Do not open ? Federhäuser

Diskutiere Do not open ? Federhäuser im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo aus der Ferne, tschasovschik hat es korrekt erklärt. Bei den damals aufkommenden selbstschmierenden Zugfedern sah man keine Notwendigkeit...
Tiktakbrasil

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Hallo aus der Ferne,
tschasovschik hat es korrekt erklärt. Bei den damals aufkommenden selbstschmierenden Zugfedern sah man keine Notwendigkeit mehr das Federhaus zu Servicezwecken zu öffnen. Federhaus nur von Außen reinigen und Federkern ölen, fertig. Das Nachölen dieser neuen Zugfedern hat die Ergebnisse verschlechtert. Wenn Automatik-Federn anfangen zu Rupfen und durch zu Rutschen, Federhaus mit Zugfeder komplett austauschen. Fertig. So war das damals gedacht und der Hinweis war für die Service- Uhrmacher.
Es grüßt Tiktakbrasil :super:
 
malikka

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Hallo Ich muß mal diesen Tread wieder ausgraben . Ich habe ja schon viel gesehen ,aber das ist der absolute Hammer .
Es ist übrigens eine Seiko . nix Amerikanisches . Von selbstschmierender Zugfeder kann ja wohl hier nicht die Rede sein . Der Federkern war schon so verkeimt ,das der Dreck schon das Federhaus an der Grundplatine gebappt hat .
Was hat sich da wohl noch gedreht ? Nichts mehr .

Nun kommen wir zum Do not open . Wie oft ist die wohl nicht geöffnet worden ,sondern immer nur im geschlossenene Zustand gereinigt worden, das so ein dicker Dreckkrumen sich an der Federhauswand absetzen kann . Reparaturnummern habe ich 2 gefunden . Naja ,die hatten dann wohl auch keinen Schubkasten mit Neuteilen als Ersatz , aber zum Öffnen wohl auch keinen Mut.

Und genau ,wenns auch damals so gedacht war , einfach wechseln und ab in die Kiste mit dem Alten . Vermute ich mal , das das jetzt und heute genau diese Teile sind , die du in der Bucht als Werkstattauflösung unter Umständen bekommen kannst .
Ist mir jedenfalls schon 2x passiert . Nix alte Lagerbestände , sondern ausgebaute Teile . :???: mitunter ,wie hier oder sogar schon angerostet .
 

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MAP254

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Danke Malikka - ich geh jetzt frühstücken...
Liebe Grüße
Manfred
 
nobrett

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Steht doch drauf dass man sie nicht aufmachen soll. Wer's trotzdem tut wird alt bestraft. :-)

Gruß
Norbert
 
malikka

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Hallo . Warnung hin oder her

Wenn ich auf jede. Warnung hören würde , wäre ich bis heute nicht halb so weit gekommen .
Deshalb glaube ich schon lange nicht mehr alles , was mir erzählt wird oder irgendwo geschrieben steht ;-). Und Pessimisten mag ich auch nicht .

Und zu diesem Federhaus sage ich nur. Kein Wunder : Diese Seiko Uhr wäre nach einer normalen Revision ,ohne die Zugfeder zu reinigen , nie und nimmer ordentlich gegangen .
 
carondeb

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So - und auch ich möchte den Thread nach so langer Zeit wieder beleben.

Meine Zodiac Mystery läuft nur mehr mit sehr ungenügender Gangreserve - daher wollte ich einen Blick ins Federhaus riskieren. Wurde dann aber gleich vom "do not open" abgeschreckt. Allerdings ist anders als hier in diesem Thread das Federhaus noch ganz perfekt geschlossen.

Nachdem es für die Zodiacs keine Ersatzteile mehr gibt (cal. 88D), wäre die Öffnung der Büchse der Pandora eine Überlegung wert. Oder aber ist das tatsächlich komplett aussichtslos, weil das Haus nicht gut auf- und schon gar nicht wieder gut zu-geht?

