Die Großen werden den Kleinen immer ähnlicher

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doppelD

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Ich war mir nicht sicher, ob dieses Thema in die Uhren-News gehört oder in das Uhren-Cafe. Da es hier um neue Uhren Designs geht, die ja in den Uhren-News vorgestellt werden, habe ich es mal hierher gesetzt.

Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass viele neue Designs der Großen Marken denen der kleinen Marken ähneln. Früher war es doch anders herum. Gerade im Uhrforum werden bei Neuvorstellungen ja gerne Ähnlichkeiten zu bereits bestehenden Uhren heraus gepickt. Bei der Neuvorstellung einer Uhr eines kleinen Herstellers, wurde immer gleich mit dem Zeigefinger auf Ähnlichkeiten mit großen Marken hingewiesen. Nun häufen sich gerade Kommentare, wo User bei neuen Designs der Großen auf Ähnlichkeiten zu kleinen Marken hinweisen. Ist nur mir das aufgefallen?

Warum tun sich die großen Marken bei neuen Designs so schwer? Bisher hat man ja immer sich selbst kopiert. Das war relativ einfach. Sobald aber die großen Hersteller neue Designs auf dem Markt bringen wollen, hat man das Gefühl, dass das alles schon mal da war.

Um einige Beispiele zu nennen. Die Rolex Skydweller meine ich fünf Jahre vorher schon beim Chinesen gesehen zu haben. Gerade wurde hier die neue IWC Ingenieur vorgestellt, wo viele meinte, dass könne auch eine J-Lemans für 199€ sein. Die IWC Portugieser Acht Tage 150th Anniversary sieht für mich aus wie eine 1:1 Hentschel Kopie. Früher hatte IWC noch aufgesetzte Zahlen, aber jetzt haben sie es wie Hentschel, einfach aufgedruckt. Die IWC Fliegeruhr gibt es nun auch mit kleiner Sekunde bei 6, das hatte Tourby schon zehn Jahre vorher. Gestern habe ich eine Davosa Chrono gesehen, wo ich meinte "Wow, die sieht genauso aus wie die neue Breitling Navitimer 8", worauf der Verkäufer meinte: "Ja, nur das es die Davosa schon Jahre vorher gab". Auch andere neue Breitling Modelle sehen für mich aus wie Modelle von kleinen Herstellern, die ich aber schon zehn Jahre vorher kannte. Immer mehr neue Uhren der großen Marken sehen aus wie von kleinen Marken.

Sieht das jemand genauso?
 
neset530d

neset530d

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Genau die gleichen Gedanken hatte ich , als ich die Davosa am MP gesehen habe und sofort die Breutling 8 noch einmal anvisiert.
Erstaunlich ist die Ähnlichkeit der Lünette.
 
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Rhorix

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Ist aber leider oft nicht korrekt. So auch im Fall der Davosa. Die bezieht sich nämlich auf Breitlingmodelle, die nicht populär waren und sehr alt sind (AVI und Avistar).
Es gibt zwar manchmal Microbrands, deren Ideen sich in abgewandelter Form bei den Großen finden aber in der Regel kupfern die noch immer bei den Großen ab. Es werden nur inzwischen im Zuge der Vintage und Heritage Welle extrem alte Designs ausgegraben, die nur wenige kennnen.

Bevor jetzt allerdings die Homage-, Fake-, Whateverdiskussion anfängt: ich meine das wertfrei. Ich finde z.B., dass oft genug die Microbrands bekannte Elemente so genial verbinden, dass ich die Vorbilder gar nicht brauche.
 
A. Lange

A. Lange

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Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass viele neue Designs der Großen Marken denen der kleinen Marken ähneln.

Das ist mir bisher jetzt nicht aufgefallen.
Ich sehe es immer noch andersrum, dass meist die kleinen Hersteller von den Großen abkupfern.

Es ist aber klar, dass sich bei neuen Uhren immer wieder anleihen von früheren Uhren auftauchen.
Ganz neu kann man die Armbanduhr halt nicht mehr erfinden.

