Dugena HAU mit Junghans 667.70, welche Batterie(n) offiziell?

Diskutiere Dugena HAU mit Junghans 667.70, welche Batterie(n) offiziell? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo in die Runde, meine erste "neue" Vintageuhr, die NICHT aus meinen 2 1/2 Nachlässen stammt (trotz Zusammenhang). Beim Entsorgen von...
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Matthias MUC

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Hallo in die Runde,

meine erste "neue" Vintageuhr, die NICHT aus meinen 2 1/2 Nachlässen stammt (trotz Zusammenhang).
Beim Entsorgen von Sperrmüll aus einem dieser Nachlässe ist mir beim Altmetall der Sammelstelle eine gehäusemäßig völlig abgeranzte, angeblich defekte Dugena HAU (Nr. 891 391 311 am Deckel, sollte Typ, sein, keine SNr.?) mit einem Junghans 667.70 (Markierung = Datumscode? D5076) über den Weg gelaufen, ich durfte sie so mitnehmen. Abgeranzt = abgewetzt, die Uhr muß einiges mitgemacht haben, Grünspan und verdreckt, aber die Spuren eines richtigen Urenlebens. Glas ist aber noch angemessen gut, und unter dem Deckel sah das Werk sauber aus. Krone geht leicht, alle Verstellungen ebenfalls. Keine Batterie drin, ob das nun die "Fehlerursache" ist oder der Zustand nach "defekt, Batterie raus und getrennt entsorgen" weiß ich nicht. >> einen Versuch wäre es sicher wert.

Leider finde ich zu der nötigen Batterie nichts ganz eindeutiges, weder hier im Forum, noch draußen z.B. bei Bildersuche. 344, LR54, LR1130, V389,.... Die sind ja nun mal nicht alle identisch..... Welche Batterie muß da offiziell rein, welche anderen gehen noch? Alkali, Silber? Die Mehrheitsempfehlung tendiert zu Silber 344....
Daß dieses Werk keinen Haltebügel für die Batterie hat, sondern so ein Federchen im Deckel, hat wohl seine Richtigkeit?

lG Matthias

PS.: Sogar mit Werkstattritzereien im Deckel..... hab ich bei "jüngeren" nicht-TU noch nie gesehen....
 
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Coriolan

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Hi Matthias,

Das mit dem Federchen im Deckel ist nicht ungewöhnlich - ich hab eine alte Seiko aus Mitte der 70er, bei der ausschliesslich der nackige Schraubdeckel (also ohne Federchen) den Gegenkontakt für die Batterie darstellt.

Ad Batterie: Laut Boley muss eine 344 rein, guckst Du:
Screenshot_2019-12-24 boley GmbH.png

Die sollten kompatibel sein:
Screenshot_2019-12-24 Vergleichsliste für Knopfzellen, Uhrenbatterien.png

Viel Spaß beim Wiederbeleben!
 
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Matthias MUC

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Scheint zu gehen, mit einer größenmäßig passenden Alkalizelle aus dem Fundus lief sie. Bekommt am Donnerstag, wenn ich beim Batteriehändler meines geringsten Mißtrauens eine frische 344er geholt habe. (Knopfzellensortiment hier zu bevorraten außer ganz bestimmten Typen für meine Großverbraucher oder der Allerweltsbatterie CR2032 für eigentlich alles außer Uhren habe ich mir inzwischen genauso abgewöhnt wie den Kauf in Baumärkten oder den Ladengeschäften eines großen Elektronikversenders mit einem C im Namen. Gut abgehangen oder ladenneu überlagert >> aus dem Blister in den Schrott....). Ich neuge dazu, vorher das Werk auszubauen und das Gehäuse samt Armband einmal gründlich mit der Wurzelbürste zu schrubben...... Die restlichen Narben ihres Uhrenlebens (sogar einseitg abgewetzte Krone) wird sie tragen wie das Geheimnis ihres Vorlebens.

lG Matthias
 
Coriolan

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Super, schön das zu hören. Wie immer sind wir dankbar für ein Foto (oder mehrere) der Auferstandenen ;-)
...solange Du nicht das Werk mit der Wurzelbürste misshandelst :prost:
 
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Matthias MUC

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Zumindest das Elektronikplatinchen mit dem Chip dürfte eine Wäsche mit heißem Wasser, Spülmittel und einem Bürstchen, anschließend Nachspülen mit destilliertem Wasser, letztes Bad in Alkohol und dann Lufttrocknen anstandslos überstehen. Geh davon aus, daß die Platinen bereits damals aus einer automatisierten SMD-Bestückungslinie herausgepurzelt sind, dann der Quarz wohl in üblicher bedrahteter Bauform auf der Unterseite der Platine handgelötet wurde und danach die komplette Platine mit recht rustikalen Methoden gewaschen wurden, um die Lötrückstände restlos wegzubekommen. Eventuell sogar mit Ultraschall bei einer Frequenz, die dem Uhrenquarz nicht durch Resonanzen tötet, vielleicht ernsthaft wasserbasiert und nur der letzte Spülgang lösemittelbasiert wegen dem Trimmkondensator, der sonst zu lang braucht, um zu trocknen.

