DIY: Zifferblatt zu tief - Gehäuse zu hoch

Diskutiere DIY: Zifferblatt zu tief - Gehäuse zu hoch im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Hallo, ich habe da ein Problem: Ich habe ein Gehäuse, in das ein .... eingeschalt werden sollte. Nun hat sich beim Zusammenbau herausgestellt...
#1
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Nordswatch

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Hallo,

ich habe da ein Problem: Ich habe ein Gehäuse, in das ein .... eingeschalt werden sollte. Nun hat sich beim Zusammenbau herausgestellt, dass das Gehäuse für das flache Basis-6498 (4,5mm) zu tief ist. Das Werk kann nicht weiter nach vorne bzw. oben, da die Gehäuseöffnung für die Aufzugswelle zu weit hinten bzw. unten liegt. Somit liegt das Zifferblatt jetzt recht tief im Gehäuse, was mich nicht wirklich zufrieden stellt:

image.jpg

Meine Frage ist nun:
Gibt es eine Alternative zu einem anderen Werk, das ca. 1,5mm dicker ist? Oder bleibt mir am Ende nur ein anderes, flacheres Gehäuse? Gibt es also quasi die Möglichkeit, den Abstand zwischen Werk und Zifferblatt zu vergrößern? Ich weiß ja, dass das Zifferblatt mit den Füßchen auf dem Werk steht, aber gibt es da nicht die Möglichkeit, Distanzen und längere Zeigerwellen zu verbauen oder oder oder...?

Vielleicht hat ja jemand eine gute Idee und oder traut es sich zu...

Viele Grüße von

Nordswatch
 
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#2
nobrett

nobrett

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Das Gehäuse passt halt nicht zum Werk.
Wenn man nicht den Durchgang für die Aufzugswelle verlegen kann, was vom Gehäusematerial und Deinen Fähigkeiten abhängt, dann bliebe noch ein Distanzring um die Lücke zu schliessen. Ob das dann aber gut aussehen wird?

Gruß
Norbert
 
#3
carpediem

carpediem

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Bitte korrekte Werksbezeichnungen verwenden. Unitas samt dazugehöriger Nummer sind alles, nur nicht asiatisch.

Grüße
carpediem
 
#4
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Nordswatch

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Danke für die Korrektur, carpediem.

Stimmt, die Verlegung des Durchgangs für die Aufzugswelle wäre auch noch eine Option. Ich kenne da jemanden, der gut mit einer CNC-Maschine umgehen kann... Ich werde diese Möglichkeit einmal ausloten. Danke für den Tipp, Norbert.

Schönen Abend wünscht

Nordswatch
 
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#5
FK65

FK65

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Es gäbe evtl. noch eine "Bastler-Lösung", wo die Uhrmacher jetzt bitte nicht weiterlesen sollten.
Das ZB kann man durch ein dahintergeklebtes Distanz-Blatt dicker machen, evtl. reicht auch doppelseitiges Klebeband. Die ZB-Füße werden vermutlich sowieso zu kurz sein, so dass man kleben müsste.
Dann benötigt man ein extra langes Minutenrohr/Stundenrad (das gibt es, heißt glaube ich c3).
Was dann allerdings passieren kann, ist, dass der Sekundenzeiger nicht mehr auf die Welle passt, weil das Futter nicht lang genug ist.
Alles in allem wird es wohl besser sein, ein passendes Gehäuse zu besorgen. ;-)

Ich glaube, ein neues Loch bohren und Tubus einbauen für die AZW wird auch nicht einfacher, zumal man das vorhandene Loch wohl schließen müsste.

Grüße und viel Erfolg jedenfalls
Frank
 
#6
omega511

omega511

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Du willst ernsthaft ein neues Loch für Welle, Tubus etc bohren, das alte verschliessen und das Ganze soll auch noch gut aussehen, anstattt einfach einen entsprechenden Distanzring zu drehen ?

Okay, ist ja Deine Uhr, mach doch !

denkt Omega511 und geht seinen Kopf suchen, der ist beim heftigen Kopfschütteln abgefallen...
 
#7
Bikemaster

Bikemaster

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Eigentlich sind doch die Seagull Kaliber von den Abmessungen identisch mit den entsprechenden Unitas Kalibern. Ich habe schon einige davon untereinander ausgetauscht. Wenn die Höhe der Aufzugswelle nicht passt ist das Gehäuse evtl. für ein Kaliber mit Zusatzmodul gedacht und dann wird es wohl schwierig. Man könnte mit Distanzringen arbeiten, aber die muss man natürlich entsprechend ausmessen und einen Hersteller finden. Scheint mir einfacher zu sein ein neues/anderes Gehäuse zu organisieren, die Auswahl ist doch recht üppig.

Gruß
Frank
 
#8
noosa

noosa

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Frank hat recht, für dieses Kaliber gibt es preiswert Gehäuse ohne Ende. Welchen Durchmesser hat denn dein Zifferblatt?

Gruß

Lutz
 
#9
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Nordswatch

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Hallo @all,

vielen Dank für eure Kommentare und Hinweise.

Zunächst sei Folgendes angemerkt: Ich bin als (technisch mehr oder weniger versierter) Uhren-Laie auf der Suche gewesen nach einem klassischen Gehäuse für mein 37er Zifferblatt von Herrn Kemmner. Diesen erreiche ich zwar verschiedentlich telefonisch, allerdings kam er im Laufe eines halben Jahres noch nicht dazu, mir u. a. ein Gehäuse zu schicken... Somit suchte ich mir ein mich ansprechendes Gehäuse aus Fernost, da mir sonst keine Bezugsquelle für ein solches bekannt ist. Wenn jemand noch einen diesbezüglichen Tipp hat...

