Die Vergesslichkeit eines mittelalterlichen Mannes ... Steinhart Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz

Diskutiere Die Vergesslichkeit eines mittelalterlichen Mannes ... Steinhart Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Ähhh, was wollte ich gleich nochmal schreiben? Hab ich vergessen. Nein, ist nicht krankhaft, ist wohl einerseits dem Alter geschuldet. Bin ...
DRE-DAH

DRE-DAH

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Ähhh, was wollte ich gleich nochmal schreiben?

Hab ich vergessen.

Nein, ist nicht krankhaft, ist wohl einerseits dem Alter geschuldet. Bin .. ähhh wie nochmal ... hab ich auch vergessen. Sorry. Andererseits hat ja ein menschliches Gehirn nur eine begrenzte Kapazität. Jaja, man sagt, dass der Spruch „Vom Gehirn nutzt der Mensch nur 10%“ von Albert Einstein stammen soll. Aber ob das wahr ist, weiß ich nicht. Oder hab ich vergessen ...

Aber wenn Ihr wüsstet, was alles schon bei mir drin gespeichert ist ... Uiuiui ... Ich denke, mein Speicher ist voll. Buffer overflow ... Wenn was neues rein soll, muss was altes raus.

Aber gegen das Vergessen von Fakten (und auch sonstigem Schindluder) kann man ja das (nahezu) allwissende Internetz befragen. Wenn man selbst das nicht vergessen hat.

Ähh, was wollte ich dort gleich noch suchen? Mist, hab ich vergessen.

Bleibt mal bitte dran, ich geh‘ mal in das geflieste Kabinett. Der Vorgang des Erleichterns an sich sorgt bei mir auch immer dafür, dass mir gute Ideen kommen oder ich eine vergessene Information in meinem Denkmuskel wieder finde.

[Kurz abwesend]

...

[zurück]

Jaaa, klappt doch immer wieder: Ich wollte ja aufgrund meines Bildungsauftrages hier etwas über Bronze schreiben. Ist das hier das Bronze-Forum? Vergessen ...

Weiter geht's. Es gab da mal eine sogenannte Bronzezeit. Hab ich mal in der Schule gelernt. Aber was und wann das war, hab ich vergessen.

Ist ja auch egal: Jeder erfindet oder definiert sich doch seine Wahrheit heutzutage so, wie es ihm passt und was das Oberstübchen hergibt. Dann ich eben auch. Mal sehen, wie meine Wahrheit ankommt. Ihr könnt ruhig alles glauben, es ist alles gefühlt, subjektiv und aus meiner Sicht absolut wahr. Pionierehrenwort! (Schau an, an so was erinner ich mich ...)

Ich definiere die Bronzezeit einfach mal für mich neu: In 2020 hab ich mir einen bronzenen Stift gekauft. Ich nenne das mal meine frühe Bronzezeit.
DSC06076.jpg

Der Schreibling ist ein recht schweres Ding, das liegt nun mal an den metallenen Eigenschaften. Und er kann auch Licht machen. Lichtstift. Stiftlicht. Oder so. Und hat derweil auch eine feine Patina angesetzt. Das, neben dem optisch angenehm warmen Farbton, sind Eigenschaften, die Bronze so einzigartig machen.

Dann gab es wohl die mittlere Bronzezeit. In der Antike wie auch bei mir. Wieso gab? Naja, ist ja auch Vergangenheit: Hab gestern (Gestern gesehen von heute, was aber morgen nicht mehr stimmen wird.) meine erste Bronzeuhr gekauft. Von Steinhart. Bei Steinhart. In Stadtbergen (bei Augsburg). Die „Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz“. Ja, so heißt sie.
DSC05854.jpg

Warum genau die? Da Fliegeruhren inmitten meiner Diver etwas abstinken, dachte ich, es ist mal wieder Zeit für was fliegendes. Seit Jahren schleiche ich um die Aristo Fliegeruhr 5H85 herum. Ok, Titan. (Ich rede aber hier nicht über das Titan-Zeitalter.) Bei der Uhr hat mir mit dem Material und dem Zifferblatt (Baumuster B – Klassiker) einiges gefallen, einiges aber auch nicht und somit blieb es beim jahrelangen Herumschleichen.

