DIY-Thread für Eigenbau und Custom

Diskutiere DIY-Thread für Eigenbau und Custom im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Kleiner Umbau. Vor längerer Zeit ist mir mal dieses Swatch für einen einstelligen Euro Betrag zugelaufen. Gehäuse defekt. Glas gebrochen vorne und...
TFB1997

TFB1997

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Kleiner Umbau.
Vor längerer Zeit ist mir mal dieses Swatch für einen einstelligen Euro Betrag zugelaufen.
Gehäuse defekt. Glas gebrochen vorne und hinten. Aber ein ETA Werk kann man immer brauchen für Teile oder sonstwas dachte ich.
Durch Kurzarbeit habe ich heute mal meine Kisten durchgewühlt und ein Gehäuse ohne Deckel von einem China Ticker gefunden. Deckel gesucht und gefunden. So mal schauen was da rein passt. Zifferblatt passte und dann noch den Werkhalter angepasst.
Aufzugswelle für ein 2824-2 mit Vierkant 0,75mm passt auch beim 2842.
So eine Swatch im Edelstahlgewand.
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WatchAdiccted

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Da ich nicht extra einen Thread aufmache wollte würde ich mich hier bei den Profis gerne erkundigen. Ich wollte schon immer eine "eigene" Uhr. Ein für mich perfekte (spezielles) Uhrwerk habe ich bereits gefunden. Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie ich das dazu passende Gehäuse finde. Auf welche Maße muss ich achten (es soll kein Werkhaltering angebracht werden)?

Selbst herstellen kommt nur bedingt in Frage. Zugriff zu einer CNC-Fräse hätte ich, leider in diesem Bereich keinerlei Erfahrung. Ich denke einlesen würde sicher Monate dauern oder ist das gar nicht so schwer?
 
Harpye

Harpye

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Wenn Du hier ein klein wenig durch die Threads liesst,wirst Du feststellen, dass genau diese Thematik hier 1 bis 2x im Monat angefragt wird. Kurz: modular ist der Zusammenbau verschieder Strukturteile nur innerhalb der Ausrichtung an einer Werkfamilie möglich.. alles Andere ist Glück oder eigene Massanfertigung/ Adaption...
 
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Reminiszenz

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die wichtigen Maße wären hier Tigehöhe, einbauhöhe und Durchmesser. Da passen zB eta 2836/Miyota 8215/DG2813 meist in die gleichen Gehäuse. Die meisten Gehäuse liefern aber schon Werkhalteringe mit. Um was für ein Uhrwerk gehts denn konkret?
 
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@Harpye

Danke schonmal für die Info. Habe leider in der Suchfunktion nichts gefunden. Dann sieht es wohl nicht besonders gut für mein Projekt aus.

@Reminiszenz

Es handelt sich um asiatisches Doppel-Tourbillon Werk. Es wird wohl keine Standartmaße haben. Passende Gehäuse (nach eigenen Entwurf) fertigen die Asiaten erst ab einer Abnahmemenge von 100 Stück :-(

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JackSlater

JackSlater

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Genau, wie Remineszenz schreibt: wenn du nicht ein Gehäuse nimmst, das genau für den Typ vorhanden ist, dann ist die Tigehöhe das primär beschränkende Element. Wenn du die Aufzugswelle nicht durchs entsprechende Loch kriegst oder "nur um die Ecke", kannst du alles andere vergessen. Der DM ist meist nicht so dramatisch, weil fast alle Gehäuse größer sind als die Uhrwerke. Bei UNITAS und -Klonen mitunter auch ein Problem. Werkhalteringe gibts wie Sand am Meer. Notfalls gibts auch eine Knetmasse, die dann hart wird (Namen ist mir jetzt entfallen). Und bei Blatt kannst du kreativ werden. Entweder du nimmst irgendein blankes Metall (in der richtigen Stärke, frimmelst es mit einem Dremel halbwegs rund) und machst eine Wasserschiebefolie drauf oder du bestellst bei einem spezialisierten Unternehmen (sauteuer) oder du suchst ein passendes Blatt oder du nimmst ein passendes Blatt, entlackst es und machst etwas Eigenes daraus.

