Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk...

Diskutiere Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Mein Grammophon „Herfeld & Comp. Neuenrade / Westfalen“ ca. 1920. Zitat aus Google: Das Unternehmen wurde 1906 von der Familie Herfeld in...
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Der Stromer

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Mein Grammophon „Herfeld & Comp. Neuenrade / Westfalen“ ca. 1920.

0897-Firmen-Marke.jpg

Zitat aus Google:
Das Unternehmen wurde 1906 von der Familie Herfeld in Neuenrade gegründet. Es stellte zunächst Blasinstrumente und Akkordeons her und war damals eines der führenden Versandgeschäfte und Hersteller von Musikinstrumenten in Deutschland. Im Jahr 1933 wurde die Herstellung von Musikinstrumenten eingestellt und der Betrieb auf die Produktion von Fahrrädern umgestellt. Das Unternehmen montierte und vertrieb dann Fahrräder unter der Marke „Vaterland“. Ende 2007 stellte die Firma ihre Produktion ein und meldete Insolvenz an.

Zitat Ende.

Gesehen und verliebt: DAS musste ich haben!

Gedacht, getan. Und dieses Grammephon war drei, zwei, eins = meins.

Man kennt ja solche Grammophone auch mit dem rieseigenen Trichter aus Blech, der diesen Instrumenten ein so imposantes Aussehen verleiht. Nun, bei diesem Gerät ist der Trichter IM Gehäuse untergebracht. Er besteht komplett aus Holz. Zur „Lautstärke Regelung wird an der Vorderseite eine Klappe geöffnet. Dahinter kommen dann zwei Schieber aus Holz, bespannt mit Stoff zum Vorschein, welche auch noch geöffnet werden können und dann sieht man erst den Holz-Schalltrichter. Ist die Klappe und der Deckel geschlossen, produziert das Grammophon immer noch recht specktable Lautstärke, so was man gemeinhin als Zimmerlautstärke bezeichnen würde. Sind alle Klappen und Schieber geöffnet, reicht der Musikgenuss auch ohne Weiteres für große Räume. Und das alles ohne Kabel! Unplugged also!

0865-Einstellung-Leise.jpg
"Einstellung" Leise.

0868-Einstellung-Laut.jpg

"Einstellung" Laut

Nach erster Inspektion konnte ich feststellen, dass eine Inbetriebnahme dieses alten Gerätes eigentlich keine größeren Probleme bereiten sollte. Die Spuren des Alters, immerhin fast oder schon 100 Jahre, hat das Grammophon bemerkenswert gut verkraftet. Sogar die Zugfedern waren noch in Ordnung. Einige Holzschrauben waren lose oder ausgerissen, das Gehäuse ist teilweise etwas fleckig. Also nichts was ich nicht selbst wieder in Ordnung bringen konnte. Frisch ans Werk.

Metallteile wurden demontiert, gereinigt und gereinigt oder poliert. Der Motor mit Doppelfeder-werk und Schneckenantrieb wurde gereinigt, auf eventuelle Schäden (keine – echte Deutsche Wertarbeit) untersucht, gefettet und wieder montiert. Die Feinstellung gangbar gemacht und justiert, dann wurde die mittlere Drehzahl mit einem Umdrehungszähler auf genau 78 RMP justiert – im mittleren Betriebsbereich des 13-Minuten-Laufwerkes.

0890-fast-komplett.jpg
Rechts die Feinstellung der Umdrehungen,mein Umdrhungszähler und Marke auf dem 2 kg-Plattenteller (natürlich nur lose aufgelegt) und links der Feststeller, eine Hebelbremse, die auf den Plattenteller wirkt. Ganz rechts die Kurbel zum Aufziehen. 78 Drehungen zum Vollaufzug und dann kann man ca. 10 Minuten Musik hören.

Lose Holzteile zum Trichter mussten neu verleimt werden (ohne Bilder).

0886-Feineinstellung.jpg
Die Umdrehuns-Feinstellung. Der Hebel verändert den Weg der Fliehkraftregelung.

0888-Doppeltes-Federhaus.jpg
Das Doppel-Federhaus und rechts der Uaufzug.

0889-Der-Antrieb.jpg
Rechts sind die zwei gewichtigen Fliehkraft-Gewichte zu sehen.

Übrigens: diese Bilder sind VOR der Reinigung entstanden :roll:

In der Zwischenzeit hatte ich mir die notwendigen Nadeln für die Schalldose besorgt – ja, die gibt es noch. NOS! Und dann der Probelauf nach wer weiß wieviel Jahren: Anton Karas / Zither mit dem Harry Lime-Motiv aus dem „Der dritte Mann“.