Vielleicht hat ja schon mal wer einen guten Workaround oder Techniken erprobt? Danke für Erfahrungsberichte!
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Ich habe ein paar solcher Federhäuser geöffnet. Mal aus versehen (nicht genau hingeguckt), mal weil es nichts mehr zu verlieren gab (Zugfeder gerissen). Manche ließen sich wieder schließen, die meisten aber nicht oder nur sehr aufwendig. Lass es lieber und lebe bei der alten Uhr mit der geringeren Gangreserve. Wenn Du das Federhaus nicht wieder zubekommst und keinen Ersatz auftreiben kannst, ist die Uhr hinüber. Willst Du dieses Risiko eingehen?

Wie oben schon geschrieben: damals war das kein Problem, das Federhaus war geschmiert, gekapselt und ab Werk auf das richtige Drehmoment überprüft (oder auch nicht). Bei einem Defekt oder schlechter Amplitude wurde halt ein neues Federhaus eingebaut. Ersatzteile waren ja problemlos verfügbar. Auch heute machen das viele Hersteller so und liefern keine einzelnen Zugfedern mehr, nur noch komplette FHs. IWC beispielsweise.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
carondeb

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Danke - ich finds halt schade und kurzsichtig (trotz der langen Jahre) die Uhr wg eines nicht ersetzbaren Verschleißteils abschreiben zu müssen...
 
Milschu

Milschu

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Bevor ich eine Uhr abschreibe, besonders weil sie mir optisch noch gefällt, würde ich immer noch versuchen, das Ersatzteil zu bekommen, in diesem Fall ist die Rede von Aufzugfedern und Gehäuse. Ein Gehäuse wird man wohl nur über ein Schlachtwerk bekommen. Bei einer Aufzugfeder sieht das schon anders aus. Es geben noch genug Anbieter im Netz, die Aufzugfedern aller Größen anbieten, man muß sich nur die Zeit nehmen und diese Anbieter suchen, als da wären: Flume, Boley, Cousinsuk, Urdelar, und und und. Auch bei Ebay werden von manchen Anbietern Aufzugsfedern angeboten, als da wären: Speedtimerkollektion, 2012eric69 , aasteph, fotografiaclassica, garofaloorologisrl und und und. Wichtig ist das man auch die richtige Feder nimmt, sprich mit dem richtigen Zaum.
Schönen 1en Advent euch allen wünscht
Lothar
 
carondeb

carondeb

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Ja Lothar, Austausch der Feder wäre eh das beste - geht aber wg des "veplombten" Zodiac-Federhauses nicht. Neue Ersatzteile gibts hier nicht und alte sind eben alt und wohl ähnlich verschlissen. Will mir das Risiko des Öffnens und Nichtmehrzubekommens nicht antun..
 
Harpye

Harpye

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Jetzt nehmen wir mal amerikanisches Strafrecht zur Hand und schauen über die vielen sonderbaren vielleicht auch nicht ganz wahren Storries über wegen übertriebener Intelligenz nicht lebensfähiger Personen, die rausgefunden haben, ob ein Hund Mikrowellenstrahlung standhält oder ob man seine Eier zur Überpruefung von Kaffeetemperatur im Auto nutzen kann.
Jetzt abstrahieren wir das mal und überlegen uns was passiert, wenn ein solches Individuum oder gar der Präsident mal Uhren zerlegt und das Federhaus öffnet..
Die Feder will raus weils Ihr da zu eklig ist und ausserdem noch als Biowaffe eingestuft werden kann und kratzt den, der davor sitzt im Gesicht/ Auge.. Millionenklage sag ich nur.. und wenn er nur halb dumm is, holt er sich ne Blutvergiftung von dem Kleister und nässt sich danach wegen dem Schock noch mit frisch gebruehtem Kaffe ein... ach was Multimilliarden sind geradezu wenig..
Da sammeln wir diese Brutstätten bakteriologischen Elends doch lieber über Jahre und werfen sie über Feindesland ab.. Die verstehen kein Englisch machen es auf, werden blind und wenn sie nicht allzudumm sind.....Kaffe drauf..