Gruß
Andreas
 
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Mir ist es das erste mal bei dem Dreier-Datum aufgefallen. Das kannte ich ausschließlich von Microbrands. Und plötzlich tauchte es bei IWC auf.
 
Dr. Wu

Dr. Wu

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Vor einigen Jahren,als es noch keine große Datejust gab,hatte ich schon eine 40er mit Riffellünette als Nachbau kurzzeitig am Arm. Als wenn die Chinesen eher auf den Massengeschmack gekommen sind.
 
doppelD

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Es geht mir eigentlich nicht darum, wer von wem abgekupfert hat. Es mag sein, dass Davosa sich an einer alten Breitling aus dem 60ern orientiert hat (Auch wenn man es nicht beweisen kann). Aber aktuell hat Davosa nun mal dieses Design am Markt, und Breitling seit Jahrzehnten nicht. Ein altes vergessenes Design heraus zu graben und neu aufzulegen, ist auch irgendwo innovativ. Ich finde Davosa war innovativ. Mehr als Breitling, die erst viel später auf die Idee kamen. Da Davosa dieses Design nun erfolgreich vermarktet, verbinde ich mit diesem Design eher eine Davosa, als eine Breitling. Die Breitling aus den 60ern kannte ich gar nicht.

Eine ähnliche Geschichte gab es ja auch mit Stowa und Nomos. Stowa hatte das Bauhaus-Design in den 1940er Jahren schon, Nomos erst ab den 2000er Jahren. Trotzdem gab man Nomos Recht, da man meinte, Nomos habe ein altes, vergessenes Design heraus gegraben und wieder bekannt gemacht. Stowa habe dann nur nachgezogen.
 
thp001

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Das Bauhaus-Design haben weder Stowa noch Nomos „erfunden“. Das gibt es seit den 20er Jahren von Lange. Die haben es aber irgend wann wieder aufgegeben ... Gruß, thp001.
 
Der Motor

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"Bewährtes" Design gibt es bei großen und bei kleinen Herstellern. Dass die Sea-Dweller gewachsen ist, liegt am Anpassen vom Rolex-Diver-Design an den Zeitgeist und nicht daran, dass Rolex irgendwelche Hommagen kopiert hätte, die schon früher größer waren, vielleicht um sich dadurch von kleineren Hommagen abzugrenzen. Ob den Breitling Designern die Davosa-Chronos überhaupt bekannt waren als sie die neue Navitimer entwickelt haben? Ich schätze eher, da hatten zwei Unternehmen einen Gedanken: einem möglichst massenkompatiblen Chrono zu entwerfen. Heraus kommt dann eben so ein seelenloses Design.
Das Problem ist nicht, dass große Marken die Designs von kleinen Marken kopieren.
Das Problem ist eher, dass viele Hersteller nicht mehr bereit sind, Uhren mit innovativen Design auf den Markt zu bringen und damit eventuell zu scheitern. Man geht auf Nummer sicher: alles retro. Damit geht aber der Vorsprung vor den kleinen Nachahmern verloren.
Rolex, Patek, IWC, Panarai, Omega, Tudor und in Teilen auch schon bisher Breitling leben von Entwürfen der Vergangenheit.
Und Richard Mille, Hublot, Tag Heuer und andere Marken, die sich an neuen Designs und Materialien versuchen, kriegen ständig vorgehalten, wie furchtbar die innovativen Modelle aussehen.
 
ludicree

ludicree

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Also ich kann das nicht nachvollziehen. Gross kopiert Microbrand habe ich noch nie gesehen. Andersrum ist es sehr häufig bis hin zu reinen Lookalike-Klitschen.

Ich glaube aber das aktuell einige Retro Designs zeitnah an verschiedener Stelle wieder erscheinen. Z.B. Zenith Extra Pilot Special.
 
omega511

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Eine ähnliche Geschichte gab es ja auch mit Stowa und Nomos. Stowa hatte das Bauhaus-Design in den 1940er Jahren schon, Nomos erst ab den 2000er Jahren. Trotzdem gab man Nomos Recht, da man meinte, Nomos habe ein altes, vergessenes Design heraus gegraben und wieder bekannt gemacht. Stowa habe dann nur nachgezogen.