Beim Stöbern in Katalogen und bzw. einer gewissen Herstellerseite kam mir dann die Steini „Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz“ auf den Screen. Ooops, schöne Zwiebel, die schob ich mal im zerebralen Hinterstübchen in eine Schublade. Nur war diese Schublade irgendwie defekt und ging immer wieder auf. (Notiz an mich: Muss ich mal reparieren!). Und somit zwang mich mein Unterbewusstsein, immer mal wieder diese Uhr im Netz ober direkt beim Hersteller zu recherchieren.

Die Merkmale: Kupfer, aufgeräumte Optik (Kann man mit einem Baumuster A-Zifferblatt überhaupt was komplex machen?), verziertes Handaufzugswerk (Genfer Streifenschliff kenne ich von Uhren aus Glashütte. Komisch, oder? Naja, eigentlich nicht, Glashütte liegt ja wohl doch in der Schweiz: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.) und die griffige, relativ große zwiebel-ähnliche Krone haben mich schließlich überzeugt.

Hier war mal kein Vergessen festzustellen. (Ohhh, doch noch nicht aller Hopfen und Malz verloren bei mir ... ;-) )

Es gibt dieses „Bronze“-Zeit“eisen“ (oops, Metall-Durcheinander) auch mit einem Zifferblatt „antik schwarz“, welches sehr zerkratzt ist und (derzeit nicht im Herstellersortiment) in „blau“, welches wohl nur leichte Kratzspuren hat. Aber das kratzt mich alles nicht ...

Diverse Hinweise und Informationen haben mein Brain dann so lange und intensiv malträtiert, dass ich konkrete Kaufabsichten in Aussicht zog. Und Recherchen nach des Herstellers Lokation klärten mich auf, dass der ja gar nicht so weit von meinem angestammten Hauptwohnsitz entfernt ist.

Also Steinhart angeschrieben, wie denn die weihnachtlichen Öffnungszeiten seien und ob die Uhr vorrätig wäre. Erstere Antworten passten in meinen zeitlichen Tagesablauf, Rückantwort zur 2. Frage war, dass man mir die Uhr reservieren könne. Jetzteres bejahte ich. Und ich sollte es nicht bereuen ... kurz nach meiner Antwort switchte der Verfügbarkeitsstatus auf der Homepage von „verfügbar“ auf „Nicht auf Lager“.

Gestern hab ich ganz “vergessen“, dass ich eigentlich meinen beruflichen Aufgaben nachgehen sollte, hab mich ins Auto geschwungen und bin zu Steinhart nach Stadtbergen gedüst.

Die Dame am Empfang begrüßte mich freundlich und fragte verlegen „Darf ich Ihren ... ähhh ...“. Ich half Ihr aus der Situation mit „Sie wollen meinen Corona-Impfnachweis sehen?“ Sie entgegnete: „Ich will eigentlich nicht. Ich muss!“ Haaa, waren wir schon zwei, denen das Thema auf den Kranz geht. Kurz darauf war sie zufrieden, mit dem, was sie gesehen hatte und brachte die reservierte Uhr zur Ansicht.

Da ich mir schon ziemlich sicher war, den Kauf gnadenlos durchzuziehen, war die Besichtigung kurz und knackig, die Bestätigung der Kaufabsicht ward verkündigt und die Uhr wurde eingeschachtelt und die Rechnung gedruckt.
DSC06099.jpg

Die nette Verkäuferin führte mich dann noch an einen Tisch mit Goodies, von denen ich mir als InHouse-Käufer etwas aussuchen dürfte. Ich entschied mich für den Günter-Gin (Den genieße ich mit meinem gleichnamigen Schwiegervater zu Weihnachten.). Einen kleinen Schraubendreher mit Bandwechsel-Tool und ein Putztuch gab's auch noch mit dazu.

So, das ist die Geschichte meiner mittleren Bronzezeit.

Das Kapitel der späten Bronzezeit muss ich erst noch leben. Und schreiben ... wenn ich es nicht vergesse. Wenn‘s Euch interessiert, bleibt am Empfangsgerät.

Jetzt aber Schluss mit dem Schabernack!