Sorry leute.. bin heute etwas schraeg drauf..

Gruss Hj
 
T

tschasovschik

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geht aber wg des "veplombten" Zodiac-Federhauses nicht.
Genau hier liegt der Hase im Pfeffer!
Natürlich kann man bei einem Federhaus mit üblichem Falz die Feder herausnehmen und gegebenenfalls ersetzen. Warum sich Zodiac diesen verbördelten Deckel hat einfallen lassen entzieht sich meiner Kenntnis.
Gruß
Werner
 
hermannH

hermannH

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Hallo

Dieser Warnhinweis ist für unsere amerikanischen Kollegen.
Da man dort ja schon wegen eines verschütteten Kaffees auf Millionen verklagt werden kann, gingen die Schweizer lieber auf Nummer sicher. Kann doch so eine herausspringende Feder in´s Auge gehen!!!
Und wenn das nicht alles Erstunken und Erlogen ist, will ich Franz-Peppe heißten! :D

Ich gehe mal davon aus, das dies aus einer Zeit stammt, als man dachte, das perfekte Schmiermittel für diese Art von Reibung gefunden zu haben. Das Fett der Weisen sozusagen.
Um die "immerwährende" Schmierfähigkeit nicht zu gefärden, durfte man halt das Federhaus nicht öffnen. Was so neugierige Typen wie mich aber nie daran gehindert hat. ;-)

Gruß hermann
 
Schraubendreher

Schraubendreher

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Ich habe eben mal nachgesehen, Zodiac 44 ist in keinem meiner Werksucher gelistet, Boley und Flume kennen das Werk auch nicht. Ich finde nur Zodiac 43 (Handaufzug) und 45 (Automatik). Das 45 basiert meiner Meinung nach auf einem Eta 2550. Aber da Nr. 44 genau dazwischen liegt, kann ich nicht abschätzen worum es sich handelt.
Kannst Du das Werk und seine Funktionen einmal genau beschreiben? Und könntest Du ein möglichst detailreiches Bild des Werks posten? So eine richtige knackscharfe Makroaufnahme? Vielleicht kann man das Werk darauf identifizieren, eventuell basiert es ja auch auf einem Eta-Werk. Dann könnte ein Federhaus vielleicht auch von diesem passen.

Was anderes: bist Du sicher, dass es am Federhaus liegt? Wann wurde die Uhr das letzte mal überholt? Vielleicht ist das FH ja in Ordnung und das stehenbleiben liegt an verschmutzten Lagern. Denn auch ein versifftes Federhaus liefert meist noch genug Kraft für 24 Stunden. Und das ist bei einer alten Uhr durchaus als ausreichend anzusehen.

Bis dann:
der Schraubendreher
 
carondeb

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Nerdlich der Alpen
Servus @Schraubendreher meines ist ein cal. 88D! Das Räderwerk läuft bei ausgebauter Hemmung/Federhaus doch leichtgängig. Die Amplitude ist bei etwas über 200° - nicht ideal, aber dafür 12 h Gangreserve? Kommt mir sehr massiv vor. Das Werk zu zerlegen hab ich noch nicht geschafft, da die Acetatscheiben-Zeiger extrem fest halten und ich noch keinen guten Workaround dafür gefunden habe. Anregungen willkommen! Phil hat mal mit Rasierklingen Erfogle gehabt, bei mir war das noch zu wenig Kraft. Letzter Ausweg: das Werk soweit zu zerlegen, dass ZB und Scheiben montiert bleiben, und dann werkseitig die Zahnräder von den Scheiben/Zeigern ziehen. Da ist aber hübscher Pfusch und auch riskant, das möchte ich eigtl vermeiden...
 
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