0892-es-dreht-sich-was.jpg
Volle Lautstärke für Anton Karas und die Titelmusik aus dem "Der dritte Mann"

Jetzt fehlen nur noch ein paar Platten mit Weihnachtsliedern und es kann kommen, das Fest!

Ps.: Mogli scheint der Kasten auch zu gefallen. Sitzt er doch davor und hört, wie sein Mensch, andächtig der Katzenmusik zu.:roll:
 

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kärntendidi

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Mein Grammophon „Herfeld & Comp. Neuenrade / Westfalen“ ca. 1920.

Anhang anzeigen 4166507

Zitat aus Google:
Das Unternehmen wurde 1906 von der Familie Herfeld in Neuenrade gegründet. Es stellte zunächst Blasinstrumente und Akkordeons her und war damals eines der führenden Versandgeschäfte und Hersteller von Musikinstrumenten in Deutschland. Im Jahr 1933 wurde die Herstellung von Musikinstrumenten eingestellt und der Betrieb auf die Produktion von Fahrrädern umgestellt. Das Unternehmen montierte und vertrieb dann Fahrräder unter der Marke „Vaterland“. Ende 2007 stellte die Firma ihre Produktion ein und meldete Insolvenz an.

Zitat Ende.

Gesehen und verliebt: DAS musste ich haben!

Gedacht, getan. Und dieses Grammephon war drei, zwei, eins = meins.

Man kennt ja solche Grammophone auch mit dem rieseigenen Trichter aus Blech, der diesen Instrumenten ein so imposantes Aussehen verleiht. Nun, bei diesem Gerät ist der Trichter IM Gehäuse untergebracht. Er besteht komplett aus Holz. Zur „Lautstärke Regelung wird an der Vorderseite eine Klappe geöffnet. Dahinter kommen dann zwei Schieber aus Holz, bespannt mit Stoff zum Vorschein, welche auch noch geöffnet werden können und dann sieht man erst den Holz-Schalltrichter. Ist die Klappe und der Deckel geschlossen, produziert das Grammophon immer noch recht specktable Lautstärke, so was man gemeinhin als Zimmerlautstärke bezeichnen würde. Sind alle Klappen und Schieber geöffnet, reicht der Musikgenuss auch ohne Weiteres für große Räume. Und das alles ohne Kabel! Unplugged also!

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"Einstellung" Leise.

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"Einstellung" Laut

Nach erster Inspektion konnte ich feststellen, dass eine Inbetriebnahme dieses alten Gerätes eigentlich keine größeren Probleme bereiten sollte. Die Spuren des Alters, immerhin fast oder schon 100 Jahre, hat das Grammophon bemerkenswert gut verkraftet. Sogar die Zugfedern waren noch in Ordnung. Einige Holzschrauben waren lose oder ausgerissen, das Gehäuse ist teilweise etwas fleckig. Also nichts was ich nicht selbst wieder in Ordnung bringen konnte. Frisch ans Werk.

Metallteile wurden demontiert, gereinigt und gereinigt oder poliert. Der Motor mit Doppelfeder-werk und Schneckenantrieb wurde gereinigt, auf eventuelle Schäden (keine – echte Deutsche Wertarbeit) untersucht, gefettet und wieder montiert. Die Feinstellung gangbar gemacht und justiert, dann wurde die mittlere Drehzahl mit einem Umdrehungszähler auf genau 78 RMP justiert – im mittleren Betriebsbereich des 13-Minuten-Laufwerkes.

Anhang anzeigen 4166503
Rechts die Feinstellung der Umdrehungen,mein Umdrhungszähler und Marke auf dem 2 kg-Plattenteller (natürlich nur lose aufgelegt) und links der Feststeller, eine Hebelbremse, die auf den Plattenteller wirkt. Ganz rechts die Kurbel zum Aufziehen. 78 Drehungen zum Vollaufzug und dann kann man ca. 10 Minuten Musik hören.

Lose Holzteile zum Trichter mussten neu verleimt werden (ohne Bilder).

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Die Umdrehuns-Feinstellung. Der Hebel verändert den Weg der Fliehkraftregelung.

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Das Doppel-Federhaus und rechts der Uaufzug.

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Rechts sind die zwei gewichtigen Fliehkraft-Gewichte zu sehen.

Übrigens: diese Bilder sind VOR der Reinigung entstanden :roll:

In der Zwischenzeit hatte ich mir die notwendigen Nadeln für die Schalldose besorgt – ja, die gibt es noch. NOS! Und dann der Probelauf nach wer weiß wieviel Jahren: Anton Karas / Zither mit dem Harry Lime-Motiv aus dem „Der dritte Mann“.

