Die Präzisa aus Ruhla (M2, UMF 29)

Diskutiere Die Präzisa aus Ruhla (M2, UMF 29) im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Dann zeig doch mal das gute Stück, vielleicht können wir ja helfen.
Lil-Bacon

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Hallo , toller Thread .
Ein paar Uhren habe ich auch aus dieser Zeit . Allerdings geht der Großteil in den UMF/ Ruhla Bereich. Bei den kleinen weiß ich gar nicht genau welches Werk drin ist , bei der großen ist es ein Präzisa M2 wenn ich nicht ganz falsch liege.
 

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watchfox

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Im Dezember 2013 habe ich mir die erste Präzisa gekauft. Das Zifferblatt war ziemlich vergraut und ich habe lange ein besseres ZB gesucht. Geduld zahlt sich aus und nun habe ich ein nahezu perfektes Exemplar gefunden und eingebaut. Nun darf sie in die Vitrine zu ihrer Schwester mit Zentralsekunde. Deren ZB hat auch eine ordentliche Patina, das passt aber ganz gut, finde ich.
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Spindel

Spindel

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Gratuliere Hartmut,hier hat sich auch das warten gelohnt.Zeige jetzt nicht meine,die habt ihr schon gesehen.
Die zweite sieht aus als wäre das so mit der Patina.
Gruß Roland
 
watchfox

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Das Wetter war heute schlecht und so habe ich den 1. Ordner mit 160 Originalzeichnungen der Präzisa fertig eingescannt. Damit sind jetzt ca. 1/3 der Unterlagen digitalisiert. Viel Arbeit, aber auch sehr spannend zu sehen, wieviel Mühe notwendig war, eine gute Uhr zu konstruieren. Mit heutigen CAD-Programmen ist das unvergleichlich einfacher, ich glaube aber mindestens genau so spannend. Ich stelle mir vor, die Zeichnungen in ein Zeichnungsprogramm zu übernehmen um auch gleich eine 3-dimensionale Ansicht zu generieren. Damit ließe sich die Präzisa sicher weiter optimieren - ein schöner Traum!
Sicher ist, ich schrieb es schon, daß die Entwicklung schon 1934/35 begonnen hat. Das zeigt die Zeichnung des Rückerzeigers vom 22.8.1938, die die Zeichnung vom 15.1.1935 ersetzt. Eine Zeichnung der Balanceschraube ist mit dem 27.10.1936 datiert. Die Entwicklung wurde auch nicht wie vermutet eingestellt, sondern offensichtlich sporadisch fortgesetzt. Darauf deutet eine Zeichnung des Kronenrades vom 21.2.1945 hin. Die offizielle Entwicklung der Präzisa begann im Januar 1946. Und noch eine Überraschung; die letzten Zeichnungen des Minutenradtriebes und des Sekundenradtriebes wurden am 7.1.1964 bzw. 9.2.1964 gefertigt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Produktion der Präzisa aber schon 1963 eingestellt. Vielleicht hat man gehofft, daß die Produktion wieder aufgenommen wird? Eine Frage, auf die ich keine Antwort habe. Es bleibt also weiter spannend!
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Noch eine schöne Zeichnung, wie ich meine.
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fuchsgiro

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Vielen Dank Hartmut.

Die neue Version:
Schon 1934/1935, wie Zeichnungen aus dieser Zeit belegen, wurde in der Gebrüder Thiel GmbH Ruhla an der Konstruktion, eines 15-steinigen Armbanduhrwerks mit massivem Gestell, Schweizer Ankerhemmung, Zapfenunruh und Kupplungsaufzug gearbeitet. Da zu dieser Zeit aber
fast alle Kapazitäten in die Rüstungsproduktion flossen, wurde das Projekt nicht realisiert. Eine Zeichnung aus dem Jahr 1945 beweist jedoch,
dass man sporadisch an der Konstruktion weiter arbeitete.
Erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges, soll es im Oktober 1945 in einem Gespräch zwischen Max Dittus (Geschäftsführer Thiel) und Oberstleutnant Saweljew (Zweiter Stadtkommandant von Eisenach) u.a. auch darum gegangen sein, neben den 4- und 7-steinigen Uhren, auch 15-steinige Uhren zu produzieren. Nachdem dem russischen Offizier die Kompliziertheit dieser Unternehmung dargelegt worden war, soll er folgendes geantwortet haben: "Ich ersuche sie, ihre Ingenieure mit der Herstellung einer 15-steinigen Armbanduhr zu beauftragen und versichere ihnen, das derjenige, der so eine Uhr zuerst fertig bekommt, eine Prämie erhält."
So wurden die alten Pläne ab Januar 1946 unter Leitung von Friedrich Schildt (Ingenieur, Abteilungsleiter u. Hauptkonstrukteur in Ruhla 1922-1960) fertig gestellt. Ab 1946 standen auch die neu entwickelten Werkzeugmaschinen bereit und die ersten Funktionsmuster der Thiel Präzisa konnten produziert werden. Die Aufnahme der Serienproduktion erwies sich allerdings als sehr schwierig. Deshalb wurden erst 1948 (unter Leitung der Awtowelo SAG) die ersten Uhren mit dem Kaliber Thiel Präzisa produziert.
Bei der Produktionseinführung wurden die Thüringer durch Mitarbeiter der 1. Moskauer Uhrenfabrik unterstützt.
Aus dem Entwicklerteam sind u.a. bekannt, die Herren Buglisch, Schieck, Lübbe, Klein, Schlöffel und Mleinek, der gerade seine Lehre beendet hatte. Klaus Mleinek wurde später Hauptkonstrukteur im Uhrenwerk (1966-1990)
 
fuchsgiro

fuchsgiro

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Nein, könnte mir vorstellen, dass das die schöne Optik stören würde.
1695 (8).JPG

Hier noch ein Präzisa-Set mit dem relativ seltenen Kissengehäuse.
1696 (3).JPG
Diese Zifferblatt hat wieder die volle Beschriftung. 8-)
1696 (5).JPG
 
H

hansolo0_3

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Eine tolles ZB Mario,ich habe davon auch erst kürzlich ein Modell gekauft. Ich habe zwar schon ein Modell,aber mir gefällt einfach das schöne ZB.
 

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Spindel

Spindel

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Ja die ist schön,aber auch das Gehäuse.Das passr dann richtig dazu.
Da habe ich ja wieder eine Suchaufgabe.
Gruß Roland
 
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