Die Uhr, die es nie gab: Lemania Hybrid digital/analogique-die etwas andere Vorstellung

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fox60

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Liebe Uhrenfreunde,

vor ein paar Wochen hatte ich mal kurz meine Neuanschaffung, einen Hybrid Chrono im Uhren-Cafe vorgestellt.
Wie so oft bei mir war dieser Kauf überhaupt nicht geplant. Ich war bei meinem Stamm (Vintage) Händler sah mir (natürlich) Uhren an und blieb bei dieser Lemania hängen. Ich fragte ihn, was das für eine komische Kombination aus Quartz und Analog sei. So begann eine lange Geschichte. Am Ende hatte ich einen Lemania Ingenieur kennengelernt, die Uhr samt Ersatzwerk und Patentschriften ergattert und die Uhr, weswegen ich gekommen war - ihr ratet es- nicht.

Da ich nun mal stolzer Besitzer einer Lemania Hyprid samt Ersatzwerk bin, war es für mich naheliegend mich mit der Uhr und dem geschichtlichen Hintergrund zu befassen.
Für mich hiess das erst mal ganz vorne anzufangen. Was ist eigentlich ein Hybrid?

Mein schlaues Lexikon sagt dazu: Hybrid bedeutet, dass es sich um ein aus unterschiedlichen Arten oder Prozessen zusammengesetztes Ganzes handelt. Das Besondere daran ist, daß die zusammengebrachten Elemente an sich schon eine eigeneLösung darstellen. Durch das Zusammenbringen der verschiedenen Teile können aber ganz neue Eigenschaften entstehen. In der Technik ist Hybrid ein System, bei dem zwei Technologien miteinander kombiniert werden.


Entsprechend handelt es sich bei einer Hybrid Uhr um eine Uhr, die analoge und digitale Komponenten besitzt.

Im Dezember 1981 wurde beim Schweizer Patentamt die Entwicklung der beiden Nouvelle Lemania Ingenieure Albert Piguet und Jean-Daniel Dubois eingereicht.
Es war ein revolutionäres Chronographendesign: Halb Schaltrad, halb Quartz, ein irrwitziger Hybrid.

DSC02978.jpg
DSC02977.jpg
DSC02979.jpg
DSC02982.jpg


Erst später wurde mir klar, was ich da für einen Fang gemacht hatte. Mein Händler wollte seine Kuriositäten Abteilung auflösen und dachte, die Lemania wohl bei mir in guten Händen zu wissen. Ich hoffe mal, dass ich dem gerecht werde.
Auf der freien Wildbahn wird einem diese Uhr nie begegnen. Es wurde nur eine Serie von 200 Werken gebaut. Dazu wurden einige Lemania Prototypen hergestellt, es gibt auch einige Testmodelle unter dem Label Dolmy.

Omega hatte erwogen, diesen Hybrid in seine Serie aufzunehmen.

Bei Maddox findet sich hierzu folgender Eintrag: TI386.0815 Speedmaster 1/100 sec chrono, LCD display at 12 o'clock, titanium with integrated bracelet
prototyp only, never in production.


Die technischen Daten der Uhr:

Nouvelle Lemania Cal. 181 18 Steine
24h Sub Dial
12h Chrono Totalisator
60min Totalisator
und nun das Sahnehäubchen:
1/100 Sekunden LCD Chrono, der als Datumsanzeige dient wenn die Chrono Funktion nicht aktiviert ist
Edelstahlgehäuse ca. 37mm

Wer sich näher für den technischen Aspekt interessiert, für den habe ich hier noch eine technische Beschreibung (allerdings in Englisch) sowie die zeitgenössischen Konstruktionszeichnungen:

DSC02983.jpg
DSC02984.jpg
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DSC02989.jpg
DSC02990.jpg
DSC02992.jpg




liquid crystal display cell (21) indicates the date in an aperture situated at 12 o'clock. The hour
wheel (31) and the center wheel (29) present coaxial pipes which pass through the dial and bear hour and minute hands. These wheels are driven
by a wheel-train (30, 28, 27) actuated by the stepping motor (25) which receives its pulses from the circuit (23) controlled at a frequency of 1 Hz
for example by the quartz (48). The 24-hour wheel (33) bears a contact element (46) which, once per revolution, grounds the terminal (47). The
pulse which results therefrom is transmitted to a counter incorporated in the circuit (23). This counter controls the decoding circuit which controls the
display cell (21). To effect the setting of the date, the stem (35) is brought into its intermediate position (II). The contact element (40) borne by the
yoke (38) then grounds the terminal (41), which causes in the circuit (23) the emission of pulses at a frequency of 1 Hz which controls a repeated


und noch ein weiterer Artikel:

Artikel: International Watch Magazine:

The Electronic Lémania Chronograph
The quartz and electronic movement revolution in Switzerland did not leave Lémania unaffected. In the late 1970s, Nouvelle Lémania embarked on the development of an electronic chronograph. It would be more accurate to say it embarked on the development of an elecro-mechanical movement.
The first Swiss patent application for this movement was filed in December 1981. A U. S. patent was initially applied for in 1982 but was subsequently abandoned while further development went on, and the final patent application was filed on January 2, 1985, and granted on May 13, 1986, for an “Electronic Chronograph Watch Having Analog and Digital Display of Measured Time Periods.”
In this movement, a micromotor actuated a wheel train that drove the center hour and minute hands, while another motor actuated the chronograph train that operated the chronograph sweep seconds hand, a minute register hand and an hour register hand. The movement actually had a mechanical column wheel which started and stopped the second motor by a lever, and a hammer reset the chronograph gears. Finally, there was a liquid crystal display at 12 o’clock for the reading in hundredths of a second, up to 99/100ths. When the chronograph was not running, this display showed the date.
This movement apparently never entered mass production, though the late Omega expert Chuck Maddox obtained one example. Omega even advertised one model that used this version.


Und hier die Uhr:

DSC02980.jpg
DSC02975.jpg
DSC02974.jpg

Ich hoffe, dass Euch die Lektüre dieser sicher nicht üblichen Uhrenvorstellung genauso viel Spass gemacht wie mir die Recherche.

Nicht weniger interessant ist übrigens die Geschichte der Marke Lemania selbst. Ich oute mich gerne als Fan dieser symphatischen, innovativen Firma.

Zunächst gilt es, auf eine Verwechslung aufmerksam zu machen. Bis vor einigen Jahren wurde auf diversen Internetseiten Henry Alfred Lugrin aus New York als der spätere Gründer Alfred Lugrin der Firma Lemania genannt. Heute weiss man, dass das zwei verschiedene Schweizer Chronographen-Konstrukteure waren. Alfred Lugrin ist 10 Jahre jünger Henry Alfred Lugrin.
Er wurde 1858 vermutlich als einziges Kind von Jules Francois Lugrin und seiner Ehefrau Jeanne Francoise geb. Cloux in La Lieu geboren.
Wie üblich, begann Alfred Lugrin sich in Heimarbeit die Grundkenntnisse der Metallbearbeitung anzueignen.
Dies führte dazu, dass er als Hilfsmechaniker bei LeCoultre in Le Sentier angestellt wurde. Hier tat er sich nach relativ kurzer Zeit als Spezialist für Chronographen Schaltwerke hervor.
Mit drei befreundeten Uhrmacher-Kollegen gründete er im Jahr 1884 ein eigenes Atelier. Im Jahre 1887, also 3 Jahre später, heiratete er die fast gleichaltrige Alice Sophie. Ein Jahr später kam die Tochter Jane-Louise zur Welt. Im Jahre 1892 wurde noch der Sohn Alfred, allgemeinhin Fredo genannt, geboren.

Der Betrieb in Sentier nannte sich Fabrique d'Ebauches et Mouvements A.Lugrin & Cie. Zunächst wurden sowohl einfache, als auch komplizierte Rohwerke hergestellt. Bereits 1886 wurde es zu eng in den alten Räumen und so siedelte das Unternehmen nach L'Orient.
Hier wurden bereits komplizierte Werke nach eigenen Patenten hergestellt. Hervorzuheben sind hier die Patente CH-225 und CH-782 für Repititionsuhren.
Das Patent CH-359 beschreibt hingegen einen Chronographen mit einer neuen Konstruktion für ein springendes Minuten Zählwerk.
Bereits 1889 wurden die Räumlichkeiten in L'Orient ebenfalls wieder zu knapp und man begann intensiv das Werk auszubauen.