Hallo Jürgen aus einem meiner Lieblingsdörfer,

Ich muss Dich hier leicht korrigieren, Nomos hat sich einen Geschmacksmusterschutz auf die spezifische Anordnung der geraden Zahlen auf dem Blatt geholt, während das Gesamtdesign eben nicht mehr schützenswerte ist, da aus den 30er Jahren. Stowa schreibt bei der Antea seit 2005, dem Zeitpunkt des Rechtsstreits, alle Zahlens auf das Blatt, dagegen konnte Nomos dann auch nichts machen.

Grüße

P.s unter dem Foto von Schauer und Esslinger:
https://www.watchtime.net/uhren-szene/interview-joerg-schauer-ueber-90-jahre-stowa/
Und auch hier im Forum schon oft geklärt
https://uhrforum.de/nomos-vs-stowa-t16543#post215402
 
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Rhorix

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Es geht mir eigentlich nicht darum, wer von wem abgekupfert hat. Es mag sein, dass Davosa sich an einer alten Breitling aus dem 60ern orientiert hat (Auch wenn man es nicht beweisen kann). Aber aktuell hat Davosa nun mal dieses Design am Markt, und Breitling seit Jahrzehnten nicht. Ein altes vergessenes Design heraus zu graben und neu aufzulegen, ist auch irgendwo innovativ. Ich finde Davosa war innovativ. Mehr als Breitling, die erst viel später auf die Idee kamen. Da Davosa dieses Design nun erfolgreich vermarktet, verbinde ich mit diesem Design eher eine Davosa, als eine Breitling. Die Breitling aus den 60ern kannte ich gar nicht.

Eine ähnliche Geschichte gab es ja auch mit Stowa und Nomos. Stowa hatte das Bauhaus-Design in den 1940er Jahren schon, Nomos erst ab den 2000er Jahren. Trotzdem gab man Nomos Recht, da man meinte, Nomos habe ein altes, vergessenes Design heraus gegraben und wieder bekannt gemacht. Stowa habe dann nur nachgezogen.

Du machst es dir ein wenig leicht. Nur weil du etwas nicht kennst, kannst du so nicht argumentieren. Man kann z.B. nachweisen, dass es das Design bei Breitling gab (Internetseite Breitling-Museum). Dass der Schutz ausgelaufen ist, heißt nur das es Davosa nachbauen darf (was sie mMn. auch gelingen getan haben) dennoch ist es nicht ihre Idee.
Und so ist das in fast allen Fällen. Die Kleinen suchen die Inspiration bei den Großen und bedienen sich im Moment oft an sehr alten Designs (was in der Mode ist und Rechtssicherheit mit sich bringt). Solange sie das mit dem nötigen Respekt tun und besonders wenn sie noch eigene Ideen einfließen lassen, kommen oftmals tolle Uhren in einem attraktiven Preissegment bei raus und das finde ich klasse. Dennoch findet man in den meisten Fällen die Inspirationsquelle. Manchmal muss man eben länger suchen.
 
thp001

thp001

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Hallo Jürgen aus einem meiner Lieblingsdörfer,

Ich muss Dich hier leicht korrigieren, Nomos hat sich einen Geschmacksmusterschutz auf die spezifische Anordnung der geraden Zahlen auf dem Blatt geholt, während das Gesamtdesign eben nicht mehr schützenswerte ist, da aus den 30er Jahren. Stowa schreibt bei der Antea seit 2005, dem Zeitpunkt des Rechtsstreits, alle Zahlens auf das Blatt, dagegen konnte Nomos dann auch nichts machen.

Grüße

P.s unter dem Foto von Schauer und Esslinger:
https://www.watchtime.net/uhren-szene/interview-joerg-schauer-ueber-90-jahre-stowa/
Und auch hier im Forum schon oft geklärt
https://uhrforum.de/nomos-vs-stowa-t16543#post215402

http://manufaktuhr.info/?p=1560

Gruß, thp001.
 