Hast du einen Namen fürs Werk? Ist es ein Seagull? Wenn nicht, hast du zumindest eine ordentliche Schieblehre, um es zu vermessen?
 
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WatchAdiccted

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Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe das Uhrwerk noch nicht gekauft, wollte mich vorab hier wegen des Gehäuses informieren, da es knapp 1700 Dollar kostet. Der Durchmesser beträgt 36mm und die Höhe 6,3mm. Es ist von keinem bekannten Hersteller. Ein Zifferblatt sollte nicht angebracht werden.

Wie bekomme ich die Tigehöhe heraus, wenn sie bei den Angaben fehlt?
 
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JackSlater

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Was glaubst du, was wir alles für Hersteller kennen? ;-)

Ich schätze mal die Basis ist ein Unitas 6498,bei dem am Ort der Unruh ein Tourbillon eingesetzt wurde und um 90° versetzt ein zweiter.
Wenn ja, dann hast du prinzipiell viele Gehäuse zur Auswahl von der Größe her.
Häufig sind die Gehäuse so konzipiert, dass sie von unten eingeschalt werden und direkt auf dem Rehaut aufliegen, also von diesem in der Lage festgehalten werden (ohne zusätzliche Fixierung).
Wenn du so ein Gehäuse findest, dann musst du das Problem der Bauhöhe lösen. Das 6498 baut fast 2mm niedriger. Gut, 0,4mm sparst du dir, wenn du kein ZB verwendest, aber dann gilt es dennoch noch irgendwo 1,4mm zu finden.
Zum Preis: für ein bissl Spaß oder ausprobieren wäre mir das Werk zu teuer. Ich würde mal einen "stinknormalen Einfachtourbillon" suchen. Sollte deutlich günstiger sein. Mit wäre bei zwei "Wirbelwinden" auch zu viel los. Es reicht schon, einen zu beobachten. Mehr kaputt werden kann bei zweien auch. Und angreifen wird das Fabrikat kein Uhrmacher.
 
Harpye

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Könnte ein Klon des Tourbillon & Carousel von BP mit etwas geaendertem Gesicht sein.. in jedem Fall was die Ersatzteilsituation angeht sicher ein hohes Risiko.. gibts das Werk in 5 Jahren noch , hat der Hersteller genug Teile gelagert und vor allem liefert er die auch aus.. und wie vom Vorredner bereits erwaehnt wird diese Klasse Werk normalerweise von den Schweizer Stammhaeusern geserviced und selten in der Niedergelassenen Werkstatt. Und was Service angeht gibts nicht mal fuer die verbreiteten Seagull Werke eine vernünftige Ersatzteillogistik so, dass sich da auch nicht wirklich irgendwer damit befassen will, weil er wenn er es anlangt schon verloren hat... Reparatur ohne Ersatzteile geht halt trotz vorhandener Faehigkeit nicht. Und weil ein 50 Euro Werk ab einer halben Stunde Arbeit + Ersatzteile schon ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, lohnt sich nicht mal der Kostenvoranschlag..... Wie das bei Deinem Werk ist weiss ich nicht, wollte es aber auch nicht unbedingt herausfinden...

Der schwarze Teil könnte nachbearbeiteter Feinguss sein.... hält den Preis schön unten und die Beschichtung kaschiert die Gussoberfläche.
Spannend gemacht, aber wuerde mich jetzt nicht zum Kaufrausch animieren

Aber wenn Du das Werk fuer den Preis kaufen willst.. schreib den Hersteller an und verlang eine volle Spezifikation ( Werksitzdurchmesser, Zeigerhaushöhe, Tigehöhe Stellwellendurchmesser etc...) Gehaeuse passend zu bekommen duerfte aber spannend werden aber vielleicht kannst Du eines modifizieren lassen.. aber ein Gehaeuse für derart teures Werk das auch noch dazu passt und nicht Zusammengewürfelt wirkt zu finden. Also ich koennte mich stark zurueckhalten...
 
