Die "Freuden" des Uhrmachers,

Diskutiere Die "Freuden" des Uhrmachers, im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; oder doch der Hass auf diese elenden Pfuscher. Diese Uhr hat im Original ein Stülpzifferblatt. D.h. das Emailleblatt sitzt in einem Metallreif...

FritzP

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oder doch der Hass auf diese elenden Pfuscher.
Diese Uhr hat im Original ein Stülpzifferblatt. D.h. das Emailleblatt sitzt in einem Metallreif, der nur am Rand der Werkplatte klemmt (ist nicht mit auf dem Foto).
Was tun, wenn man diesen Stülpring nicht abhebeln kann, weil das ZB auf die Werkplatte geklebt wurde. Der Ring verhindert aber auch, das man zwischen Werkplatte und ZB mit einem Messer o.ä. die Verklebung lösen kann. Jedes Hebeln verbietet sich bei der Emaille von selbst, will man keine Risse oder Abplatzungen hervorrufen.
Solche und ähnliche Erlebnisse sind gar nicht so selten und lassen vielleicht gelegentlich meinen Frust über manche Äußerung in den Foren verstehen.

001.jpg
 

Ruebennase

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Uahhh ich hab noch ein Exemplar da wurde gleich noch das gesamte Werk im Gehäuse mit ' endbefestigt' ...Sachen die man einfach nicht auf Fotos sieht. Lieber Gott lass es Hirn regnen.

Grüße Rübe
 

Tiktakbrasil

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Sieht nach Schellack aus. Kann man zumindest mit mäßiger Hitze wieder aufweichen und trennen. Glück gehabt.

Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 

Spindel

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Scheint jetzt modern zu sein.Bei meiner ist es leider kein Schellack.Hier scheint es Komponentenkleber zu sein.
Der UhrForum-Werksucher
Werde ich nicht ohne weiteres runter bekommen ohne Blatt zu zerstören,die Brühe ist dann so und so im Werk.
Mal sehen ob ich vorher ein anderes Blatt bekomme.

Gruß Roland
 

pallasquarz

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Sieht nach Schellack aus. Kann man zumindest mit mäßiger Hitze wieder aufweichen und trennen. Glück gehabt.

Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
Hallo, wenn Schellack, löst diesen Alkohol auf. Mit einem in Spiritus getränkten Wattetupfer betupfen.
Grüße Christoph
 

FritzP

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Es ist auf Grund seiner Konsistenz garantiert kein Schelllack und es ist mir auch absolut unerklärlich wie man dies allein vom Foto erkennen will.
Sorry, aber ich könnte schon wieder ...
 

pallasquarz

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Hallo, wenn Du es weghaben willst, dennoch mit Benzin oder Spiritus probieren.
Grüße Christoph
 

gsl

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Das ZB auf dem Foto gehört also nicht zu dieser Uhr? Es war aber anhand der Klebestellen draufgeklebt. Es hat zwei abgeschliffene Kupferfüßchen:

3469295
Die Position der Füßchen könnte sich mit dem Loch oben links ausgehen, für unten ist es schwieriger auszumachen.

Wie kommt das originale Stülpzifferblatt, das auf dem Foto nicht zu sehen ist, in's Spiel? Ist da noch das Uhrwerk dran? Du könntest versuchen dieses Werk so weit es geht von hinten zu zerlegen und den Rest in ein Reinigungsbad legen. Ev. auch im US schütteln. Es ist unglaublich, was so Elma 9:1 alles an Klebern löst. Jede zweite meiner Übungsuhren hat so und schlimmer ausgesehen.

Gruß
Michael
 

Spindel

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was so Elma 9:1 alles an Klebern löst
Da verfärbt sich sogar die Platine.
Ich nehme immer 1:9 ;-)
elma.jpg
Habe auch schon pur genommen,da waren allerdings die Zahlenindexe auf der Emailie etwas blass geworden.
Gruß Roland und nicht böse nehmen.Werde mich bessern.:D
 

FritzP

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Hallo Roland,
kein Problem, der Faden war für mich schon vorher gestorben. Sollte ursprünglich im weiteren Verlauf zeigen, wie man das ZB wieder fachgerecht befestigen kann. Doch gegen die vielen klugen Ratschläge habe ich natürlich nichts entgegen zu setzen.
 

gsl

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Sollte ursprünglich im weiteren Verlauf zeigen, wie man das ZB wieder fachgerecht befestigen kann.

Das beantwortet meine Frage, wie das Stülpzifferblatt, das auf dem Foto nicht zu sehen ist, in's Spiel kommt.

Und bitte um Entschuldigung wegen meines "klugen" Senfs mit 1:9 oder 9:1 und meine, Du solltest dich nicht so zieren und so leicht beleidigt sein. Mich würde es mehr als interessieren von dir lernen zu dürfen. Die ruppigsten sind oft die besten Lehrmeister.

Also, lass dich nicht bitten.
Michael
 

Tiktakbrasil

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Die ruppigsten sind oft die besten Lehrmeister.
Kann ich aus eigener ( manchmal leidvoller ) Erfahrung voll bestätigen.
Mein Lehrmeister ( Uhrmachermeister und Uhren und Chronometerbaumeister ) war bei meinem Lehrantritt schon 76 Jahre alt, ich war knapp 15. Wenn da der Feilstrich eines Werkstückes nicht exakt war, flog auch mal eine Feile quer durch die Werkstatt, begleitet mit unheilvollem Gebrummel.
Der Generationenkonflikt war zu dieser Zeit, Mitte der 60er Jahre, eigentlich schon vorprogrammiert. Ich, den neuen Techniken folgend auf der einen Seite, er den alten ,perfekten mechanischen Techniken verbunden, auf der Anderen. Aber, ich habe zu meinem Glück sehr viel von ihm gelernt, es hat auch Spaß gemacht und ich profitiere bis heute von dem damals oft widerwillig Gelernten. Er war mein Opa und starb 1972

Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 
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