Sectorfan

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Ähnliches dachte ich mir heute im Autobereich, wo die Heckleuchtenpartie vom neuen Audi A7 als Alleinstellungsmerkmal und "noch nie dagewesen" hervorgehoben wurde, mich erinnerte die aber sehr deutlich an den Honda Civic......:D

Gruß
Mike
 
doppelD

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In einer freien Marktwirtschaft darf es aber keine Benachteiligungen von neuen Herstellern gegenüber etablierten Herstellern geben. Monopolbildungen würden uns Verbraucher erheblich belasten. Aus diesem Grund gibt es ja die Patente, die aber nur für eine bestimmte Zeit gelten, damit der "Erfinder" für seine Leistung erstmal auch einen wirtschaftlichen Nutzen hat, bevor es dann nach z.b. 25 Jahren als "Allgemeingut" der gesamten Gesellschaft gilt.

Das gilt nicht nur für technische Erfindungen, sondern auch für Designs. Ich finde, das ist auch gut so. Schlimmer wäre es, wenn jeder der was erfindet ein ewiges Patentrecht darauf bekommt. Dann würden wir alle nur eine Schokolade essen dürfen, nur eine Sorte Cola trinken und es würde auch nur ein Hersteller ein SUV bauen dürfen, und nur ein Hersteller hat in seinen Autos ein ABS-System und ein Airbag. Bei Uhren dürfte nur einer einen Chronographen bauen, und nur einer ein Tourbillon. Es würde auch nur ein Hersteller Uhren im Bauhaus-Stil bauen.

Aus diesen genannten Gründen ist es mir relativ egal, ob Breitling vor 50 Jahren so ein Design mal hatte. Sie können dann zwar sagen, wir hatten das damals schon.... das macht deren neue Breitling Navitimer 8 aber nicht innovativer, denn Davosa hat das aktuell auf dem Markt und das schon vorher. Anders wäre es natürlich, wenn Breitling das Design seit 50 Jahren durchgängig verwenden würde.

Generell ist es mir aufgefallen, dass kleine Hersteller immer strenger kritisiert werden, als große Hersteller. Ich bin da anders. Der Name interessiert mich erstmal nicht. Ich beurteile alle Marken gleich. Wenn kleine Hersteller eine Uhr auf dem Markt bringen, müssen sie schauen was aktuell so auf dem Markt gerade ist. Damit es nicht zu Verwechslungen usw. kommt. Bei einem kleinen Hersteller ist es vielleicht eher die Regel, das ein Design gerade auch von einem großen Hersteller genutzt wird. Anders herum finde ich es aber schlimmer. Wenn eine Marke wie Breitling eine Uhr herausbringt, ohne den Markt zu sondieren und dann ganz stolz mit diesem Modell eine neue Ära einläuten will. Dumm nur, wenn es diese Uhr dann schon von Davosa gibt, und das viel günstiger. Ich bin ganz ehrlich. Ich finde einige Modelle von Breitling schön, und würde mir auch das ein oder andere Modell kaufen. Aber eine Navitimer 8, die aussieht wie eine Davosa, würde ich mir NICHT kaufen. Da erwarte ich von Breitling schon mehr für den aufgerufenen Preis. Anders wäre es, wenn Breitling die Navitimer 8 vor der Davosa auf dem Markt hätte. Aber eine Breitling vor 50 Jahren ist hier kein Argument in meinen Augen.

Übrigens: Das Breitling die Davosa nicht kannte, glaube ich nicht. Die Davosa hat wie die Breitling Vintage Uhr Striche. Die neue Breitling 8 hat stattdessen Zahlen. Ich vermute, dass Breitling auf Zahlen ausgewichen ist, da es sonst der Davosa doch zu ähnlich geworden wäre.
 
Vincent_Rock

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Aber aktuell hat Davosa nun mal dieses Design am Markt, und Breitling seit Jahrzehnten nicht. Ein altes vergessenes Design heraus zu graben und neu aufzulegen, ist auch irgendwo innovativ. Ich finde Davosa war innovativ. Mehr als Breitling, die erst viel später auf die Idee kamen.

Nimm's nicht persönlich, aber das ist der größte Quatsch, den ich in den letzten Tagen gelesen hab.
Nicht nur, weil Davosa bekannt dafür ist seine Designs nahezu ausschließlich zu klauen, aber das noch als innovativ zu bezeichnen?