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JackSlater

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Übrigens ein Denkfehler von mir: wenn du einschalst ohne ZB, musst du schauen, ob Tigehöhe passt. Wenn nicht, weil eben die ZB-Höhe wegfällt, dann brauchst du einen "Distanzring" oder Ähnliches.

Nachtrag: Ich verstehe, dass dich der Doppel-Tourbillon reizt, aber deutlich einfacher wäre es, du suchst nach UNITAS 6498 skelettiert. Da wirst du optisch ähnlich ansprechende Werke finden für ein Zehntel des Preises. Die Werke sind extrem weit verbreitet. Da kannst du auch herumbasteln (lassen). Und wenn es kaputt ist, ist auch nichts verhackt, dann nimmst du dir ein Neues. Zeiger und Gehäuse gibts einen großen Teich (oder auch eine Bucht) in der man fischen kann. Die passen dann auch. Da muss man nicht kreativ werden.
 
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WatchAdiccted

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Ich muss euch rechtgeben, es wäre von mir sicher etwas überstürzt, gleich mit diesem teuren Werk zu beginnen, war nur sehr fasziniert. Ich habe zwar schon das ein oder andere 6498 eingeschalt, das ist aber bei der großen Auswahl an passenden Gehäusen auch nicht wirklich schwierig. Ich werde dann wohl mal mit einem normalen Tourbillon Werk beginnen, dieses dürfte dann auch von der Bauhöhe passender sein. Mein Traumziel bleibt dennoch dieses Uhrwerk, bis ich dort angekommen bin, wird aber wohl noch sehr viel Zeit und Nerven verloren gehen. Ich danke euch auf jeden Fall für die guten und ausführlichen Ratschläge, ihr habt mir sehr weitergeholfen!
 
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Harpye

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Ich find die schlichte Variante der Unitas ohne die billig wirkende standard Gravur sieht weit hochwertiger aus als diese simplen Schuetzengraeben auf der Platine. Wenn dann richtig oder besser ganz lassen...
 
JackSlater

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Fällt mir noch ein - weil ich der Meinung bin, Träume soll man sich erfüllen und nicht davon träumen (trotz der von uns geäußerten Bedenken - gibt hier im Forum jemanden, der ansprechende Bronze-Gehäuse in der Stückzahl 1 macht. Und das, wenn ich mich erinnere, zu einem Preis unter € 1.000. Wenn das für dich infrage kommt, müsstest du die Suchmaschine ausquetschen. Keine Ahnung, in welchem Thread das vorkam. Vielleicht auch hier, ich weiß es nicht. Optisch würde ein Bronzegehäuse zum schwarzen Werk IMHO gut passen.
Edelstahl in Stückzahl 1 kannst du auch machen lassen. Für Geld ist alles möglich. Aber da bist du bei Kosten, die das Werk jedenfalls übersteigen.
 
Harpye

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Was einen Grossteil des Ganzen ausmacht duerften die ganzen Aufnahmen und Ambosse sein...
 
Harpye

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Nimm doch ein scharfes spitzes skalpell und schneid 2 zentel um die Aussenlinie bevor dus aufklebst dann passt das so..
 
Spezi Matik

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Niederösterreich und Area 42 ... * in Minga
Ich musste bzw wollte das Datumsfenster auf 3 überdecken. Da die Figuren fast durchscheinend sind, brauche ich einen weissen Untergrund drunter. Also ein weisses Decal drunter aufbringen, da wird es schon bei den kleinen Abmessungen für mich schwierig, das anzupassen. Es ist ohnehin nur ein Prototyp, zifferblattmässig gesehen. Ich werde ein weisses ohne Datumsfenster bei Gelegenheit einbauen. Dann passt es auch mit den Comicfiguren. Die sind auf eine durchsichtige Folie aufgebracht ohne Weiß.
 
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