUGENA, sowie evtl. GewinnausschĂŒttungen im Bezug auf ihren GmbH Anteil.

1993 erwarb Herr Seeberger mit seiner Unternehmung EGANA von der Christ GmbH das HandelsgeschĂ€ft der DUGENA unter der Bedingung, dass auch die 20% der GeschĂ€ftsanteile der Genossenschaft und die Markenrechte an der Marke DUGENA mit verĂ€ußert werden. Das GeschĂ€ft kam zustande und fortan waren wieder Marke und HandelsgeschĂ€ft in einer Hand. Die „DUGENA“ war dann auch die Basis fĂŒr die GrĂŒndung der EGANA Deutschland GmbH, innerhalb welcher die DUGENA als eigenstĂ€ndige Marke agierte.

SpĂ€testens zu diesem Zeitpunkt erloschen auch formaljuristisch die Bindungen zu den Genossenschaftsmitgliedern (genannt „DUGENISTEN“) und jeder UhrenfachhĂ€ndler der dies wollte, konnte DUGENA Uhren in sein Sortiment aufnehmen.

In der Folgezeit wurde das von der Genossenschaft kreierte GeschĂ€ftsmodell fĂŒr die DUGENA mehr und mehr verĂ€ndert. Neu Mitbewerber wie die zunehmend auf den Markt drĂ€ngenden Fashion-Marken traten auf. Leider wurde bei der EGANA versĂ€umt die DUGENA zeitgemĂ€ĂŸer zu positionieren und entsprechend dieser Entwicklung, unterstĂŒtzt durch eine unglĂŒckliche Modellentwicklung, welche in einem ausufernden Sortiment ihren Niederschlag fand, sank der Umsatz kontinuierlich ĂŒber die Jahre.

Durch Geschehnisse bei der Konzernmutter der EGANA Holdings in Hongkong, musste auch die EGANA Deutschland GmbH, als Inhaber der Marke DUGENA, im FrĂŒhjahr 2009 Insolvenz anmelden.
Im Juni 2009 erwarb dann die von drei Privatpersonen (einer davon war der frĂŒhere Inhaber und WidergrĂŒnder von GlashĂŒtte Original) allein zum Zweck des Erwerbs der DUGENA gegrĂŒndete Nova Tempora Uhren und Schmuck GmbH, die Markenrechte und alle WarenvorrĂ€te der DUGENA von der insolventen EGANA Deutschland GmbH.

Damit war die DUGENA ab dem 1.7. 2009 wieder eine Unternehmer gefĂŒhrte Marke. Zur Deutschen Uhren und Schmuckmesse „INHORGENTA“ Anfang MĂ€rz 2010, wurde dann der neue Markenauftritt und das neue Sortiment der DUGENA Premium vorgestellt.
 
Thema:

Dugena Vintage Sammler Club D.V.S.C.

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