Steinhart hat eine Knock Off der Paul Newman rausgebracht, die baut Rolex auch seit 50 Jahren nicht mehr. Ist das genauso innovativ?

Und was kann Breitling jetzt dazu?

Das Design der Tangente /Antea gab's schon in den 10ern und 20ern als Taschenuhr. So gesehen haben's beide "geklaut", wer zuerst kam ist da auch irrelevant.
Und wie kann Stowa denn "nachziehen" wenn es die Antea schon länger gibt als die Tangente? :hmm:
Sie haben eben den Fehler gemacht und es sich nicht schützen lassen.
 
ddee

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Kleine Firmen können sich aus allen historischen Modellen bedienen deren Geschmacksmuster abgelaufen sind und sich daher im rechtlich sicheren Rahmen bewegen.
Schaffen sie es dann, so ein altes Modell ausreichend populär an den Massenmarkt zu bringen könnte schon mal der Gedanke kommen, dieses Design wäre originär vom kleinen Abkupferer.
Das ist dann Pech für den Großen.

Aber eben auch der gewollte Tritt in den Hintern, dass man sich nicht ewig auf den Lorbeeren seiner Designs ausruhen kann.

Ich kann verstehen, dass jemand, der eine Uhr in einem bestimmten Design will, nicht zu Breitling greift wenn ers auch billiger haben kann.
Aber jemand der eine Breitling will (und sehr viele Kunden kaufen zuerst die Marke und dann das Design) wird nie und nimmer zu einer Davosa greifen...
 
doppelD

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@Vincent_Rock

Das ist deine Meinung. Völlig in Ordnung. Ich sehe es aber anders.

Ich bin kein großer Steinhart Fan. Die Paul Newman von Steinhart war aber ein großer Wurf. Rolex hat sie nicht am Markt, dann hat Steinhart es halt gemacht. Der Markt wollte eine Paul Newman. Rolex hat den Markt nicht bedient. Steinhart hat es aber getan, auch wenn deren Kundschaft anders aussieht. Da darf sich Rolex oder Rolex-Fans auch nicht beschweren. Das ist nicht das selbe, wie wenn man eine Deepsea nachbaut, die Rolex vor 3 Monaten am Markt geworfen hat.

Im Fall Stowa/Nomos ist es ähnlich. Stowa hat das Design Jahrzehnte nicht genutzt. Jörg Schauer hat die Marke Stowa auch nur aufgekauft. Ich wüsste nicht, warum Nomos das Design nicht verwenden dürfte, vor allem wenn Stowa es seit Jahrzehnten nicht nutzt. War Nomos damit innovativ? Irgendwo schon, denn so ein Design nicht zu nutzen ist ein Fehler gewesen. Das zeigt der großen Erfolg von Nomos mit dem Design. Anders herum finde ich es quatsch, dass jetzt Stowa das Design plötzlich nicht mehr nutzen darf (nur in einer abgeänderten Form). Das ist aber eine ganz andere Sache.

zum Fall Breitling. Findest du Breitling war mit der Navitimer 8 besonders innovativ? Zum einen haben Sie nur eine alte Hommage ausgegraben, zum anderen auch noch ein Design was bereits viel günstiger am Markt existiert. Ist es besonders innovativ von Breitling mit diesem Design eine neue Ära einleiten zu wollen?
 
ddee

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zum Fall Breitling. Findest du Breitling war mit der Navitimer 8 besonders innovativ? Zum einen haben Sie nur eine alte Hommage ausgegraben, zum anderen auch noch ein Design was bereits viel günstiger am Markt existiert. Ist es besonders innovativ von Breitling mit diesem Design eine neue Ära einleiten zu wollen?
Du schießt aber auch mit Rosinen auf Kanonenboote. Die Navi 8 wurde explizit und dezidiert für das Geschmacksempfinden des asiatischen Marktes lanciert. Dazu mit all dem Luxusbrimborium den eine große Marke so mitbringt. Was kümmert Breitling Davosa??

(Und Rolex kümmert der Mikro-Zwerg Steinhart auch keine Sekunde...)
 
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