Zwei Punkte wollte ich noch erwähnen:

Das Vintage-Lederband, was mir ganz gut gefällt, weil es perfekt an die Uhr und deren Erscheinung passt, hat an der Uhr 20 mm Stegbreite, an der Schließe 18 mm. Merkt und sieht man, wenn man es nicht weiß, gar nicht. Nur ist das Problem, dass ich jetzt Steinhart-Bänder mit diesen Maßen benötige. Und das blöde dabei: Steinhart hat scheinbar keine 20mm-Kupfer-Schließe im Sortiment, so dass ich mir eine andere Schließe kaufen müsste, wenn ich ein durchgehend Zwanzigmillimeter-Band benutzen wöllte (wovon ich sogar noch ein passendes rumliegen hätte).

Das andere ist: Wenn die Krone in Stell-Position ist, läuft die Uhr weiter, also leider kein Sekundenstop. Scheint ein Feature des Werkes (Unitas 6498 Soigné) zu sein. Ist mir aber egal, ich brauch die Uhr nicht auf die Sekunde genau gestellt.

Ach ja. Auch vergessen (Ihr merkt schon, es zieht sich durch mein Leben.): Im Showroom ein paar Fotos zu machen. Manchmal verzweifel ich echt an mir.

Was ich aber nicht vergessen habe: Just, als ich das Gebäude betrat, kam mir Günter Steinhart entgegen, ich hielt ihm die Tür auf, er bedankte sich freundlich und dann fuhr er mit seinem Wagen weg. Als ich nach getätigtem Kauf den Parkplatz verließ, kam er zurück und wir rangierten um uns herum, um jedem die Weiterfahrt zu ermöglichen.
Tipp: Falls Ihr in der Nähe von Augsburg seid, geht mal rein. Und wenn’s nur zum Glotzen oder Anfingern ist.

Was ich fast vergessen hätte: Die Daten der Uhr.
(Quelle: Erste Hand – also Steinhart-Homepage)

UHRWERK
  • ETA Unitas 6498-1
  • Swiss Made
  • Handaufzug
  • 17 Rubinlagersteine
  • 18.000 Halbschwingungen pro Std.
  • Genfer Streifenschliff,
  • 18 fach,gebläute Schrauben;
  • rhodiniert
  • goldene Sperräder , eigenes Design

GEHÄUSE
  • Bronze
  • Durchmesser 42 mm
  • Gesamthöhe 12,0 mm
  • Gewicht 85 g
  • Bandanstoßbreite 20 mm Federsteg
  • Saphirglas gewölbt, Innenseite zweifach entspiegelt
  • Lünette Bronze satiniert
  • Gehäuseboden Edelstahl 316 L verschraubt mit Saphirglasboden
  • Wasserdicht bis 5 ATM (spritzwassergeschützt)

ZIFFERBLATT & ZEIGER
  • Zifferblatt schwarz
  • Arabisch, Superluminova Bgw9 weiß
  • Stunde und Minute weiß mit Superluminova BGW 9 weiß
  • Sekundenzeiger bei "6"

ARMBAND & SCHLIESS
  • Armband Juchtenleder braun vintage , mit brauner Naht
  • Schliesse Stiftschließe Bronze OEM 18mm mit Logo verschraubt

Und ich verstehe Eure neugierige Aufforderung: "Zeig uns Pics ...". Voila!

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DSC05842.jpg

Die beiden Beschützer der Uhr sind übrigens auch aus Bronze. Was für'n Zufall ...
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Zuletzt bearbeitet:
Minerva86

Minerva86

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Eine schöne Uhr, vielen Dank für die Vorstellung.
Für Bronze bin ich nicht mutig genug, weil es irgendwie immer eine Lotterie ist, wie sich die Patina entwickelt.
Daher hat es bei mir bisher nur für eine Oris 65 Bronze Bezel gereicht. Durch die regelmäßige Benutzung gibt es an der Lünette quasi keine Patina. :)
 
Toweruser

Toweruser

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Herrlich! Sowohl Uhr als auch die Vorstellung selbiger. Etwas "bronziges" fehlt mir auch noch in meiner Uhrenkiste....
 
HanseatHH

HanseatHH

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Danke fürs Zeigen dieser schönen Steini. Mit der Einführung der 42er-Flieger hat man mMn genau den richtigen Schritt gemacht. Als Flieger ist sie weiterhin gut präsent und das Case mit den geschwungeneren Lugs wirkt einfach eine ganze Spur eleganter als die 44er mit eckiger Lugform.