Da dies Gehäuse nun aber scheinbar für ein 6497er-Derivat mit Zusatzmodulen (Mondphase und zweite Zeitzone) ausgelegt ist (Parnis lässt grüßen.), habe ich den Fehler gemacht, einen normaldicken Asia-Nachbau einsetzen zu wollen. Und da habe ich den Salat und erkundige mich nun nach Rettungsmaßnahmen...

Sicherlich ist die Bohrung ins Gehäuse nur eine Möglichkeit, vielleicht nicht die beste...

Ein dickeres Werk finde ich kaum...

Und die Lösung mit dem Distanzring (zwischen Zifferblatt und Werk?) kann ich eben technisch gar nicht beurteilen: Ist es denn überhaupt theoretisch möglich den Abstand zwischen Zifferblatt und Werk zu messen? Eigentlich müsste doch der jetzt vor dem Zifferblatt liegender Distanzring einen guten Anhaltspunkt geben, oder? Aber wie ist es mit den Füßchen des Zifferblatts? Müsste ein aus Stahl gedrehter Distanzring nicht selbst diese Füßchen und auch die entsprechenden Aussparungen (wie das Werk selbst auch) besitzen? Oder kann eine andere Fixierung gewählt werden? Die nächste Frage, die sich mir dann stellt, ist die nach längeren Zeigerwellen: Gibt es solche, die dann dementsprechend ausgetauscht und hinsichtlich der Länge angepasst werden können? ... Dann könnte ich ja doch eher einen Distanzring aus Stahl drehen lassen... mit oder ohne Füßchen...

Viele Grüße von

Nordswatch
 
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#10
alte Uhr

alte Uhr

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Hallo Nordswatch,

die kollegen meinen den Zwischenraum von ZB bis zum Ansatz des Gehäuses.;-)
Ohne Glas da kannst Du leicht den "Abstand" der beiden Bauteile voneinander
messen. ZB Zeigerwerkshöhe und ZB-Beinchen bleiben unberührt. ( wobei ich sagen muss das hier wohl keine
Teile mit diesen längeren Abmessungen gefunden werden können )
Wen der Ring aus ähnlichem Material hergestellt wird, kann man ihn, sowie das Gehäuse ebenfalls, innen pollieren.
so könnte dem tieferliegenden ZB doch noch eine zugehörige Optik verliehen werden.

Wie ist denn das Werk befestigt ?

Regulierte Grüße
Helmuth
 
#11
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Nordswatch

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Hmm...

Je länger ich nun drüber lese und schreibe, desto mehr komme ich zu der Auffassung, dass ich - wenn ich Zifferblatt und Gehäuse behalten will - wohl doch das Werk gegen ein dickeres tauschen muss.

PARNIS bietet das Gehäuse als Handaufzugs-GMT (12) mit Mondphase (6) und kleiner Sekunde (9) an. Dieses Werk musste somit das PTS 9120 sein, das laut Katalog 6,32mm hoch sein soll. Da ich die kleine Sekunde auf die "6" haben möchte, bräuchte ich aber wohl das PTS 9320. Das Zifferblatt müsste doch die beiden anderen Komplikationen (Mondphase und zweite Zeitzone) einfach überdecken können, oder? Die Dicke wird für dieses Werk ebenfalls mit 6,32mm angegeben. Aber wo bekomme ich nun dieses Werk (günstig)?


Viele Grüße,

Nordswatch
 
#12
Brighty

Brighty

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Bzgl. überdecken: Die Mondphase sollte kein Problem sein. Bei der zweiten Zeitzone dürften die Zeigerwellen im Weg sein. Die müßten dann wahrscheinlich gekürzt werden. Außerdem muß man bedenken, daß so ein Aufsatzmodul auch erhöhten Verschleiß für das Werk bedeutet. Die Gehäuseform an sich ist nicht so ungewöhnlich. Preislich dürfte ein neues Gehäuse ähnlich liegen wie eins der Modul-Werke.
 
#13
carpediem

carpediem

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Bitte beachten, dass Parnis auf der Blacklist ist.

Grüße
carpediem
 
#14
FK65

FK65

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Da ich die kleine Sekunde auf die "6" haben möchte, bräuchte ich aber wohl das PTS 9320. Das Zifferblatt müsste doch die beiden anderen Komplikationen (Mondphase und zweite Zeitzone) einfach überdecken können, oder? Die Dicke wird für dieses Werk ebenfalls mit 6,32mm angegeben. Aber wo bekomme ich nun dieses Werk (günstig)?
Nordswatch, wie schon weiter oben häufiger empfohlen, hol Dir ein Gehäuse, das für Dein Werk passt.
Dann benötigst Du auch kein Werk mit Komplikationen, die Du eh nicht nutzen kannst...
Nur um den Stil Deines oben gezeigten Gehäuses aufzunehmen und ohne jede Wertung hier ein Bsp.:
44 mm, Edelstalgehäuse, ETA 6497/98, 5 ATM, Saphir SK-Watchparts

Es gibt aber zig andere und vermutlich auch noch günstigere Gehäuse im Netz. Wie Brighty schon schrieb, Werk und Gehäuse werden sich nicht viel nehmen vom Preis...

Good luck

Frank
 
#15
Philclock

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Hm das Gehäuse könnte ich gebrauchen, evtl. kann man ja tauschen? Bei Interesse einfach eine PN senden. LG Philipp
 
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