Anhang anzeigen 4166504
Volle Lautstärke für Anton Karas und die Titelmusik aus dem "Der dritte Mann"

Jetzt fehlen nur noch ein paar Platten mit Weihnachtsliedern und es kann kommen, das Fest!

Ps.: Mogli scheint der Kasten auch zu gefallen. Sitzt er doch davor und hört, wie sein Mensch, andächtig der Katzenmusik zu.:roll:
Tolll mit Endlos-l
 
  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #3
IchoTolot

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Halut
Großartig!
Vielen Dank für die Vorstellung.

Aus Neuenrade. Vaterland sagt jedem Westfalen etwas, aber Herfeld wohl eher nicht.

Ein wunderbares Zeitzeugnis, das an die großen Zeiten der Herstellung von Unterhaltungstechnik in D erinnert.

Das wäre was für Vaters Sohn. Leider bin ich vollkommen grobmotorisch veranlagt.

Viel Spaß damit und Weihnachtslieder von der Schellackplatte finde ich richtig stilvoll.
 
  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #4
Westminster

Westminster

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@Der Stromer,

das kam mir gestern irgendwie bekannt vor vom Namen her. Also von diesem Hersteller habe ich seit Jahren auch noch eines hier stehen. Vermutlich auch 20er Jahre, innenliegender Trichter. Es funktioniert tadellos, obwohl ich dort noch nie einen Service durchgeführt habe. Gut, es läuft nicht täglich.....
Links hinter dem Tonarm ist eine automatische Bremse angebaut, die vorgespannt wird und beim Anstoß des Tonarms am Ende der Platte diese automatisch abschaltet.
Vor ca. 40 Jahren habe ich mal ein (nicht dieses) Federhaus geöffnet, das verklumpte Graphitfett entfernt und neu gefettet. Die breite und riesige Feder in meinem damaligen Kinderzimmer wieder einzufädeln war schon - wortwörtlich - spannend und nicht ungefährlich, beim Ausbau ließ ich sie "im Sack explodieren", damit kein körperlicher Schaden entsteht.
Stahlnadeln sind nur gedacht für EINE Plattenseite, bei weiterer Benutzung beschädigen sie die Platte. Deshalb waren auch immer 200 Stück in der Nadeldose.
Schalldosen mit Glimmermembran sind gegen Stoß empfindlich und entsprechend sollte kein Druck gegen die mittige Verschraubung ausgeübt werden.

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  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #5
Der Stromer

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Abschaltung? Hochmodern! Hat meines noch nicht. :|
Bei Meinem ist aber dafür die Schalldosen-membran durch einen Deckel geschützt. :winken:
Nadeln habe ich für meine (noch) 23 Platten im Moment genug und die bekommt man ja auch noch recht gut.

Demnächst soll ein Katalog von Herfeld & Comp. hier eintreffen. Da wird es dann noch mehr Modelle zu sehen geben.
Spannende Sache, diese alten Musikkisten. Ich hätte mir nicht vorstellen können, wie laut diese Holzboxen ohne jede Verstärkung sein können. :klatsch:

@All: Vielen Dank für den positiven Zuspruch für meine "Musik-Box". :prost:

:shock:
 
  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #6
Convention

Convention

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Das sind wirklich 2 sehr schöne und gut erhaltene Stücke!! :klatsch:

Mich fasziniert schon seit ich klein war alles mechanische und alte, drum habe ich wohl auch so ein Uhrentick und mich auch früh für solche Musiktruhen , Grammophone , Uhren usw begeistert.

Schön das es doch einige gibt die diese alte und soliden schätze erhalten und pflegen!:super:

Ich habe neben meinem großen Grammophon mit Messingtrichter so wie man es kennt , auch dieses Koffergrammophon , sprich der MP3 Player vor 100 Jahren :D:D:D

Diesen hatte ich vor ca. 20 Jahren restauriert , er besitzt auch ein Fach für die Nadeln und eine Abschaltautomatik.

Kurbel kann im Gehäuse verstaut werden.
 

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  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #7
M

Matthias MUC

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Stahlnadeln sind nur gedacht für EINE Plattenseite, bei weiterer Benutzung beschädigen sie die Platte. Deshalb waren auch immer 200 Stück in der Nadeldose.

Damit weder Plattennadeln noch Platten zum Verschleißartikel werden, könnte man vielleicht eine moderne Diamantnadel an die Spitze einer Stahlnadel pappen, oder ist das ein dummer Gedanke?
 