Ich wünsche weiterhin viel Spaß an dem Gerät und frohes Patinieren :)
 
RiGa

RiGa

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Gratu ... ähhh, was wollte ich gleich nochmal schreiben?

Ach ja: Gratulation zum Stift!

Mist ... wieder nicht korrekt!

Ich probier's noch einmal: Schönen Tag wünsche ich!

Nein - das war's auch nicht ...

Aber jetzt: Danke für Deine augenzwinkernde Vostellung, die ich sehr genossen habe!
Und natürlich: Gratulation zum Neuzugang, der sich erscheinungsmäßig ja noch verändern wird!

Viel Spaß beim Ausführen und Patina-Beobachten!

Gruß, Richard
 
Christian Lindenau

Christian Lindenau

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20.04.2020
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Schriesheim
Ähhh, was wollte ich gleich nochmal schreiben?

Hab ich vergessen.

Nein, ist nicht krankhaft, ist wohl einerseits dem Alter geschuldet. Bin .. ähhh wie nochmal ... hab ich auch vergessen. Sorry. Andererseits hat ja ein menschliches Gehirn nur eine begrenzte Kapazität. Jaja, man sagt, dass der Spruch „Vom Gehirn nutzt der Mensch nur 10%“ von Albert Einstein stammen soll. Aber ob das wahr ist, weiß ich nicht. Oder hab ich vergessen ...

Aber wenn Ihr wüsstet, was alles schon bei mir drin gespeichert ist ... Uiuiui ... Ich denke, mein Speicher ist voll. Buffer overflow ... Wenn was neues rein soll, muss was altes raus.

Aber gegen das Vergessen von Fakten (und auch sonstigem Schindluder) kann man ja das (nahezu) allwissende Internetz befragen. Wenn man selbst das nicht vergessen hat.

Ähh, was wollte ich dort gleich noch suchen? Mist, hab ich vergessen.

Bleibt mal bitte dran, ich geh‘ mal in das geflieste Kabinett. Der Vorgang des Erleichterns an sich sorgt bei mir auch immer dafür, dass mir gute Ideen kommen oder ich eine vergessene Information in meinem Denkmuskel wieder finde.

[Kurz abwesend]

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[zurück]

Jaaa, klappt doch immer wieder: Ich wollte ja aufgrund meines Bildungsauftrages hier etwas über Bronze schreiben. Ist das hier das Bronze-Forum? Vergessen ...

Weiter geht's. Es gab da mal eine sogenannte Bronzezeit. Hab ich mal in der Schule gelernt. Aber was und wann das war, hab ich vergessen.

Ist ja auch egal: Jeder erfindet oder definiert sich doch seine Wahrheit heutzutage so, wie es ihm passt und was das Oberstübchen hergibt. Dann ich eben auch. Mal sehen, wie meine Wahrheit ankommt. Ihr könnt ruhig alles glauben, es ist alles gefühlt, subjektiv und aus meiner Sicht absolut wahr. Pionierehrenwort! (Schau an, an so was erinner ich mich ...)

Ich definiere die Bronzezeit einfach mal für mich neu: In 2020 hab ich mir einen bronzenen Stift gekauft. Ich nenne das mal meine frühe Bronzezeit.
Anhang anzeigen 4183711

Der Schreibling ist ein recht schweres Ding, das liegt nun mal an den metallenen Eigenschaften. Und er kann auch Licht machen. Lichtstift. Stiftlicht. Oder so. Und hat derweil auch eine feine Patina angesetzt. Das, neben dem optisch angenehm warmen Farbton, sind Eigenschaften, die Bronze so einzigartig machen.

Dann gab es wohl die mittlere Bronzezeit. In der Antike wie auch bei mir. Wieso gab? Naja, ist ja auch Vergangenheit: Hab gestern (Gestern gesehen von heute, was aber morgen nicht mehr stimmen wird.) meine erste Bronzeuhr gekauft. Von Steinhart. Bei Steinhart. In Stadtbergen (bei Augsburg). Die „Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz“. Ja, so heißt sie.
Anhang anzeigen 4183701

Warum genau die? Da Fliegeruhren inmitten meiner Diver etwas abstinken, dachte ich, es ist mal wieder Zeit für was fliegendes. Seit Jahren schleiche ich um die Aristo Fliegeruhr 5H85 herum. Ok, Titan. (Ich rede aber hier nicht über das Titan-Zeitalter.) Bei der Uhr hat mir mit dem Material und dem Zifferblatt (Baumuster B – Klassiker) einiges gefallen, einiges aber auch nicht und somit blieb es beim jahrelangen Herumschleichen.

