Doxa Eisenbahner-Taschenuhr

Diskutiere Doxa Eisenbahner-Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Hallo liebe Spezialisten für Taschenuhren, Meine -Doxa- Eisenbahner-Taschenuhr macht mir Sorgen. Es handelt sich um ein Model von ca. 1908-1910 ...
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bilewaz

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Hallo liebe Spezialisten für Taschenuhren,
Meine -Doxa- Eisenbahner-Taschenuhr macht mir Sorgen.
Es handelt sich um ein Model von ca. 1908-1910 ? Gehäusedurchmesser ohne Krone 68mm, Gehäuse nur aus Argentan, also nichts Spezielles. Ankerwerk mit Zweidrittel-Platine, Schrauben-Kompensationsunruhe.
Die Uhr läuft nur, wenn sie mit dem Zifferblatt nach unten liegt.
Anfrage beim Uhrmacher, war infolge der momentanen Situation, nur aus der Ferne möglich: Jedenfalls ist eine Werksreinigung angebracht. Es könnte die Unruhwelle defekt sein.
Diese Reparatur dürfte wohl recht teuer sein? Neue Welle herstellen?
Wie kann ich als Laie, mir da ein Urteil bilden? Wackelt die Welle im Lager? Sehe ich das irgendwie?
Anzufassen wage ich da gar nichts. (Grobmotoriker)
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Herzliche Grüsse,
Gerd

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Ruebennase

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Die schlechte Nachricht ist: Ja, es deutet alles auf einen einseitigen Lagerschaden hin. Sprich: Unruhwelle ggf. mit Beteiligung des Lagers. Die Kosten gehen natürlich über eine Reinigung hinaus.
Die gute Nachricht: Argentangehäuse sind bei Eisenbahneruhren ' normaler' als silberne. Von den offiziellen, sprich von Eisenbahngesellschaften selbst georderten, ist mir nur die der ersten Schweizer bekannt im Silbergehäuse. Auch bei den Banhnern, die selber kaufen mussten, ist Argentan weitaus verbreiteter. Es waren eher Toolwatches und Argentan wetzt sich nicht so leicht ab und putzen muss man es auch nicht.

Grüße Rübe
 
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ANTARES1958

ANTARES1958

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Schöne Goliath! Die fehlt noch in meine Sammlung 😜🤔
 
Ruebennase

Ruebennase

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Doxa hat zu der Zeit zumeist FHF oder vereinzelt FEF Rohwerke im 'Doxa typischen' Brückenlayout bezogen. Leider wird es trotz der Information einen für diese Werksgröße und Hoehe passenden Spender mit intakter Unruhe zu finden kaum gelingen auch wenn das Brückenlayout egal ist.

Grüße Rübe
 
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bilewaz

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Vielen Dank für eure freundlichen Hinweise.
Dann werde ich mich mal nach einer Werkstatt umsehen.

Ganz herzliche Grüsse,
Gerd
 
AHVintage

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Leider wird es trotz der Information einen für diese Werksgröße und Hoehe passenden Spender mit intakter Unruhe zu finden kaum gelingen auch wenn das Brückenlayout egal ist.
Wieder mal ein Tip, eine alte Uhr zu zerfleddern, um eine andere mit Laienmitteln zum Laufen zu bringen? Ehrlich, ich kann's nicht mehr hören!
Dabei ist Ersatz der Welle - zumal bei Doxa mit guten Chancen für eine Fertigwelle - eine der leichteren Übungen für Fachleute. Und schont die anderen noch überlebenden Exemplare.

Frank
 
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Matthias MUC

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Ich glaube, bei "Spenderuhr" für Ersatzteile denkt hier niemand ernsthaft dran, ein einwandfreies Werk zu fleddern. Eine wirtschaftlich irreparable Leiche, wo das gesuchte Teil noch in brauchbarem Zustand ist.
 
Ruebennase

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@AHVintage Mit Spender meinte ich natürlich ein nacktes Werk und auch nicht den selbst Einbau. Ausserdem habe ich von dem Versuch ab geraten mit : 'kaum gelingen'. Es war mehr der Hinweis, dass man nicht speziell Doxa suchen sollte, sondern von der Unruhabmessung ausgehen sollte. Mein Uhrmacher dreht zum Glück Wellen bei Bedarf,aber das ist nicht mehr selbstverständlich so ein Fachmann zu finden. Wo kann der Fachmann denn für diese alten Werke nach Ausmessen der Unruhe selbige ordern wenn er sie nicht im Fundus hat? Bei Flume oder Cousins sieht es oft mau aus. Wie gesagt , Doxa hat diese Werke nicht mehr selber hergestellt sondern geordert und ggf. finessiert. Zu der Zeit war es bereits üblich Werke mit Unruhe aus zu liefern. Unter FHF hat man mehr Chancen fündig zu werden. Nur so als Frage: Hast du als der Fachmann als den Du dich geoutet hast weitere Quellen?

Grüße Rübe
 
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AHVintage

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Hallo Rübe,

ich bin halt für die minimal-invasive Methode und für Schonung knapper Ressourcen. Hier: Welle statt komplette Unruh.
Wenn wirklich mal eine Unruh gebraucht wird, gibt's keine mehr, weil alle Welt Unruhen tauscht und die mit defekter Welle wegwirft... Das ist auch bei anderen Ersatzteilen ähnlich.