Ich komm aus der Branche (Leiterplattenlayout und -Bestückung)....

lG Matthias
 
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Coriolan

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Autsch, ein Experte. Ich halte mich ab sofort vornehm zurück...
Ganz ehrlich - obwohl mir klar ist (hab selber zwei Jahre Elektrotechnik hinter mir), dass einem spannungs- und stromlosen Teil feuchte Wäsche nichts anhaben kann, macht mich die Kombi aus Flüssigkeit und Elektronik gefühlsmäßig nervös. Blöd und unbegründet, aber nicht wegzuleugnen.
 
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Matthias MUC

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Solang die ganze Chose spannungsfrei ist und bevor "Saft" draufkommt, alles wieder sauber und trocken, eigentlich kein Problem. Fizzelige Elektromechanik (Schalter, Taster, der "Motor" fürs Werk) und alles, wo sich Feuchte in Kapillarspalten verziehen kann, die nie wieder raustrocknet (Trafo-, Motorwicklungen die nicht vergossen sind), sind da eher die limitierenden Faktoren.
In der Tat geht wirklich die meiste Elektronik, die "absäuft", nach gründlichem Trocknen anstandslos wie bisher, sofern man bei Wassereinbruch schnellstmöglich jede Stromzufuhr unterbricht. Bei zwei 0,2mm dünnen Leiterbahnen mit 0,3mm Abstand, 1,5V Spannungsdifferenz und einem verbindenden Tropfen Wasser drauf ist die mit der positiven Spannung ratzfatz elektrolytisch aufgelöst.. Galvanik da, wo sie mal nix zu suchen hat.....
Ich besitze einen USB-Stick, der Murphys Gesetz beherzigt hat indem er, in verschiedenen Hosentaschen vergessen, zweimal mit kurzem Abstand je einen 40°-Maschinenwaschgang absolviert hat, der geht nach wie vor.
 
sirtaifun

sirtaifun

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Solange die Mechanik nicht mitgespült wird....früher hat man in der Industrie gern Tetra benutzt ;-)
Nur falls ein alter Trimmkondensator vorhanden ist würde ich den eher wie ein rohes Ei behandeln.
 
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Matthias MUC

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Jetzt hätte ich wie geschrieben gerne das Werk rausgeholt, um das Gehäuse zu reinigen, kann es zwar (nach Ausbau der Aufzugswelle) im Kreis rundumadum drehen und gefühlt 1/2 mm anheben, aber es kommt nicht raus, und zwar weil das Zifferblatt offensichtlich größer als der Rand im Gehäuse hinten ist. Kann es also sein, daß bei solchen HAU das Werk nach vorne raus müßte? Heißt, die Lünette samt Glas muß runter... Gleiche Methode wie beim gepreßten Rückendeckel - mit Messer in die Rille und weg"poppen", oder kann so eine Lünette mitsamt Glas geschraubt sein und müßte dann mit irgendeinem "klebrigen" Gummi am Glas gefaßt werden? Ich sehe im Gegensatz zum Rückendeckel keinerlei offensichtliche Ansatzstelle, um die Lünette samt Glas abzuheben. Will die Uhr natürlich auch nicht unnötig verkratzen oder beschädigen.....

Hat jemand einen sachdienlichen Tipp, oder müßte ich versuchen, ein gescheites Foto vom fraglichen Gehäuse zu liefern?

lG Matthias
 
sirtaifun

sirtaifun

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So wie Du es beschrieben hast Lünette und Glas runter das Werk nach vorne raus.
Zum abheben benutzt der Uhrmacher ein spezielles Gerät damit die Lünette sich nicht verbiegt wie z.B. sowas:
boley GmbH

Ich meine für uns Bastler ist der Timoknack das Nonplusultra :D
https://www.flume.de/de/gehaeuseoeffner-timoknack-4220103.html

Ich selbst hab das hier:
Lünettenabheber BULLONGÈ LunfoX-Basic für Armbanuhren, Uhrenwerkzeug zum entfernen von Lünetten
Bin ich aber nicht so zufrieden damit werde mir demnächst vermutlich den Timo zulegen.
 
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