Beim Stöbern in Katalogen und bzw. einer gewissen Herstellerseite kam mir dann die Steini „Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz“ auf den Screen. Ooops, schöne Zwiebel, die schob ich mal im zerebralen Hinterstübchen in eine Schublade. Nur war diese Schublade irgendwie defekt und ging immer wieder auf. (Notiz an mich: Muss ich mal reparieren!). Und somit zwang mich mein Unterbewusstsein, immer mal wieder diese Uhr im Netz ober direkt beim Hersteller zu recherchieren.

Die Merkmale: Kupfer, aufgeräumte Optik (Kann man mit einem Baumuster A-Zifferblatt überhaupt was komplex machen?), verziertes Handaufzugswerk (Genfer Streifenschliff kenne ich von Uhren aus Glashütte. Komisch, oder? Naja, eigentlich nicht, Glashütte liegt ja wohl doch in der Schweiz: Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.) und die griffige, relativ große zwiebel-ähnliche Krone haben mich schließlich überzeugt.

Hier war mal kein Vergessen festzustellen. (Ohhh, doch noch nicht aller Hopfen und Malz verloren bei mir ... ;-) )

Es gibt dieses „Bronze“-Zeit“eisen“ (oops, Metall-Durcheinander) auch mit einem Zifferblatt „antik schwarz“, welches sehr zerkratzt ist und (derzeit nicht im Herstellersortiment) in „blau“, welches wohl nur leichte Kratzspuren hat. Aber das kratzt mich alles nicht ...

Diverse Hinweise und Informationen haben mein Brain dann so lange und intensiv malträtiert, dass ich konkrete Kaufabsichten in Aussicht zog. Und Recherchen nach des Herstellers Lokation klärten mich auf, dass der ja gar nicht so weit von meinem angestammten Hauptwohnsitz entfernt ist.

Also Steinhart angeschrieben, wie denn die weihnachtlichen Öffnungszeiten seien und ob die Uhr vorrätig wäre. Erstere Antworten passten in meinen zeitlichen Tagesablauf, Rückantwort zur 2. Frage war, dass man mir die Uhr reservieren könne. Jetzteres bejahte ich. Und ich sollte es nicht bereuen ... kurz nach meiner Antwort switchte der Verfügbarkeitsstatus auf der Homepage von „verfügbar“ auf „Nicht auf Lager“.

Gestern hab ich ganz “vergessen“, dass ich eigentlich meinen beruflichen Aufgaben nachgehen sollte, hab mich ins Auto geschwungen und bin zu Steinhart nach Stadtbergen gedüst.

Die Dame am Empfang begrüßte mich freundlich und fragte verlegen „Darf ich Ihren ... ähhh ...“. Ich half Ihr aus der Situation mit „Sie wollen meinen Corona-Impfnachweis sehen?“ Sie entgegnete: „Ich will eigentlich nicht. Ich muss!“ Haaa, waren wir schon zwei, denen das Thema auf den Kranz geht. Kurz darauf war sie zufrieden, mit dem, was sie gesehen hatte und brachte die reservierte Uhr zur Ansicht.

Da ich mir schon ziemlich sicher war, den Kauf gnadenlos durchzuziehen, war die Besichtigung kurz und knackig, die Bestätigung der Kaufabsicht ward verkündigt und die Uhr wurde eingeschachtelt und die Rechnung gedruckt.
Anhang anzeigen 4183712

Die nette Verkäuferin führte mich dann noch an einen Tisch mit Goodies, von denen ich mir als InHouse-Käufer etwas aussuchen dürfte. Ich entschied mich für den Günter-Gin (Den genieße ich mit meinem gleichnamigen Schwiegervater zu Weihnachten.). Einen kleinen Schraubendreher mit Bandwechsel-Tool und ein Putztuch gab's auch noch mit dazu.