Ich weiß, dass ich in meinem Fundus Doxa Wellen habe. Und da bin ich sicher nicht der einzige. Habe jetzt aber nicht nachgeschaut welche und bin auch nicht drauf aus, die hier loszuwerden ;-)

Gruß, Frank
 
Ruebennase

Ruebennase

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Da bin ich ganz bei Dir, aber es ist wirklich nicht einfach Uhrmacher zu finden mit einem Fundus für Taschenuhren und das Werk ist ungewöhnlich gross. Schau dir den armen Markus1985 im Thread über uns an, dem Uhrmacher erzählen sein Repetetierer wäre ein Quartzwerk wegen der Repetition a Quarts.
 
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Matthias MUC

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Dank einem mutmaßlichem Werkszwilling hier: (6) Marine Beobachtungsuhr (uhrforum.de)
Wenn das das Doxa 1 19''' = FHF 19''' ist, siehe Ranfft, läßt sich mit der dortigen Angabe zur Unruhwelle "U1117" (Flume-Nummer) vielleicht gezielt ein passendes Spenderwerk oder besser einzelnes Ersatzteil auftreiben?
 
navitimer11

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Hallo liebe Spezialisten für Taschenuhren,
Meine -Doxa- Eisenbahner-Taschenuhr macht mir Sorgen.

Herzliche Grüsse,
Gerd
Hallo Gerd,

vielleicht tröstet es dich im schlimmsten Fall ja zumindest noch ein wenig, dass man solch schöne Oldtimer ja meist eh nur in der Vitrine hat und die Funktion dann möglicherweise nicht mehr ganz so wichtig ist. Meine Bression-Taschenuhr habe ich beispielsweise noch nie benutzt, sie liegt aber als Deko-Objekt direkt neben unseren Weingläsern. Jedes mal, wenn ich den Schrank öffnen oder durch die Scheibe blicke, erfreue ich mich an ihrem Anblick. Ab und zu nehme ich sie dann in die Hand und stelle mir vor, wie viel sie seit 1888 schon erlebt haben muss. Alle optischen und technischen "Unzulänglichkeiten" betrachte ich somit als historische Narben, die unmittelbar damit verknüpft sind.

Deshalb finde ich auch, dass so wunderschöne Einzelstücke wie gerade auch deine Doxa niemals als Ersatzteilspender enden sollten. Selbst wenn man sie nicht mehr reparieren kann. Der ideelle Wert steht da bei mir immer im Vordergrund. Wenn die Uhr läuft: Um so besser. Aber wenn nicht, empfinde ich es nicht wirklich als Weltuntergang. Klar, Aspekte wie Sammelwert und Wiederverkaufsmöglichkeiten sind da natürlich außen vor.
 
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bilewaz

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Hallo liebe Uhrenfreunde,
Meine -Doxa- werde ich bestimmt wieder funktionsfähig machen lassen. Ich fände es schade, wenn sie nicht mehr laufen würde.
Wenn sie auch keine Rarität ist.
Durch meine Recherchen über diese Uhr, habe ich herausgefunden, dass die Marke -Doxa- erst seit 1910 so benannt wurde. Also muss meine Uhr nach 1910 hergestellt worden sein. Welches Werk genau in meiner Uhr verbaut wurde, ist vermutlich nur unter dem Zifferblatt zu erkennen.
Eventuell auch ein FHF 19’’, wie das von USER -WoTo-? ( Thema -Marine Beobachtungsuhr-) Sehr interessante Uhr übrigens. Was würde die wohl für Geschichten zu erzählen haben?
Meine Taschenuhren sollten schon funktionieren. Ich benötige sie nicht zur genauen Zeitmessung. Aber ab und zu nehme ich mal eine zur Hand und bewundere immer erneut, was da einst geschaffen wurde. Ich ziehe dann die Uhr auf und freue mich über ihren Lauf und das beruhigende ticken.
Vielleicht doch "das Kind im Manne“ in mir?

Grüsse, Gerd
 
B

bilewaz

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Hallo liebe Uhrenfreunde,
Nach längerer Zeit, habe ich gute Nachrichten zu meiner Doxa-Eisenbahner-Taschenuhr. Sie läuft wieder, und das mit wirklich sehr guten Gangwerten von ca. +7Sek. täglich. Ich hätte das von der "alten Dame“ mit Jahrgang 1912, gar nicht erwartet.
Zu verdanken habe ich das Uhrmacher Kevin Gries, 63743 Aschaffenburg, einem ausgezeichneten Fachmann. Geduldig und immer freundlich, hat er sich meiner Uhr-Sorgen angenommen.

Ich möchte seine Firma, an dieser Stelle, mit allerbesten Empfehlungen erwähnen.

Grüsse, Gerd
 
seiko

seiko

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Hallo,
freut mich für dich, dass die Uhr nun wieder funktioniert.

Ich würde mich freuen wenn Du hier den Fehler nennst der die Ursache für die Fehlfunktion war.
 
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bilewaz

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Gem. Uhrmacher musste ein Lagerstein ersetzt werden und das Kleinbodenrad wurde rolliert. Eine Reinigung des Uhrwerks, war auch erforderlich.
Ich habe nachgesehen, was „rollieren“ bedeutet. Vermutlich war das Kleinbodenrad, nicht mehr ganz flach? Bin halt kein Fachmann.

Grüsse, Gerd
 
Ruebennase

Ruebennase

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Das bedeutet, dass er den Zapfen wieder glatt gemacht hat, der durch den kaputten Lagerstein angefressen wurde. Super, dass das ging und noch nicht zu spät war. Hört sich nach einem empfehlenswerten Uhrmacher an.

Grüße Rübe
 
B

bilewaz

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Erst dank dem Forum hier, habe ich diesen Fachmann gefunden.

Grüsse, Gerd
 
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Doxa Eisenbahner-Taschenuhr

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