Ab 1900 wurden in der Fabrik Fertiguhren für unterschiedliche Abnehmer hergestellt.
Im Jahre 1912 nahm Lugrin einen Absolventen der hiesigen Uhrmacherschule auf, einen gewissen Marius Meylan in die Firma auf. Dieser sollte sowohl für den Betrieb als auch für die Uhrenindustrie grosse Bedeutung erlangen.
Zunächste aber heiratete erst mal die Tochter seines Chefs.
Nach dem frühen Tod von Alfred Lugrin im Jahre 1920 übernahm Meylan die Betriebsleitung
Im Jahre 1924 änderte Marius Meylan-Lugrin die Firm in Lemania Watch Co Lugrin Ltd. um, nach der erfolgreichsten Kaliber Marke im Fertigungsprogramm- das Wort selbst ist der französischen Bezeichnung des Genfer Sees- Lac Leman abgeleitet.
Das Jahr 1932 war ein weiterer, wichtiger Meilenstein. Meylan schloss sich der schon 1930 gegründeten Firmengruppe SSIH mit den Hauptaktionären OMEGA und Tissot an. Anders wie oft zu lesen, wurde Lemania nicht übernommen, sondern er hat sich mit einem gewichtigen Anteil in das Unternehmen eingekauft.
Was folgte waren viele Jahre erfolgreichen Wachstums.
Mit dem Aufkommen der elektrischen und später elektronischen Armbanduhren in den 1970er Jahren brachen die Umsätze bei der SSIH massiv ein.
Nicolas Hayek erhielt im Jahre 1980 den Auftrag die SSIH Gruppe neu aufzustellen. Im Zuge dieser Umstrukturierung trennte sich Lemania im Jahre 1981 von der SSIH Gruppe und nannte sich fortan Nouvelle Lemania.
 
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Pascal

Pascal

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Danke. Grandiose, blitzschöne Uhr, 'ne sehr informative (Lac Leman---> direkt im Langzeitspeicher eingebrannt) und mit merklicher Begeisterung gemachte Vorstellung mit Konstruktionsphotos (!) eines aussergewöhnlichen und sehr seltenen Werkes. Mein lieber Scholli. Vielen Dank für's Teilhaben lassen!

Grüsse, Pascal
 
divemax

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Wieder eine top Vorstellung. Vielen Dank. Die Fotos sind einfach spitze und die Informationen über diese Rarität sehr interessant. Ich wünsche Dir ganz viel Freude an der Rarität, die wirst Du aber sicher haben.
LG
Max
 
ddee

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Zuerst einmal: grandiose Vorstellung! Ich wünschte mir mehr solcher Vorstellungen die auch auf Technik eingehen...

Zweitens: lass uns über Technik reden: so wie ich das jetzt verstanden habe, treiben zwei unabhängige quarzgesteuerte Motoren die mechanisch übersetzten "normalen" Zeiger und Chronographen an. Der Chrono misst dazu noch digital die Hundertstelsekunden.
Nochmal: zwischen Zeiger und Quarzantrieb liegen einige mechanische Zahnräder die im Grunde nur eine Übersetzung darstellen.
Bitte klär mich auf wenn hier schon der Verständnisfehler liegt.

Es muss zwangsläufig einen offensichtlichen Nachteil geben, sonst wäre das Ding längst in Serie. Aber wo lieber Fox liegt der theoretische Vorteil dieser Konstruktion? Wo liegt der Mehrwert? Irgendwas muss sein, und ich erkenne ihn bis jetzt noch nicht. Oder ist es "nur" das digitale Messen der Hundertstel?

Vielen Dank!
 
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Ruebekarl

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Cooles Teil! Was die sich nicht haben einfallen lassen um die Mechanik zu retten - das Werk ist ja noch 'hybrider' als das Chronowerk von JLC. Ich glaube, wir müssen demnächst mal gemeinsam zu Deinem Vintage-Händler!