So, das ist die Geschichte meiner mittleren Bronzezeit.

Das Kapitel der späten Bronzezeit muss ich erst noch leben. Und schreiben ... wenn ich es nicht vergesse. Wenn‘s Euch interessiert, bleibt am Empfangsgerät.

Jetzt aber Schluss mit dem Schabernack!

Zwei Punkte wollte ich noch erwähnen:

Das Vintage-Lederband, was mir ganz gut gefällt, weil es perfekt an die Uhr und deren Erscheinung passt, hat an der Uhr 20 mm Stegbreite, an der Schließe 18 mm. Merkt und sieht man, wenn man es nicht weiß, gar nicht. Nur ist das Problem, dass ich jetzt Steinhart-Bänder mit diesen Maßen benötige. Und das blöde dabei: Steinhart hat scheinbar keine 20mm-Kupfer-Schließe im Sortiment, so dass ich mir eine andere Schließe kaufen müsste, wenn ich ein durchgehend Zwanzigmillimeter-Band benutzen wöllte (wovon ich sogar noch ein passendes rumliegen hätte).

Das andere ist: Wenn die Krone in Stell-Position ist, läuft die Uhr weiter, also leider kein Sekundenstop. Scheint ein Feature des Werkes (Unitas 6498 Soigné) zu sein. Ist mir aber egal, ich brauch die Uhr nicht auf die Sekunde genau gestellt.

Ach ja. Auch vergessen (Ihr merkt schon, es zieht sich durch mein Leben.): Im Showroom ein paar Fotos zu machen. Manchmal verzweifel ich echt an mir.

Was ich aber nicht vergessen habe: Just, als ich das Gebäude betrat, kam mir Günter Steinhart entgegen, ich hielt ihm die Tür auf, er bedankte sich freundlich und dann fuhr er mit seinem Wagen weg. Als ich nach getätigtem Kauf den Parkplatz verließ, kam er zurück und wir rangierten um uns herum, um jedem die Weiterfahrt zu ermöglichen.
Tipp: Falls Ihr in der Nähe von Augsburg seid, geht mal rein. Und wenn’s nur zum Glotzen oder Anfingern ist.

Was ich fast vergessen hätte: Die Daten der Uhr.
(Quelle: Erste Hand – also Steinhart-Homepage)

UHRWERK
  • ETA Unitas 6498-1
  • Swiss Made
  • Handaufzug
  • 17 Rubinlagersteine
  • 18.000 Halbschwingungen pro Std.
  • Genfer Streifenschliff,
  • 18 fach,gebläute Schrauben;
  • rhodiniert
  • goldene Sperräder , eigenes Design

GEHÄUSE
  • Bronze
  • Durchmesser 42 mm
  • Gesamthöhe 12,0 mm
  • Gewicht 85 g
  • Bandanstoßbreite 20 mm Federsteg
  • Saphirglas gewölbt, Innenseite zweifach entspiegelt
  • Lünette Bronze satiniert
  • Gehäuseboden Edelstahl 316 L verschraubt mit Saphirglasboden
  • Wasserdicht bis 5 ATM (spritzwassergeschützt)

ZIFFERBLATT & ZEIGER
  • Zifferblatt schwarz
  • Arabisch, Superluminova Bgw9 weiß
  • Stunde und Minute weiß mit Superluminova BGW 9 weiß
  • Sekundenzeiger bei "6"

ARMBAND & SCHLIESS
  • Armband Juchtenleder braun vintage , mit brauner Naht
  • Schliesse Stiftschließe Bronze OEM 18mm mit Logo verschraubt

Und ich verstehe Eure neugierige Aufforderung: "Zeig uns Pics ...". Voila!

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Anhang anzeigen 4183700

Die beiden Beschützer der Uhr sind übrigens auch aus Bronze. Was für'n Zufall ...
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Anhang anzeigen 4183708

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Anhang anzeigen 4183709

Anhang anzeigen 4183705

Anhang anzeigen 4183706

Anhang anzeigen 4183704
Diese Uhr ist der Hammer. Besonders auch das ETA-Werk dass ursprünglich für Taschenuhren entwickelt worden ist.
 