  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #8
Convention

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Damit weder Plattennadeln noch Platten zum Verschleißartikel werden, könnte man vielleicht eine moderne Diamantnadel an die Spitze einer Stahlnadel pappen, oder ist das ein dummer Gedanke?
Das funktioniert leider nicht , es gibt jedoch "Dauer bzw Oftspielnadeln" diesen können öfter verwendet werden , sie haben eine eingesetzte Spitze die sich abnutzt.

Es gibt auch Leise und Laute Nadeln , so kann man etwas die Lautstärke regulieren.
 

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  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #9
Westminster

Westminster

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@Convention,

das Grammophon von Dir sollte ein "His Master´s Voice" sein, von meinen Eltern habe ich dieses Modell mal zum Geburtstag bekommen, das dürfte 1980 gewesen sein.
Im Musikschrank, ebenfalls um 1980 von meiner Ur - Oma übernommen, stehen heute noch von mir gesammelte Nadeldosen, der eingebaute Plattenspieler ist jedoch ein Philips Vollautomat mit Kristallsystem. Platten gibt es jede Menge, die in über 40 Jahren zusammengetragen wurden. Je dicker die Nadel, desto lauter der Klang.
Früher gab es im WDR noch Sendungen, die unter anderem mein Vater gerne hörte. Eine davon hieß "Als Swing - Tanzen verboten war", da wurde Tanzmusik der 30er und 40er Jahre gespielt. Ganz tolle Swing- und Tanzmusik, scheinbar ist die den heutigen Musikredakteuren nicht mehr bekannt oder uninteressant. Schade. Klassik ist bei mir aber auch vorhanden.

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Schellackplatten gab es im Westen meines Wissens nach bis 1959. Den Nachkriegspressungen sagte man aber schon nach, daß man sie nicht mehr mit einem Tonabnehmer mit Stahlnadeln und 200 Gramm Auflagekraft abspielen sollte, sondern mit einem "Modernen Leicht - Tonabnehmer", bei Saphirnadeln mit N- oder M - Stellung natürlich mit Stellung "N" (Normal), "M" bedeutet Micro und ist für Vinylplatten bestimmt.
 
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Clavicembalist

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@Der Stromer
Ist das dein erstes Grammo?
Sieht gut aus :super:

@Westminster
Einspruch, Euer Ehren! @Convention ’s Koffergrammophon ist eindeutig ein Electrola mit der Schalldose Nr. 4.
Die genaue Modellbezeichnung ließe sich in einschlägigen Foren noch ermitteln.

Dann zeige ich mein schönes Electrola, Modell 157, auch mal:-) Es weist eine automatische Tellerbremse und Geschwindigkeitsanzeige auf.
 

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Convention

Convention

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@Westminster

das schaut ja aus wie meins . wirklich klasse !
Allerdings ist es wie @clavicembalist sagt ein Electrola , ich muss zuhause mal schauen und ggf. bessere Bilder machen.

@clavicembalist , so ein schönes Standgrammopfon war auch immer mein Wunsch , sehr hübsch und imposant!

Ich habe noch 2 Musiktruhen mit 10 fach Plattenwechsler aus den 50/60er Jahren auch ein wunder der Technik und Mechanik .

Bei diesen kann man die Nadel und Geschwindigkeit auch noch umstellen von Vinyl auf Schellack.

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  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #12
Westminster

Westminster

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@Convention,

die 50er lassen grüßen! Schön! Den Musikschrank von Graetz "Scerzo" hatte ich auch genau so, wie er bei Dir steht. Mit dem Perpetuum Ebner "Rex"
Wenn ich mich recht erinnere, hat diese Truhe einen Schallkompressor mit unter der Bodenplatte verlegten Rohren aus Aluminium.
Das ein- oder andere Ersatzteil dürfte ich noch haben, Knöpfe, Tasten oder Plattenspielerersatzteile habe ich immer beiseite gelegt.
Einzig das magische Auge (EM34 / 35) hat in den meisten Fällen keine Leuchtkraft mehr, eine neue Röhre kostet ja mittlerweile auch kein Kleingeld.
Meine Truhe "Ilse Tonmöbel" wurde schon einmal gezeigt, hier noch einmal die Geräte, Radio von Telefunken, die Kondensatoren hatte ich schon vor Jahren getauscht, da die Stromaufnahme zu hoch war und die Sicherung durchbrannte. Der magischen Fächer (EM80) wurde ebenfalls ersetzt und hat wieder die volle Leuchtkraft.
Der Dual 1003 ist ein Meisterwerk der Mechanik. Aber auch er funktioniert noch.