Viele Grüsse und viel Spass mit dem seltenen Stück,

Kai
 
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Das ist eine der spannendsten Uhrenvorstellungen, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Diese Lemania hätte ich auch gerne.
 
fox60

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Zuerst einmal: grandiose Vorstellung! Ich wünschte mir mehr solcher Vorstellungen die auch auf Technik eingehen...

Zweitens: lass uns über Technik reden: so wie ich das jetzt verstanden habe, treiben zwei unabhängige quarzgesteuerte Motoren die mechanisch übersetzten "normalen" Zeiger und Chronographen an. Der Chrono misst dazu noch digital die Hundertstelsekunden.
Nochmal: zwischen Zeiger und Quarzantrieb liegen einige mechanische Zahnräder die im Grunde nur eine Übersetzung darstellen.
Bitte klär mich auf wenn hier schon der Verständnisfehler liegt.

Es muss zwangsläufig einen offensichtlichen Nachteil geben, sonst wäre das Ding längst in Serie. Aber wo lieber Fox liegt der theoretische Vorteil dieser Konstruktion? Wo liegt der Mehrwert? Irgendwas muss sein, und ich erkenne ihn bis jetzt noch nicht. Oder ist es "nur" das digitale Messen der Hundertstel?

Vielen Dank!
so ungefähr habe ich es auch verstanden.
Ich denke auch,man muss diese Konstruktion im Zusammenhang mit der Entstehungszeit sehen. Das war Ende der 70iger.
Die Erfindung wurde 1981 eingereicht, es gab aber Verzögerungen. Somit war das eigentliche Patent erst Mitte der 80iger Jahre im Umlauf. Zu spät für Lemania.
Zu der Zeit gab es einige Hersteller, die ähnliche Produkte am Markt hatten, z.B. Glashütte Hybrid.
Das waren aber weniger aufwendige Konstruktionen. Die besondere Herausforderung hier war, 1/100 sec. auch ablesbar zu machen, um es auch stoppen zu können.
Die Patentschrift ist mittlerweile frei zugänglich. Wer sich die Mühe machen will ( und es lohnt sich) kann sie z,B. hier einsehen Patent US4588305 - Electronic chronograph watch having analog and digital display of measured ... - Google Patents

Ich finde es ist ein interessantes Stück Uhrengeschichte. Wenn man dann noch die Uhr in der Hand hat, ist es wirklich faszinierend

lg Andreas

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Wieder eine top Vorstellung. Vielen Dank. Die Fotos sind einfach spitze und die Informationen über diese Rarität sehr interessant. Ich wünsche Dir ganz viel Freude an der Rarität, die wirst Du aber sicher haben.
LG
Max
@Max, vielen Dank , freut mich dass Dir die Präsentation gefallen hat.
@Hallo Kai, ja das sollten wir wirklich. Wobei dieser Händler nicht der ist, über den wir gesprochen haben
@Uhr-Enkel. danke. Das freut mich ganz besonders

lg Andreas
 
Zweizylinder

Zweizylinder

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Danke Dir!

Wieder mal eine sehr gute Vorstellung einer sehr interessanten Uhr/Technik.

Man (ich) lernt nie aus.

Glückwunsch zu dieser Seltenheit und viel Freude daran. :klatsch:
 
SINNlich

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Wow, ein mechatronisches Monster!
Habe ich das richtig verstanden? Schaltradchrono mit allen Zahnrädern, die Nocken betätigen Hebel, die wiederum kleine Motoren schalten. Schrittschaltmotor oder als Permanentmotor?, also mit hüpfender oder schleichender Stoppsekunde? Der einzige Unterschied liegt im Taktgeber, Quarz statt Unruh, und Energiezufuhr, Batterie statt Federhaus. Zusätzlich mit IC für die 1/100 sec. Messung
Das musste zu aufwändig und damit eine Totgeburt werden.

Eine tolle Uhr, die sicher einen hohen Seltenheitswert besitzt. Gratulation!
 
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fox60

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Wow, ein mechatronisches Monster!
Habe ich das richtig verstanden? Schaltradchrono mit allen Zahnrädern, die Nocken betätigen Hebel, die wiederum kleine Motoren schalten. Schrittschaltmotor oder als Permanentmotor?, als mit hüpfender oder schleichender Stoppsekunde? Der einzige Unterschied liegt im Taktgeber, Quarz statt Unruh und Energiezufuhr, Batterie statt Federhaus.
Das musste zu aufwändig und damit eine Totgeburt werden.