DRE-DAH

DRE-DAH

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Meine Güte, was bin ich deppat/bekloppt/vergesslich. Der oben gezeigte Stift ist aus Kupfer. Nicht aus Bronze. Was bin ich vergesslich ... O mein Gott ... (Nur ein Spruch, ohne an den Kumpel zu glauben!!!)
 
H

Hüpfende_Sek.

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Guten Abend,

ich muss sagen, wirklich eine tolle Uhr und eine Klasse Vorstellung mit viel Witz und Kreativität.
Ich habe heute ganz bewusst der Steinhart-Seite misstraut und bin auf gut Glück hingefahren. Denn diese sagte, dass die Uhr nicht lieferbar sei.
(Wohnsitz in Augsburg, also nicht ganz so mutig von mir ;))
Und zu meinem Erstaunen und nach langer Suche durch eine sehr nette Dame von Steinhart, sagt Sie mir, dass doch noch ein Exemplar auf Lager sei.
Also, sofort mitgenommen und die ersten Trageminuten sind einfach klasse. Tolle Größe, klares Design, aber durch die Bronze ein bisschen verspielt und das sehr ansehnliche Werk tut sein Übriges für den tollen Gesamteindruck.
Vielen Dank für deine Vorstellung und den Tipp mit dieser Uhr, hatte sie gar nicht auf dem Schirm.

Gruß
 
DRE-DAH

DRE-DAH

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18.01.2017
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1.128
...
ich muss sagen, wirklich eine tolle Uhr und eine Klasse Vorstellung mit viel Witz und Kreativität.
...
dass doch noch ein Exemplar auf Lager sei.
...
Erstmal danke für Deine Worte.

Echt? Noch eine da? Wundert mich wirklich, da auf der Homepage stand und immer noch steht: "Nicht verfügbar" und ich in den Vitrinen auch keine gesehen habe, was mich zu der Theorie gedrängt hat, dass meine Reservierte aus der Vitrine genommen und exklusiv für mich beiseite gelegt wurde.

Ansonsten: Die Ladies dort sind echt nett! Zumindest die, die bei meinem Besuch "mit mir beschäftigt" waren.

Aber wenn Du Dir auch genau diese schnappen konntest: Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Bonze-Uhr! :prost:
 
A

Augusto

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07.12.2020
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3.089
Ort
Vom schönen Bodensee!
Glückwunsch zum schönen Bronze-Flieger :super: und danke für die tollen Bilder:klatsch:
Hab selbst zwei davon, allerdings mit 47mm und trage die Uhr auch gerne am Mash!


Bild entfernt. anmita
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
DRE-DAH

DRE-DAH

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Danke für ... ähhh ...

... ach manno, hab ich schon wieder vergessen.

:D

Edit:
Ist irgendwie merkwürdig: Dieses Modell mit dem glatt schwarzen und das mit dem blauen Zifferblatt sind jetzt von der Steinhart-Homepage komplett verschwunden. Nicht mal als "Nicht verfügbar" gelistet. Es ist nur noch die mit dem antiken, stark zerkratzten Zifferblatt im Sortiment.
 
Zuletzt bearbeitet:
DRE-DAH

DRE-DAH

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Leider bin ich mit der Qualität des Original-Bandes nicht ganz zufrieden. Neuwertig sieht es schick aus, bringt auch den Vintage-Charakter gut zur Geltung, was prima zum Bronze-Flieger passt. Nur nach den wenigen Tagen, die ich die Uhr jetzt ohne Wechsel auf eine andere getragen habe, sind schon recht viele der kleinen Lack-Splitterchen weggerubbelt (durch die normale Reibung an der Kleidung), was für mich den Look gegeben hat und jetzt zeigt sich an vielen Stellen nur noch das blanke Leder. Das finde ich jetzt nicht mehr ganz so schick.

Ich hatte ja aus früheren Zeiten noch ein selbst gebasteltes 20mm-Band rumliegen. Das hab ich nun an der Schließenseite auf 18mm verschmälert und mit Kantenlack versiegelt und noch etwas "gevintagt". Das finde ich, gibt nun der Uhr noch einen Push in Richting klassische Fliegeruhr-Optik.

Seht selbst:
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Die Vergesslichkeit eines mittelalterlichen Mannes ... Steinhart Nav. B-Uhr 42 Handaufzug Bronze schwarz

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