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Jetzt sind wir etwas abgedriftet vom Grammophon und dem Anfangspost vom @Der Stromer, er möge uns verzeihen.

:prost:
 
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Clavicembalist

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@Convention Für mich gab es nur die Option, ein Standgerät anzuschaffen. Mein erstes Grammo – ein Geschenk einer Bekannten – war ein Crapophone, also ein Nachbau aus den achtziger oder neunziger Jahren. Klanglich eine Katastrophe. Hiernach erwarb ich ein HMV No. 6, es folgte ein Polyphon Standgerät und zwei Wochen später kam das Electrola zu mir. Aktuell halte ich Ausschau nach einem guten Koffergrammophon, das ich gelegentlich außer Haus benutze möchte. Musik geht eben immer und überall, nicht wahr? ;-)
 
  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #14
Convention

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@Westminster ,

Ja da hast du vollkommen recht, dieser Schallkompressor macht erstaunlich viel Bass :D da besitzt du aber auch ein sehr schönes Tonmöbel und mit der korrekten Musik :super::super::super:
Diese Dual und Perpetuum Ebner Spieler waren seiner Zeit sehr beliebt und Qualitativ hochwertig.

Die Überholung war sicher eine gute Idee ,ich habe meine 2 Truhen für unter 50 Euro erworben und sie dann von einem netten älteren Herr überholen lassen.
Das Magische Auge der großen Truhe ist allerdings etwas schwach.

Ersatzteile könnte ich unter Umständen noch gebrauchen, 1 Taste war defekt , hatte mir damals Ersatz besorgt , allerdings passt sie nicht ganz 100% ig :roll:

Schade das solche schönen Tonmöbel derzeit wenig Beachtung finden , ähnlich wie bei den Uhren , Qualitativ kann da heute zum bezahlbaren Preis kaum noch etwas mithalten..
Der Vorteil ist jedoch das man als Fan günstig funktionierende und gut erhaltene Geräte bekommt!:-P

@clavicembalist ,

Das ist wohl wahr und dies auch bei Stromausfall :D:D:D

Bei mir hat sich nie die Gelegenheit ergeben so Grammophonschrank zu erwerben , mittlerweile wäre es auch Platztechnisch schwierig aber sag niemals nie :roll:
 
  • Diesmal keine Uhr, nur ein Gerät mit Uhrwerk... Beitrag #15
Clavicembalist

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@Convention
Das war einer der Gründe, weshalb ich unbedingt ein Grammophon besitzen wollte. Aufziehen, Platte auflegen, Nadel einsetzen und abspielen. Ganz ohne Strom Musik zu hören, ist schon toll. Und nebenbei ist die Überholung des Motors eine spannende Angelegenheit, die mir immer wieder Freude bereitet hat. :-)
 
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Der Stromer

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Westminster hat geschrieben: Jetzt sind wir etwas abgedriftet vom Grammophon und dem Anfangspost vom @Der Stromer, er möge uns verzeihen.

Nein, macht er nicht! So einen spannenden Faden gibt es nicht oft und mir hat es viel Freude bereitet, nicht nur MEIN Grammophon wieder zum klingen zu bringen, sondern auch die vielen Schätze hier zu sehen (leider geht ja hören hier nicht...).
Und: ich habe einiges gelernt, was Grammophone angeht. Danke und weiter so.

Ps.: Der nächste Tröööt vom mir ist ganz sicher wieder eine Uhr. Leon Hatot, ca. 1930, an der sich mal ein Bastler versucht hat... Nach Erledigung der Weihnachtspost schreibe ich den Bericht.
 
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Westminster

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@Der Stromer ,

Du mußt Nachsicht üben mit uns jungen Burschen, die die 60 noch nicht erreicht haben. Wir sind halt noch etwas verspielt, obwohl sich unsere Schuhgröße nicht mehr ändert.

Aufgrund Deiner Fadeneröffnung bin ich heute bei meiner Mutter auf den Dachboden gegangen, um mich dort eines Gerätes zu erinnern, was ich vor ca. 30 Jahren zerlegt und dort abgestellt habe. Der Grund dazu ist mir auch wieder eingefallen, es war die Geschwindigkeitsregelung mit den Fliehkraftgewichten, wobei das tragende Teil durch die Zinkpest völlig brüchig geworden war. Aber es liegt noch alles so dort und ein Foto gibt es auch.
Die Zinkpest ist ein großes Thema bei den alten Geräten, eigentlich müßte man beim Kauf hineinsehen, um einen eventuellen Schaden festzustellen.

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