Eine tolle Uhr, die sicher einen hohen Seltenheitswert besitzt. Gratulation!
Stimmt. Du hast es auf den Punkt gebracht. Besser kann man es in 2-3 Sätzen nicht beschreiben :-)
Ich denke auch, dass das letztendlich der Grund war. Aufwendige Konstruktion, innovativ,aber in Serie wohl kaum zu einem annehmbaren Preis zu produzieren.
 
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osterguentermann

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Wo ist der "Gefällt mir"-Button, wenn man ihn braucht? :-D
Superteil und extremst sammelwürdig, mit hohem Neidfaktor!
Gratuliere - und danke für die Einblicke!
 
Zeitwandler

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Vielen Dank für die Vorstellung dieses seltenen Stück Technikgeschichte. :klatsch:
 
guidob

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Wow, das nenne ich mal Vorstellung. Super Uhr und eine der besten Vorstellungen der letzten Jahre! Congrats!

Die Uhr hätte ich wohl auch mitgenommen - obschon mit Elektrizität. Dennoch ein wunderbares Stück Zeitgeschichte. Und mit Ersatzwerk...

Beste Grüße
Guido
 
fox60

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@Michael, osterguentermann, Hansi vielen Dank

wir haben ja einige Profis im Uhrforum. Vielleicht könnt ihr mit Eurem Background etwas zu den technischen Aspekten beitragen.
Freue mich über jeden Beitrag
 
10-nach-10

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Irrungen und Wirrungen aus einer heißen Zeit in der Uhrenindustrie. Ich habe selten sowas Interessantes gelesen, aber ganz ehrlich? Ich bin froh, daß sich solche Chimären letztlich (vllt. auch: noch?) nicht durchgesetzt haben: Man stelle sich nur vor, welche Gefahren (für die Mechanik) z.B. ein simpler Batteriewechsel birgt ;-). Famose Vorstellung mit Tiefgang und phantastischen Fotos: Vielen Dank dafür.
 
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SINNlich

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Ist in meine Anmerkung vielleicht etwas untergegangen: Wird die Stoppsekunde und der Uhrantrieb mit Synchronmotoren oder mit Schrittschaltmotoren bewegt? Sprich: springende oder schleichende Sekunde?

Danke!

Axel
 
fox60

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Ist in meine Anmerkung vielleicht etwas untergegangen: Wird die Stoppsekunde und der Uhrantrieb mit Synchronmotoren oder mit Schrittschaltmotoren bewegt? Sprich: springende oder schleichende Sekunde?

Danke!

Axel
stimmt ist untergegangen.
Da fragst Du einen Techniklaien was.
Ich kann nur sagen, dass der Sekundenzeiger aus der Mitte springend ist, der Minutenzeiger (aus der Mitte mit Pfeil) schleichend ist.
 
Ruebekarl

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Das Ganze erinnert optisch ein bisschen an die 'Twin Time' Uhren und von der Konstruktion an das JLC Mechatronikwerk 631 mit mechanischem Chrono und Quarzuhrwerk, das z.B. in der Kryos oder in einem der IWC 3741 verbaut wurde. Auch hier wiegt der Mehraufwand der Mechanik den Mehrwert des Quarz-Kerns nicht wirklich auf, aber immerhin gab es ein paar produzierte Kaliber. Bei denen springt der Sekundenzeiger, aber der Rest schleicht auch ...
 
spritdealer

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Bravo, einfach nur grandios :klatsch: Du hast wirklich ein Händchen für seltene/alte Uhren, die dann auch noch super aussehen, siehe Heuer Camaro. Und wie gewohnt hast du die Vorstellung nicht einfach lieblos runtergeleiert sondern mit Daten, Fakten und tollen Bilder einfach genial erstellt. Meinen Glückwunsch zu diesem Superfang, viel Freude daran und Danke fürs Zeigen.
 
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Schöne Uhr, getoppt von einer tollen Vorstellung! Danke! Gruß Andi
 
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